Beiträge von Schwarzwaldine

    Wir wählen für Bikepacking-Touren meistens eine Hybridlösung, also eine gewisse Grundlage mitnehmen und ansonsten einkehren oder Zukaufen. Wir bekommen für etwa drei Tage Frühstück und Abendessen vorbereitet für heißes Wasser ins Gepäck (Rahmentasche ist da sehr von Vorteil) - Frühstück Porridge mit Trockenobst und Milchpulver und natürlich Kaffee, Abendessen unterschiedlich, Couscous, Instantnudeln mit selbstgemachter Sauce, Kapü mit Beilage, außerdem Dessert, häufig der Seelenwärmer-Pudding von Dr Oetker. Außerdem Riegel. Beefjerkey und Nussmischungen für unterwegs - wenn es etwas gibt, kehren wir gerne ein, aber oft genug passen Pausenbedürfnis und Angebot nicht zusammen.

    Wasser wird mit einem Spirituskocher (Whitebox oder MYOG) erhitzt.

    barfuß : ich schlafe wesentlich schneller ein (5-10 min, manchmal auch wirklich sofort), seitdem ich mich am Abend 20 Minuten auf eine Akupressurmatte packe (hat auch sonst noch positive Auswirkungen für mich). Leider hilft sie nicht gegen zu frühes Aufwachen und dann nicht mehr einschlafen können, aber immerhin, das ist schon mal eine deutliche Verbesserung.

    wie hast Du den von 1kg so leicht bekommen?

    Ganz einfach, die Original-Rückenplatte ist zumindest bei meinem Rucksack schwerer als angenommen/angegeben, nämlich 260g. Ersetzt durch ein Reststück 4mm-Eva (Exped Doublemat) macht das schon einen Gutteil aus. Die Regenhülle raus und ein paar Gramm ergibt auch noch das Abtrennen der völlig überflüssigen, weil sowieso unbrauchbar angenähten Abtrennung von Bodenfach und Hauptfach. :thumbup:

    3,5 kg nur für den Rucksack sind allerdings echt viel. Mein 90l-Monster aus Norwegen, mit dem ich früher auf Tour ging, bringt nur 2,5 kg auf die Waage. Aktuell habe ich Highlander Trail 40 (an dem sich die Inflation ziemlich gut ablesen lässt, Anfang des Jahres für 2/3 des jetzigen Preises gekauft ... =O ). Mit ein paar Modifikationen wiegt er nur noch 640g und dank Daunentüten zum Schlafen statt Kufa passt die Ausrüstung (4,5 kg Basisgewicht Sommer, 5,5 Basisgewicht Herbst und Frühjahr) + Wasser und Lebensmittel) da problemlos rein, obwohl ich immer noch "Luxusgegenstände", insbesondere in der Küche, mitnehme. Längere Touren habe ich mit dem "Kleinen" allerdings noch nicht gemacht.

    ... außerdem - weiß ich allerdings nicht von eigenem Erleben, sondern von Berichten aus dem Ultra-Light-Forum - ist die Wahrscheinlichkeit, dass Luftisomatten wie die Neoair und Co sowieso früher oder später delaminieren, auch bei Bodennutzung, ziemlich groß. Entweder also diese Mattentype erst gar nicht verwenden (und sich hangloose s Empfehlung anschließen ;) ) oder damit leben, dass sie möglicherweise nicht so sonderlich lang lebt.

    Ich komme ja eher aus der Bikepacking-Ecke und bin bisher eher selten einfach so für mehrtägige Aufenthalte in Wäldern losgezogen. [...]

    An Hobos hab ich mich irgendwie bisher nicht rangetraut - vielleicht sind meine Bedenken ("immer alles rußig", "was wenn man mal kein Holz findet") aber in der Praxis weniger valide als angenommen.

    Wenn es nur um Wasser heiß machen geht, finde ich, gerade beim Bikepacking und nur für wenige Tage, Spiritus noch besser. Mein Myog-Dosenbrenner wiegt 13g, Windschutz 15g + Tellerchen zum Draufstellen als Bodenschutz mit 11g ( damit die Platzierung etwas besser funzt, dafür brauche ich keinen Topfständer). Spiritus für zwei Personen und drei Nächte 250 ml ...

    Hobos sind toll, ich bin aber auch eine kleine Pyromanin und liebe das Hantieren mit Feuer. Das Rußen empfinde ich als unproblematisch, Topf wohnt eh in einer Hülle und Holzversorgung war bisher nie ein Problem, auch, wenn es Tage vorher nur geregnet hat. Was die Verwendung allerdings m.E. kräftig einschränkt, sind die immer trockener werdenden Zeiten und deshalb bin ich auch in Norwegen nie ohne Spiritus-Backup losgezogen.

    Hallöchen,

    ich mußte Deinen Text erst zwei, dreimal lesen bevor ich dahinter gestiegen bin was Du meinst. Die Idee ist zwar genial, aber der Pumpsack ist leider mer als zu klein (geschätzt 2-4l).

    Um aber mal kurz beim Thema zu bleiben, selbst mein fetter 22l. Ortlieb ist zu klein. Der Rucksack hat, so ich das im Hinterstübchen habe, 45l. Um also den Rucksack optimal nutzen zu können, wird's was in die Richtung sein müssen.

    Eben, deshalb schauen, ob Du den Exped Schnozzel Bag auf Deine Matte abgestimmt bekommst, der hat nämlich 60l Packvolumen in M (wenn ich mich richtig erinnere) und ist gleichzeitig als Pumpsack verwendbar.