Beiträge von Schwarzwaldine

    genau diese zwei Grössen wäge ich auch ab.

    Und immer, wenn ich merke, ich brauche weniger von etwas, dann reduziere ich.

    Mehrere Tage draussen sein bedeutet für mich auch, mich nicht groß um mein Hab und Gut kümmern zu müssen, weil ich nicht mehr dabei habe, als ich benötige.

    Aber eben auch nicht weniger.

    Hier auch. Ich freue mich wie Bolle, dass ich dank UL überhaupt wieder Overnighter machen kann, nachdem mich ein dauerbeleidigtes ISG für Jahre rauskatapultiert hat. Ich finde es faszinierend, an meinen Packlisten rumzuschrauben und diese zu optimieren. Aber ich sehe in UL keinen Wettbewerb, sondern Mittel zum Zweck, das mir dann auch wieder erlaubt, etwas Luxus dabei zu haben, z.B. die Schwarze Biene, um dann ganz gemütlich und warm in der Cross Hammock sitzen und frühstücken zu können. Bei Waldbrandgefahr bleibt der Kocher zu Hause, dann geht es auch ohne, aber ansonsten genieße ich das warme Essen am Abend und den Kaffee am Morgen.

    @Optimierung der Packlisten, hangloose : Welche Isomatte, die für die CH geeignet ist, kommt denn auf 400g?

    So, endlich wieder nach fast zwei Monaten Pause eine Waldnacht in der Crosshammock - wie schon im Myog-Faden geschrieben, war es diesmal aber kälter. Die Kombi vom letzten Mal, Daunentüte + Lavalanquilt brauchte also Verstärkung, die TAR Neoair habe ich mit 4mm Eva gepimpt (drauf, nicht drunter), was sehr schön von unten gewärmt hat, außerdem hatte ich 2l heißes Wasser in einer Platypusflasche als Wärmeflasche im Schlafsack und das MUT in der Hosenfunktion um Hüfte und Oberschenkel - war perfekt warm! Ich hatte allerdings vom Frieren geträumt und bin zwischendurch dann mal aufgewacht und musste erst realisieren, dass der Frier-Zustand nur im Traum geherrscht hat, mir aber eigentlich schön warm war. :/

    Das Wetter war bis zum Nachmittag durchwachsen, ich wollte aber eh nicht weit, sondern wieder zu dem Hängeplatz vom Februar, jetzt ist ja Wildschutzzeit und der liegt so nah am Weg, dass ich dort wohl nicht groß Wild stören kann, gleichzeitig aber schön rundum von einem Tannengebüsch sichtgeschützt bin. Und in der Nähe ist ein Grillplatz und dort konnte ich fürs Abendessen mal wieder meiner pyromanischen Neigung nachkommen und ein neues Gear dazu ausprobieren, hatte ich doch endlich einen Bushbuddy Ultra erwerben können und mit dem zum ersten Mal gezündelt. Ich muss gestehen, es gingen ziemlich viele Streichhölzer drauf, bis er brannte - da muss ich noch etwas üben, der will anders bedient werden als der Pico 239 oder der Vargo Hexagon. Aber irgendwann zündete er hat kohcnedes Wasser für Abendessen (es gab selbstgemixtes Chili con Carne und ebenfalls selbst gemixten Schokopudding mit Birnen zum Dessert) produziert - so gesehen, rechnet sich das Mehrgewicht des Buddys fast schon für eine Nacht, denn für die Wassermenge hätte ich 60 ml Spiritus mehr mitnehmen müssen. 8)

    Und am Morgen (bei etwa 2° war mir das SEHR angenehm!) konnte ich eine weitere neue Errungenschaft genießen und dank der Schwarzen Biene die CH auch als Sitzmöbel verwenden und so schön eingemummelt in den Quilt ganz gemütlich von der Hängematte aus Wasser heiß machen (diesmal mit dem Dosenkocher im BB) und frühstücken. :thumbup:



    So, endlich wieder eine Waldnacht in der Hängematte und das MUT hat sich, wie erhofft, bewährt. Es war etwa 5° kälter als beim letzten Overnighter Mitte Februar, bei dem der Nordisk Passion 3 in Kombination mit dem Lavalanquilt und der TAR Neoair an die Grenzen kam, insbesondere an den Hüften und Beinen. Hier hat das MUT als Hose geknöpft für behagliche Wärme gesorgt, außerdem hatte ich die Neoair mit 4mm Eva gepimpt und zusätzlich noch 2l warmes Wasser in einer Platypus-Faltflasche im Schlafsack. Ergebnis: exakt richtig temperiert! :thumbup:

    Schöner Nebeneffekt: die Knöpfung ist auch in Dunkeln leicht zu lösen und absolut pinkelfreundlich, auch in der Hängematte. 8)

    An Deinen Überlegungen ist schon was dran. Wenn ich nicht schon eine Anwendung im Auge hätte, wüsste ich auch nicht, was von den vielen Funktionen jetzt wirklich gebraucht wird. Aber ich habe die Hoffnung, dass dieses Teil in der kälteren Jahreszeit die Daunentüte an der Kältestelle Hüfte/Oberschenkel so pimpt, dass ich damit unterm Strich auf die Mitnahme der jeweils nächsten Stufe verzichten kann - von 0-5° sollte dann Daunentüte + Quilt ausreichen, darüber müsste ich auf den Quilt verzichten können. Die Kombi MUT + Daunenjacke ist eindeutig leichter als der Quilt.

    Trekkerling vom UL-Forum hat dort sein Multi-Use-Teil vorgestellt, gestern hatte ich Zeit zum Nachnähen und so stelle hier meine Version vor - wieder mit einer Nylontaft-Außenseite und einer Wollmusselin-Innenseite mit einer Lage 60er-Lavalan als Füllung. Grundlage sind zwei Deckchen, Maße sind bei mir 50x75 cm (hier am besten auf die eigenen Maße achten). Auf einer Schmalseite haben die Deckchen einen Gummizug, auf den anderen kann man sie mit Kamsnaps zusammenknüpfen und so ergeben sich sehr, sehr viele unterschiedliche Nutzungen.
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    ich finde den Wechsel von Poncho- zu Tarpmodus kritisch. Entweder Du wirst nass, oder die Ausrüstung, wenn der Regen nicht mal pausiert.

    Wenn es wirklich schifft habe ich vor allem für den entspannten Schlaf lieber ein bisschen mehr Tarp..

    Genau das stört mich auch. Wobei ich zum Wandern, wenn nicht gerade Dauerregen vorhergesagt ist, durchaus gerne Ponchos verwende und der als Multiuse-Funktion dann das Groundsheet übernehmen darf, zum Draufstehen, zum Isomatte aufblasen oder auch für unters DCF-Tarp, sollte es jemals auf dem Boden aufgebaut werden.

    PS: es gibt noch ein Poncho-Tarp von Sawotta ... demnächst auch hier auf dem Marktplatz ;) .

    Wir waren im Sommer 21 teilweise auf Rügen mit den Gravelbikes (Tagestouren) unterwegs und teilweise absolut abgelöscht. Viel Verkehr, keine durchdachte Radwegführung, teilweise so übles Kopfsteinpflaster, dass auch meine Lefty gestreikt hat. Begeistert hat und dagegen Darß/Zingst/Fischland, viel fahrradfreundlicher und geniale Singletrails, bei denen die Gravels mal so richtig zeigen konnten, was sie drauf hatten. Hängemattentauglichen Wald gibt es auf beiden Inseln, aber auch viel Naturschutzgebiete, was da noch üblich bleibt, weiß ich nicht.

    Ich schlafe auch gern ohne Tarp, gegen leichten "Beschuss" von oben hilft ja auch das Moskitonetz. Ich mag den Blick in den Waldhimmel zu gern, wenn sicher kein Regen kommt, dann bleibt es im Rucksack - dabei ist es aber immer, mit 220g inklusive Abspannschnüren ist es ja auch nicht sonderlich schwer.

    ;( Mist, ich habe das Zeitmanegement für dieses Wochenende doch unterschätzt bzw. heute Morgen ist noch was dazugekommen, das geht sich nicht auf, wie die Ösis so schon sagen ... und ich hatte mich schon so auf Spießbraten á la Dubbeglas gefreut. Wird aber leider nix, muss die gepackten Taschen wieder ausräumen und ihr habt mehr Hängeplatzauswahl. Ich hoffe auf das nächste Mal! Euch ganz viel Spaß und dass der derzeitige Wetterbericht recht behält und es von oben nicht feucht wird!

    Beim Essen bleibt es beim angesagten Spießbraten mit Kartoffeln? Die Zutaten fürs Dessert habe ich schon eingepackt, da fehlen nur noch die Äpfel, die kann ich aber gut beim Penny in Lauterecken besorgen. Das Gravel kommt erst am Samstag Mittag aus der Inspektion, ist etwas schade für den Fahrspaß, aber dafür ist es fürs Verstauen von Wok und Picogrill besser, denn klassische Ortliebtaschen packen einfach wesentlich mehr als die fürs Bikepacking. Und mein altes Reiseschätzchen freut sich auch mal wieder, wenn es unter die Leute darf. Und ich mit! :)