Beiträge von Schwarzwaldine

    Mit der Frage habe ich mich auch schon beschäftigt und nur teilweise eine Antwort gefunden - aktiv kenne ich nur eins davon und das habe ich durch Zufall auf der Suche nach einem Hängeplatz gefunden, als es gerade gebaut worden ist und sagen wir mal so, dort habe ich nur mein Abendessen gemacht und gehangen wo anders. Und zumindest in den Camps im geschützten Naturpark gilt die Plattformpflicht für Zelte und da die m.W. noch keine Pfosten haben, sieht es da für Hängematten schon mal ziemlich mies aus.

    Na, dann go for it - und berichte uns natürlich, was rausgekommen ist. Bei meinem Lavalanquilt habe ich die Innenseite, damit die schön kuschelig bleibt angesichts von direktem Hautkontakt, mit Wollmusseline gefüttert und außen sehr leichten Nylontaft genommen. Falls Du nur bei der Mohairdecke bleibst, könnte eine reine windabweisende Außenschicht reichen.

    Hallo Schwarzwaldine,

    Genau wie du sagst, Schurwolle hat zwar viele tolle Eigenschaften, aber leicht ist sie natürlich nicht. Mohair ist dafür sehr leicht, aber eben volumspezifisch, über wärmespezifisch weiß das Internet nichts...

    Da hast Du mich missverstanden, mir gings nicht ums Gewicht, das ist bei dem Wollvlies Lavalan völlig ok, sondern ums Packvolumen ;) ... und ich kann mir nicht vorstellen, das Mohair, bei aller Leichtigkeit, beim Thema Komprimierbarkeit viel besser abschneidet als Lavalan.

    Hallo Natalie,

    ich kann zwar nur bedingt antworten, da ich für meine Crosshammock keinen Underquilt brauche und konkret mit Mohair auch noch keine Erfahrung gemacht habe. Ich habe mir aber einen normalen Sommerquilt aus Lavalan, also einer Wollisolation, genäht, es gibt hier im MYOG-Unterforum einen Bericht dazu. Und ich mache Bikepacking mit Rahmen/Lenkertaschen und einer Arschrakete, also mit sehr, sehr wenig Platz. Und dafür würde ich den Wollquilt nie mitnehmen (auch Kufa nicht), auch, wenn ich die Wärme sehr mag und er als Poncho nutzbar ist, da ich da wirklich jeden cm³ gebrauchen kann an Packvolumen und so eigentlich nur Daune als Isomaterial in Frage kommt. Und zur Wärmeleistung: zumindest Lavalan dürfte etwas "kälter" sein als Apex (mit dem mir allerdings die Erfahrung fehlt), als einigermaßen normalverfrorene Frau reichen mir die zwei Lagen 60er Lavalan für 14-15° und Pimpen der Daunentüte bringt ca. 5-6°.

    Eine Kombination mit Daune erscheint mir da sinnvoll, das machen die Schweizer von "Gruezibag" ja auch.

    Genau das wollte ich auch gerade fragen!

    Für mich bedeutet sitzen:

    • einfaches Hinsetzen und Aufstehen (Füsse haben Bodenkontakt)
    • gemütliches Kochen in der Sitzposition (bei Bedarf)

    Gemütliches Sitzen (allerdings mit den Füßen oben, da wärmer) am Fußende zum Frühstücken und vorher Wasser heiß machen habe ich in der letzten Waldnacht in der CH ausprobiert, Kocher stand auf der Schwarzen Biene mit einem Segment mehr für die nötige Höhe.

    Einfaches Hinsetzen dagegen funktioniert super entweder ohne Matte oder mit der Exped Flexmat (inwiefern die mir auch zum Schlafen für die Nacht taugt, harrt noch dem Ausprobieren, ist derzeit leider nicht drin. Der Mittagsschlaf gerade war anders, aber brauchbar).

    Das "schwerer" der alten Matte relativiert sich wohl etwas durch euphemistische Gewichtsangaben für die NXT. Ich bin ja zu doof für das SV, jedenfalls beim Einfüllen. Beim Ablassen der Luft schätze ich es aber sehr, denn es ermöglicht, die Matte in der CH zusammenzulegen, weil die Luft sofort fast komplett entweicht, ähnlich wie bei Matten von Exped. Deshalb werde ich es nie aus Gewichtsgründen wegbügeln.

    Die flexmat plus oder die normale? Bin gespannt, ob es noch mehr Leute gibt, die das nicht-aussteifen nicht stört - oder ich da weiter die dubiose Ausnahme bleibe :D

    Da ist geschlossenzelliges EVA allerdings eher noch schwitziger, nur schon mal zum Erwartungsmanagement... ?(

    Die normale in LW ... werde natürlich berichten, wie es sich anfühlt, die Probenacht wird allerdings noch warten müssen, bis ich die Abikorrekturen (60 Deutschaufsätze insgesamt *umfall*) vom Tisch habe.

    Ansonsten danke für die Vorwarnung ... die TAR Ridgerest fand ich seinerzeit ziemlich angenehm, aber das ist, glaube ich, nochmals etwas anderes Material.

    Auch von mir ein Danke für den schönen Bericht! Ich kenne den Westweg nur abschnittsweise, aber Belchen-Lörrach bin ich mit einer Übernachtung im Zelt in meiner Schwerlastzeit mal gegangen. Ansonsten habe ich ihn als damalige "Einheimische" (ich habe 10 Jahre im Dreisamtal gewohnt) eher gemieden und bin die kleineren Pfade gewandert - ja, der Feldberggipfel selbst ernüchtert, aber es gibt mehrere wunderbare Zustiege oder auch Auffahrten mit dem Rad.

    Wo wohnst Du denn? Vielleicht gibt es einen CH-Nutzer bei Dir in der Nähe, damit Du sie mal ausprobieren kannst?

    Zur UL-Variante kann ich Dir leider nicht antworten, ich habe die 2in1 mit Monolite, das ist relativ durchsichti (die Durchsichtigkeit ist immer abhängig vom verwendeten Stoff, die UL-Variante dürfte super durchsichtig sein), was ich mag, aber erscheint mir, zumal ohne Vergleich, nicht sonderlich dehnbar, das wird m.E. auch durch die Isomatte ausgeglichen.

    Ich verwende bei Temperaturen unter 10° lieber Schlafsäcke als Quilts, ging mir schon auf dem Boden so, habe beides - der Quilt ist allerdings eine willkommene Ergänzung zum Schlafsack, wenn der nicht mehr ausreicht. Da ich für Sommerbodentouren aber auch einen StS Flame 0 habe und der einfach unschlagbar vom Gewicht und Packmaß her ist, krieche ich auch im Sommer in den Schlafsack, was allerdings zugebenermaßen durch den halben Reißverschluss jetzt nicht ganz einfach ist.

    Als Isomatte habe ich die genannte Xlite, aber auch bei mir hat hangloose s Post Eindruck hinterlassen und ich werde den Exped-Eierkarton ausprobieren. An der TAR stört mich nämlich auch durchaus das Rascheln und die schwitzige Oberfläche. Bei Temperaturen von weniger als 5° genügt sie mir nicht mehr und ich pimpe sie mit 4mm Eva.

    Hm. Ich kann Deinen Wunsch nach einem Schlafsack absolut nachvollziehen, hab mir auch erst vor ein paar Monaten eine neue tolle Daunentüte gegönnt - ich penne darin auch besser als in Quilts, bin einfach auf die Kapuze und den Rundum-Schutz getrimmt. Aber: gerade, wenn Du noch wärmere Gegenden vorhast, aber auch nach Schweden willst, würde ich an Deiner Stelle über eine Kombi nachdenken. Dreijahreszeiten-Schlafsack (Spark II z.B., sofern der einen durchgegehenden RV hat, Spark 0 hat das nicht) in Kombination mit einem Poncho-fähigen Quilt (z.B. der Liteway Sleeper, eventuell auch mit Apexfüllung), der Dir eventuell die Puffy ersetzt. Damit bist Du flexibler, hast eine leicht überziehbare Außenschicht, die die Daunentüte auch noch mit vor Nässe schützt, hast Campwärme und die volle Auswahl, wenn es wärmer wird.

    genau diese zwei Grössen wäge ich auch ab.

    Und immer, wenn ich merke, ich brauche weniger von etwas, dann reduziere ich.

    Mehrere Tage draussen sein bedeutet für mich auch, mich nicht groß um mein Hab und Gut kümmern zu müssen, weil ich nicht mehr dabei habe, als ich benötige.

    Aber eben auch nicht weniger.

    Hier auch. Ich freue mich wie Bolle, dass ich dank UL überhaupt wieder Overnighter machen kann, nachdem mich ein dauerbeleidigtes ISG für Jahre rauskatapultiert hat. Ich finde es faszinierend, an meinen Packlisten rumzuschrauben und diese zu optimieren. Aber ich sehe in UL keinen Wettbewerb, sondern Mittel zum Zweck, das mir dann auch wieder erlaubt, etwas Luxus dabei zu haben, z.B. die Schwarze Biene, um dann ganz gemütlich und warm in der Cross Hammock sitzen und frühstücken zu können. Bei Waldbrandgefahr bleibt der Kocher zu Hause, dann geht es auch ohne, aber ansonsten genieße ich das warme Essen am Abend und den Kaffee am Morgen.

    @Optimierung der Packlisten, hangloose : Welche Isomatte, die für die CH geeignet ist, kommt denn auf 400g?

    So, endlich wieder nach fast zwei Monaten Pause eine Waldnacht in der Crosshammock - wie schon im Myog-Faden geschrieben, war es diesmal aber kälter. Die Kombi vom letzten Mal, Daunentüte + Lavalanquilt brauchte also Verstärkung, die TAR Neoair habe ich mit 4mm Eva gepimpt (drauf, nicht drunter), was sehr schön von unten gewärmt hat, außerdem hatte ich 2l heißes Wasser in einer Platypusflasche als Wärmeflasche im Schlafsack und das MUT in der Hosenfunktion um Hüfte und Oberschenkel - war perfekt warm! Ich hatte allerdings vom Frieren geträumt und bin zwischendurch dann mal aufgewacht und musste erst realisieren, dass der Frier-Zustand nur im Traum geherrscht hat, mir aber eigentlich schön warm war. :/

    Das Wetter war bis zum Nachmittag durchwachsen, ich wollte aber eh nicht weit, sondern wieder zu dem Hängeplatz vom Februar, jetzt ist ja Wildschutzzeit und der liegt so nah am Weg, dass ich dort wohl nicht groß Wild stören kann, gleichzeitig aber schön rundum von einem Tannengebüsch sichtgeschützt bin. Und in der Nähe ist ein Grillplatz und dort konnte ich fürs Abendessen mal wieder meiner pyromanischen Neigung nachkommen und ein neues Gear dazu ausprobieren, hatte ich doch endlich einen Bushbuddy Ultra erwerben können und mit dem zum ersten Mal gezündelt. Ich muss gestehen, es gingen ziemlich viele Streichhölzer drauf, bis er brannte - da muss ich noch etwas üben, der will anders bedient werden als der Pico 239 oder der Vargo Hexagon. Aber irgendwann zündete er hat kohcnedes Wasser für Abendessen (es gab selbstgemixtes Chili con Carne und ebenfalls selbst gemixten Schokopudding mit Birnen zum Dessert) produziert - so gesehen, rechnet sich das Mehrgewicht des Buddys fast schon für eine Nacht, denn für die Wassermenge hätte ich 60 ml Spiritus mehr mitnehmen müssen. 8)

    Und am Morgen (bei etwa 2° war mir das SEHR angenehm!) konnte ich eine weitere neue Errungenschaft genießen und dank der Schwarzen Biene die CH auch als Sitzmöbel verwenden und so schön eingemummelt in den Quilt ganz gemütlich von der Hängematte aus Wasser heiß machen (diesmal mit dem Dosenkocher im BB) und frühstücken. :thumbup: