Um dieses "Wohn- und Schlafzimmer" am Strand beneide ich euch ja sehr!
Ich habe auch endlich mal wieder eine Waldnacht einlegen können, wieder am bekannten Spot, nah am Weg - hab mal probehalber an anderen Stellen geschaut, aber noch will ich nicht zu weit ab ins Unterholz und Tierfamilien aufscheuchen. Außerdem heißt das oft genug noch mehr Zecken einsammeln ... also wieder die Minilichtung im Gebüsch, genau groß genug für die CH. Eine GE-Matte bekäme ich an der Stelle niemals aufgehängt.
Da es schon wieder verflixt trocken ist, habe ich vorher erste Bastelübungen mit Karbonfilz gemacht und fürs Erste einfach den vorhandenen Dosenkocher aufgefüllt. Im kleinen Toaks Potstand ergab das ein sehr ordentliches, fast rußfreies Flammenbild, da haben nach einer Weile sogar die Jets gezündet. Zum ON hatte ich den Bushbuddy dabei (bei dem der Dosenkocher ohne Filzeinsatz sich schon durchaus bewährt hat) und da steht der Kocher dann zu weit unterm Topf und der Kocher rußt wie der rasende Roland. Da also in Zukunft bessser den Toaks Potstand mitnehmen, ist ja vorher auch klar, ob der Bushbuddy mit Holz einsetzbar ist oder besser nicht.
Außerdem habe ich die große Exped Flexmat ausprobiert. Fazit: für den Sommer absolut brauchbar, ich habe gut geschlafen! Pinkeln funktioniert zwar nicht mehr, macht aber nix, weil das Ein- und Aussteigen mit der Flexmat so viel einfacher funktioniert, dass das nächtliche Austreten (wieso muss mann und frau in der Hängematte eigentlich viel öfter??? Im Zelt muss ich nachts so gut wie nie!
) keine große Sache ist. Und ich mag dieses schnelle Fertigsein, egal ob Aufbau oder Abbau. Trotzdem werde ich für den nächsten ON noch ausprobieren, ob die Decathlon-Pseudo-Eierkarton nicht auch funktioniert, denn die große Flexmat ist einfach ein Riesenmöbelstück am Rucksack. Weiterer Pluspunkt: mit der Matte wird die CH zum perfekten Hängesitz. Das Fußende fällt etwas ab, wenn man in der Mitte auf der Matte sitzt, das ergibt bei mir die perfekte Fußstütze, daneben die Schwarze Biene geparkt mit allem nötigen in Reichweite - das war irre gemütlich!
Zum Warmhalten hatte ich erstmals nur den Lavalanquilt dabei. Für die Stadt waren Nachttemperaturen von 14° angesagt, mein Spot liegt etwas höher und auf einem Bergrücken, dürfte etwas kälter gewesen sein (ich brauche unbedingt ein kleines Thermometer für die Nacht!), ich hatte den Alphahoodie und das Multi-Funktionsteil zum Pimpen dabei und das hat super funktioniert, als es mir etwas zu kühl wurde, kam der Hoodie an und das MUT als lange Decke geknüpft über Beine und Oberkörper unter den Quilt. Genau richtig! Und beim Frühstück hat das MUT mir die Arme warm gehalten und der Quilt den Rest, da war es noch relativ frisch.
Ansonsten: ich brauche euch ja nicht zu erzählen, wie toll eine Sommernacht im Wald ist. Das Tarp habe ich gleich zu Hause gelassen, beim Frühstück konnte ich ein Eichhörnchen beobachten, dass mich gar nicht bemerkt hat
, Vögelsingen ... einfach nur
!
Zurück ging es durch die Weinberge, es gibt immer noch neue Varianten, die ich noch nie gelaufen bin ... und um 9 Uhr gabs den zweiten Kaffee zu Hause.


