Beiträge von Schwarzwaldine

    ad Sandtreter

    vermehrten Harndrang in der Hängematte kenne ich auch.

    Am ehesten weil die Beine in der Hängematte höher liegen als im Bett und dadurch mehr Blut auch zu den Nieren kommt.

    Menschen mit Herzinsuffizienz müssen deshalb auch nachts mehr aufs WC weil die Unterschenkelödeme sich verteilen.

    Kenne ich ebenfalls - sowohl von der Crosshammock als auch in der Banyan, bei beiden liegen die Beine nicht höher. Ich habe es bis her damit erklärt, dass ich in der Hängematte nicht so tief schlafe - auch im heimischen Bett muss ich nachts mal raus, wenn ich nicht gut schlafe. Bei Durchpennen höchstens, wenn wuppitom s Grund dazu kommt. ;)

    Mein bisher kürzester Overnighter mit 13 h- bin erst um 19.30 los, damit der Gatte mit Teilnahme an einer Raddemo (cool - mehr als 200 Radler mit Polizeibegleitung auf der Schnellstraße Richtung Kehl unterwegs, Sinn des Ganzen war, die Notwendigkeit des Fahrradschnellweges Offenburg -Strasbourg zu demonstrieren) und anschließender Einkehr im Lieblingsbiergarten auch zu seinem Recht kam.

    Gemeldet waren Schauer für die Nacht, im Einsatz eine neue Kombi: Banyan mit Xfoil-Tarp. Hat völlig ausgereicht als Regenschutz und ich bin begeistert von dem freien Blick in den Waldhimmel, den es erlaubt. Geschlafen habe ich prima in der Banyan, mit der Frilufts Canisp als Faltmatte und dem Rucksack unter den Knien, was aber trotzdem auch eine bequeme Seitenlage ermöglicht hat, vielleicht sogar die Lösung für letztere in der Banyan ist, da sie ja etwas zu schmal ist, um die Beine in Seitenlage anzuwinkeln.

    Walkabout: Heringe (ent)schoppe ich nicht, lohnt sich nicht (zu kleine Schuppen) ... außerdem habe ich genügend. Hab für den Probeaufbau nur die billigen genommen, die noch im Wintergarten rumlagen.

    :thumbup: die Banyan ist unterm neuabgespannten Tarp schon getrocknet und bisher ist kein neues Wasser eingedrungen, auch der Badewanneneffekt ist nicht wieder eingetreten. Die Naht werde ich aber trotzdem noch mit Sealgrip behandeln, da trotz feinster Microtex-Nadel teilweise Einstiche sichtbar sind. Nicht, dass die sich unter Zug vergrößern.

    Über Nacht hat sich ein Hering gezogen, weshalb ich die Banyan heute als Seemannsbadewanne hätte verwenden können... D.h, zunächst das Tarp drüber, die Matte erst nach dem Ausleeren, denn natürlich habe ich es nicht geschafft, den See aus dem Tarp ohne Flutung der Banyan zu schütten.

    Die gute Nachricht ist aber, dass Tropfen an der Aufhängung kein Problem sind, d.h., das Tarp ist lang genug.

    Ich habe anschließend noch eine

    Diamantaufhängung versucht, aber das klappt nicht durch die Trogform. Also das Tarp wieder abgespannt, erst mit waagrechten First, dann vorne etwas höher und schauen, was passiert, ich lasse die Konstruktion noch etwas hängen. Die nicht versiegelte Mittelnaht hat sich jedenfalls trotz des Badewanneneffekts erstaunlich gut geschlagen und das Topcover der Banyan schützt ebenfalls sehr gut.

    Geflucht und aufgetrennt ... nie wieder Silnylon! Jedenfalls nicht mit dieser Nähmaschine ... aber das Endprodukt, ein 2x3m-Tarp hängt immerhin gerade im Garten über der Banyam und wird kräftig geduscht, ohne mich drin. Mal schauen, wie es morgen drunter aussieht, die Mittelnaht ist bisher nicht versiegelt, aber ich habe mit Corespun genäht und wollte mal ausprobieren, wie gut das funktioniert. Mit 3m könnte es auch etwas kurz sein, die Aufhängung passt nicht komplett drunter und Driplines habe ich auch keine mehr anbringen können, musste dann rein zum Abendessen kochen und währenddessen kam der nächste Schauer runter. Deshalb gibt es heute auch noch keine Bilder.

    Könntest du die nicht mal hier im Forum vorstellen? Das hat bisher noch niemand gemacht. :)

    PS: Ich stelle mir eine ausführliche Vorstellung mit Fotos und deinen persönlichen Eindrücken vor. ;)

    ... kann ich gerne mal machen, bisher habe ich aber nur tagsüber drin gelegen und noch nicht drin geschlafen. Also warte ich nocoh die erste Nacht ab, leider komme ich nicht so oft zu Overnightern wie gewünscht.

    Vielen Dank für die vielen tollen Bilder, die uns Daheimgebliebenen zumindest einen kleinen Eindruck verschaffen! Unser Neid ist euch sicher ... vielleicht liegt das nächste Treffen dort etwas günstiger, z.B. an BW-Ferien angeschlossen und nicht gerade mitten im Abitur (eine Konfirmation kann nun nicht mehr dazwischen kommen, jedenfalls die nächsten Jahre nicht, die drei Neffen sind jetzt "durch").

    Und noch gleich eine Erkenntnis hinterher: eine sinnvolle Verwertung der TTTM-Gurte, jedenfalls von einem. Wir haben schon ewig einen Hängesessel rumliegen, der an den Pfettenbalken ins Schlafzimmer soll, damit man da auch bei Bedarf gemütlich sitzen kann. Den dafür (vermeintlich) nötigen Haken haben wir aber seit Jahren nie angeschraubt bekommen, weil der Balken elendig hoch ist und wir einfach zu faul waren, die dafür nötige lange Leiter nach oben zu schleppen. Aber es braucht weder Haken noch Leiter, der Baumgurt tut es auch, einfach üben den Balken geworfen und schon hängt der Sessel :thumbup: <3 .

    Wieder super schöne Bilder, infrastellar !

    Ich habe mir heute, nach Anregung von Levi s MYOG-Aufhängung auf dem Marktplatz, eine Aufhängung für die Banyan gebastelt. Daisychains der CH gingen natürlich auch für die Banyan, aber erstens habe ich gerne die Aufhängung fix bei der Matte, damit ich im blödesten Fall nicht ohne da stehe, zweitens bräuchte ich für die Daisychains noch eine Verbindung. Mit einer einzelnen Schnur kann ich die Schlaufe der Banyan einfach so aufnehmen (auch wenn die von Levi empfohlenen Aliendinger natürlich super cool aussehen). Ich habe zwar auch noch eine Aufhängung von TTTM rumliegen, aber die ist sackschwer und hat zwei Schnüre, völlig überflüssigAlso Dyneemagurtband und -Schnur bei Extex bestellt und mich ans Spleissen gewagt - mit der guten alten Durchzugnadel aus den Nähbeständen der Ex-Schwiemu von meinem Mann ging das ohne ein weiteres Hilfsmittel, das ist ja total einfach und schnell gemacht!

    Noch ein paar Zickzacknähte über das Gurtband, orientiert habe ich mich an dem Gurt von TTTM, so braucht es keinerlei Haken, einfach durchziehen, herauskommen dann 63g.

    Außerdem nochmals den Garten durchstreift: Ha, die Wäscheleinenstangen sollten in Kombination mit dem Nussbaum eine bessere Aufhängung ermöglichen, gleich ausprobiert, klappt:

    Etwas Leukoplast habe ich immer dabei, bisher aber häufiger für Löcher in der Ausrüstung gebraucht als an mir, ist aber auch als Blasenprophylaxe gut. Ansonsten besteht mein Notfall-EHS aus ein paar Streifen Heftpflaster, ein paar Tropfen Teebaumöl als Desinfektionsmittel (nur für mich, hat schon bei so mancher, sich am nächsten Tag mit schmerzhaftem Klopfen bemerkbar machenden kleinen Wunde Wunder bewirkt, bei anderen darf man gar kein Desinfektionsmittel verwenden), 6 Kohletabletten und 2-4 Ibus. Eine Binde lässt sich improvisieren, Druckverband auch.

    Das klingt nach einem tollen Vorhaben!

    Ich war zwar auch erst maximal eine Woche zu Fuß unterwegs und das zu Schwerlastzeiten und warte seit dem Wechsel auf UL, dass mein Fahrgestell mehr als nur Overnighter mitmacht, insofern sind meine Bemerkungen leider auch noch eher theoretischer Art.

    Zum Essen: kennst du Cold Soaking? Also "Garen" von Lebensmitteln durch längeres Einweichen in kaltem Wasser? Wenn du dich damit anfreunden könntest, müsstest du nicht nur auf Riegel und Co zurückgreifen, sondern könntest zwischendurch auch Couscous oder Mienudeln mit Trockengemüse (Biovitera hat eine tolle Auswahl, auch vorgekochte Hülsenfrüchte, die sind absolut genial) kombinieren, noch etwas Öl dazu und Gewürze und fertig ist die Mahlzeit. Ich persönlich möchte allerdings auch im Sommer nicht auf die warme Mahlzeit verzichten, spätestens der Morgenkaffee ist unverzichtbar.

    Zur Sandalenüberlegung: wenn du eh Barfußschuhe trägst, dann könnten selbstgebaute Huaraches aus der Vibram Supernewflex-Sohle (gibts bei Extex) eine Überlegung sein: kleines Packmaß und wesentlich leichter.

    Lampe: wie lange am Tag denkst du, unterwegs zu sein? Musst du im Dunkeln gehen? Wenn nicht, reicht mir im Sommer so ein 10g-Minilämpchen aus. Und ansonsten eine 50g-Stirnlampe (Rotlichtfunktion finde ich persönlich sehr angenehm).

    Klamotten: Langarmshirt + Windjacke wäre mir etwas wenig Wärmepuffer, kennst du den Isolationsstoff Polartec Alpha? Äußerst leicht, aber gerade in Kombination mit einer Windjacke eine gute Isolationsschicht, auch in Bewegung.

    Wasser: in was trägst du es? Faltflaschen sind ziemlich praktisch, z.B. von Platypus (2l, 33g). Eine kleine Flasche zum unterwegs Trinken in einer Schulterriementasche ist aber auch nicht verkehrt. Wasserfilter habe ich (Katadyn Befree), der war aber noch nicht im Einsatz. Für Südfrankreich aber sicher nicht verkehrt.

    Rucksack: den Exped hast du schon und mal mit dem von dir aufgeführten Gerödel beladen? 30-35l können reichen, insbesondere im Sommer, aber je nach Packmaß auch nicht. Ansonsten: kennst du das UL-Forum? Da bekommst du einen ziemlich guten Einblick und Rückmeldungen, was Gewichttrimmen angeht.