Beiträge von Gironimo

    Ist das der Tunnelzug oder nur eine Probenaht?

    So lange du auf die notwendige Anzahl der Stiche kommst, kannst du auch eine Zickzack-Naht verwenden. Ich sehe nur keinen Vorteil darin, zumal längere Stiche meiner Erfahrung nach eine größere Angriffsfläche bieten. Je länger der Stich ist, desto leichter bleibt man aus Versehen daran hängen und zieht Schlaufen.

    so habe ich den Stoff an allen Seiten umgenäht.

    3 Reihen mit simplen geraden Stichen. Allerdings würde ich für lasttragende Nähte Mara 70 nehmen. Die Stärke der Nähte ergibt sich aus der Bruchkraft des Garns x Anzahl der Stiche. Wie schon öfter erwähnt sind die Tunnelzugnähte aber nicht der Schwachpunkt, sondern der Stoff selbst. Je mehr Stiche, desto mehr verteilt sich die Kraft - wobei die Einstiche aber auch nicht zu dicht sein sollten. Ich verwende einen 2,5 mm Stich und hatte noch nie eine gerissene Naht.

    danke sehr. Meinst du das Stichmuster hier ist nicht ok? Es fühlt in jedem Fall sehr stabil an.

    Hallo,

    ich habe heute angefangen meinen Stoff zu säumen und den ersten Tunnelzug zu machen. Ich habe extra einen relativ dichten Zickzack-Stich gewählt, weil ich davon ausgehe dass es das stabilste Stichmuster ist. Mir ist aufgefallen, dass der Nylonstoff an der Naht relativ löchrig wird. Die Nylonstränge sind nicht beschädigt, aber gehen durch die Naht natürlich auseinander. 120er Gütermann, 100% Polyesther ist mein Garn.

    Welches Stichmuster nehmt ihr für die Tunnelzüge?

    Danke.

    Ich besitze zwei Hängematten mit angenähter Isolierung und konnte - außer dem Umstand, beim Hängemattenwaschen die Isolierung mitwaschen zu müssen - noch keine Nachteile entdecken.

    Mit den Fingerkuppen sind die Nähte spürbar, mit dem nackten Arm aber schon nicht mehr.

    Von einer starken Traglastminderung gehe ich nicht aus. Sie wird vermindert, wenn durch das Nähen die Fäden des Hängemattengewebes zerstört werden. Meist wird wohl die Nadel die Fäden verdrängen statt sie zu zerschneiden. (Ich verwende spitze Microtex-Nadeln und dünnes Garn.)

    ok, danke. Gute Erläuterung zur Traglast. Ich habe einen Armee-Segeltuch-Stoff gekauft mit 95gr/m2, 100% Nylon (kein Ripstop) und würde das ggf. auch so machen. Der Stoff sollte einen 100Kg Mann doch halten oder nicht?

    Das sieht insgesamt richtig gut aus, was du gemacht hast. Respekt.

    Sooo! Fertig!

    Heute zusammen mit meinen kompetenten Handarbeitsfreundinnen den Schlafsack auf den Hängemattenstoff genäht. Am Ende haben wir nach einigem ausprobieren entschieden, die Naht nicht ganz durchgängig zu machen in der Nähe der Raffung, um gezielt Falten ermöglichen zu können. Es hat überhaupt nicht funktioniert, den Schlafsack einfach flächig aufzulegen, dann hatte er ziemlich Durchhang.

    In der Summe liegt die Isolierschicht aber jetzt überall gut an und die Form ist auch ok. Ich will die Tage mal eine Nacht darin verbringen, dann berichte ich nochmal!

    Gibt es keine Nachteile die Wärmedämmung direkt an die HM unten anzunähen? Stören die Nähte in der HM nicht? Wird die Traglast vom Ripstop-Nylon dadurch nicht stark gemindert?

    Ich habe fast die gleiche Geschichte hinter mir. Habe mir auch eine 12' Onewind gekauft nachdem ich die erste 2,85m lange HM wieder zurückgeschickt habe. Was mir aufgefallen ist, ist dass der eigene Kopf die größten Probleme macht, d.h. wenn man die ersten male nicht richtig einschläft, weil ungewohnt, fängt die Hängematte einen an gedanklich zu nerven. Zweifel machen sich breit.

    Was mir dabei geholfen hat ist die ersten Nächte möglichst lange auf den Beinen zu bleiben um sich dann stark übermüdet in die HM zu legen (ein Bier extra trinken unterstützt das ;)). Das Ergebnis ist, dass man sofort einschläft und die notwendigen 5-6 Stunden auch durchschläft. Man wacht dann erholt auf, wodurch sich gleichzeitig im Kopf ein Schalter auf: "Hängematte gut!" umlegt.

    Hat das Unterbewusstsein einmal dieses positive Signal bekommen, schäft es sich anschließend viel besser in der HM. Es ist also definitiv Gewöhnungssache. Weitere Faktoren sind in jedem Fall der Temperatur-Komfort und ob du Dich unsicher in der Umgebung fühlst. Für Letzteres ist es gut eine Begleitperson dabei zu haben. Das steigert das Sicherheitsgefühl enorm.

    Jeder hat ganz andere Schlafgewohnheiten. Mein guter HM-Kamerad mit dem ich häufig unterwegs bin, ist im Gegensatz zu mir total unempfindlich. Temperatur, HM-Komfort alles egal. Er schläft 6 Stdn wie ein Stein durch.

    Die Nähte an den Längsseiten werden so gut wie gar nicht belastet. Sie sorgen lediglich dafür, dass sich der umgeschlagene Stoff nicht öffnet. Ich verwende für nicht lasttragende Nähte (z.B. Warbonnet Whip) am liebsten Gütermann Mara 100 bzw. Gütermann Allesnäher (gleiches Garn). Für Hängematten bei denen die Aufhängung direkt durch den Tunnelzug gezogen wird, verwende ich Gütermann Mara 70 und mache 3 Nähte. Das hat bis jetzt noch jeden Hänger ausgehalten. Der Schwachpunkt ist ohnehin der Stoff unter der lasttragenden Naht. Dort reißt die Hängematte am ehesten. Es ist also ziemlich unsinnig, Dyneema Garn zu verwenden. Das kostet vermutlich nur mehr, und es ist fraglich, ob es sich gut nähen lässt. Und einen Mehrwert hat es nicht.

    Was haben Nylon-Hängematten allgemein für eine Gewebestärke? So wie ich es verstanden habe zwischen 50-90gr/qm, korrekt?

    Kann man pauschal die Gewebestärke für andere mögliche Hängemattenstoffe anwenden für die Ermittlung der Reißfestigkeit? Ich nehme an andere Stoffe die schwerer sind, sind nicht so stabil.

    Die Nähte an den Längsseiten werden so gut wie gar nicht belastet. Sie sorgen lediglich dafür, dass sich der umgeschlagene Stoff nicht öffnet. Ich verwende für nicht lasttragende Nähte (z.B. Warbonnet Whip) am liebsten Gütermann Mara 100 bzw. Gütermann Allesnäher (gleiches Garn). Für Hängematten bei denen die Aufhängung direkt durch den Tunnelzug gezogen wird, verwende ich Gütermann Mara 70 und mache 3 Nähte. Das hat bis jetzt noch jeden Hänger ausgehalten. Der Schwachpunkt ist ohnehin der Stoff unter der lasttragenden Naht. Dort reißt die Hängematte am ehesten. Es ist also ziemlich unsinnig, Dyneema Garn zu verwenden. Das kostet vermutlich nur mehr, und es ist fraglich, ob es sich gut nähen lässt. Und einen Mehrwert hat es nicht.

    super, danke vielmals.

    Wieviel wiegt das Ding? Wenn es einem wichtig ist das Tarp bis zum Boden abspannen zu können, dann kann ich das DD Hammocks 3,5x3,5m Tarp empfehlen. Das schränkt die Baumsuche auch nicht so ein wie so ein 4,5m langes Monster ^^

    Das wiegt 1,3 kg. Ich gehe hauptsächlich zum fischen raus, und habe mehr Sachen dabei die ich bei Regen verstaue. Dafür ist es ok.

    Bis jetzt hatte ich 0 Probleme mit Baumsuche.

    Polyester. Die Hauptlast am Rand trägt der Stoff. Das Garn fixiert ihn bloss. Aber ich stimme dir zu, dass es nichts schaden kann, ein etwas festeres Garn zu verwenden.

    Schau mal hier:

    Friedolino
    20. November 2016 um 14:22

    Oder hier:

    Der olle Hansen
    6. Oktober 2019 um 04:09

    Danke u. schönes Wochenende Dir.

    Für diese Säume würde ich ganz normales, aber qualitativ gutes Nähgarn verwenden.

    • Die Seitenränder werden eh nicht belastet. (Oder nicht mehr als ein Hemd)
    • Die Tunnelzüge an den Enden werden unterschiedlich belastet, je nach Befestigungsmethode.

    Zu den Befestigungsmethoden:

    • Wenn du die Aufhängung durch den Tunnelzug ziehst, solltest du drei oder vier parallele Nähte, nicht zu nahe beieinander, machen. Ich habe auch hier immer gewöhnliches Nähgarn verwendet. Andere verwenden hier ein etwas festeres. Ich kann mich nicht mehr an den Namen erinnern. Da meldet sich bestimmt noch jemand.
    • Wenn du die Aufhängung um die Enden der Hängematte legst (siehe "Whipping-Methoden"), dann reicht ein ganz gewöhnliches Nähgarn ohnehin aus.

    Vielen Dank. ich meine aber schon, dass auch die Längsseiten teilweise größeren Belastungen ausgesetzt sind, z.B. wenn man sich auf die Seiten setzt.

    Woraus besteht Dein Garn?

    Grüß Gott,

    ich habe mir nun eine gebrauchte u. generalüberholte Pfaff 90, mit stärkerem Motor gekauft. In Kürze geht es endlich los mit dem Nähen.

    Welches Garn benutzt ihr wenn ihr Hängemattenstoff säumt? Auf Anhieb würde ich etwas sehr stabiles nehmen wie Dynema.

    Hat jemand dazu Erfahrung? Danke.

    welches Tarp hast Du?

    Ich habe mir ein billiges Unigear bei Amazon bestellt für 65€. Das Tarp an sich ist gut. Die Chinesen haben aber natürlich bei dem Zubehör gespart. Heringe und Abspannseile sind von minderwertiger Qualität.

    Vor 2 Wochen gab es Sonntagmorgen wieder Sturzfluten (Ahrtal 2.0!) und ich lag unter Tarp mit HM. Die größeren Maße haben sich dafür wieder voll bezahlt gemacht. Weil ich die Seiten komplett bis auf den Boden abspannen kann, kann auch kein Spritzwasser von unten reinspritzen. Allerdings ist das riesen Teil schon ein bisschen umständlich von der Handhabung mit 450 x 420 cm.

    Das Bild zeigt das kleinere Modell. Das größere ist gleich geschnitten.

    Kann man Apex Climashield auf die Größe einer Wooki-Iso-Fläche zurechtschneiden und aneinander-nähen, so dass man es als Zusatzoption mitnimmt, und im Zweifelsfall noch einlegt?

    Optional mehrere Apex-Lagen griffbereit zu haben, erscheint mir eine gute Lösung ganz allgemein.

    Ich kenne das Material nicht, und stelle mir die Frage wie es sich mit der Handhabung und Bearbeitung verhält.

    Eine 1zu1 Anleitung wirst du nicht finden. Aber hier im Forum gibt es sehr gute Anhaltspunkte...

    Ich würde auch nicht mit einem Daunenunderquilt anfangen, sondern erst mal einen Apex Underquilt angehen.

    Die Meisten hier, machen es halt per Trial and Error und bissi bei den Komerziellen abkupfern.

    Man sollte denke ich generell mal wissen, das ein Daunenunderquilt, Schlafsack etc. Kammern hat, die durch Netzstoffe getrennt werden etc....

    Würde dir die Wooki Clone Variante empfehlen mit Apex, evtl. beide Seiten Isolieren und nicht wie beim Wooki nur wo man liegt, dann kann man auch mal ein Bein anwinkeln, ohne das es kalt wird, oder sogar die Liegerichtung wechseln...

    Danke dafür. Ich habe mich mit Apex beschäftigt. Das Video hat mir gut geholfen. Bezugsquelle Apex ist klar .UQ Modell Wookie sieht gut aus. Alles gute Hinweise wie man sich tiefer einarbeitet in das Thema.

    Ich stelle mir die Frage ob ich überhaupt einen passenden Stoff finde. Ich möchte einen Camouflage-Oberstoff verwenden.

    Wisst ihr wo ich mehr Infos dazu kriege welcher Stoff bzw. Material sich am besten eignet? Ich vermute, dass er atmungsaktiv, winddicht u. mindestens wasserabweisend sein sollte. Wahrscheinlich werde ich Abstriche machen müssen, weil es die eierlegende-Wollmilchsau in dem Bereich einfach nicht gibt.

    Ich brauche nicht den letzten Schrei am Textil-Himmel, als Stoff. Er sollte die grundlegendsten Voraussetzungen erfüllen und ein mittel-dunkles Camouflage-Muster haben.

    Danke sehr.