Beiträge von Gironimo

    Zu 1. Die 12' ist für mein Empfinden schon klein und kompakt. Noch kleiner u. leichter geht für mich dann in die Kategorie "Luxus".

    Zu 2. Ich hatte bislang kein Problem die richtigen Bäume zu finden. Ich habe seit Juli 22 an ca. 15 Stellen übernachtet, die ich vorher nicht kannte. Das Problem wird ein wenig überbewertet meiner Einschätzung nach.

    Zu 3. Das richtige Tarp für eine 12' sollte man sich schon zulegen, denn das HM-Ripstop darf nicht rausschauen, sonst wirst du nass. Ich habe mir ein billiges Unigear 450 x 430 aus Polyesther für 65€ bei Amazon bestellt. Für mich als Anfänger reicht das erstmal. Mal schauen wie lange es hält. Silikon-beschichtetes Nylon (Sil-Nylon) ist reißfester. Onewind bietet die an.

    Den Defence 4 hatte ich auch und habe ihn wieder umgeschickt. Mein Oberkörper war zu breit für das kleinere Modell. Furchtbar unbequem in der HM. Danach wollte ich den 2 cm breiteren auch nicht mehr haben. Der Reißverschluss oberhalb u. mittig fand ich ok.

    Möchtest du nicht soviel ausgeben, dann nimm erstmal einen gebrauchten 2 Jahreszeiten um Erfahrung zu sammeln. Von denen findet sich immer irgendwo einer, es sei denn du willst unter 5C draußen schlafen. Mein 2 Jahreszeiten + Wolldecke + UQ hielt bei 5C noch wunderbar warm. Jetzt wo ich etwas nähen kann, möchte ich mir einen Top-Quilt nähen, weil es praktischer ist als ein Schlafsack. Nachts kurz auf die Toilette zu gehen, ist mir zu umständlich mit Schlafsack.

    UQ ist das am meisten diskutierte Thema. Ich habe mir einen Sooki genäht für die 12' Onewind. Ich habe es selbst zwar nicht gemacht, aber an der Stelle würde ich Dir auch raten einiges bei anderen zu testen bevor du etwas bestellst. Die Meinungen bei UQs gehen sehr weit auseinander., sowie die Qualität und die Preis-Leistung die der Markt bietet.

    Dazu die Frage: Weiß jemand welche Kunstfaser Onewind genau in ihre UQs vernäht, d.h. welche Größe haben die Fasern und wieviel Gramm/qm sind drin? Sowas verschweigen die meisten Hersteller, weil man anhand solcher Daten grob ihre Rendite berechnen kann.

    Solange du keinen UQ hast, lege eine Isomatte in die HM. Ist zwar nur eine Not-Lösung, aber du kannst trotzdem eine gute Zeit draußen verbringen und kompensierst den Druck sich sofort einen UQ beschaffen zu müssen. 

    Zum Moskitonetz: Bottom Entry find ich super. 

    Ich stand, so wie du, noch vor Kurzem vor den fast identischen Fragestellungen, weshalb ich hier ausführlich antworte.

    OneWind ist alles andere als Innovativ... Eher eine Kollektion guter Ideen und Lösungen die andere Hersteller/ Hängemattennutzer bereits teilweise seit Jahrzehnten nutzen zu einem unschlagbaren Preis.

    Der "einknüpfbare Underquilt" mag für dich als Einsteiger ein super "Baukastenprinzip" sein. In der Realität liegst du aber im Idealfall diagonal und nicht wie eine zuzudeckende Banane in deiner Hängematte. Entsprechend ist das recht sinnfrei viel Stoff mit wenig Wärmeeffizienz.

    Könntest du mir die Innovationen verlinken?

    Deswegen habe ich auch geschrieben "Für chinesische Verhältnisse" ist er ein guter Hersteller. Aus chinesischer Sicht machen sie alles richtig. Die chinesische Sichtweise auf die Dinge ist für uns allerdings so gut wie unergründlich ^^. Dazu kann man Sun Tsu lesen für ein besseres Verständnis.

    Genau wegen einer möglichen "Banane" habe ich mich bewusst gegen einen UQ von Onewind entschieden und einen Sooki selber genäht.

    Ich gebe Dir in allem Recht was du schreibst. Ich habe schon zuviel gesehen wie chinesische Hersteller arbeiten, und ich will gar nicht weiter ins Detail gehen.

    Danke für den Tipp. Wobei es mir tatsächlich gar nicht soo sehr um den Preis geht. Ich bin einfach von dem Onewindzeug - auf dem Papier und was diverse Berichte dazu sagen - überzeugt. Vor allem habe ich das Gefühl, dass sich da jemand mal echte Gedanken gemacht hat. Z. B. diesen enknüpfbaren Underquilt, welcher durch eine kompatible Decke auch noch erweiterbar ist. Solches Baukastenprinzip finde ich persönlich sehr cool und sinnvoll.

    Klar, dass grundsätzlich Chinazeug günstiger ist und ggf. nicht 100% perfekt. Aber auch die Amis wollen verdienen und da ist sicher auch nicht alles Gold, was glänzt.

    Tatsächlich habe ich, was das Nähen angeht, gar keine Erfahrung. Bei meinen einzigen Bemühungen mit der Nähmaschine eine einzige winzige Naht zu machen, habe ich gleich zigfach den Faden abgerissen und 2 Nadeln abgebrochen.

    Handwerklich schätze ich mich recht begabt ein, aber mit der Nähmaschine stehe ich auf Kriegsfuß. 8o

    Ich habe selbst in China gearbeitet im Handel und ich muss auch sagen, dass Onewind ein für chin. Verhältnisse sehr guter Hersteller ist. Das gibt es nicht so häufig. Guter Kundensupport. Qualität ist soweit gut und sie haben eigene innovative Entwicklungen.

    Habe kürzlich meinen eigenen UQ genäht, auch dadurch weil ich hier im Forum viel recherchiert habe. Sonst wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen. Ich muss sagen, dass das ganze Outdoor-Thema nochmal interessanter wird , wenn man seine eigenen Projekte realisiert.

    Ich wünsche Dir viel Spaß mit Deiner HM. Wer sich so tief in die Materie einarbeitet, der wird bestimmt zum Dauer-Hänger.

    Okay, also plädierst Du klar für die 70d.

    ja, und wie gesagt man gewöhnt sich dran. Frag doch mal Hammockfairy welchen dehnungsarmen Ripstop sie dir anbieiten würde, mit den Maßen. Dann hättest du einen Preisvergleich.

    Stoff umnähen, Tunnelzüge nähen, Ridgeline dranmachen dauert 4 - 8 Std, je nach Kenntnisstand. Aufwand ist verhältnismäßig gering.

    Es geht auch darum ein wenig die ökonomische Realität zu verstehen, bei den günstigen Angeboten aus China. Irgendwo sparen die Chinesen immer, weil es nicht anders geht. Der einzig günstige Faktor bei der Preisgestaltung von China-Ware ist die Arbeitskraft, wie in unserem Beispiel die Näharbeiten.

    Kostet demnach eine HM aus China 100€, und ein vergleichbares Modell aus den USA 250€, kannst du davon ausgehen, dass die Chinesen irgendwo sparen. Bei HM muss das nun einmal das Ripstop sein. Du kannst davon ausgehen, dass das Ripstop aus den USA deutlich besser sein wird.

    Mmh, allerdings hat Deine 12' Matte ja sogar 70d Hexagon Ripstop. Und sogar da stört Dich die Dehnung noch? Oder wie war das gemeint?

    ja, korrekt. Ich denke du wirst in der Preisklasse aber nichts anderes finden und musst die HM dann selber nähen. 12' Ripstop-Nylon inkl. Moskitonetz u. Ridgeline für 100€ ist unschlagbar.

    ich sehe das genau so. Ich brauche Platz, d.h. Komfort wenn ich unterwegs bin.

    Ich habe die 12' von Onewind. Bin mit der Preis-Leistung zufrieden. Nähte sind ok, Größe ist gut und das Teil ist leicht. Ich bin 175cm groß und wollte das Maximum an möglichen Komfort. Passt soweit. Sie drückt nirgends und ich kann gut diagonal liegen. Probleme habe ich wegen der Länge gar keine gehabt bisher.

    Mich stört die Dehnung auch. Gefühlt habe ich lieber einen dehnungsarmen Stoff. Man gewöhnt sich allerdings daran. Sobald du eine Nacht gut darin schläfst, steht die Empfindung mit der Dehnung in keinem Verhältnis mehr.

    Moin,

    wenn Du jetzt noch zwei niedliche Krokodilklemmen mit kleinen gespleißten Loops verbindest und per Prusikknoten rechts und links anbringst, kann das Ding auf der Ridgeline bei höher hängendem Fussende auch nicht mehr on alleine verrutschen ;).

    Viele Grüße aus dem Odenwald
    Reinhard

    Danke. Habe schon geprüft, verrutscht nicht bei ansteigender Ridgeline. Das Gewicht vom Inhalt hält ihn in Position.

    Ich habe ehrlich gesagt auch keine Veränderung beim Komfort gemerkt, wenn ich das Fußende höher mache.

    Wenn dem so ist, kann ich Dir mit der Footbox für den Wookie noch gänzlich andere DIY-Alternative vorstellen:

    Friedolino
    2. Mai 2021 um 16:54

    Danke. Ist die Isoflacähe einmal an die 2. HM angenäht, dann kann sich (längs) nichts mehr verschieben. Ich verstehe leider den Mechanismus nicht ganz.

    Hallo,

    der von Onewind mitgelieferte Ridgeline Organizer war mir zu klein. Ich habe bemerkt wie praktisch ein solches Teil ist. Deshalb habe ich mit übrig gebliebenen Material drauf los genäht.

    Das ist dabei rausgekommen:


    Mit der gesammelten Erfahrung würde ich es jetzt natürlich wieder ganz anders machen (sauberer u. andere Struktur). Das Teil hat sich allerdings schon bewährt.

    Mir war wichtig, dass er auch eine größere Tasche hat (mittig wegen Gewichtsverteilung) wo man auch ein Taschenbuch unterbringen kann. Er hat jetzt 5 Taschen. Taschenmesser, Licht, Portemonnaie, Schlüssel, Tabak, Feuerzeug u. Handy finden ausreichend Platz.

    Für das Nähen muss man schauen, dass man die kleinen Taschen annäht, bevor man die beiden Seiten zusammenfaltet und vernäht. Bei Bedarf gebe ich Maße fürs Nähen durch. Sowas ist ein gutes Anfänger-Projekt um reinzuschnuppern, weil nicht viel Material auf dem Spiel steht.

    Ich habe den Onewind Organizer übrig. Wer den haben möchte, kann den gegen etwas tauschen was er nicht mehr braucht.

    Also, ich hab`s ja nun gar nicht mit Nähen... wohl aber mit anderen handwerklichen Dingen.

    Wie wäre es denn, die beiden geplanten Hängematten gemeinsam aufzuhängen, der/die künftig nutzende Person legt sich mal in allen potentiellen Positionen rein und eine Hilfsperson malt mit z.B. Kreide von außen alle entstehenden Konturen nach?

    Im Gesamten ergäbe sich dann die individuell mit Isolation zu versehende Fläche.

    Wenn schon Sookie - dann doch bitte auch für alle Schlafeventualitäten, oder!?! ;)

    Ja klar, so macht man es am besten. Ich habe es alleine grob mit Klammern abgesteckt, als ich drin lag.

    Ich würde behaupten, dass mein Flächen-Format allerdings für alle angepasst werden kann. Einfach länger machen für größere Personen, und für Kraftsportler jenseits der 120 Kg-Klasse kann man auch die Breite noch erweitern.

    Damit will ich sagen, dass die Form keine so große Sache ist. Vorher habe ich mir auch viele Gedanken dazu gemacht, und im Endeffekt ist diese plumpe Form dabei herausgekommen.

    Wichtig: Nicht vergessen, dass ihr 8-10 cm für das Umschlagen einkalkulieren müsst, wenn ihr das Material für die Länge u. Breite zurechtschneidet. Die fehlen euch sonst hinterher.

    Ich hatte mir etwas Ähnliches überlegt und wollte mir einen wasserdichten Rolltop mit 60L-80L selber zu nähen.

    Es gibt sehr stabile wasserdichte Armee-Segeltuch-Stoffe, die man an der Naht innen versiegeln könnte. Größere Rolltops brauchen definitiv einen starken Stoff und stabile Nähte, sonst kann man die nicht belasten.

    Man könnte noch Kompressions-Bänder annähen. Damit ließe sich der Sack auch anbinden an Rucksäcke oder Gepäckträger.

    Danke euch. Ich werde es mit den kleinen Karabinern probieren. Die Druckknöpfe sind auch interessant, aber könnten verloren gehen und sind ebenfalls nicht einfach einzuschlaufen (siehe meine Maße mit 1 Cent-Münze).

    Die Karabiner wären dann fest am UQ vernäht, können nicht verloren gehen und die HM bliebe wie sie ist.

    Bezgl. Klettband habe ich auch nur schlechte Erfahrungen gemacht. Klettband ist ok für Verbindungen die man nur selten löst.

    Was ich nirgends finde ist wie lang und breit sollte der Sooki UQ in Relation zu HM sein?

    Wir bzw. ich spreche hier von verschiedenen Komponenten. Ich liste die kurz auf:

    - 1. Hängematte (deine reguläre HM)

    - 2. Hängematte (ist nur dazu da um die Isofläche zu halten)

    - Isofläche (das Apex-"Bett"mit Shell, d.h. mit Außenmaterial)


    Die 2. HM kann die gleiche Breite haben wie die 1. HM, aber nicht breiter machen. Ist sinnlos. Die 2. HM ist in der Breite bei mir ca 15 cm. schmaler als die 1. HM. Passt trotzdem gut.

    Die Länge der 2. HM habe ich ca. 5 cm kürzer gemacht als die 1. HM. Ich habe großzügige Tunnelzüge an den Enden genäht, so dass man mit der Hand durchgreifen kann. Dadurch hat man weniger Fummelei mit dem Einschlaufen des Gummis und Kordel. Würde ich wieder so machen.

    Meine Isofläche habe ich gerade nochmal nachgemessen. Breite 118 cm, Länge 185 cm. Meine Körpergröße ist 175 cm. Mir persönlich reichen diese Maße.

    Die Isofläche ist die Komponente die über das Packmaß entscheidet. Je größer du sie machst und je mehr Apex du einnähst, desto größer das Packmaß.

    Ok, es wird ein Sooki.

    Viele packen die Isolation nach Außen damit die Isolation nicht komprimiert wird.

    Ich sehe die Gefahr, dass die Isolation sehr durchhängt und dadurch Lufträume entstehen. Ich überlege deshalb die Isolation nach innen zu packen. Wo seht ihr Vor- und Nachteile?

    Reicht bei einer 12ft Hängematte ein 2,9m Sooki?

    Sollte man den Sooki in der Mitte an der HM fixieren gegen verrutschen?

    Sooki, Wooki,.. ich blicke dabei nicht durch, aber ich denke wir meinen das Gleiche, und falls nicht dann korrigiert mich bitte.

    Ich habe mich nach langem hin u. her dazu entschieden die Isolation zwischen 1. u. 2 HM zu setzen, d.h. mit Deinen Worten "innen". Das verringert die Wärmedämmung (Apex) NICHT, entgegen dem was viele behaupten. Habe es getestet. Die 2. HM sollte natürlich nicht auf Anschlag gespannt sein, sondern nur anschmiegen ,versteht sich.

    Das Risiko, dass du irgendwo zu knapp oder zu weit nähst, und das Apex durchhängt, ist damit vom Tisch.

    Bei einer Körpergröße von 175 cm würde ich eine Länge von 200 cm (finale Länge) ansetzen, dann entsprechend proportional länger gehen, je nach Körpergröße. Die Isofläche wird damit nicht all zu groß, und übrig gebliebenes Apex nähst du per Hand im Torso-Bereich zusätzlich ein. So musst du nichts wegwerfen und hast im Rücken noch mehr Dämmung.

    Hier siehst du meine Isofläche die "innen" sitzt. Ich werde die in Kürze in die 2. HM festnähen. Habe schon wunderbar darauf geschlafen. Das Festnähen ist kein Muss, macht das Hammock-Leben aber komfortabler beim Auf u. Abbau u. Einstieg.

    Hier siehst du mein beschauliches Format der Isofläche. Für mich ist diese einfache Form völlig ok:


    Ich würde zunächst diese Fläche fertig nähen, danach Probeliegen/schlafen und am Schluss in die 2. HM einnähen, und auch die Seiten von 1. u. 2. HM fixieren. Habe dafür heute ein Thema in DIY/MYOG gepostet.