Beiträge von BX.33

    Leider komme ich mit dem Taiga 480 überhaupt nicht gut klar, auch wenn er top verarbeitet und schön warm ist. Erlebe nahezu klaustrophobische Beklemmungen, da er so hoch und eng an den Beinen geschnitten ist, insbesondere wenn man z.B. die richtige Schlafposition sucht. Daher jetzt ein neuer Versuch mit dem deutlich mehr Platz bietenden Khibu Magma. Auf Basis sehr positiver Erfahrungen mit einem HG 30F TQ mit 55" Breite habe ich den Khibu Winter TQ ähnlich groß gewählt und hoffe, dass das auch hier gut für mich funktioniert.

    Bei einem Wintertopquilt würde ich weiterhin persönlich nicht auf die Idee kommen eine Fußbox mit RV zu nehmen. Wenn ich diesen TQ mitnehme, dann ist es wirklich kalt und als Kaltfüssler kann ich mir hier keine potenzielle Schwachstelle leisten. Sollte es plötzlich über Nacht doch Sommer werden, dann müssen die Füße eben raus aus der Box. Habe ich so aber noch nicht gehabt. Bei einem 2-3 Jahreszeiten TQ ggf. interessant, aber wieder einmal Geschmacksache.

    Dass ein Differential Cut unwirksam ist, wenn der TQ gegen Stoff/Außenwand (von HM oder Zelt) gedrückt wird, das ist einleuchtend. Aber es gibt doch genügend Fläche, wo das definitiv nicht der Fall ist. Insofern passt es doch, dass das bei Khibu per se inklusive ist. Schaden wird dieser Schnitt ja auch nicht. Oder gibt es hier Nachteile?

    Die Parameter Breite, Füllmenge, Daunenqualität, Elastic Tension System (ETS) werden bestimmt deutlich größeren Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg haben als der Differential Cut. Insbesondere vom ETS verspreche ich mir einiges, was die Vermeidung von unbeabsichtigten Luftlöchern angeht.

    Der allmächtige WB schreibt dazu:

    Dual Differential Cut option

    The outer shell is wider and longer than the inner. This allows you to press your knees, toes or elbows against opposite sides, tensioning the inner layer in the process, but without fully compressing the down like you would with a non-differential cut quilt.

    Khibu:

    Differential cut: In addition to the baffle design, to utilize the proper space filling of the down is by providing enough space for that purpose. This is done by tailoring the outer shell larger than the inner shell so that the LOFT (filled part) is not compressed, should you create any tension to the shell from inside.

    Bei Khibu ist es beim Custom Magma übrigens Standard und nicht aufpreispflichtig.

    Da komme ich gerne drauf zurück. Für welchen Stoff hast du dich entschieden? Die länge sollte bei einem Custommade ja anzupassen sein8o

    Habe mich für 10d innen und außen entschieden. 600 g Füllung 850 cuin. Mit dem ETS hoffe ich durchaus auch warm in der Bridge schlafen zu können. Echte Härtetests stehen aber noch aus. Nach der unverbindlichen Anfrage erhält man per Email ein Dokument, auf dem sich nahezu exakt spezifizieren lässt, was gewünscht ist. Auch danach perfekte und zügige Email-Kommunikation, wenn weitere Fragen aufkommen. Für mich ein echter Pluspunkt neben dem Fakt, dass US-Importe eben deutlich mehr kosten.

    bogus

    Kann Dir anbieten bei nächster Gelegenheit einen Blick auf meinen neuen Khibu TQ Custom Magma inkl. DC zu werfen. Der trifft so ziemlich Dein Anforderungsprofil, nur dass er nominal bis -15 Grad gedacht ist. Er ist zwar nur bis ca. max 180-185 cm Körpergröße gedacht, aber dann musst Du eben mal kurz die Beine anziehen. :P Rest gerne per PN.

    Fagorian

    Ich habe für diesen Versuch ein Zeltstangen Set für 29 € beim großen Fluss bestellt. Azarxis Alu, 8,5 mm, 2 x 391 cm. Diese sind super kürzbar, wenn ein oder mehrere Elemente entnommen werden. Oder eben (aufgrund des gleichmäßigen Durchmessers) auch bei Kürzung eines Einzelelements mit einem Miniatur Rohrschneider, was bei am Ende geweiteten wie z.B. DAC Gestängen nicht geht.

    Diese (2 x 391 cm) passen (ungekürzt) über Kreuz bestens für das 12' Dutch Bonded UL Wintertarp. Das Tarp verfügt jedoch nicht über eine interne Ridgeline, an der sich die Stangen per Prusik in Position halten ließen. Ohne weitere Maßnahmen verrutschen sie in gewissen Situationen definitiv, wenn sie nur zusammenknotet werden. Gestern hielt es für den ersten Versuch jedoch erstmal. Hier wären ggf. vier dickere O-Ringe eine passable Lösung.

    Die Aluspitzen passen perfekt in 1/2" D-Rings, die an die bereits vorhandenen D-Rings angeknotet wurden. Hier hatte ich mich in Summe von der Lösung von barfuß inspirieren lassen.

    Durch die Länge der Stangen über Kreuz hat sich gestern jedoch schon gezeigt, dass sie ordentlich nachgeben. Das Tarp kam trotz des Gestänges mit Schneelast immer weiter herunter. Nach dem Herunterrütteln des Schnees war dann wieder deutlich mehr Luft nach oben. Aber ansonsten entsteht natürlich eine recht schöne Kuppel.

    Weitere Erkenntnisse:

    - zu zweit ganz gut aufzubauen, alleine (insbesondere bei Wind) bestimmt sehr schlecht oder es braucht eine gute Strategie :)

    - ein wide Tarp ist für einen wettersicheren Doppelhäng ein Muss. 9,5 Fuß Tarpbreite reichen für zwei Personen kaum; die 133" breiten wide Tarps von Dutch taugen da bestimmt viel besser; gestern bei Wind und Schnee kam einiges unter das Tarp und auch an die UQ; alleine könnte es aber gut passen

    - zwei nicht gekreuzte internal pole mods, die jeweils durch einen Prusik an einer internen RL gefädelt werden, wären mir persönlich deutlich lieber (hier hat Dutch ja ein schönes Video gemacht, wie das gelöst ist)

    - falls das ganze nicht taugt, lassen sich einige external pole mods aus den langen Teilen basteln, wenn man sich ein paar Ersatzspitzen 8,5 mm besorgt :)

    Heute Nachmittag einen dreistündigen Schneeschauer per Doppelhäng im nahegelegenen Wäldchen genossen. Mit einem Internal Pole Mod experimentiert und einen neuen Khibu Magma TQ erstmalig angetestet. Dann im strömenden Regen abgebaut und mit Sack und Pack unter dem Poncho wieder die 5 km heimgestiefelt.

    Also mich überzeugt der Kram von denen (und das Auftreten der Firma) nicht unbedingt:

    4: Namensgebung als kämen sie aus der Schweiz (beabsichtigt um hochwertiger zu klingen? -

    Webseitenzitat: "Wer hat´s erfunden? Grüezi bag!") - sitzen aber in Deutschland

    Ergänzung mit Zitat von der Webseite:

    Über Grüezi bag

    Woher kommt der Name?

    Grüezi bag war ursprünglich halb schweizerisch und halb deutsch. Als einer der Partner
    ausstieg, wurde Grüezi bag zu 100 % bayerisch, behielt aber den etablierten Namen.

    Dutch schreibt....

    These are made using DAC NSL8.5 aluminum poles. They are 4 sections each to pack a little smaller and have 3/32″ shock cord inside to go together like tent poles.

    135/36= 3,75 36x4= 144

    :/

    Ob er die Segmente noch händisch kürzt? Kann mir nicht vorstellen das er den Aufwand auf sich nimmt.

    Nachtrag:

    http://dacpole.com/PDF/TentPoles_NSL.pdf

    Es gibt diverse Längen direkt ab Hersteller. Vermutlich aber eher nur für Großkunden. Bei extex sind ausschließlich 40 cm Segmente erhältlich.

    Interessante Beobachtung!

    Andererseits muss etwas Flex in dieser Gesamtkonstruktion nicht zwingend schlecht sein. Und bei der Länge ist das ohne vermutlich kaum dem Einsatzzweck entsprechend umzusetzen. Ggf. wird die Max-Belastung sogar eher durch die beiden Kunststoffteile begrenzt.

    Daher würde ich persönlich dem Yobo schon vertrauen.

    Danke für den Hinweis Levi , das stimmt wohl. Aber das schreibt er so ja sicherlich nicht, weil sich an beiden Enden des Gurts eine Schlaufe befindet, oder? :/

    Hier noch ein entsprechender Link zu einschlaufigen Baumgurten. Dort heißt es dann für beide Materialstärken "Buckles do not work well on either webbing".

    Wie auch immer ... wenn es im Eigenversuch einwandfrei funktioniert, dann passt es ja.