Ich habe schon ein paar Filter erworben und durchprobiert. Eins haben fast alle gemein...sauberes Wasser ist mit viel Zeit und Arbeit verbunden.
Angefangen damals mit dem MSR Miniworks.
Wir waren zu dritt in Schweden unterwegs und haben uns auch autark aus den Gewässern versorgt.
- Vorteil: Das Filter kann direkt auf Weithalsflasche a la Nalgene etc aufgeschraubt werden. So hat man eine schöne stabile Einheit, welche man zwischen die Füße klemmen, sich drauf abstützen usw usw kann. Der lange Schlauch mit dem Schwimmer macht die entnahme aus den Gewässern einfach.
- Nachteil: Es dauert ewig bis man 1 Liter zusammen hat und ist auch dementsprechend anstrengend. Das einer mal für alle die Flaschen voll macht ist eigentlich ausgeschlossen. Das will sich niemand antun. Und auch die Filterkartusche muss selbst aus dem saubersten See nach ein Paar Litern gesäubert werden. Das heißt auseinander bauen und mit einem Schwamm oder Bürste säubern. Und ganz leicht ist das ganze mit 480g auch nicht.
Als ich dann die Nalgeneflaschen aus Gewichtsgründen irgendwann von längeren Touren ausgeschlossen habe musste auch das Filter leichter werden.
Für kleines Geld wurde der Sawyer mini angeschafft.
- Vorteil: leicht, günstig, klein, passt auf Handelsübliche PET Flaschen, kann mit Wassersack an den Baum gehangen werden um der Schwerkraft die Arbeit zu überlassen.
- Nachteil. Wenig Förderleistung und wenn man es aus der Quetschtube pressen will sind am besten 2 Leute erforderlich. ( Die Tube hat nun nach 3 Touren den Geist aufgegeben, eine Schweißnaht ist geplatzt. Gibt es aber als Ersatz)
Rückspülen ungefähr genau so häufig wie den MSR. Denke das nimmt sich bei allen Filtern nicht viel.
Dann kam irgendwann der Grayl Filterpress auf den Markt. (Denke Bachgold ist nicht viel anderes, außer das die coolen Influenzer nicht mitbezahlt werden müssen im EK)
- Vorteil: Das muss ich sagen kann man wirklich Zeit und Arbeit sparen. Vollmachen, drücken, fertig. Verstopfungen sind noch nicht vorgekommen. Ersetzt auch gleichzeitig die Flasche
- Nachteil: Schwer und groß
Für die nächsten Anwendungen werde ich weiterhin auf den Grayl setzen, einfach weil der Kraftaufwand/ Liter im Verhältnis zu den anderen Filtern deutlich geringer ist. Den Rest wird die Zeit zeigen