Beiträge von bogus

    Hi,

    hat jemand Erfahrungen, wie es an den Trekkingplätzen Brüderlich, Firnsbach und Läuseküppel (bzw nähere Umgebung) mit Wasser aussieht? Kleinere Bäche oder Quellen? Ich denke Filter versteht sich von selbst. Wäre super da mal ein paar Eindrücke von Leuten zu bekommen, die bestenfalls selber schon vor Ort waren.

    Grüße

    Der Cumulus Taiga 250 macht zwar was er soll, er geht mir auch gut wie von mir angedacht über die Murmel, aber ab einem Zeitpunkt X war es mir zu warm

    Das Problem hatte ich heute Nacht auch. Habe den Taiga zum ersten mal mit Gummibändern auf ner Isomatte montiert, hat auch alles gut funktioniert, aber für diese Sommernächte dürfte es ruhig etwas weniger Isolation sein

    Moin,

    ich bekomme durch Instagram immer noch ganz gute Einblicke in Storys usw von "da Oben". In Fjällnäs sind die Temperaturen nachts nun um Null. Das ist zwar noch etwas höher als der Finnskogsleden, aber der Herbst ist definitiv da.

    Luftfeuchte von nahezu 100% hatte ich in Windstillen Nächten definitiv auch IM Innenzelt. Sobald die Sonne weg war ging es von jetzt auf gleich los mit Klamm auf dem Schlafsack usw. Denke das dass ganze Moos und der Untergrund so viel Feuchte speichert, das einfach die ganze Luft vor Nässe steht. Mein Tipp wäre auf jeden Fall ein Spot wo immer etwas Wind geht. Das kann bei einstelligen Temperaturen natürlich auch diverse Nachteile haben.

    Hey,

    ich bin wieder da von meiner Reise und möchte noch mal kurz ein Feedback zu meiner Packliste da lassen. Evtl kommt noch ein Reisebericht, aber das dauert.

    Da das Wetter vor Abreise tgl. schlechter wurde, habe ich noch kurzfristig kleine Änderungen vorgenommen.

    Das Hemd ist tatsächlich zu Hause geblieben. Dafür habe ich den Arcteryx Atom LT Hoodie UND die Proton FL eingepackt....dazu den Patagonia R1 und Longsleeve. Es war eine goldrichtige Entscheidung.

    Mehr als die Hälfte der Tage war es nicht über 12° warm, dafür aber immer mit 50km/h wind ( +Böen bis teil 100km/h). Nachts immer noch windig bis 2°, dazu teils Regen oder Nass diesig. Ich war froh als ich mir nach einer Woche in einem Bikeshop ein Paar Handschuhe (eigentlich fürs Downhill fahren) kaufen konnte um wenigstens die Hände an den Trekkinpoles halbwegs warm zu haben.

    Gewandert bin ich eigentlich ausschließlich im Proton Hoody mit Kapuze auf und Hut drüber, um dem ständigen Sturm von hinten im Nacken überhaupt etwas entgegenzusetzen. Bei Regen nur in der Hardshell.

    Der 4° Schlafsack war in einigen Nächten zu kalt, das Xmid bei viel Wind völlig ungeeignet. (Ich habe so viele gebrochene Zelte dort gesehen und die Meinungen waren alle Einheitlich. Da oben funktioniert eigentlich nur ein Hilleberg problemlos). Wie die Leute das nur unter einem Tarp bewerkstelligen wollen ist mir völlig schleierhaft.

    Ebenso das Wandern im Poncho bei 50kmh Wind aufwärts. Stelle ich mir nicht besonders erstrebenswert vor.

    Ohne warme Küche unterwegs....viel Spaß am Morgen, wenn man verfroren aus dem Zelt gekrabbelt kommt und sein Frühstück mit 6° kaltem Wasser aus dem Bach aufgießen darf.

    Der Buff um Hals UND Kopf komprimiert ausschließlich die Haare und sorgt so für noch weniger Isolierung am Kopp. Habe dann in der Hoody geschlafen mit zugezogener Kapuze....usw usw

    Hätte ich die Tipps hier konsequent befolgt wäre ich wahrscheinlich nach 3 Tagen abgereist. Nun weiß ich das man seine Erfahrungen lieber alle selber macht und sich nicht an Meinungen orientieren sollte, die eine gänzlich andere Art des Reisens bevorzugen. Hier in unseren Mittelgebirgen kann man ja mal ein Paar Sachen ausprobieren, aber da oben weht Wortwörtlich ein anderer Wind. Kann nur jedem empfehlen das nicht zu unterschätzen!

    Hört sich jetzt vielleicht ein wenig negativ an, aber rundum war es eine sehr sehr schöne Reise. Das allein sein war herrlich. Trotz aller Widrigkeiten gab es wenig bis keine negativen Vibes. Man musste alles nur mit sich selbst abklären und verantworten, war frei in allen Überlegungen und Taten. Bei bedarf gab es in Hüttennähe immer jmd zum schnacken um die Einsamkeit auch mal zu überbrücken. Der Weg war gerade in der ersten Woche sehr sehr Einsam. Im gesamten Rogen habe ich auf den Wegen in vier Tagen vielleicht 4 Leute gesehen. Von Grövelsjön bis Helgas war ich quasi ganztägig allein. Die Wege meist singletrails und wunderschön. Einzig im Jämtlandsdreieck nahm der Tourismus kräftig zu und die Trailmagic war hinfort :( Tagestouristen die mit dem Auto 5km an den Trail heranfahren um dann von Hütte zu Hütte zu stolpern. Aber auch das weiß man nun. Für mich die Bislang schönste und eindrucksvollste Reise bisher

    Moin,

    ich hatte mir für den Kungsleden das Lixada Panel von Amazon bestellt.

    Ich kann nur gutes über das Produkt sagen. Es macht was es soll. An sonnigen Tagen hat es eine Akkuladung (3700mAh) wieder einspeichern können. Ich bin von Süd nach Nord gegangen, hatte also immer die Sonne auf dem Rucksack. In den Pausen und am Abend habe ich es demontiert und nahezu bestmöglich zur Sonne positioniert. Garminuhr und Earbuds konnte ich direkt ohne Powerbank anschließen und laden. Bei der Uhr waren es fast 1% Akku pro Minute, vielleicht auch 2 Minuten. Ich war erstaunt wie schnell es ging. Als Powerbank hatte ich die Nitecore NB 10.000 und auch die hat hervorragend mit dem Panel Harmoniert. Ladestrom gemessen habe ich allerdings nicht.

    Moin,

    ein bisschen ausführlicher darf es dann aber doch schon sein.

    Wie willst du dich verpflegen?

    Wo/Wie willst du schlafen?

    Rundweg oder Oneway?

    Ich kann dir den Lechweg empfehlen. Ist größtenteils einsam und von der Länge her sollte es gut für deine wünsche passen

    Das schwarz gefällt mir gut, aber sag mal ist das Logo nun wieder aufgebügelt? Bei meinem Taiga ist es gestickt, bei dem Liter Line gebügelt. Finde bei einem 300€ Schlafsack gehört so was einfach vernünftig aufgestickt...das Auge campt ja auch mit

    Echt super soviel frischer Fisch. Geht Dir denn Fisch auch nach 3-4 Tagen irgendwann auf die Nerven?

    Nein, kann ich da oben immer essen. Da ich zu Hause so gut wie keinen Fisch auf dem Teller habe ist es im Urlaub gerne gesehen. Gerade wenn er so frisch aus dem Teich kommt und in dem Ambiente :love:

    War das Revier jetzt besser oder schlechter, als das wo Du zuvor warst, 5 Std nord-westlich?

    Es war anders. Die großen Kanugruppen scheint es am Bolmen nicht zu geben. Auf Grund dessen gibt es aber auch weniger Lagerplätze. Die Ufervegetation ist teilweise sehr ursprünglich. Mit dicken Findlingen davor ist teilweise das anlegen schon unmöglich. Das ist im Dalsland anders. Da gibt es eher große Felsplatten die seicht ins Wasser laufen. Auch ist der Bolmen oft nur Knietief. 3m Tieflaufende Wobbler haben oft Grundkontakt. Der Foxensee weiter oben ist bis 100m tief. Denke da haben die Gletscher ganze Arbeit geleistet und das spiegelt sich auch in der Landschaft wieder.

    Es hat beides seinen Reiz. Wenn es noch mal an den Bolmen gehen sollte ist man vorbereitet und weiß was kommt. Dann kann man die ganze Sache im Vorfeld besser planen. Finde auch eine Rundtour immer interessanter als Planlos auf dem See zu dümpeln. Aber das war diesmal der knappen Zeit geschuldet....wird nicht wieder Vorkommen ;)

    Moin,

    wir sind wieder zu Hause aus Schweden und ich möchte euch etwas an unserer Reise teilhaben lassen.

    Als ich letztendlich die Kanus auf dem Immeln bestellen wollte viel mir ein Hinweis auf der Internetseite des Verleihers auf. Ein Wehr war im Winter gebrochen und somit eine wichtige Passage für die geplante Reise nicht befahrbar. Kurzerhand entschieden wir uns nun doch für den Bolmen, welchen wir auf Grund des ständigen Windes in den Reiseberichten eigentlich abgeschrieben hatten.

    Anreise mit Vier Leuten im Kombi plus Dachbox über Puttgarden - Rødby - Helsingør - Helsingborg. Durch die Fährverbindungen alle 2 - 3h wird die Autofahrt schön aufgelockert und in Schweden sind es dann noch 1 1/2h zum Bolmen. Eine angenehme Fahrt und eine ganz andere Nummer als hoch ins Dalsland.

    Angekommen bei Bolmens Camping begrüßte uns freundlich der Platzinhaber John. Da er deutsch/schwede ist und in Deutschland gewohnt hat lief die Verständigung unkompliziert auf deutsch. Es gab die gebuchten Kanus, Westen, und Tonnen. Alles andere hatten wir selber an board. Da es noch früh am Tag war haben wir die Kanus beladen und sind sofort aufgebrochen. Der Regen, welcher uns seit Deutschland begleitet hatte verzog sich und 1h später schien die Sonne aus allen Knopflöchern. Aus dem Sichtfeld des Ortes heraus fanden wir recht schnell eine Insel auf der wir uns mit zwei großen Zelten aufbauen konnten.

    Für den nächsten Tag war dann tatsächlich stürmischer Wind vorhergesagt und wir beschlossen im südlichen, weit verwinkelten Teil des Sees zu bleiben. Ein Ufer immer im Windschatten konnte man gut die Gegend erkunden. Hier, in Tagesfahrtnähe zum Bootsverleih war jedoch deutlich mehr los mit Kanufahrern und viele Stellen belegt oder unattraktiv. Nach 12km Fahrt sind wir wieder da gelandet wo wir vorher eingepackt haben ^^ Never change a runnig System.

    Am nächsten Tag hatte sich der Wind gelegt, die Sonne gab ihr bestes und es ging auf Richtung Norden, quer über den Teich. Die Dimensionen kann man sich nur schwer vorstellen. Wir haben immer gesagt der See ist so groß wie Niedersachsen, zumindest jedoch nahe dran.

    Wenn das Ziel in weiter Ferne ist und kein Ufer rechts und links was an einem vorbei zieht, wird die Überfahrt schnell monoton. Einzig die GPS Uhr zeigt den Fortschritt an. Die Distanzen sind so groß, eine Fahrt quer über den See empfehle ich tatsächlich nur bei wenig bis kein Wind. Sollte ich das Wetter schlagartig ändern und man braucht 1h bis zum Ufer kann es schnell ungemütlich/lebensgefährlich werden.

    Unterwegs wurde Fisch gefangen, frisch zubereitet und am Abend ein offizieller Kanurastplatz des Lagaledens angesteuert. Fünf Euro in den Briefkasten, dafür gab es einen Mülleimer und Komposttoilette und mega Sonnenuntergang.

    So vergingen eigentlich die meisten Tage. Rudern bei besten Wetter, windstill bis leichte Briese, welche bei 26° recht angenehm war, baden, angeln, essen schlafen.

    Auf Grund des Windes am zweiten Tag war unsere Rundreise um den See zeitlich eigentlich schon nicht mehr drin. Aber ein Ziel wollten wir sehen, das Naturreservat Tira Öar. Herrliche Sandstände und kleine Inseln soll es geben. Nach gut 2h Fahrt erreichen wir das Gebiet, leider ist Wochenende und die Einheimischen mit ihren Booten und Yachten fahren im Minutentakt in die Bucht ein. An einem Platz mit Badesteg machen wir Rast. Leider erwies sich genau dieser Steg als Magnet für die großen Boote und eins nach dem anderen Landete an. Nach langen hin und her beschließen wir wieder die Sachen zu packen und uns auf den Weg zu machen.

    Von John gab es eine Karte mit Markierungen für potenzielle Lagerplätze. Leider scheinen die Kreuze aus Jahren mit weniger Wasserstand zu stammen und alles was wir ansteuern ist denkbar ungeeignet. Es gibt zwar weniger Konkurrenz durch andere Kanus, dafür aber auch weniger Plätze. Am Ende sind wir bis 21 Uhr unterwegs um einen Platz zu finden. Wir haben weitere 13km auf der Uhr und sind fix und fertig. Schnell was Essen, alles aufbauen und ab in die Koje.

    Durch den Lagerplatzmangel sind wir nun bereits viel weiter Richtung Süden gekommen als geplant. Am nächsten Tag wollen wir es ruhig angehen lassen, nur kurz rudern und dann den Tag genießen. Am offiziellen KANUrastplatz angekommen steht dieser voll mit Bussen und Wohnmobilen. Man kann es sich nicht vorstellen :cursing: von weitem scherzen wir, das können nur deutsche sein....und so war es. Ein Platz für Kanureisende, mit Schildern gekennzeichnet, vollgestellt mit scheiß Campingvans, die erstens an dem Platz und zweites mit dem Jedermannsrecht nichts gemein haben. Angelockt durch Social Media und "Park4night" haben die Leute nicht mal ein schlechtes gewissen anderen die Plätze wegzunehmen. Könnte jetzt noch ....#üop1kf+ij1edj^poekdêd :cursing: :cursing: :cursing:

    Aber was soll man sich im Urlaub streiten. Wenn die Leute es mit Mitte 30 nicht von alleine merken wird es eine Belehrung auch nicht ändern. Also weiter....

    Nach einem weiteren Nachmittag Fahrt finden wir am Abend einen Platz wo wir es uns für zwei Tage gemütlich machen wollen/müssen. Morgen ist Regentag angesagt, der einzige der ganzen Woche.

    Nach Installation von zwei Tarps, bereitstellen von Feuerholz und Regenorganisation pladdert es los. 4h lang.

    Als es aufhört musste ich leider feststellen, das mein geliebtes Zelt in Rente gehen muss. Die PU Beschichtung hat nach 13 Jahren und einigen Abendteuern das zeitliche gesegnet. Auf ganzer Fläche hängen die Tropfen im Zelt, einzig das Innenzelt hält die Schlafsäcke trocken.

    (Wenn jemand einen Vorschlag hat, wie man PU Beschichtung erneuern kann, bitte melden)

    Die Wetterapp passt jedoch sehr zuverlässig und das meiste ist geschafft. Wir verbringen den Abend mit quatschen, Kochen und am Feuer sitzen. Morgen früh packen wir die Sachen und es geht zurück zum Wagen. So schnell zieht eine Woche ins Land :|

    Fazit: Der Bolmen ist ein unvorstellbar großer See, welcher mit den verwinkelten Buchten im Dalsland nicht zu vergleichen ist. Die Ufer sind teils Urwaldähnlich und nicht begehbar. Für weite Querungen ist auf jeden Fall optimales Wetter abzuwarten und eine komplette Umrundung der Insel Bolmsö würde ich mehr als eine Woche einplanen. Dadurch das er weniger frequentiert ist gibt es auch weniger Rastplätze, was wiederum in den Sommermonaten zu weiteren Tagesetappen führen kann, wenn man alleine sein möchte.

    Die Anreise hingegen ist sehr angenehm und gute 4-5h kürzer als ins Dalsland. Alles in allem war es eine erlebnisreiche Woche, die Gruppe hat gut harmoniert und die Erinnerungen werden bleiben.

    Muss ja jeder selber wissen wie viel er trinken mag und kann. Als Busfahrer im Stadtverkehr kann ich wahrscheinlich nicht so viel wegbringen wie bei einem Büroarbeitsplatz. Ich habe jedenfalls festgestellt das es meinem Körper besser geht wenn er ordentlich zu trinken bekommt. Und wenn ich meinen alten Herren sehe, ahnt mir das es im Alter nicht besser wird mit ausreichend trinken.

    Hatte die letzte Woche über übrigens die Grayl Geopress im Einsatz. Wasser Filtern für 4 Personen mit 2 Filtern. Es handelt sich um relativ klares Seewasser aus dem Bolmen/Schweden, welches laut Kanuverleiher auch ungefiltert getrunken werden kann (haben wir nicht versucht)

    Es hat halt die typische braune Farbe der Schwedischen Seen, ansonsten aber echt klar. Einzig Pollenstaub der Nadelbäume war an windstillen tagen auf der Wasseroberfläche zu sehen. Ende der Geschichte: Beide Filter bis zur völligen Unnutzbarkeit zu und eine Möglichkeit der Reinigung ist bei den Dingern nicht gegeben oder gewünscht. Die angegebenen 250-300L werden niemals erreicht. Also neue Filterpatrone besorgen (25-30€)

    Tipp für die Zukunft: Selbst in vermeintlich klaren Gewässern sollte man mit einer Art Vorfilter arbeiten, wenn man auf längeren Touren keine Überraschungen erleben möchte

    Wenn du Gewicht sparen willst ist Kunststoff genauso gut

    Da wäre ich vorsichtig mit. Mein Plastikgöffel ist mir auf Tour in zwei gebrochen und dann stehst du da. Neulich erst wieder einen Reisebericht gelesen, wo es denen genau so ergangen ist. Ende vom Lied....Göffel aus Titan, Problem gelöst