Beiträge von UliD

    Mein Klon hat, neben ein paar zusätzlichen Daunen, noch ein Elastik-Upgrade bekommen.

    Problem: Erstens kriege ich es per Whipping nicht hin, dass der Wooki-Klon völlig ohne Luftlöcher anliegt. Und zweitens mag ich das sehr straffe Anliegen des Stoffs unter der Hängematte nicht. Ich habe mich mit Wooki (egal ob Klon oder Original) nie so wohl in der Matte gefühlt wie ohne.

    Lösung: Meine Notlösung von oben habe ich ausgebaut und in ein Komfort-Feature umgewandelt. Am Fußende habe ich insgesamt 13 Tunnelzüge über die gesamt Breite angenäht, je 2cm breit, zwischen den Tunnelzügen außen 10, innen 8-9cm Abstand. Ob so viele nötig sind, weiß ich nicht... Ein Tunnelzug wiegt etwa 2,5g.

    Damit liegt der Wooki-Klon jetzt über seine gesamte Breite elastisch an - eng, aber mit nur leichtem Druck. Die Luftlöcher sind weg.


    Dann ergänze ich noch ein bisschen.

    "Am liebsten hochwertig in den Essentials einsteigen..." - das sind aus meiner Sicht Hängematte und Underquilt. Mit dem 20°-Wooki und der Eldorado oder Blackbird XLC hast du eine Top-Grundausrüstung. Ob du in einer anderen Matte genausogut oder besser liegst, findest du nur über Durchprobieren heraus. Im Forum findest du viel zu Khibu, Lesovik oder Onewind. Keine davon kenne ich, da ich direkt von Warbonnet zum DIY gegangen bin.

    Für den Einstieg am unwichtigsten ist für mich das Tarp. Mir hat zum Start ein asmmetrisches von Hennessy genügt, in diesem Thread findest du sogar ein cooles, nahezu kostenloses Selbstbauprojekt. Kriterien für die Auswahl wären für mich, bei welchem Wetter ich rausgehe (leichter Regenschutz oder darf es auch Wind haben und gießen) und ob ich Sichtschutz zusätzlich zum Wetterschutz haben möchte.

    Wenn du über den Wooki von unten gut warmgehalten wirst, kann der Topquilt verhältnismäßig leichter sein. Im Forum taucht immer wieder Lob für den Cumulus Taiga 250 auf, ich war bis etwa 10° C mit einem Sea to Summit Traveller I zufrieden.

    Generell kommst du in der Hängematte mit einem schmaleren Topquilt zurecht, als auf dem Boden, da sich die Isolation vom Underquilt ein Stück weit um dich legt. Bei meinen ersten Ausflügen hatte ich einen großen Cumulus Comforter, der mir regelrecht den Platz in der Matte streitig gemacht hat.

    Packmaß: In Litern kann ich es dir nicht sagen. Ich kam aber mit der Blackbird XLC, einem 20°F-Wooki, dem kleinen Hennessy-Tarp und dem STS Quilt im Sommer mit einem 33l-Rucksack für 2 Tage gut aus. Bei einer längeren Tour mit Kochzeug habe ich einen 45l-Rucksack gefüllt. Ich vermute, 40l hätten für mich nicht gelangt.

    Zum Abschluss der Standardrat: Wenn du nicht Hals über Kopf das Setup bestellen willst, nimm Kontakt mit Leuten aus deiner Gegend auf und schaue, ob du Probeliegen kannst. Alternativ: Wenn Hammock Fairy ihren Shop wieder offen hat, kannst du bei ihr Equipment mieten und damit richtig testen. Wenn ich mich recht erinnere, rechnet sie das auf den Kauf an. Und falls du noch gelegentlich in Bayern bist: Fahr zu ihr und lass dich beraten.

    Erst mal danke, 22kN , für den Link zum Vorgehen von Rocketman. Ich komme mit dem an sich schöneren Whipping nach Hammock Fairy nicht zurecht, da es mir beim Einrollen des Knubbels die Mitte verkürzt und damit wieder verzieht... aber wahrscheinlich bin ich auch einfach Whipping-Legastheniker.

    Mit Whipping und einer Abwandlung von Mittagsfrost Vorgehen habe ich zwar keine Probleme mit abstehenden Rändern, aber ich fühle mich in einer Hängematte mit Wooki (egal ob Original oder Klon) nie so wohl wie ohne. Da ein zusätzlicher Stoff von unten drückt, der einfach anders liegt als der Hängemattenstoff, wird es in meinem Empfinden unbequem(er).

    Ich werde in nächster Zeit meine ursprünglich aus der Not geborenen Tunnelzüge an beiden Wooki-Enden einbauen, um die Liegefläche einfach anpassbar und druckarm zu gestalten. Ob das eine gute Idee ist, weiß ich noch nicht. Ist hier auch leicht off topic, passt aber doch dazu...

    Ein Tarp ist nicht nur bei Regen sinnvoll, sondern auch für alles andere, was von oben in die HM fallen kann wie z.B. kleine Ästchen, jede Menge Blätter, Raupen, Vogelkacke etc.

    Hm... OK danke... Ich werde da wohl bei Mehrtagestouren Wandern eher nicht um ein Tarp herumkommen...

    Dachte ich kann das im Frühling/Sommer einsparen ...

    Wenn ich sicher bin, dass es nicht regnet, habe ich ein asymmetrisches Microtarp dabei, das gerade gut die Konturen der Hängematte überdeckt. Mit allem Drum und Dran wiegt es 130g. Ist ein Eigenbau aus einem Silpoly-Rest und eigentlich nicht schwer zu basteln, insbesondere wenn man keinen Stoffrest, sondern gleich eine Stoffbahn nimmt.

    Zur Matte von Levi im Marktplatz: Das Hexon 1.6 ist ein Stoff mit einem sehr angenehmen Hautgefühl, aber auch einigermaßen dehnbar. Für mich ist er der bisher angenehmste Stoff, den ich kenne. Wenn du sagst, du schläfst gerne hart, könnte er zu dehnbar sein. Aber auch das würde ich ausprobieren, wenn du Zeit hast... Im Bett schlafe ich auch lieber nicht zu weich, in der Hängematte mag ich das Hexon 1.6 lieber als einen weniger dehnbaren Stoff.

    Ich bin 1,88 groß mit vielleicht 75 Kilo Körpergewicht

    Und die Warbonnet Blackbird XLC die ja hoch angepriesen scheint. Gibt es einen der damit schlechte Erfahrungen gemacht hat?

    Die XLC an sich finde ich toll, aber für deine Körpergröße (=meine Größe) nicht komfortabel. Ich bin von ihr weg, weil ich sie, nachdem ich ein bisschen Erfahrung gesammelt habe, zu klein fand. Mag sein, dass sie für dich trotzdem angenehm ist, aber ich würde in einer anderen Richtung suchen.

    Wenn irgend möglich, liege ein paar Nächte Probe. Levis/Bedavas Matte kriegst du hier im Forum bestimmt auch wieder los, wenn du dich in ihr nicht wohl fühlst. Crosshammock ist - für mich - ein völlig anderes Liegegefühl als eine Gathered End.

    ... obwohl ich gern von ihnen besucht werde...

    Das habe ich auch noch nie gehört. 8o

    Ebenfalls OT im Anschluss an jenshelge :

    Mit Zeckenzangen & Co. bin ich bei kleinen Zecken nicht weitergekommen. Irgendwo habe ich mal den Tipp mit Nadeleinfädlern bekommen: Die entfernen zuverlässig jede Zeckengröße und wiegen nichts. Ich bräuchte nur noch etwas, das mir hilft, die Viecher zu sehen (jaja, Brille habe ich schon ausprobiert).

    Nachtrag: Waldläufer70 war schneller.

    Kurzes persönliches Fazit zu dem Thema: Mein Quilt ist 130cm breit geworden (oben), und das ist für mich perfekt. Ein paar Zentimeter weniger wären auch noch okay. Obwohl ich relativ breite Schultern habe, kann ich ihn an den Seiten noch angenehm zwischen Hängematte und mich stopfen.

    Der entscheidende Punkt ist aber, was Hammock Fairy oben schreibt:

    Es hat sich aber herausgestellt, dass ich mich zu viel bewege, und ständig Öffnungen entstanden sind, durch die kalte Luft ziehen konnte... Für mich ist die minimal erforderliche Breite ca. 150 cm.

    Wenn ich schlafe, liege ich ziemlich ruhig. Ich wechsle zwar mal die Lage, aber das sind seltene Bewegungen, bei denen es kein Thema ist, den Quilt wieder zurechtzuziehen. Würde ich mich wirklich viel bewegen, wäre mir ein breiterer Quilt lieber.

    Ich habe bislang fünf Quilts aus einem vergleichbar dünnen Material wie Argon 49 genäht und würde mir wegen des von dir geschilderten Problems überhaupt keine Gedanken machen.

    Das ist die Aussage, auf die ich gehofft hatte. Sehr schön! :)

    Mir fehlt die Erfahrung, und ich konnte die Auswirkungen überhaupt nicht einschätzen.

    Nimm auf jeden Fall eine 60er (keine 70er) Nadel von Schmetz, stelle maximal 2 mm Stichlänge ein,

    Die 60er Nadel habe ich verwendet, und deine Aussage zur kurzen Stichlänge hatte ich vorher irgendwo anders im Forum gesehen. Trotzdem war ich noch etwas über 2mm - da gehe ich für die Innenseite noch runter.

    Übrigens finde ich das Argon 49 sehr angenehm zu verarbeiten. Beim Nähen wird es prima transportiert, es flutscht nicht weg - da hatte ich mit dickeren Stoffen schon mehr Probleme.

    Nochmals Danke an alle für eure Hilfe!

    Die Löcher sind, wie gesagt, kaum zu sehen. Ich habe mal probiert, eines gegen das Licht zu fotografieren. Es ist direkt am Nahtansatz, in der Mitte des Bildes.

    Wenn ich euch richtig verstehe, kann ich entweder von außen auf den Stoff einen (verdünnten) Streifen auftragen, oder von innen - also von der Ansicht wie auf dem Foto - einen kleinen Tupfer direkt auf das Loch setzen, z.B. mit einem Zahnstocher von der Seite der Nahtzugabe her kommend. Letzteres wäre mir sympathisch, weil es unmerklich ist und auch kaum mit anderen Stellen verkleben kann.

    Vor ein paar Tagen hatte ich über Probleme beim Nähen von Argon 49 berichtet. Beim Verriegeln der Naht werden kleine Löcher aufgezogen.

    Leider dachte ich zu schnell, dass ich das Problem mit dem Verriegeln von Hand gelöst hätte. Heißt: Ich habe jetzt die Baffles für die Außenseite des Quilts angenäht (Karo Step) und erst danach bemerkt, dass ich immer noch Löcher im Stoff produziere, wenn auch weniger als vorher. Ich habe jetzt also eine fertig vernähte Außenhülle, in der 40-50 klitzekleine Löchlein sind. Die Löcher sind nur gegen Licht sichtbar, etwa Nadelgröße.

    Wie schädlich sind sie für einen Daunenquilt? Könnt ihr dazu etwas sagen?

    Jetzt habe ich noch die Möglichkeit, die Außenseite mit neuem Stoff neu zu nähen. Das ist zwar aufwendig, aber besser, als wenn ich nach dem Füllen des Quilts merke, dass die Löcher wirklich schädlich sind und sich laufend Daunen ins Freie verabschieden...

    Und noch eine Ergänzung: Leider genügt das Verriegeln von Hand nicht. Ich ziehe damit immer noch kleine Löcher auf. Besser bzw. zusätzlich sinnvoll ist es, Anfang und Ende einer Naht mit einer zweiten Lage Stoff zu verstärken - ist ja auch unter dem Link oben angesprochen.

    Hat jemand Erfahrungen mit dem Nähen von Argon 49 und kann mir weiterhelfen?

    Bin gerade an Nähproben für einen Daunenquilt. Wenn ich Moskitonetz mit dem Argon vernähe, bekomme ich kleine Löcher im Argon, mindestens beim Verriegeln. Die Fadenspannung habe ich relativ niedrig, als Garn Alterfil 120 (das hat zumindest bei einem Projekt im UL-Forum gut funktioniert), und als Nadeln habe ich sowohl 70er als auch 60er Microtex probiert. Reispapier unter der Naht ändert nichts.

    Beim Alterfil kann man angeblich aufs Verriegeln verzichten, wenn man es bügelt. Ob das so sicher funktioniert, weiß ich nicht, würde es aber lieber nicht an einem Quilt langfristig testen...

    Ich würde bei der XLC noch die Körpergröße reinwerfen: Mit 188 war ich für sie zu groß - in meinem Empfinden deutlich zu groß. Bei dem Hinweis aufs Mieten und aufs einfache Wiederverkaufen schließe ich mich an.