Beiträge von Riippumatto-Joerg

    Danke Thomas, das war hilfreich.

    Und Mittagsfrost:

    Du hast die Faust mal wieder aufs Auge getroffen! Genau diese Gedanken schwirren mir durch den Kopf. Ich les mir deinen Beitrag zur Taiga 250 jetzt gleich mal durch. (Hoffentlich pruste ich meinen Laptop nicht wieder voll!)

    Gruss Jörg

    Hallo Wuppitom,

    Also ich will Mal Synthetik nicht ausschließen, wenn das Design und Material sich gut anschmiegt, und das Volumen und Gewicht sich in Grenzen hält, absolut. Der Temperaturbereich wäre ja wie du sagst dafür an sich optimal. Ich bin erst Mal auf Daune aus, weil ich mich für ein richtiges Topquilt interessiere, bisher keine interessanten in Synthetik entdeckt.

    Ich werde mir deinen Vorschlag Mal im www ansehen, Danke. Ich verstehe dich so, dass du Schlafsack als Topquilt genutzt über reinen Topquilt bevorzugst? Oder du hast keine reine Topquilt-Erfahrung?

    Gruss Jörg.

    Hallo Sakura,

    Ja ich hab einen Daunen-UQ, der hat was die Komforttemperatur angeht sogar etwas mehr Reserven, mit Absicht.

    Ich wohne in Finnland, und nutze meine HM auch bei leichtem Frost, aber nur gelegentlich. Man will aber eben auch dann nicht frieren.

    Wenn es Mal wirklich kalt ist und ich trotzdem raus will, habe ich natürlich auch Daunenjacke und Wärme Hosen an, und kombiniere dann notgedrungen um sicher zu gehen.

    Die Kernnutzungszeit für mich liegt in den Nächten mit leichtem Frost, also zB Jetzt (Finnland!). Im Früh- wie auch Spätsommer kann's hier auch leicht bis an 0Grad runter gehen am Morgen. Sobald die Nächte beständig frostfrei sind, kommen auch die Ameisen und allerlei Mücken und Zecken, was mich oft etwas stört. Aber sowieso, im warmen Sommer also nachts sicher über 10Grad) nutze ich meinen Sommerschlafsack.

    Aber bitte schau auch noch Mal auf meine Fragen. ;) Daunenschlafsack -5 oder Topquilt -5, und warum genau, was sind eure vergleichenden Erfahrungen.

    Danke Jörg!

    Ja ich rede von Komforttemperatur.

    Ja diese Preisvorstellung geht von Gebraucht oder sonstige extrem reduziert aus, und naja das ist mein Wunschpreis. Tatsächlich (neu) müsste ich wohl mehr berappen, was die Sache für mich eben etwas auf die Probe stellt. Ich will deshalb gern Eure Erfahrungen (Topquilt vs Schlafsack Komfort ca -5) hören. Wenn das zB klar zugunsten Topquilt geht, Scheint mir bei nur wenig über 250€ ja schon was drin zu sein ...

    Ich nutze mal diesen Thread für paar konkrete Fragen zu diesem Thema (Schlafsack oder Topquilt?)

    Habe letzte Nacht in meiner Hennessy draussen verbracht, und (wegen Sauna, 5Grad-Wasserbad und nachfolgendem Lange-draussen-sitzen) anfangs auch etwas gefroren. Abends ca. 3..4 Plusgrade, morgens 3-4 Minusgrade.

    Ich hatte zwei am Fuss-Sack ineinandergesteckte Sommerschlafsäcke als Top Quilts übereinander verwendet - den dickerein innen, den dünneren aussen. Beide angenehm weich trotz synthetisch, und erst mal in optimaler Position haben sie mich eigentlich gut wieder auf Temperatur gebracht, zumindest nach einer Stunde fror ich nicht mehr.

    In der Nacht beim Drehen ist das aber eben ein ganz schönes Gefummel, BEIDE Schlafsäcke wieder überall rundum dicht zu bekommen, es ist ja auch finster und man zieht schon mal am falschen Ende, bis dann endlich wieder alles sitzt, und dabei geht ja auch schon kostbare Wärme weg. Auch bin ich manchmal frierend aufgewacht, da sich im Schlaf an der Seite (Schulter) was gelockert hatte und kalte Luft rein kam. Nachdem ich die Brücken schloss, war dann bald wieder alles gut.

    Beide oder zumindest einen Schlafsack geschlossen zu gebrauchen und den anderen als Quilt obendrauf ist auch noch ne Variante, die wieder Vor- und Nachteile bringt (Reinkriechen am Anfang schwieriger, aber sicher noch wärmer als letzte Nacht, und eben dann flexibel je nach Jahreszeit verwendbar - mal einen oder mal beide).

    Mein (synthetischer Low Budget) Winterschlafsack ist eine noch schlechtere Alternative, da er (und dessen Kragen) sehr steif ist. Ausserdem ist er natürlich gross und schwer. Mit dem Gewicht könnte ich (für den Preis) noch leben, da tragen im Winter auch günstige Wärme erzeugt. Naja, auch Schweiss. Aber der steife Kragen und ich passen nicht zusammen.

    Ich denke also darüber nach, ob es nun ein besserer Daunenschlafsack oder gleich ein Daunenquilt für Komfortbereich bis wenigstens -5Grad sein sollte. Aber eben nicht viel mehr als 200...250Eur kosten sollte (da seltener Gebrauch? Der Sommer kommt bestimmt...). Gebraucht ist ne Option.

    Aber meine Kernfragen vor solch einer (weiteren) Investition:

    Kann man mit einem Topquilt diese "Schultern-kalt"-Probleme beim Drehen (oder unbeabsichtigt im Schlaf) überhaupt besser in den Griff kriegen als bei einem Schlafsack?

    Hat man in Seitenlage auch genug "Kniefreiheit" in einem Topquilt, also keine kalte Knie oder kalten Hintern?

    Ich habe gelesen, ohne Kragen wäre sogar besser, aber stimmt ihr dem zu und warum?

    Auf welche technischen Details sollte ich noch achten achten (und warum), damit ich überhaupt Vorteile gegenüber meiner bestehenden 2-Schlafsack-Lösung bekomme, und nicht bloss eine "weitere Wahlmöglichkeit"?

    Würdet ihr einen -5Grad-Topquilt auch dann noch verwenden, wenn es abends +15 und morgens +5 Grad sind? (Also eine durchaus typische finnische Sommernacht... :))

    Gern nehme ich auch konkrete Produktvorschläge an, oder falls jemand was gutes, gebrauchtes abzugeben hat, bin ich ganz Ohr. Aber das Warum gut/besser? bzw. warum nicht? interessiert mich vor allem.

    Konkret denke ich über einen Cumulus Taiga 360 nach (oder gleich den 450?).

    Danke im Voraus.

    Jörg

    ...hier noch paar Detailbilder zur Selva600, ich hoffe das beantwortet Fragen zur Konstruktion evtl. am besten:

    Der Loft war an der dicksten Stelle ca. 15cm, selten dünner als 10cm. Ich weiss aber nicht, wie man das richtig messen sollte.

    Die kleinen Karabiner sind nicht Teil des Produkts, die Kordel-ware aber schon, kommt in einem Stück (waren's 3 Meter zusammen?)

    Sämtliche Spezifikationen könnt ihr Euch sicher auf der Cumulus-www holen, falls Interesse.

    Länge jedenfalls 215cm in meiner M-Version, Schulterbreite 110cm, Gewicht 870g.

    Gruss Jörg

    Hier noch Teil 3) TTTM:

    Diese HM hatte ich vor Jahren meiner Frau geschenkt, noch bevor ich selber aktiv mit dem Rumhängen anfing.

    Da sie weder seitliche Befestigungslaschen, noch Ridgeline, geschweige denn Moskitonetz hat, habe ich sie bis jetzt nicht wirklich als "Unterwegsmatte" ernst genommen. Da sie aber etwas länger ist als meine beiden anderen, und ich inzwischen auch ein Gestell besitze - also auf der Glasterasse aufhängen kann - dann auch dieser Test.

    Dazu habe ich eine zusätzliche Ridgeline gespannt, erst Gummi, später aus etwas härterem Kunststoff (allerdings noch etwas dehnbar also nicht das Ende der Fahnenstange).

    Hier die Bilder:

    (Ja, ich habe auch andere tolle Socken! ;))

    Hier wird die Quasi-Asymmetrie durch zusätzliche Kordeln an der Ridgeline "gesichert". Ich klipse die einfach mit Mini-Karabinern ein, also auch nicht sooo kompliziert. Die eigentliche Besser-Asymmetrie erzwingen dann die Füsse und Schulter, und bei straff genug gespannten Seitenkordeln rutscht sich der UQ passend zurecht und bleibt auch dort.

    Ich glaube, dies war meine bisher beste Nacht in einer Hängematte. Es war auch knapp an der Null-Grad-Marke vorbei, also schon kalt auf der Terasse, aber von unten her bliebs immer gut mollig.

    Der Cumulus UQ passt also auch hier gut genug, und in dem Setup vermute ich, schaffe ich auch mehrere Tage am Stück, Im Arbeitsalltag versteht sich.

    Also alles in allem:

    Ja man kann eine Cumulus auch asymmetrisch benutzen. Mit einer Ridgeline vermute ich sogar bei längeren Hängematten (verspannt ähnlich wie bei dieser TTTM-Variante). Irgendwann (bei sehr langen HM) ist dann der mögliche Asymmetrie-Liegewinkel und damit der "Asymmetrie-Hängefehler" vermutlich zu gross, sodass man ernsthaft was ändern will (das ging denke ich zumindest dir Treegirl so?)

    Ist das Cumulus nun das Gelbe vom Ei?

    Ich meine, das hängt immer von der Bevorzugung ab: Weich, mittel oder hartgekochtes Ei.

    Für Einsteiger, die noch nicht wissen, wie ernsthaft dieses Hobby mal wird, und ob sie immer auf der selben Seite liegen wollen, aber trotzdem sich den Allerwertesten nicht abfrieren wollen, warum nicht.

    Klar ist aber auch mir: Wer jeden Tag 365x im Jahr in der HM schläft (wie viele machen das eigentlich? Hat dazu jemand ne Statistik?), und des Nachts immer auf einer Seite bleibt, der kommt um bessere Hängematten und dann sicherlich an einem wirklich asymmetrischen UQ nicht vorbei.


    Hier noch ein paar Bonusbilderchen aus Finnland, letztes Wochenende.

    Solange die Nächte noch Frost tragen, gibts zum Glück keine Mücken!

    LG Jörg

    (P.S.: Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten!)

    2) DD Frontline (DD):

    Da diese HM von Haus aus keine ordentliche Ridgeline hat (was man natürlich ändern kann, ich hier aber noch nicht getan hatte), liegt der UQ dann eher eng. Die Liegeposition ist aber sowieso in der DD-HM (je nach Abspannung/Firstline-Winkel) relativ mittig.

    Die m.E. beste Variante mit der DD Asymmetrie zu erreichen, wäre den UQ über die Seitenschlaufen/Gummikordeln an einer zusätzlich angebrachten Ridgeline asymmetrisch vorzuspannen. Die Füsse und Schultern tun dann den Rest. Die Vorspannung stellt dann sicher, dass der UQ nicht verrutscht.

    Ohne Ridgeline zwingen nur die Füsse und die Schultern den UQ in die Asymmetrie, ggf. muss man dann mit der Hand etwas nachziehen. Das hat aber auch Vorteile: im Prinzip bekommt man den UQ auch dann noch in akzeptable Quasi-Asymmetrie, wenn man von rechts auf links (oder umgekehrt) wechseln will, zB. um die andere harte Fahrradtour-Wade zu entschmerzen. Im Prinzip ist es also auch mit dem DD + Cumulus möglich asymmetrisch zu schlafen, aber durch die extra Gummiabspannung etwas umständlicher als mit der HH. Definitive nichts für Dauerschläfer (die sowieso keine DD benutzen würden vermute ich) aber OK für die eine oder andere Nacht im Freien.

    Insgesamt fand ich den Liegekomfort in der DD allerdings nicht immer unangenehmer als bei der vorherigen Hennessy-HM, und mit Not-Isomatte (Zweite Person?) ist die DD je nach Abspannwinkel sogar bequemer - ich habe gute Nächte darin verbracht. Also immer noch nützlich. Aber eben auch schlechte...

    (3. Teil TTTM im folgenden...)

    Hallo,

    wie schon angekündigt, hier ein paar Testerfahrungen, oder eigentlich eher kommentierte Bilderchen, meiner asymmetrischen Abspann- und Schlafexperimente mit dem symmetrischen Cumulus Selva 600 UQ, an drei (Einsteiger-) Hängematten:

    Hennessy Explorer Asym Zip (HH),

    DD Frontline (DD),

    TTTM (Marke? Abmessungen LxB 290cm x 150cm denke ich).

    (EDIT: Eine vierte DIY 11ft Gathered End Hängematte ist später im Faden noch hinzu gekommen.)


    Warum diese und keine "lange" Hängematte? Nun ja: Man kann was man hat.

    Die prinzipielle Frage war für mich (v.a. nach paar Tips von TreeGirl), wie hänge ich den nun mal existierenden Cumulus-UQ bestmöglich asymmetrisch auf, gelingt das ohne Verrutschen, ohne unberechenbare Wärmeverluste, und natürlich möglichst einfach, praktikabel und bequem.

    Dazu habe ich natürlich auch mehrere Nächte bei leichtem Frost draussen geschlafen.

    1) HH:

    Dies war meine erste HM.

    Zwei der UQ-Seitenschlaufen befinden sich exakt an den Punkten der HH Asym-Seitenabspannungen. Einfach durchfädeln, HH normal spannen und fertig.

    Längs sollte der UQ möglichst straff sitzen und zusätzlich binde ich das Fussende und Kopfende mit Kordeln um die Ridgeline hoch. Das behindert den Komfort hier praktisch nicht. Weitere (mittigere) Schlaufen/Kordeln könnte man auch nutzen (Ridgeline), ist aber bei der HH nicht erforderlich, die Spannung reicht so bei der HH.

    Noch ohne Nutzgewicht:

    Mit Nutzgewicht:

    Man beachte die tollen Socken! Von meiner Oma und über 30 Jahre alt!

    Aber wie man hoffentlich sieht: Sowohl Füsse als auch Schulter und Kopf passen trotz asymmetrischer Liegeposition locker in den "grünen Bereich". Was mit so einer kurzen HM halt geht. Der UQ hängt natürlich nicht mit dem selben Asymmetriewinkel wie der Körper, aber definitiv ausreichend um an allen Körperteilen (von stark angewinkelten Knien vielleicht abgesehen) warm zu bleiben und ohne in irgendeiner Form unbequem zu werden.

    Zum zusätzlichen Windschutz am Fussende dann die Quick-and-dirty-0€-DIY "Viertel-Socke", aus dem Aussenstoff eines alten Deckenschlafsackes, die ändert am Komfort bzw. Abspannung nichts - Windrichtung natürlich vom Fussende her:

    Fazit (HH):

    Der Cumulus UQ ist in zwei Testnächten trotz "aufgezwungener Asymmetrie" nicht erheblich verrutscht. Habe gut geschlafen, warm blieb es natürlich auch. Einmal war stärkerer Wind, ein anderes Mal keiner. Das Anbringen und Entfernen des UQ ist bei der HH einfach und wiederholgenau. Bei Hängematten dieser Art also so problemlos.

    Der Liegekomfort ist seitens der HH-HM etwas zu "relativieren" aber das ging mit Kissen unter den Kniekehlen auszuhalten. Ihr wisst, was ich meine. Jedenfalls nichts, was dem UQ zuzuschreiben wäre.

    Übrigens, dass der UQ hier und da etwas locker zu hängen scheint, mag täuschen: Er lag mit Nutzergewicht dank seines Lofts überall gut an.


    (Mit DD weiter dann im nächsten Teil - Anzahl der Anhänge begrenzt.)

    Moin,

    habe meinen Cumulus Selva600 mittlerweile etwas tiefergehend getestet, und werde davon in einem anderen Faden bald berichten.

    Aber erst mal Antworten auf deine alten Fragen:

    • Wer nutzt Ausrüstung von Cumulus?

    (Hiermit schon beantwortet.)

    • Um was für Ausrüstung handelt es sich?

    Cumulus Selva600 Underquilt.

    • Wie lange, oft und unter welchen Bedingungen wurde die Ausrüstung genutzt?

    Freizeit-Geniesser mit Winter-Anspruch, bisher mehrere Nächte im Wald und vorm Haus bei bis zu -3Grad und Morgentau, teilweise starker Wind. Stärkeren Frost habe ich noch nicht testen können, das mache ich nächsten Winter. Die kritischste Komponenta dazu ist aber sicher nicht der Selva600 sondern mein momentaner Schlafsack.

    • Gab es Probleme? Wie sahen die konkret aus?

    Nur 1x Anfängerprobleme: Durch geringe Erfahrung zu lose Abspannung und dadurch leichte Wärmeverluste nach Körperdrehung in der Nacht - die Gummikordel-stopper am Fuss-/ und Kopfende hatten sich leicht geöffnet. Das könnte Cumulus verbessern. (Sicher ich heutzutage mit einfachen Knoten - Problem auch so einfach gelöst, also halb so tragisch.)

    Die Kragen sind letztlich auch bei perfekter Schnürung (und trotz sehr weich) nicht immer 100% in der Lage, starken Wind vorm Eindringen am Kopf- oder Fussende zu stoppen, auch weil dort die Matte selber ja normalerweise zweifingerbreite Spalten offen lässt.

    Für einen Quilt dieser Bauart und Preisklasse (also einer, der nicht wirkich nahe der HM-Aufhängung zusammengeführt wird) eigentlich nicht anders zu erwarten. Naja und dass "Falten" der Hängemattenschnürung Wind reinlassen, müsste man eigentlich der Hängematte ankreiden statt dem Underquilt, andererseits kennen wir auch UQs in einem anderen Preisniveau, die dieses Problem mit länger-geführter Aufhängung in den Griff kriegen.

    Was ich aber mittlerweile mit dem Cumulus zu vermeiden weis: "Viertelsocke" bei stärkerem Wind, oder (wie von Morgenfrost vorgeschlagen) eine Regen- oder Windjacke vorm Fussende über der Firstline verknotet tut's auch. Dieses "Prinzipproblem" bei starkem Wind ist damit also auch gelöst.

    Da für Winter (-14C Comfort) gedacht, also etwas höheres Daunen-Füllgewicht (600g) und auch dichteres Aussenmaterial, ist der UQ natürlich etwas schwerer (870g) und voluminöser als ein Daunen-3-Jahreszeiten-UQ, was aber eigentlich kein Problem sondern halt "meine Wahl" ist. (Hinweis auf einen älteren Kommentar: Dass so leichte und bauschige Daune je nach Ortswetter auch Wasser aus der Luft aufnimmt und damit schwerer sein kann, halte ich für möglich, ich hab das nicht nachgewogen. Ich vertraue hier mal den polnischen Ingenieuren, die sicher kein Gramm teure Daune zuviel rein tun wollen dürfen.)

    • Gibt es positives zu berichten?

    KEINE NEGATIVEN ÜBERRASCHUNGEN. Der UQ hält was er verspricht, ist mollig warm, top Oberflächenmaterial (was ich so kenne und vergleichen kann), gute Verarbeitung, durchdachtes Kammer- und Gesamtdesign (für einen symmetrischen in der Preisklasse finde ich das durchaus!) und eigentlich überraschend gute Winddichtigkeit, wenn Kopf- bzw. Fussende anderweitig gesichert sind. (Ich hatte einmal bei Windstärke 7 mit Viertelsocke getestet und keine Wärmeverluste feststellen können!)

    Viele Befestigungslaschen an den richtigen Plätzen zum asymmetrischen Abspannen an unterschiedlichen (zumindest <3m-Einsteiger-) Hängemattentypen (werde später im separaten Thema davon berichten, viele Bilder gemacht), reichlich Gummikordel zum individuellen Konfigurieren beigefügt, einfache, praktikable Längs-Spanner.

    • Würdet ihr nochmal etwas von Cumulus kaufen?

    Denke jetzt über ein Topquilt nach. Mit meinem bisherigen Setup nutze ich die Winter-Möglichkeiten des Selva600 glaube ich noch nicht aus.

    Allgemein finde ich, es gibt in Europa nur wenige Hersteller von hochwertigen Daunenquilts und Hängematten (gibts überhaupt noch andere?). Sehr viel (unbestritten auch gutes) kommt ja offenbar aus US mit langen Lieferwegen, amerikanischen "AGBs" und wirtschaftlichem Nutzen eben v.a. dort. Einiges verschiebt sich sicher mit der Zeit nach Fernost.

    Hier hingegen bekomme ich eine Lieferung in wenigen Tagen (mit DHL), Zahlungs-, Geschäfts- und Rückgabebedingungen, die in EU geregelt sind, und vom Nachbarn dessen wachsender Wohlstand auch mir längerfristige Vorteile bringt.

    Wenn dann noch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt und die Firma offen (und fähig) für Verbesserungsvorschläge* ist, und offenbar auch kulant mit den Kunden umgeht, dann kann man das doch nur unterstützen, oder?

    * Ich hoffe natürlich auch, dass Cumulus bis zum Kauf meiner nächsten (längeren) Hängematte noch weiterentwickelte zB. asymmetrische UQs im Angebot hat. ;)

    Gruss Jörg

    Hab jetzt auch so ein Ding, La Siesta Mediterraneo, also endlich spontan auf der Glasterrasse pennen, oder meine Familie mit gestiegener Erfolgswahrscheinlichkeit in das Thema einführen, oder selber trocken-experimentieren...

    Klar flexen die Arme, so um die 3-4cm vielleicht, und wie gesagt das ist ein Kompromiss unter Betracht weitaus schlechterer Alternativen, wenn man drinnen aufhängen will, ohne zu bohren.

    Aber da man die Arme sowohl hochstellen als auch am Bodenprofil auseinanderziehen kann, man eine HM ohne Nutzgewicht also etwas stärker vorspannen kann, findet man schon seinen passenden Durchhang. Und wem die "harte" Ridgeline wichtig ist, einfach ein passendes Längsprofil (Druckkraft) mit antüfteln, das funktioniert hier genau nicht schlechter als bei DIY-Lösungen.

    Hier übrigens eine TTTM mit zusätzlicher "Gummi-ridgeline", an der ich bspw. einen UQ leicht asymmetrisch spannen kann.

    Werde die Ridgeline allerdings noch durch eine festere ersetzen...

    (Die Vorzüge asymmetrischen Liegens bringe ich meiner Frau später noch irgendwie bei... ;))

    Gruss Jörg

    Jep, eines Tages... Aber bevor ich in eine gute Socke investiere, muss wohl eher erst ne gute (lange) Hängematte her...

    Momentan bin ich froh, dass ich nen einfachen, effektiven UQ-Windschutz habe ohne viel Aufwand und kostenlos. Hab übrigens gewogen: 280g mit Reissverschluss. Überlege jetzt, den RV doch rauszutrennen und nur die Schnüre zu verwenden... Dann sind's vermutlich um die 150g...

    Hab gerade wieder ne schöne Nacht Wald verbracht und zumindest nicht gefroren. ;)

    TreeGirl, ich glaube dir, dass der Wooki für deine Bevorzugung zu liegen, und lange Hängematten, sicher besser ist.

    Ich muss aber auch sagen, dass ich darauf geachtet hatte, wo mich der Cumulus eventuell drückt und wo ich mir einen asymmetrische UQ wünschte. Da ich die Liegeposition letzte Nacht oft gewechselt hatte, also mehrere Variationen von "auf der Seite", Mal Knie stark Mal weniger stark angewinkelt, Mal rechts Mal links etc., einmal auch die andere Diagonale probiert hatte, um eine andere Aussicht auf den See zu bekommen, dass ich letztlich eigentlich froh war, dass nicht nur eine Position möglich war. Und das ist wahrscheinlich der Grund, warum es "unentschieden" = symmetrische UQs weiterhin gibt. Schätze ich Mal. Einsteiger-HM werden vermutlich zahlenmäßig sehr viele verkauft(?).

    Allerdings ist der Selva600 nicht rechteckig sondern eher mumienförmig. also schon etwas weiterentwickelt, wie mir scheint.

    Ich glaube wir sollten uns einigen, dass unterschiedliche Hängematten und Menschen auch underschiedliche Lösungen brauchenes also sicher Bedarf für beides gibt.

    Deine vorgeschlagene Simulation probier ich aber auf jeden Fall aus. Meine Frau hat eine TTTM Hängematte, die sicher dazu geeignet sein sollte.

    Also den Windstärke-7 + Böen-Härtetest hat die Viertel-Halb-Dreiviertel-Socke schon mal bestanden. Das Tarp hätte ich mich nicht getraut aufzuhängen, so sehr hat der Wind geplattert, die Matte (mit mir drin) hat auch kräftig geschaukelt, aber die Socke sass unbeeindruckt, sogar ganz ohne Ridgeline-Klammern, raschelte überhaupt nicht (oder es ging im übrigen Rauschen der Bäume unter), und von den Füssen bis rauf zum Oberkörper blieb's mollig warm. Nach gefühlt zehn Minuten bemerkte ich dann erst, dass ich noch gar keinen Schlafsack auf mir drauf hatte...! (Aussentemp. mit 7Grad jetzt nicht soo kalt, ich hatte auch Jacke etc. an, aber es ging ja erst mal um den Windtest. Der UQ war natürlich im Einsatz.)

    Dank der flexiblen Ridgeline des DD im Fussbereich (und ausgelassener Mückennetz-Stützstange dort) konnte ich diese DIY Socke unerwartet sogar bis fast zum Gesicht ranziehen (also jetzt doch "Dreiviertel"-Socke :/).

    Ich hab dann (mit Schlafsack auf mir) noch eine gute Stunde so gelegen und gewartet, wo der Haken ist zB. mir irgendwas um die Ohren flattert. Aber alles blieb gut und mollig warm, trotz teilweise heftiger Böen.

    Also für 0Eur Materialeinsatz (und ohne nähen zu müssen) kann ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein. Der dünne Stoff wiegt praktisch nix (naja der Reissverschluss haut paar Gramm in die Wagschale), und verbleibt beim Einpacken einfach am HM-Bund verschnürt.

    (Regentest steht noch aus...:/)

    Gruss Jörg

    Hallo,

    Ich kann mittlerweile aber auch sagen, dass der (seitensymmetrische) Selva600 von Cumulus bei mir mittlerweile absolut gut sitzt und wärmt, und damit für mich voll i.O. geht (auch weil das finanzielle natürlich immer eine Rolle spielt). Das anfangs beschriebene Problem mit dem Verrutschen lag weniger am UQ als an meiner eigenen Liegeposition und unzureichender Befestigung. Wie du, TreeGirl, und einige andere auch vorgeschlagen hatten: Ich hab das Fussteil jetzt einige zehn cm höher und nun klappts auch mit dem Warmliegen (-bleiben). Danke nochmal!

    Ausserdem habe ich die äussersten 2 Paar Schlaufen mit Gummikordeln über die Ridgeline hochgebunden (der Selva600 hat 5 Paar Schlaufen an den Seiten, zuzgl. der Längs- und Kragenverzurrungen). Diese Gummikurdeln sind ruck-zuck rübergebunden und halten die UQ-Enden in Position. Gleichzeitig habe ich auch die Längsverzurrung noch enger gezogen.

    Da diese Gummizüge noch reichlich jenseits von Kopf und Fuss anliegen, kann ich bislang keine Komfortverschlechterung feststellen. Ich bin 178cm lang - der UQ ist die M-Grösse.

    Die weiteren, mittigeren Seitenschlaufen des UQ könnte man auch noch hochbinden, was dann u.U. lokale Einengung mit sich bringen könnte, je nachdem wie straff (?). Diese braucht man aber an sich nicht zu benutzen, der UQ zieht sich dort nun ausreichend von alleine ran und ist auch breit genug. (Er war also damals beim ersten Versuch definitv zu locker aufgehängt im Rücken.)

    Also den Cumulus kann ich definitiv auch empfehlen.

    Meine Einschätzungen gelten natürlich erst mal nur für relativ kurze Einsteiger-HMen. Ob das bei den langen anders ausginge, kann ich nicht sagen.

    Gruss Jörg