Beiträge von Riippumatto-Joerg

    Erfolg!

    Habe das Fussende aufgetrennt (mit einem polierten, japanischen Ess-Stäbchen ging es eigentlich fast wie mit der Entnähmaschine), dann die Matte mit paar Büchern aufgehängt und die nach innen gerückte Mittenposition neu angesteckt, diesmal noch etwas Dehnspielraum hinzugegeben. Ca. 10cm mehr Übermass für den Wannenstoff und das Flies ergaben sich in Längsrichtung, also insgesamt geschätzte 17cm).

    Natürlich kurz probegelegen.

    Dann am Boden mit meiner favorisierten Büchersammlung der letzten Wochen (Leseempfehlung, für alle!!!) genauer angepinnt,

    ...und dann genäht. Auch das ging dieses Mal schon recht flott von der Rolle.

    Beim Durchsteppen dieses Mal besser darauf geachtet, dass der Wannenstoff auch hier lockerer liegt als der Trägerstoff, um unschöne Rüschen und Stoffzerrung (aufziehende Nahtlöcher!) zwischen den zwei konkurrierenden Nähten zu vermeiden.

    Reingelegt und passt!

    Wenn das mal nicht die Richtung für mein Tarpprojekt vorgibt...

    Dann ist meine Frau allerdings der Meinung, dass ich das selbe jetzt noch oben rum machen sollte, also Sommer-Topquilt mit Reissverschluss o.ä. rannähen....

    :/:/:/

    Guter Faden!

    Die elastische Dehnung von 1.9 oz Ripstop Nylon (70D) - Olive Drab (gekauft bei Hammockfee á 360cm und derzeit mein Favorit) interessiert mich zur Zeit aus gegebenem Anlass, und generell eine vergleichbare Einstufung der gängigsten Matten (Warbonnet kennt hier ja fast jeder), auch um Eure Erfahrungsberichte besser einschätzen zu können.

    Vielleicht hast du Hammock Fairy dazu etwas mehr Fakten? Oder Link falls schon woanders aufgelistet?

    Ich selber finde den obigen Stoff auch angenehmer (anschmiegsamer, elastischer?) als zB. den der Hennessy Explorer, in der ich nach wie vor vom Firstkalb in die Wade gebissen werde. (Kann aber auch am geringen Längenunterschied liegen? Der Durchhang der Hennessy wird ja wohl optimal sein da Ridgeline-limitiert?)

    Auch meine "Fallschirmseiden"-3m-TTTM, die Billig-Ripstop-3m-"Audio-Matte" und sogar die 2,70m DD Frontline fand ich irgendwie "weicher" und für mich angenehmer als die Hennessy.

    (Die Hennessy glänzt für mich dafür mit anderen Werten.)

    Gruss Jörg.

    So, das müssten alle gewesen sein. Vorerst genug Tarps für jeden Einsatzzweck.

    Na gut, dann kann ich mir durchaus auch noch ein drittes gönnen.

    (Das Hennessy Explorer Rainfly hatte ich auch noch, aber das ist mit 3,20m (?) Länge und der sonst sehr knappen Asym-Breite wirklich nichts mehr als ein Schattenspender. V.a. der dick überstehende Daunen-UQ wird damit regelmässig auf die Probe gestellt.

    Das DD-UL-3x2,9 will ich noch nicht aufgeben, das leistet mir sicher noch gute Dienste, wenn ich das Setup erst mal reichtig drauf habe. Und damit kann man wohl auch Türen falten(?).

    Aber momentan suche ich etwas windstabiles und leicht aufzuspannendes, das die Nachteile des RainFly beseitigt. Leicht darfs sein, wenn's geht nicht super-laut im Wind, aber vielleicht auch nicht gleich Cuben-Fibre (€€€). (Oder was meinst du / meint ihr, welche "Teuros" lohnen sich wirklich, wenn man nicht regelmässig lange Strecken rucksackwandert?)

    Hex mit Cat-Cut wäre schon mein Wunsch und mindestens 3,40m Länge, ansonsten bin ich noch recht offen. Türen für den Winter - hab nur darüber getubet aber keine eigenen Erfahrungen bisher. Nachträglich anbringbar? (Und siehe DD-UL-3x2,9.)

    Ich nehme an du empfiehlst mir den Weg des DIY?

    Gibt es Dinge, die du definitiv nicht mehr tun würdest, und welche, die du nun immer tun würdest?

    Noch welche Tips? Materialwahl als erstes?

    Danke im Voraus!

    (Ach so, um nicht wieder total vom ursprünglichen Thema abzuweichen, auch das Paria ist noch in meinem Horizont, und auch das polnische kürzlich getestete war wohl auch empfehlenswert? Falls ich vom DIY noch Abstand nehmen müsste.)

    ...eine Sorge wollte ich noch nehmen: Als das mit der Kettensäge passierte, hatte ich zum Glück noch lange Unterhosen an, waren auch zerfetzt, hab ich aber nicht mehr genäht. Aber das Bein hatte keinen Kratzer. 8o

    (Habe dann auch das Hobby gewechselt. Ich befasse mich jetzt mit Hängematten!)

    Hallo miteinander, und Herzlichen Danbk für die wieder mal schnelle Hilfe an Euch!

    Also habs letzte Nacht erst mal probiert, und um Mitternacht bin ich rein da zu kalt. Allerdings waren es wohl auch wieder um die zehn Grad, eventuell leicht oberhalb.

    Danke für deinen Tip TreeGirl, habe auch die selben Gedanken gehabt (v.a. um das Auftrennen zu sparen) aber ich glaub ich muss noch mal ran. Ob das Climashield-respektives Material ist, weiss ich nicht so genau. Habs in Finnland gekauft, 150g/m2, 6 Euro der Meter, Breite wie üblich 150cm. Ist "Made in Finland".
    Jedenfalls komprimiert das ganze bei mir auf gefühlt auf wenige mm, umkomprimiert wars fast 2cm. Im Prinzip fühlt es sich ähnlich an wie die Füllung des DD-Underblanket.

    Aber mein Hintern und Rücken haben mir heute Nacht klar mitgeteilt, was zu tun ist.

    Momentan favorisiere ich zwei Varianten:

    A) Auftrennen der beiden Kopf- und Fuss- Nähte (und Steppnähte, also knapp 6 Meter Schlaufe für Schlaufe. ;( )

    Vorteil wäre, dass damit auch der Flies unter Last weniger längs gestreckt wird und sich eher "wellenartig" dem Körer anpasst, was vielleicht die Luftschicht sogar etwas staucht. Ohne Last ist er dann aber sicher etwas bauchig, aber das ist dann im Prinzip Wurscht (Korrigiere: Banane).

    Dann jedenfalls ähnlich verfahren wie Mittagsfrost , bzw, ich würde ggf. sogar von inne sitzend ein paar Sicherheitsnadeln an den Enden durchstecken. Oder meine Frau bitten zu messen. Dann spar ich mir eventuell eine Runde. (Aber wir wissen wie das ist, alleine arbeitet es sich bei extravaganten Hobbies oft am leichtesten. :))

    Die andere noch heisse Variante ist ein Ansatz mit Stift/Tape und der Schere, also unterm Hintern quer durch von links nach rechts einen Schlitz, dann bei Last die klaffende Lücke längs nachmessen oder tapen, und dann eine "Querbanane" einnähen. (Vermutete Abmessung der Querbanane 140cm x 10cm oder so?)

    Vorteile: ergonomischere Form der Wanne, kein Auftrennen der bereits geglückten Nähte nötig. Weiterer Vorteil: Die wichtigsten Teile der Matratze werden farblich hervorgehoben (ich glaube nicht, dass ich auf die Schnelle die selbe Farbe finden werde.)

    Nachteil: Manuelle Nähte von ca. 3m werden nötig, zumindest die letzte Abschlussnaht, und eventuell siehts auch ähnlich meiner geflickten Hose aus. Denn mit der Maschine dürfte zumindest die allerletzte Naht sehr schwerig werden, ich will in der Mitte nichts anheften oder gar durchsteppen. (Aber Tips wieder gerne!)

    Ein weiterer eventueller Vorteil: Ich könnte sogar noch einen grossen Flecken Extra-Flies am Po mit einarbeiten. :P

    Ein vermuteter Nachteil auch wie gesagt der immer noch in der Mitte überstreckte Flies (aber das ist eventuell nicht so schlimm, der ist ja auf die Länge recht nachgiebig - wäre zu prüfen).

    Die dritte Variante mit dem ausgeschnittenen Kreis aus der Wanne und eingenähter grösserer Ellipse habe ich verworfen, ich glaube davon bekomme ich morgens eher einen roten Druckring um den Hintern. Und leichter wäre die auch nicht zu bewerkstelligen.

    Aber alles in allem ist die ganze Sache immer noch ein vielversprechendes Konzept, ich will das unbedingt noch weiter verfolgen. 1kg isoliert, bis 0Grad? (Vergleich DD-Underquilt) und die nahezu vollkommene Winddichtheit, Passgarantie und auch den breitflächigen Polsterkomfort will ich nicht mehr missen. Packmass ist was es ist, auch separat HM + UQ verpackt braucht Platz, das wird schon passen mit etwas Übung.

    Also weiter gehts!

    Zum Glück habe ich mittlerweile durch das Selbernähen eigentlich mehr Tarps als ich brauche, so dass ich mir sicher bin, nicht zum Kauf verführt zu werden.

    Sind die irgendwo gesammelt zu bestaunen?

    Ich kenne ein grünes und ein orangenes DIY Hex von dir (heute gelesen), und ausserdem das DD-Ultralight 3x2,9 (mit dem ich momentan noch mein Glück versuche - diagonal meine ich, das hattest du aufgegeben weil zu fummelig?).

    Denke nun auch über ein Hex-Tarp nach, evtl. sogar in der Königsdisziplin (habe ja Urlaub und erste Näherfolge mit meiner Hose gehabt :D), oder eben eines wie hier vorgestellt günstig gekauft. Lokal bei mir in Finnland gäbe es auch was um die 70Eur von Amazonas, allerdings Polyester und 800g. Aber diese Pariaversion scheint interessant. Was gäbe es noch für Alternativen, die ich beachten sollte? Und brauche ich Türen oder nicht (wenn ich auch das DD-UL-3x2,9 noch habe usw...) aber das ist dann sicher sehr weit Geschmackssache... HM=11ft.

    (Danke SirWesley und Firehawk auch!)

    ...heute zur Abwechslung mal meine Wander- und Arbeitshose geflickt:

    ...was die Kettensäge schnell mal kaputt macht, repariert die geschwungene Hand eben wieder.

    Übrigens, falls ihr Euch fragt, ob die Nähte meiner Hängematten auch so aussehen: Nicht alle!

    :saint:

    Hier also wie versprochen der Bericht, wie es über Umwege zur selbstgenähten 1kg-11-Fuss-Thermomatte kam.

    Das heisst, hier werden eigentlich die dabei entstandenen Zufallsprodukte vorgestellt, insbesondere der 3x2m-Multifunktions-Gathered-End-3-Season-Thermo-Hängematten-Underquilt-mit-Windschutz-und-asymmetrischer-Winter-UQ-Befestigung. Oder eben die ELWMS.

    Alles fing damit an, dass mir TreeGirl irgendwann Ideen gab, wie man einen Underquilt NOCH an der Hängematte befestigen kann, um die bekannten Probleme (verrutscht, hängt zu locker, hängt zu straff, engt die Füsse ein, Wind bläst an undichten Stellen rein usw.) zu vermeiden, und die Vorteile eines diagonal-genähten UQs anpries.

    Da ich mich mittlerweile des HM-Nähens ermächtigt habe, wollte ich nun also mal selber basteln. Allerdings fällt es am Anfang ja bekanntlich schwer, zu entscheiden, was und wie genau. Also ist der Weg und auch das Ziel etwas verschwommen und kurvig.

    Hier zunächst meine diffuse Wunschliste:

    • Erstmal mit einer „anderen“ HM probieren, nicht gleich meine bestehenden zerschnippeln.
    • Wäre super, wenn eine „Sorglos-Anklips-und-Reinlege“-Sommer-HM dabei rauskäme. Ganz ohne Untenrum-Isolierung geht’s eigentlich so gut wie nie - warum also nicht das angenehme mit dem schönen verbinden (fest vernähen)?
    • Windschutz stand bei mir schon immer ganz oben. Die Isolation entweder winddicht angenäht oder irgendwie durch eine zweite, ganzflächig überstehende HM überdeckt wäre also super.
    • Diese Sommer- (oder 3-Season-) Isolation darf gern in voller Breite liegen, jedenfalls lang genug muss sie sein.
    • Wäre gut, wenn ich bestehendes Material zB. alte Deckenschlafsäcke oder den DD-UQ nutzen könnte.
    • Jahreszeitliche bzw. Wetter-Flexibilität
    • Natürlich auch akzeptables Gewicht
    • Insbesondere auch Winter-UQ-Kompatibilität war in meinen Gedanken. Definitiv will ich nicht meinen fluffigen Daunen-UQ redundant machen, aber auch nicht annähen. Aber zusätzlich anbringbar und diagonal und verrutsch-sicher sollte der Daunen-UQ schon sein. Da ich dazu aber auch vorher schon Lösungen hatte, war das jetzt nicht primär.

    Zunächst sprang mir ein Angebot einer 2x3m Hängematte einer asiatischen Firma aus dem Audiobereich ins Auge („SongMics“ 😊). Grün gabs die auch noch, und Karabiner wie auch Daisy-Chain-Gurte waren dabei. Das Ganze für einen Apfel und ein paar Eier, die ich auch schnell (hin) gelegt hatte. Die Matte ist an sich nicht schlecht, m.E. Ripstopp-Nylon (unbekannter Festigkeit aber wirkt OK) und wie gesagt immerhin 3m lang. Die schweren Stahlkarabiner und Gurte kann man sicher mal irgendwo im Garten verwenden. Was ich mit den überbreiten, losen Flappen an den Seiten machen werde, nun, man wird sehen.


    Als Polsterung hatte ich zunächst erst mal meinen vormalig missglückten DIY-UQ wiederbelebt und irgendwie grob und reichlich locker hängend mit der Maschine angenäht. Die Isolierung natürlich nach unten, mich rein gelegt, und war erstaunlich gut. Insbesondere die volle isolierte Breite von fast 150cm gefiel mir, da bei angewinkelten Beinen (mit dem DD-UQ als Masstab) sonst immer was fehlte oder ein Gummistraffer den Komfort stahl. Leider aber als "wirklich komfortable" Isolierung noch etwas zu kurz und alt-weisser Baumwollstoff aussen ist auch nicht jedermanns Sache. Und für diesen Kompromiss auch zu schwer.

    (Im Bild an einer ganz anderen TTTM-HM probegelegt:)

    In puncto Winterkompatibilität, den Daunen-UQ wollte ich ja wie gesagt nicht annähen, aber punktgenau anklipsen kann man den ja. Also die zu kurze Isolierung erst mal wieder abgetrennt und dafür Schlaufen für den UQ rangenäht.

    Man kann den UQ nun klassisch nach unten hängend nutzen. Aber insbesondere zum Windschutz hatte ich ja eine Sandwich-Aufhängung ins Auge gefasst: meine 11ft-HM mich tragend oben, darunter (mit verstellbaren Gummischüren) die „Audio“-HM mit diagonal angeklipstem UQ - darauf liegend aber (dank lockerer Aufhängung der unteren „Audio“-HM) nicht komprimiert. Die überbreiten Flappen der 3x2m Audio-HM konnte ich dann auch gut straff/hoch-binden und als Wind-, Sonnen oder Blickschutz nutzen, oder eben wahlweise innen über- oder aussen runterhängen lassen. Jedenfalls passte das schon mal alles sehr gut und der Winter kann kommen.

    Mit einem kleinen Schönheitsfehler: Da sind jetzt statt EINES gleich DREI Stoffe, die man vor dem Hineinsetzen beidseitig fassen und ausbreiten muss. Wind kann da schon mal die eine oder andere Lage umstülpen. Und vielleicht auch noch ein Mückennetz oder Gebims an der Ridgeline im Weg, und im Winterhalbjahr evtl. mit Stirnlampe und dickeren Kleidungsstücken. Also weiter tüfteln.


    Da ich v.a. eigentlich erst mal eine EINFACHE und bequeme Sommerlösung OHNE viel Gefummel wollte, habe ich dann noch einen weiteren Deckenschlafsack (190x140, Isolierung leider nur 1cm, mit einer „fertigen“ Nylon-Hülle) geopfert, unnötige Baumwollstoffbahnen, Reissverschlüsse etc. in stundenlanger Arbeit abgetrennt und abgerissen, und was übrig blieb an die „Audio-Matte“ noch umgenäht und dann vollflächig rangenäht.

    An der Stelle habe ich WIRKLICH nähen gelernt. Jeder Meter Naht wurde im Schnitt zumindest einmal wieder aufgetrennt, bis es am Ende halbwegs passte und kein ungewolltes Hängemattenmaterial, Hemdsärmel, Tischdecken usw. mit eingenäht waren und jede Naht hielt, ohne Schlaufenfussel auf der anderen Seite. Die Nähmaschine habe ich auch 2x entwirrt und die vorletzte Nadel noch zerbrochen. Und für immer und ewig gelernt, warum man lachend gern zwei Euro mehr für guten, gleichmässig gesponnenen Garn ausgeben sollte.

    Aber als alles akzeptabel und dran war, kurz probegelegen, war meine eierlegende Wollmichsau (ELWMS) geboren: der 3x2m-Multifunktions-Gathered-End-3-Season-Thermo-Hängematten-Underquilt-mit-Windschutz-und-asymmetrischer-Winter-UQ-Befestigung. Nun konnten Milch und Honig fließen, und alles für einen Apfel und paar Eier! Allerdings wog die Wolle des alten Deckenschlafsacks eben auch Sau-schwer: Die ELWMS wiegt alleine >1.5kg. Immer noch akzeptabel, aber eben viele doppelte Nylon- (und Baumwoll-) Schichten ohne zusätzlichen Nutzen - Flexibilität und geringe Kosten vor Gewicht eben.

    In der folgenden Nacht entschloss ich mich, die ELWMS als "klassischen UQ" zu testen, also locker unter die eigentliche Träger-HM gehängt, die Isolationschicht in der Mitte "liegend". Ich bin 2:30h von Möwengekreisch aufgewacht, es war 10 Grad kalt, und ich konnte feststellen, dass der 1cm dünne Deckenschlafsack inmitten meiner zwei Sandwich-Hängematten immer noch gute Dienste leistet. Wind kam durch die Sandwichkonstruktion und die hochgezogenen Seitenflappen der überbreiten ELWMS natürlich auch keiner rein bzw. raus.

    In der darauf folgenden Nacht schlief ich zur Abwechslung drinnen. Das heisst, ich schlief nicht wirklich, sondern durchdachte meine nächsten Schritte. Es wurde mir dann noch klar, dass alles viel einfacher und logischer wäre, wenn meine Vorzugs-11ft-HM dauerhaft eine aus besseren (leichteren) Materialien angenähte Isolationsschicht bekäme und ich somit die ELWMS/Audio-HM nur dann ranhängen müsste, wenn wirklich nötig (also nur bei Wind oder in kalten Nächten).

    So kam es dann also doch noch zum eigentlichen Ziel-Projekt der 1kg-11ft-GE-Thermomatte.


    Fazit:

    Ob ich meine mittlerweile auch sehr lieb gewonnene ELWMS aus Gewichts- und Transportgründen jetzt noch mal auftrenne (also als reinen Windschutz oder sogar also reine (Tages-) HM verwende) oder einfach so lasse wie sie ist (also Kunstfaser-Isolations-Extrapack, oder als Zweit-Thermo-HM irgendwo im Sommerhaus?), das überleg ich mir noch. Hängt sicher davon ab, ob ich jemals wieder die Geduld aufbringe, 14m Naht aufzutrennen für einen Apfel und paar Eier…

    Aber wo genäht wird, fallen eben auch Schlaufen!

    Gruss Jörg!

    Nachdem sich die Euphorie etwas gelegt hat, ist mir leider ein klitzekleiner Fehler bei meiner Arbeit aufgefallen. Er ist wirklich winzig und eigentlich nicht der Rede wert. Eigentlich eher ein Feature als ein Fehler. Aber ich würde es Nachahmern empfehlen, dem Beachtung zu schenken:

    Die Kompression der Isolation ist stärker ausgefallen als geplant.

    Ich wollte keinen flatternden Stoff unten haben, so 1..1,5cm wäre super gewesen.

    Aber leider zieht sich der untere Stoff und damit die Isolation etwas straffer als gedacht, wenn ich drinnen liege.

    Liege aber trotzdem mollig warm, der Flies ist für den Zweck sehr gut und komprimiert nicht komplett, nur habe ich eben etwas Spätherbst-Potential verschenkt.

    Ich hatte zunächst an einem andern Prototypen getestet, dann für das vorliegende Material das theoretisch erforderliche Übermass der unteren Stoffwanne ausgerechnet (2x geplante Isolationsdicke 1,5cm an den Rändern und ein halber Kreisumfang für die Wölbung dazu, in summa 6cm mehr Unterstoff in beiden X und Y Richtungen vorgesehen).

    Auch Mess-Toleranzen und Nähverzerrungen bedacht und besser vermieden als beim Prototypen. Mit Stecknadeln und Falzen die "Wannenform" gesichert, und dann sehr sorgfältig genäht, dass nichts mehr schief gehen kann.

    Am Ende auch noch den Flies am Rand durchgesteppt, da der in der Wanne etwas zu stark verrutschen wollte.


    Aber ich Trottel hab wohl die elastische Dehnung des Oberstoffes unterschätzt, oder sagen wir vergessen. Das nächste Mal würde ich also diese noch hinzufügen, oder mindestens 10cm statt 6cm Stoffübermass der unteren "Wanne" wählen.

    Aber trotzdem ist meine Lieblings-Hängematte jetzt noch bequemer und besser geworden, ohne die Einengung eines knappen DD-Underblankets mit seine Gummizügen. Einfach Karabiner einklipsen und reinlegen, sofort verströmt warme Behaglichkeit von unten her.

    Gestern war übrigens ein stürmischer Tag, bei einem normal angeklipsten UQ wäre der Wind mit Sicherheit in die Spalten gefahren. Der war so stark, dass die HM völlig freiwillig schaukelte. Aber von CBS nichts zu spüren - alles blieb mollig.

    Und falls es Nachts mal kälter als 10 Grad (?) wird, kann ich immer noch meinen Daunen-UQ oder meine eierlegende Wollmilchsau drunterhängen.

    (oops, von der muss ich ja auch noch berichten! :rolleyes:)

    Nachtrag: Ich denke, ich könnte im Bereich grösster Bogenstraffung (am @@@@@) ein Grosses Loch oder besser kreuzweise Schlitze aus der "Wanne" rausschneiden und liebevoll vom Hand grosszügig geschnittene Flicken drübernähen. Vielleicht hilft mir meine liebe Frau, muss sich ja jemand dazu reinlegen...)

    Eine dritte Option wäre, die Nähte zumindest an den Fuss-Kopfseiten noch mal aufzutrennen und weiter nach innen (also mit mehr Übermass am Unterstoff) zu legen. Aber ich kann sagen, der Gedanke schmerzt mehr, obwohl das vielleicht die saubere Lösung wäre.

    Frage: kann mir jemand mit der elastischen Dehnung des Ripstop Nylon 70d weiterhelfen? Ich nehme an, das meisste passiert in Längsrichtung?

    (Aber hab mittlerweile schon eine Idee: Ungestreckt einen Kreis oder Messlinie pro Richtung einzeichnen und gestreckt (mit Menschgewicht) nachmessen (Assistent/in), dann weiss ichs ja vielleicht ausreichend genau...)

    Gruss Jörg.

    So, jetzt hab ich meine erste DIY-11ft GE HM erstmal umgenäht. Nämlich zur 1kg-3-Season-Thermomatte. Und was soll ich sagen: Bin begeistert. Kann Mittagsfrost voll verstehen, endlich kein Gefummel mehr, der Wind pfeift nicht mehr dazwischen, kein Verrutschen mehr, und auch was den Unterhaltungswert der innovativ geführten, abwechslungsreichen Nähte angeht!

    Hier erste Bilder.

    Wie man sieht, habe ich nicht an Breite gespart, die Polsterung ist 145x195x2cm (150g/m2), also diagonal fast 2,40m.

    Doch wie es dazu kam ist eigentlich eine lange, ereignisreiche Geschichte, mit jeder Menge Prototypen und Zufallsprodukten, wie zum beispiel einer eierlegenden Wollmilchsau, die ich Euch nicht vorenthalten will. Aber dazu müsste ich erst aus der HM aufstehen und meinen Laptop bemühen, da muss also noch etwas Geduld walten...

    Also bis die Tage,

    Jörg aus dem hohen Norden (liegend, schaukelnd).

    Am besten wäre ein persönlicher Sklave oder jemand, der bis über beide Ohren in Dich verliebt ist. Da beides aber heutzutage eher schwer zu bekommen ist, muß wohl doch eine technische Lösung her.

    Naja das Problem ist ja, dass alle sich immer gestritten haben, wer zuerst darf.

    Also ich lass mir bei der nächsten Gehängeleit was einfallen, und probier das dann gleich aus. Die besten Ideen kommen sowieso beim Schaukeln in Rückenlage (zumindest, wenn man lange genug schaukeln kann, ohne sofort einzupennen). Vielleicht hilft bei der Recherche ja auch der Händiehalter...

    LG Jörg

    Eine Sache will ich übrigens zum gemütlichen Schaukeln mit Hängematten-Youtube noch: den (leicht bedienbaren, oder regelbaren) Schaukelgenerator. Muss aber mit Mückennetz funktionieren. Vielleicht ein Umlenkseil um den Fuss , womit man eine Schwerpunktverlagerung erzeugt, oder ein Gummiseil zum nächsten Baum an der Seite eingehängt oder so. Gibts dazu schon einen Thread?

    Die Plastiktütenidee finde ich ziemlich genial! Werde ich mal ausprobieren. Leichter als ein Hangtimehook und genauso stufenlos verstellbar.

    Ja die Version läuft bei mir momentan auch am besten.

    zwei löcher für den carabiner, damits in Leserichtung bleibt.

    aber vermeide so einen Pfalz unten (wie in meinem Falle) eben damit die stufenlose Verstellung ohne Sichtfeldeinschränkung bestmöglich funzt...

    ;)