Außer man hat Hunger oder die Blase drückt.
...und schon ist das nächste Projekt geboren!
( Muss jetzt der 3D-Drucker her?
)
Außer man hat Hunger oder die Blase drückt.
...und schon ist das nächste Projekt geboren!
( Muss jetzt der 3D-Drucker her?
)
Habe jetzt erst mal in diese Richtung experimentiert:
Das große Kissen war das Lieferkissen mit 250g Inhalt, das kleinere mit 100g.
Zuerst hatte ich eine kleine Menge der ca 80g übrigen Daunen aus dem kleinen in eine Hälfte des großen Kissens verschoben und die andere Hälfte mit Apex-ähnlichem Material gefüllt, um etwas mehr Spannkraft unter mir zu haben.
Dadurch hatte ich gefühlt aber immer noch zu viel Daune im prallen, kleinen Kissen drin, und das große war vom Packmass her auch nicht ideal und weniger anpassbar.
Ausserdem wäre das Projekt viel zu zeitig fertig gewesen, was ich nicht ausgehalten habe.
Also habe ich auch die zweite Hälfte des großen Kissens noch (statt Vlies) mit Daune gefüllt und auch das kleine Kissen "klappbar" versteppt. (Zum Glück ist es mir unnachahmbar schief verrutscht also sehr persönlich!):
Eines von beiden geht unter die Knie, das andere in den Nacken.
Das grosse kann ich natürlich auch anders verwenden, zB als zusätzliche Fussisolation falls erforderlich. Ob ich das große noch schlauchartig antlang der langen Kante verbinde (kleine Knöpfe u. Schlaufen?), zB um festere Dinge wie Socken, Handschuhe o.ä. einschieben zu können, entscheide ich später je nach Nähfieberschüben.
Aber jetzt wird erst mal ausgiebig getestet!
Oh wie schön! Da kommt man richtig ins Träumen!
Ich selber habe meine Erfahrungen mit Maschinennähen wie folgt gemacht:
Die allererste war wohl eine Vorkriegs-Singer mit Fussantrieb von meiner Oma. Ich durfte manchmal treten! Mit 5 Jahren war das wirklich ein tolles Vergnügen, den Umlenkschwung so zu dosieren, dass sie abwechselnd vorwärts und rückwärts lief!!!
Irgendwann bekam ich dann Schelte und durfte nicht mehr alleine ran. Aber die gibts glaube ich auch nicht mehr. So eine hätte ich jetzt gern!
Die zweite war eine DDR-Koffer-Veritas meiner Mutter, Anfang der Achziger hatte sie sich eine zusammengespart. Selber nähen können half damals über so manchen Versorungsengpass hinweg. Sogar Bluejeans konnte man mit der!!! ![]()
Damals war ich noch minderjährig. Ich habe sie einmal eigenmächtig rausgeholt, aufgebaut und mit den eingelegten Fäden solange rumprobiert, bis alles komplett verheddert und festgefahren war. Gab das Ärger!!! Später habe ich mit ihr dann paar einfache Gamaschen genäht - naja, meine Mutter hat sie dann für mich zu Ende gebracht.
Dann habe ich - mittlerweile erwachsen und in Finnland wohnhaft - eine Bootsplane (mit Fenster-PVC) für ein altes SoFa-Glasfaserboot gebraucht, und weil so eine Plane in Einzelanfertigung unsäglich teuer gewesen wäre, habe ich letztlich die Schwiegermutter um ihre Maschine gebeten. Ich glaube es war ne Husqvarna. Hat auch soweit geklappt - alles mit Geradstich, 0,5mm Markisenstoff wars wohl.
Dann hatte ich meiner Tochter (!) zu Weihnachten 2016 eine Singer Tradition 2250 geschenkt. Und mir alles, was ich bisher für meine HMn, das Tarp, diverses Gedöns und den Daunenquilt brauchte, auf dieser Maschine angeeignet. Ein Grossteil des Wissens stammt natürlich aus diesem Forum. ![]()
Mittlerweile habe ich mit den gewonnen Fertigkeiten auch das Lebensende meiner ca. 30 Jahre alten VauDe-Daunenjacke um geschätzte weitere 10 Jahre hinausgeschoben.
Meine Erfahrungen mit der wohl recht einfachen Singer Tradition sind aber vor allem:
Alles was schief ging, lag eher an meiner Unwissenheit. Die Maschine macht (bisher) einfach nur, was man ihr sagt. Etwas langsamer nähen können wäre toll. Der Absenkhebel liegt blöd - man braucht ne dritte Hand oder muss das aufwändig ausgerichtete Stoffstück loslassen, wobei es wieder verrutscht - v.a. wenn man kurze Schlaufen anheften will. Der Oberfaden läuft, je nach Fadenqualität manchmal etwas ruckelig von der Rolle. Aber alles Dinge, die auch die Fingerfertigkeit fördern, und letztlich kein Projekt verhindert haben.
Ich habe auch noch nichts warten oder verstellen müssen, noch nicht mal die Fadenspannung (was aber wieder meiner Unkenntnis geschuldet ist). Natürlich habe ich schon die eine oder andere Mikrotex-Nadel in die ewigen Jagdgründe geschickt, und viele Fadenknäuel in meinen Werken verewigt. Aber sogar die fette Thermomatte und ein halbes Tarp habe ich irgendwie rechts neben der Nadel vorbei geführt bekommen.
Wie gut eine "gute" sein kann, weiss ich einfach nicht. Wenn die Singer mal den Geist aufgibt, werde ich sicher nicht wirklich traurig sein und sofort in eine neue, bessere investieren, und mich natürlich gut beraten lassen. Denn das Nähen (und Reparieren) ist mittlerweile fast zu einem Lifestyle geworden. Gewissermaßen freue ich mich schon darauf!
Wozu braucht man übrigens Displays? Ich kenne nur Wählräder. (???)
Aber kann man mit 100€ (oder weniger) in das Nähhobby einsteigen? Absolut! Trau dich, auch die Großen machen Fehler!![]()
LG Jörg
Ja das wäre auch gut. Auch die kann man notfalls unter die Knie oder in den Nacken schieben... ![]()
Mein nächstes Mini-Projekt soll der Verwertung von ca. 80-90g übrig gebliebener Daune (730er) dienen. Denn nur zwei Hand voll Daune waren für meinen Wärmekragen vonnöten.
Ausserdem warten noch zwei große (250g) und ein kleines (100g) geleertes Lieferkissen aus gutem, daunendichten Material auf Weiterverwertung, wobei noch fast alle Nähte (mit Ausnahme der knappen Handeingriff-Öffnung) intakt sind.
Mir schweben schmale Doppelkammer-Kissen vor, wobei ich eine Kammer mit Daune befülle, ggf. strategisch sinnvoll versteppe(?), und die andere Kammer mit vorr. dünnem Schaumstoff oder KuFa-Flies (alles Restbestände) "in Form" bringe. Beide Kammern einfach aufeinander geklappt und die Enden vernäht oder geknöpft.
Das oder die Kissen könnten dann zB. unter den Knien und im Nacken zum Einsatz kommen.
Die Füllung der Kufa-Seite passe ich in Dicke und Form nach Gefühl und Liegekomfort an, deren Kammer wird wohl Druckknöpfe erhalten, um besser experimentieren zu können. (?)
In den Hohlraum (in der Mitte) kann man auch noch zusätzlich was reinstecken, zB. wenn man das Kissen mal anderswo als in der HM verwenden will und etwas mehr Dicke braucht.
Notfalls kommen auch mal die Hände zum Aufwärmen rein ("Muff"?), aber mal sehen, hab noch nichts ausgemessen, sind erst mal nur blosse Ideen.
Oder eben was GAANZ anderes, was mir noch gar nicht eingefallen ist.
Noch Ideen von Euch, auf die ich mal schauen sollte?
(Übrigens eine Daunenkapuze habe ich schon.)
...oder ist DAS hier eigentlich UP-cycling?
Nochmal EDIT: Find diese Ideen aber echt super, habe mich nur etwas in albernen Wortspielerein verloren.
(Wenn man beim Fahrradfahren die Hand rechts raus hält, dann nennt man das wohl Recycling!!!)
welche Upcycling-Materialien auch immer.
Jetzt bin ich durcheinander gekommen.
Wenn etwas, was erst beim Stehen stützt, plötzlich beim Hängen hilft, wieso nennt man das dann eigentlich UPcycling? ![]()
Danke aber ich hatte schon Material dafür da:
Übrigens Letzte Nacht bei -2Grad:
Der Kragen macht den Topquilt überhaupt erst mal zum "Wärmenden" Topquilt. Ohne Kragen musste man ständig nachbessern oder zu halten, dass nicht schon beim Heben und Senken des Zwerchfells zum Atmen ständig Luft rein und raus strömt. Kaum schlief man mal ein, wachte man leicht frierend wieder auf. Jetzt ist das komplett gelöst und der Quilt wärmt wie geplant bis in den Minusbereich.
Und hier die Kopfbedeckung für kalte Nächte (diese allerdings nicht DiAiWai sondern VauDe):
Heute habe ich endlich geschafft, noch einen schönen, flauschigen Kragen anzunähen und zu befüllen.
Das Anheften an den Umlenkpunkten (damit der Kragen nicht unkontrolliert herausquilt) hat auch gut ohne durchzusteppen geklappt.
Seeeehr kuschelig!!! ![]()
![]()
Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein schöner großer Netzbeutel...
haben "normale" Eckaufhängungen, oder?
Cumulus hat per se reichlich Schlaufen, in die man sich einklinken kann, zB extra Kordelspanner im Enden- und zusätzlich im Wadenbereich oder Brustbereich (oder sogar Mittenbereich) zur Ridgeline hin möglich. Auch an den Enden kann man das Teil natürlich hoch UND längs binden. Also mehr als "nur" 4-Punkt-Aufhängung.
Und man kann natürlich Stoffreste annähen, prinzipiell sogar symmetrisch-doppelt also Symmicumulooki!
Wenn (im Karabiner) frei umlaufende Längskordeln, je nachdem, wie man die schnippelt, und ggf auch die Enden umlaufend hoch bindet, kann man den UQ auch nachts theoretisch rüber ziehen, ohne, dass man wirklich aussteigen und viel nachstellen muss. Aber dann sitzt man zumindest, um das Fussteil zu erreichen, und ist definitiv hellwach (oder man fällt im Halbschlaf raus).
Wenn man die Richtung wechseln können will, halte ich das von der UQ-Seife her für eine sehr flexible Lösung, brauchte es aber selber letztlich nie wirklich.
Eines fand ich schwierig: Bei einer Jungle-HM mit einseitigem RVS (zB Hennessy) ist es nicht leicht, das Fussteil zu justieren, falls nötig. Bei einem separaten Bugnet (oder mit 2.RVS) geht das aber gut.
Wenn deine Frau die Richtung nicht mehr wechseln will, dann geht natürlich auch ein Wooki. Der Cumulus aber auch, wenn man erst mal alles durchgetestet und konfiguriert hat. Ist ja auch ein sehr wichtiger Teil dieses Hobbies, finde ich...
Selbst überzeugte Wookibesitzer testen und whippen neu...
... es war wie so oft: gelegen habe ich gut, geschlafen aber wenig...
Aber 5 Grad wärmer wirds schon - diesmal hing das Thermometer im Brustbereich knapp unterhalb der Ridgeline, also innerhalb des Bugnets, aber auf Kantenhöhe der Seitenwände der Socke.
Bei hochgezogenen Seitenwänden wars etwas weniger kühl im Gesicht aber eher minimal. Wind bläst auf meiner verglasten Terasse ja keiner. Jedenfalls kein kalter.
Probleme mit kondensierender Feuchtigkeit habe ich auch erst mal keine zu vermelden. (Das war schlimmer ohne Bugnet/Socke: Atemfeuchte im Brustbereich des Topquilt bei vergleichberen Aussenbedingungen - mehr Taufeuchte wenn offen?).
So gesehen passt erst mal alles.
Gruß Jörg.
... noch bissel nachgebessert: Hochzieh-Schlaufen in alle vier Ecken, angepasste Gummikordeln in den Endbünden und noch ein verstellbarer, aushängbarer Kordelzug zur Ridgeline direkt über dem Kopf. Nun hängt alles obenrum straff und untenrum locker...
Heute Nacht werd ich mal wieder draussen schlafen und testen. Werd natürlich auch das Thermometer im Auge (bzw. in der Socke) behalten.
(Meine Aussicht ist da nicht ganz so schön wie bei Infrastellar, aber wat mut dat mut, nützt ja nix...
)
Grossartig, so muss man die Silvesternacht zubringen!
(Niedere Tatra?
Wie kalt?
Zehen erfroren?)
Natürlich ist das die Wärme von mir selbst. Noch näher am Kopf wäre es noch wärmer. Da wo ich gemessen habe (an der HM-Kante), wäre sonst aber die warme Luft komplett "weg" also aufgestiegen oder weggeblasen. So entsteht eine Glocke halbwegs angewärmter Luft unter den Stoffbahnen bzw. innerhalb des Bugnets.
Aber du hast vollkommen Recht, ich müsste viel mehr und vergleichende Messungen vornehmen, um den genauen Effekt zu erhalten. Bis dahin begnüge ich mich erst mal mit der angenehmen Einbildung, dass ich alles gut und richtig gemacht habe. ![]()
Sieht sehr gut aus, so auf die Ferne. Und da du volle Stoffbreite verwenden konntest, schmiegt sich deiner sicher noch besser an den Körper an als meiner. Ich hab ja mit paar schmalen Dreiecken "geschummelt".
Wenn du nur den Spalt auf der lockeren Seite unter den Beinen geschlossen bekommen hast, ohne Gummikordeln zur Ridgeline, hast du definitiv was erreicht. Und das Gewicht und Packvolumen ist ja auch nicht mehr geworden oder?
Danke für den Bericht, schön geworden!
Aber Spaß beiseite, ich finde eigentlich alle o.g. Ideen gut und ausbaubar. Plastik-Minihaken (Glove hooks) gehen als Sollbruchstelle oder zur HM-Verbindung sicher auch... Die Leuchtbänder finde ich aber allgemein auch interessant.
Warbonnet's Lösung ist vermutlich sicher und ausgereift. Schließlich haben die direkt Schaden, wenn einem Kunden was passiert. Und machen sich offenbar Gedanken zu dem Thema.
Hammock Fairy ich habe mich hin und wieder gefragt, was die Reissverschlüsse wiegen, ob ich das bei meinen DIY-Projekten auch mal probieren sollte. Eine 12ft habe ich ja noch zu verarzten und auch meine Golden Kate. (Wobei das leicht einen eigenen Faden füllen könnte, also dann schnell wieder zurück zur Wooki-Sicherheit...)
Edit: Sind das 3,2m RVS pro Komponente also 80-90g? Das wäre ja eigentlich zu verkraften... Plus natürlich jedes Gegenstück des RVS, also am Mückenschutz oder am UQP...
Allgemeiner Hinweis zur Hängematten- und Wooki-Sicherheit v.a. in den USA:
Niemals kleine Kinder damit alleine lassen!
Die könnten das Zeug schließlich aus Versehen verschlucken...
So sieht's momentan von innen aus, noch etwas verbesserungswürdig:
Ich mach grad ein Mittagspäuschen. Draussen schneits bei 0Grad, innerhalb der Glasterasse sinds 3 Grad. Innerhalb meiner Bugnet-Socke an der Hängemattenkante knapp oberhalb des Kopfes messe ich gerade 11Grad. Celsius selbstverständlich. Da spart die Socke schon mal die Mütze! ![]()
...hab jetzt erst mal eine günstige 3x2m "double" gekauft, also ähnlich der, die ich letzten Herbst zur Golden Kate Brücken-HM umverwendet habe.
(Warum gekauft und nicht genäht: Weil ExTex gerade Ferien hat. Und ich auch. )
Die ist breit genug, dass man sie erst mal ohne viel Federlesen in mein Bugnet als zusätzlichen Windschutz reinhängen kann, siehe Bilder.
Habe mittig Schlaufen angenäht, damit ich die breiten Stoffüberhänge gut kurz- und hochbinden kann. Die Endenschlaufen habe ich etwas aufgedröselt und etwas längere Dogbones durchgeführt, sicher nähe ich in alle vier Ecken auch noch kleine Schlaufen an. Da kann ich die leicht an die Ridgeline hochbinden und alles ist ringsum schön umschlossen (ohne den UQ zu komprimieren). Oberhalb bleibt ein ca. 10-30cm breiter Lüftungsschlitz über die ganze Länge, je nachdem, wie ich das gestalte. Der Stoff selber (Fallschirmseide?) ist relativ durchlässig aber zusammen mit dem Bugnet dürfte das schon etwas bringen. Wieviel Kondensation? Muss ich noch ausprobieren. Aber bei feuchtkaltem, windarmen Wetter werde ich die Seiten eher unten (also offen) lassen.
Alles in allem scheint diese Lösung gut den Bedingungen anpassbar, hab mein Bugnet noch nicht verändern wollen, und im Prinzip kann ich die Double sogar noch als normale HM gebrauchen. Mit halt etwas mehr Gewicht. Mal sehen, wie sich das so macht.
Falls wer Erfahrungen mit Winterhängen bzw. mit Socken (v.a. Materialien und Schnitt) gemacht hat, bitte bereichert mich, ich bin da noch recht unbedarft. Bevor ich da eine entgültige Lösung vernähe, brauche ich sicher noch mehr Erfahrungswerte...