Sehr fein geworden und schön leicht!
Stell Bilder ein, wenn du alles an der HM hast, die Aufhängung interessiert mich!
Sehr fein geworden und schön leicht!
Stell Bilder ein, wenn du alles an der HM hast, die Aufhängung interessiert mich!
Hatte meine mal gemessen:
Retki Luftkissen 77g
Gr. Daunenkissen 77g
Kl. Daunenkissen 37g
Gr. Styropur-Nackenkissen 42g
Kl. Styropur-Nackenkissen 35g
(Styropor bedeutet hier: Kügelchen. Ob die wirklich aus Styropor sind, habe ich nicht nachgeprüft.)
Ich hatte irgendwann ein mit Kügelchen gefülltes Nackenkissen halbiert, noch etwas Füllung abgelassen, jetzt habe ich eines pro Hängematte, das ich auch noch anpassen kann.
An mein DIY-Winter-Daunen-Topquilt habe ich außerdem noch aus Daunenresten und den Lieferkissen ein kleines Nackenkissen (und auch ein Unterknie-Kissen!) angefertigt und rangeklipst.
Aber auch eine Daunenjacke oder Wollsocken oder sogar nur die Kapuze der Daunenjacke reicht für eine leichte Nackenstütze meist schon.
(Für unter die Knie nehme ich auch sehr gerne ein mit ein, zwei Lungenvolumen also ganz leicht aufgeblasenes Reisekissen, das passt sich dann super der Form an, ohne zu drücken. Im Nacken auch machbar aber ggf. nicht sooo kuschelig wie die anderen Alternativen .)
Weniger ist in der HM jedenfalls oft mehr, aber ganz ohne schlafe ich auch nicht gut...
Wow, so möchte ich auch nähen können!
Kommt alles mit der Erfahrung...![]()
Heute von meinem limettengrünen, fast-nichts-wiegenden, 12-Fuss-langen, hexagonalen Regendach geträumt. Das ich allerdings, wenn es ankommt, noch zusammennähen muss. In der Hängematte liegend, leicht schaukelnd...
Eine Weisheit, die ich glaub ich bei Mittagsfrost aufgeschnappt habe (und die ganz offenbar vom Selbermach-Ratgeber des Deutschen Museum-Direktor München übernommen wurde): Wer selber tut und repariert, bekommt vor allem Respekt vorm Handwerk und auch ein bissel ein Gefühl, was die Welt im innersten zusammenhält. (In diesem Falle hängt alles an Mückengaze und einem dünnen Faden...)
Also bei deinen Tarps, ein UQ schaffst du auch. Die Freude lass dir nicht nehmen! ![]()
Der versprochene Bericht:
Letzte Nacht hatte ich wie angekündigt 3 Grad, es wurde in der Nacht auch windig und feucht. Also jenseits von Idealbedingungen.
Gefroren habe ich nicht, es war beim Aufwachen am morgen mollig warm, was die 0Grad-Annahne (ohne Wind) also durchaus plausibel erscheinen lässt.
Hatte zugegeben noch eine Art UQ-Protector (eine breite HM) und auch sonstige 3 Grad angemessene Kleidung an (Mütze, Fleece und leichte Jacke). Was bei solchen Bedingungen unterwegs durchaus vernünftig wäre. Und hatte auch sicherheitshalber den Taiga250 noch gegen meinen breiten DIY-Topquilt getauscht (damits nicht daran gelegen hätte, bei Wind kommt ein schmaler TQ ja auch schnell an bzw. über die Grenzen).
Also alles gut!
Naja ich weiß nicht, ist schon viel Arbeit. Wenn man das bedenkt, ist so ein Wooki wirklich günstig. (Natürlich nicht so schön wie meiner! :))
Aber vielleicht fühlst du dich ja ermutigt, es auch zu probieren? In deinem Keller steht doch bestimmt auch eine Nähmaschine?
Meine nächste Herausforderung könnte ja auch mal ein Messer sein. Hast du dazu eine gute Projektvorstellung irgendwo?
... und für den Notfall noch zwei 2 m lange Dogbones aus Dyneema! Sie wiegen fast nichts, können Dir aber bei zu dicken Bäumen doch noch das Hängen ermöglichen.
Wieder ein guter Grund, was feines zu spleissen! Ich weiss nicht, wie es Euch geht, aber wenn ich nach so einem blöden Arbeitstag runter kommen muss, ist so ein nettes kleines Spleissprojekt genau das richtige. Ich finde, jeder sollte in seinem Kühlschrank immer einen kleinen Vorrat Dyneema haben...
Wir sollten uns mal unterhalten ... du machst einen UQ für mich und ich mache ein Messer für dich
Oh Danke für die Blumen. Naja, hat sicher ähnlich Spaß gemacht wie dir das Schleifen und Einpassen. (Woraus ist der Griff?)
Also so ein Messerchen wäre schon auch ne feinen Sache, aber ich muss meiner Familie jetzt für ne Weile Nähmaschinenruhe gönnen... ![]()
Jep, ich auch.
Noch mal zur Farbwahl: Da ich mit meinem Equipment regelmäßig das Interesse von Eichhörnchen und anderem Getier wecke, bin ich schon froh, dass der UQ gut im Bugnet "geschützt" ist. Vielleicht hätte ich ihn doch lieber schwarz-gelb anfertigen sollen? ![]()
Meine Biene-Maja-Hose wirkt übrigens! Neulich, als ich einkaufen war, hat sich so ein Kurzbeindackel gesträubt, an mir vorbei zu laufen, er hatte vor meiner Hose Angst!
(Nicht auszudenken, was passierte, wenn ich mein Hummelkostüm auf dem Weg zum Lidl anzöge!!!)
Aller guten Dinge sind Zwölf:
(bei Hängematten sowieso!)
Zunähen, Wärmekragen ran, aufschütteln und testen:
Diese infernale Wärme kann man schon von weitem sehen, oder?
Der Wärmekragen ist (etwas unbeabsichtigt) auf der Seite gelandet, da in Normalrichtung zur Diagonalen und zu den Kanälen. Also erst mal mit einem ausprobieren, den zweiten nähe ich später noch an. Dann mach ich auch nicht den Fehler, den Kragen-Schlauch zu HINTERfüllen (und wieder leersaugen zu müssen).
Ich bin SEHR zufrieden, wie alles geworden ist. Der Loft bei 230g Füllung übertrifft meine Erwartungen. Der Differenzialschnitt (auch in Längsrichtung) hat sich auf jeden Fall gelohnt, der Loft am Hintern ist vermutlich genau so gut wie der meines viel teureren und schwereren Selva600 (da dort der Bausch am H. etwas zusammengedrückt wird).
Fertiggewicht 475g zzgl. Aufhängungsgummis.
Apropos Aufhängung:
Hab noch etwas experiment,
mir gefällt bei dieser Stoffaufhängung noch nicht ganz, dass die Spannung und Passform von der nichtlinearen Federkraft der recht kurzen Gummis und noch weiteren Faktoren abhängig sind. Ist also doch immer etwas Fummelei, wenn sich mal was am System verändert.
Also hab ich mal das hier getestet, eine 2l- Flasche passt von der Gewichtskraft her perfekt:
Jetzt kann ich mich drehen und wenden wie ich will, die Spannkraft bleibt (auf der Erde) gleich.
Sicher werde ich mir dafür noch ein kleines Säckchen nähen, da kann man unterwegs alternativ auch einen 2kg-Stein rein tun. Oder den leeren Rucksack ran geht sicher auch.
So, der nächste Pflichttermin im Wald ist auf dem Plan. (Alex?)
Elfter Schritt:
Befüllen.
Dank Corona gibts zum Hobby jetzt immer ausreichend Papier-Daunen-Wiegebeutel, elektrostatisch neutral, leicht zu tarieren, aufzuhängen wie hinzustellen, und passt ungefähr ein Kammervolumen hinein. Und zwei Hände zum Schneeballformen der Daune für leichtes Einfüllen. Empfehlung!
Die umherfliegenden Daunen natürlich immer gleich mit dem Banküberfallstrump aufgesaugt und der jeweiligen Kammer zugegeben, sodass die Wägemengen auf weniger als 0.5g genau sein sollten.
Vorher wollte ich noch den Boden saugen, hat aber auch dieses Jahr wieder nicht geklappt. Naja, bin ja tierlieb, auch zu ganz kleinen (ausser Mücken), sollen die es auch schön warm haben.
Da sind jetzt ungefähr 202g (Daune) drin, den Rest will ich erstmal für Wärmekragen aufsparen, dann evtl. noch nachfüllen.
Ist noch nicht aufgeschüttelt, sind also sicher noch einzelne "Schneebälle" darunter - mit meiner Erfahrung vom DIY-Topquilt gehe ich aber von gutem Overfill aus...
Eben. ![]()
Habe mir überlegt, das fertige Produkt auch dementsprechend zu benennen.
Wie wärs mit Fruchtquilt? Oder Waldflufft? Bee(ä)renschmaus? Vita-Burrito?
Zehnter Schritt:
Aussen angenäht (Doppelnaht) und zum Abtropfen und Ausstopfen aufgehängt:
Die Hülle wiegt jetzt ohne Aufhängung 223g, aber wie gesagt, vielleicht verlängere ich das noch etwas.
Neunter Schritt:
Probehängen und nochmal prüfen:
Alles paletti.
Die Ränder anheften, immer schön prüfen und mit schottischen oder deutschen Präzisionsklebestreifen interpolieren, dabei immer den Aussenstoff etwas Hochzupfen, um die entspannte Mittenlage zu ertasten:
Fertig zum Vernähen.
Es werden dabei noch zahlreiche Verjüngungsfalten (!) live gelegt werden müssen, das vorher genau auszumessen und vorher einzufassen, scheint mir unmöglich. Daher ist viel Mittelung während des Heft- und Näh-Durchganges erforderlich, der Stoff verrutscht sicher auch dabei. Mal sehen...