Beiträge von Hammock Fairy

    Der Hinweis mit dem Garantieanspruch richtete sich auch eher an Nachbauer. Bei mir melden sich leider immer wieder Kunden, die mit dem Hinweis auf die Garantie ihre kaputten Reißverschlüsse repariert oder gleich die ganze Hängematte ersetzt haben wollen. Deshalb müssten solche Mod-Empfehlungen eigentlich immer mit ein Warnhinweis gepostet werden. "Bei Risiken und Nebenwirkungen ..."

    Ich verstehe auch nicht warum der Gerät so schmal gemacht wurde.

    Weil es vermutlich schwerer wird, die Seiten am hochziehen zu hindern, je breiter die Liegefläche wird. Mit zunehmender Breite wird die Isomatte immer stärker belastet. Es gab hier schon Berichte von delaminierten Isomatten in Brücken- und 90°-Hängematten. Und ich vermute, dass die Belastung bei diesem Design noch höher ist.

    Zu Hause habe ich viele Hängematten, die ich auch gerne nutze. Allerdings verbringe ich doch geschätzt 90% aller Nächte in meiner 70D Heavyweight Double Layer XLC / Eldorado von Warbonnet, einfach weil sie für mich dauerhaft am bequemsten ist. Mit Wooki und gekoppeltem Underquilt Protector muss ich nicht mehr aufpassen, wohin ich mich setze. Da eigentlich immer ein Netz oder ein Topcover installiert ist, kann ich nicht über das Ziel hinaus schießen und eine Rolle rückwärts machen. Gleichzeitig mag ich die "Schlafhöhle" die durch den Schnitt des Netzes bzw. des Topcovers entsteht. Falsch liegen ist fast nicht möglich. Außerdem liege ich in den GE Hängematten von Warbonnet flacher als in jeder anderen GE Campinghängematte.

    Zum Wandern verwende ich aber immer noch eine 70D Single Layer Blackbird. Die ist nicht ganz so bequem wie die 70D Heavyweight DL XLC / Eldorado - aber doch deutlich bequemer als alle anderen GE Campinghängematten die ich ausprobiert habe. Weil sie nur eine Lage hat, und 30 cm kürzer ist, spare ich aber Gewicht. Beim draußen schlafen sind mir dann auch Features wie die Ablage oder die hoch angesetzten Tie-Outs wichtig.

    Ich weiß ehrlich nicht, für welche von beiden Hängematten ich mich entscheiden würde, wenn ich nur eine behalten dürfte. Vermutlich würde ich mir dann einen Klon nähen, der die Vorteile beider Modelle vereint.

    Bei einer längeren Hängematte müsste dann ja auch das Pad länger sein. Das aktuelle Pad ist quasi Normgrösse mit 198/60 und sie können das bei x verschiedenen China-Herstellern günstig bekommen und müssen nur das Logo draufdrucken lassen.

    Dabei müsste das Pad vermutlich gar nicht grösser sein. Etwas mehr Raum am Kopf und Fuss würde vermutlich reichen. Dabei müsste nur sichergestellt werden, dass das Pad nicht verrutscht.

    Doch, die Isomatte muss größer sein. Wenn du nur den Boden länger und breiter machst, wird der einfach nach oben gezogen. Das ist das gleiche Problem wie bei der Draumr. Deshalb hat es so lange gedauert, bis sie eine XL Variante auf den Markt gebracht haben. Sie mussten erst eine XL Luftmatratze herstellen lassen. Die Alternative wären Streben. Aber dann wird es schwerer und unhandlicher.

    Ich kann in meiner TTTM auch nicht wirklich gut diagonal liegen, weil der Stoff vergleichsweise dehnbar ist. Dadurch sinkt man tiefer ein, und die Seiten werden höher gezogen. In einer weniger dehnbaren Matte bleibt die Liegefläche ebener. Die kurze Länge verschärft das Problem im Übrigen.

    Der "Overfill", der standardmäßig eingefüllt wird, beträgt also nicht 10%, sondern satte 30%. Logisch weitergefolgert müsste man bei zusätzlicher Überfüllung also vom Over-Overfill sprechen. Oder man lässt - mein Vorschlag - diesen Begriff einfach weg und nennt Füllgewicht und Qualität der Daunen als maßgebliche Orientierungsgrößen.

    Klar könnten die Hersteller statt "Overfill" auch "Over-Overfill" anbieten. Das würde dann für noch mehr Verwirrung sorgen. Auch das Füllgewicht und die Qualität der Daunen sind ohne das zu füllende Volumen wenig aussagekräftig. Ansonsten wäre ein Vergleich von Quilts verschiedener Hersteller nicht so schwierig.

    Ich habe bei meinem dicksten Daunenschlafsack (750 g 850er Daune) etwa 8 cm breite Stege verarbeitet und glaube mit den effektiv 6 cm Kammerhöhe gut gefahren zu sein.

    6 cm sind knapp 2.4" - bei Warbonnet wäre die Einstufung ca. 20°F bzw. -6°C. Dazu hast du ja ein geschlossenes Schlafsackdesign, wenn ich mich richtig erinnere, was für eine bessere Isolierung sorgt. Bei den Temperaturen in unseren Breiten ist das für normalwarme Schläfer sicherlich ausreichend.

    Meiner Erfahrung nach ist die Isolierung von oben auch weniger kritisch als von unten. Ich habe mir mal einen 15°F / -9°C Schlafsack geholt, weil ich so schnell friere. Aber den habe ich wieder verkauft, weil er mir tatsächlich zu warm war. Ich konnte ihn erst ab Temperaturen von 0°C verwenden ohne zu überhitzen. Bei Underquilts brauche ich aber mindestens 10°F. Da reicht mir eine Kammerhöhe von 6 cm definitiv nicht mehr.

    Sollte denn ein Luftpolster unter dem Po sein, wenn ja wie viel?

    Nein. Jede Luftblase muss aufgewärmt werden, und die Luft muss warm gehalten werden. Leider gibt es nicht nur Blasen, sondern auch jede Menge Kanäle, so dass die Wärme ständig abfließt. Wer erzählt, dass zwischen Hängematte und Underquilt immer Abstand sein muss, hat das Prinzip nicht verstanden. Selbst bei Schlafsäcken wird empfohlen, so wenig Luft wie möglich zu lassen - und ein geschlossener Schlafsack ist deutlich dichter als ein Underquilt.

    Warum? Ich spanne nur die sich diagonal gegenüberliegenden Ecken fester, die den Quilt in die Richtung drehen, in die ich liegen möchte. Die beiden anderen Ecken bleiben ein ganzes Stück weniger gespannt. Damit lässt sich der Druck auf Kopf und Füsse ganz gut im Rahmen halten.

    Das habe ich natürlich auch gemacht. Aber je kälter es wird, und je empfindlicher man ist, desto spürbarer werden verbleibende Löcher. Und je fester die Aufhängung gespannt wird, desto kleiner werden die Löcher. Trotzdem bleiben immer Löcher. Lediglich die Größe und Position ändern sich, je nach Einstellung.

    Wer wie im Thread "Hängemattenisolierung Indoor?" beschrieben drinnen zum Teil gar keine Isolierung von unten braucht, wird wohl ein paar Luftblasen unter dem Hintern kaum spüren. Insofern sind die von mir beschriebenen Probleme auch ein wenig von der Kälteempfindlichkeit abhängig. Aber auch bei weitem nicht so empfindliche Leute wie ich empfinden den Druck an Kopf und Füßen als unangenehm. Egal wie toll der Quilt eingestellt ist. Wobei selbst mir das Ausmaß des Drucks erst so richtig bewusst geworden ist, als ich das erste mal einen Wooki unter mir hängen hatte.

    Hin mir unsicher ob ich unter dem Po zuviel Luft zwischen HM und UQ habe.


    Was könnte ich dagegen machen?

    Und damit hast du auch gleich das Hauptproblem von Underquilts mit Eckenaufhängung identifiziert. Man kann viel dagegen machen, aber man handelt sich im Gegenzug immer Probleme an anderen Stellen ein.

    Fix 1: Den Underquilt stärker spannen. Falls die Spannkordel durch einen Tunnelzug laufen ist es wichtig, zu verhindern dass er in sich zusammenrutscht - der sogenannte "Akkordeoneffekt". Durch die stärkere Spannung wird der ganze Quilt fester gegen die Hängematte gezogen. Das Luftloch unterm Allerwertesten wird etwas kleiner, aber je fester man den Quilt spannt, desto weniger dreht er sich mit dem Schläfer in die Diagonale, und desto unangenehmer werden die Druckpunkte an Kopf und Füßen.

    Fix 2: Eine Clew anbringen. Das sorgt dafür, dass der Quilt genauso schön angedrückt wird wie ein Wooki. Wenn der Quilt allerdings schmaler als 140 cm ist, ragen Kopf und Füße über die Isolierung hinaus. Denn mit so vielen Kordeln dreht sich der Underquilt nicht mehr mit.

    Fix 3: Bring statt einer kompletten Clew nur eine weitere Gummikordel in der Mitte an. Damit werden aus einem großen Luftloch zwei kleinere Luftlöcher. Aber man braucht weniger Spannung, und der Quilt dreht sich noch einigermaßen mit.

    Fix 4: Die Spannung der Aufhängung nach oben leiten, z.B. mit Hilfe einer Triangle Thingie-Konstruktion. Auch damit bleibt immer noch etwas Leerraum unterm Po, aber der Druck auf Kopf und Füße ist etwas erträglicher. Ich habe statt Triangle Thingies simple Mini Biner verwendet. Aber man kann die Kordel auch einfach mit Hilfe einer Schlaufe über der Ridgeline zusammen halten.

    Fix 5: Häng 2 Underquilts untereinander. Der untere Underquilt sorgt für den Andruck - der obere Underquilt füllt die Löcher einigermaßen gut aus. Bis ich auf Wookis umgestiegen bin, war das meine bevorzugte Lösung für zu Hause. Unterwegs ist das natürlich zu schwer und zu voluminös (im Rucksack). Und billig ist es natürlich auch nicht.

    Fix 6: Bring seitliche Kordel an, und führe sie über die Ridgeline. Das zieht den Underquilt ganz gut gegen die Hängematte - macht aber das Ein- und Aussteigen zu einem Houdini-Akt.

    Fix 7: Näh den Underquilt im Wookistil auf einen Trägerstoff auf - oder gleich an die Hängematte. Das ist aufwändig, das Ergebnis ist schwerer als nötig, aber das Loch unterm Popo ist weg :)

    Mit Cumulus kenne ich mich nicht aus, aber alle Hersteller von denen ich Quilts besitze oder besessen habe verwenden selbstverständlich unterschiedliche Kammerhöhen - immer abhängig vom gewünschten Temperaturbereich. Leider wird die Kammerhöhe nicht immer angegeben, und meistens muss man zumindest danach suchen. Warbonnet gibt nur für die Diamondbacks die Kammerhöhe an - und das auch nur im Spec Chart. Hammock Gear hat die Kammerhöhe mal angegeben, aber ich finde sie nicht mehr. Ripstopbytheroll und Dutch verkaufen beide vorgeschnittene Netzstreifen für unterschiedlich hohe Kammern.

    Die Füllmenge berechnet sich aus dem zu befüllenden Volumen und der Bauschkraft der Daune. Irgendwo gibt (gab?) es dafür auch einen Rechner auf HammockForums. Allerdings überfüllen alle Hersteller die Kammern zu einem bestimmten Grad (ich meine mich zu erinnern 10%) um zu einfaches Verrutschen zu verhindern. Mehr Daune isoliert natürlich auch etwas besser. Aber um die volle Isolierung zu bieten, muss sie maximal gebauscht sein. Je mehr Daune in eine Kammer gestopft wird, desto weniger kann sie bauschen. Deshalb wird der Quilt irgendwann nicht mehr wärmer, wenn man noch mehr Daune rein quetscht.

    Wo habe ich denn das geschrieben?😳 ich lese nur etwas von Gurten, Bandschlingen und Prusik Knoten.......

    Wenn ich in einem Thread in dem es um die "Optimierung der Aufhängung" geht poste "mein Wanderkumpel hängt seine Hängematte mit Paracord auf.

    Jetzt ist es an mir zu fragen, wo ich geschrieben habe, dass du Paracord benutzt oder empfiehlst?

    Deshalb geht man raus und probiert es aus! Davon lebt ein Forum wie dieses hauptsächlich oder?!

    Nur alles aus Tabellen oder YouTube Videos zu erfahren ist mir persönlich zu wenig.

    Wie soll man sonst auch rausbekommen ob es funktioniert und gut ist oder nicht?

    Wenn im Forum empfohlen wird, sich nicht an einen Baum zu hängen wenn über der Hängematte ein fetter, toter Ast hängt, muss man das dann auch grundsätzlich erst mal ausprobieren, um herauszufinden ob der Ratschlag sinnvoll ist? Es ging nicht darum, ob Whoopie Slings, Klemmschnallen oder Schlaufengurte das beste Aufhängesystem sind, sondern um Sicherheitsbedenken auf Grund der wirkenden Kräfte. Es ging mir nie um die Art der Aufhängung, sondern um die Spannung. Deshalb auch meine ursprüngliche Frage:

    Wie eine Slackline?? =O

    Die du mit

    Ja genau..... es ist ein dicker Baum und ein starker Balken am Haus. Hält wohl super 👍

    beantwortet hast. Sonst wäre die Diskussion in eine andere Richtung gegangen.


    Im Interesse aller Beteiligten (Hänger, Baum bzw. Bäume und ggf. Umstehende) würde ich immer die Regel anwenden: so viel Spannung wie nötig, so wenig Spannung wie möglich.