Beiträge von Hammock Fairy

    Und wenn zwei D Angaben da sind nehme ich an, es handelt sich um D quer und D längs. Korrekt?

    Ist der erste Wert dann längs oder quer?

    Nein, das sind die Hybrid-Stoffe von Ripstop by the Roll. Der höhere D-Wert gilt für die Ripstopfäden; der niedrigere D-Wert gilt für die Fäden aus denen der Rest des Stoffes gewebt ist. Den Effekt den diese Mischung auf mich hat beschreibe ich jetzt mal nicht, damit jeder Tester sich sein eigenes Urteil bilden kann.

    Hatte im Netz und hier so einiges gelesen. Ich weiß jetzt, das eine HM auf jeden Fall >3m, besser 3,30m, lang sein sollte. Die normale Stoffbreite von <1,50m ist nicht ausreichend. 1,60-1,80m nach dem Umsäumen sollten es sein.

    Es gibt keine in Stein gemeißelten Regeln. Ob 150 cm Stoffbreite ausreichend sind, hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. der Länge der Hängematte, dem Aufhängewinkel, der Dehnung, dem Schnitt vom Netz und dem Nutzer ab. Die sind aber alle nicht Bestandteil des Tests.

    Du machst es zu kompliziert. Es geht in erster Linie um die Dehnung, und die wird von zwei Faktoren bestimmt: Denier und Webdichte. Je höher die D, desto weniger dehnt sich der Nylonstoff. Je schwerer (also je größer die oz/sqy), desto dichter ist er gewebt, also desto mehr Fäden tragen das Gewicht, und desto weniger dehnt sich der Stoff.

    Nutzergewicht hat eventuell etwas mit dem Empfinden zu tun, ob mehr oder weniger Dehnung angenehmer ist - ist aber höchst subjektiv. Letztendlich kann dir niemand sagen, welchen Stoff du maximal bequem finden wirst, ohne dass du zumindest einen Stoff nennen kannst, der für dich bequem war, und einen, der für dich unbequem war. Das wird sich auch mit einer Datenbank nicht ändern.

    Für mich sind Aussagen a la "Ich fand den Stoff, die Matte dufte, ist genau richtig in der Dehnung" schwer einzuordnen. Dazu fehlt mir wohl die Erfahrung. Einfacher zu verstehen wäre z.B., "das Stoff xy ein leichter, aber sehr dehnbarer Stoff ist und ideal für den Nutzer unter 75kg der gern etwas mehr Geld ausgibt um eine sehr leichte Matte zu haben. Nachteilig ist die fehlende DWR und das keine USB-Buchse nachgerüstet werden kann."


    Das wären dann mehr Fakten und weniger subjektive Einschätzung.

    Es würde mich sehr wundern, wenn so etwas bei dem Test herauskommen würde. Ich erwarte, dass die Stoffe nach Dehnbarkeit gruppiert werden. Nutzer A wird sagen "ich habe herausgefunden, dass ich feste Stoffe mag. Stoff 5 war für mich am bequemsten. Stoff 1 am unbequemsten. Stoff 7 war OK, aber nicht toll." Nutzer B wird vielleicht mehr Dehnung brauchen, und die Stoffe anders einstufen. Wenn genügend Nutzer das machen, kannst du dich selbst einordnen, sofern du einige der Stoffe ausprobiert hast.

    Buchhaltung/Steuerklärung ist nicht mit drin, Beratung auch nicht.


    Reine Nähzeit inkl. Zuschnitt sind 2 Stunden.

    Dann ist der reale Stundenlohn deutlich niedriger. Ich bin mittlerweile auch der Meinung, dass man seine Arbeitsbedingungen nicht an den schlechtesten Jobs messen sollte. Es kann doch nicht das Ziel sein, gerade mal so eben über die Runden zu kommen. Und es ging ja gerade auch darum, Ausrüstung von vergleichbarer Qualität wie die Amerikaner zu einem ähnlichen Preis in Europa herzustellen bzw. herstellen zu lassen. Die Erfahrung und das Wissen, das man für die Herstellung von guter Ausrüstung braucht, sowie qualitativ hochwertige Beratung sollten auch ein akzeptables Einkommen Wert sein.

    Bei 3 Stunden Arbeit ergeben sich 13,30 € Nettostundenlohn.

    Das ist aber nur die reine Arbeitszeit für das Nähen des Quilts. Oder hast du die Zeit die du mit der Materialbeschaffung, der Steuererklärung, Verpackung und Versand, Beratung, gelegentliche Reparaturen und alles was man sonst noch als Selbständiger tun muss mit eingerechnet?

    Das finde ich eigentlich ganz ordentlich, wenn man bedenkt was manche Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen verdienen. Immerhin deutlich über dem Mindestlohn!

    Dem kann ich nur zum Teil zustimmen. Denn selbst in einem schlechten Job hat man als Arbeitnehmer noch ein Recht auf eine bestimmte Anzahl an arbeitsfreien Tagen wie z.B. Wochenenden und Urlaub. Der Lohn - auch wenn er schlecht ist - wird fortgezahlt. Die Frage ist, ab wann die Vorteile (keine Chefs und Manager, man arbeitet in einem Bereich der zugleich das eigene Hobby ist) das Risiko und das schlechte Einkommen endgültig nicht mehr wett machen.

    Ich stelle das überhaupt nicht in Abrede, dass alle durch die Bank weg östlich produzieren. Hilleberg hat das lange nicht zugegeben. Ich rede über einen qualitativen Vergleich, der im HM-Markt offensichtlich nicht oder noch nicht gegeben ist.

    Es spielt im Preisvergleich nicht so die Rolle, wo sie produzieren.

    Natürlich hängen Preis und Qualität zusammen. Und damit auch wo produziert wird. Warum produzieren die Hersteller nicht in ihren eigenen Ländern? Weil die Produktionskosten dann sehr viel höher wären, und der Gewinn kleiner. Und warum wird entsprechend hochwertige Ausrüstung nicht direkt von den Produzenten in den Billiglohnländern selbst vertrieben? Sie haben ja immerhin die Materialien und die billigen Arbeitskräfte. Aber ihnen fehlt das Knowhow und meiner Erfahrung nach auch ganz einfach das Interesse. Um gute Ausrüstung zu designen, muss man am Thema interessiert sein, und die Ausrüstung selbst benutzen. Das kostet viel Zeit. Zeit muss man sich leisten können.

    Hersteller wie Dutch, Warbonnet, Dream Hammock oder Hammock Gear sind alle selbst Hängemattennutzer, die angefangen haben, Ausrüstung in für den Eigengebrauch zu designen - und erst später zu verkaufen. Ich bezweifele, dass der chinesische Fabrikbesitzer regelmäßig mit seinen Hängematten campen geht.

    Mich interessiert im Moment, dass Artikel im Outdoorbereich in Amerika etwa das selbe kosten, wie in Europa, unabhängig, wo produziert wird.

    Welche Artikel vergleichst du denn konkret?

    Momentan sind die Preise für amerikanische Hängematten in Europa so, dass es sich vermutlich lohnen könnte, auch hier zu produzieren. MIch als Endkunden interessiert zunächst, wieviel ich gegenüber einem amerikanischen Endkunden zuzahlen muß, um eine HM in Warbonnet-Qualität in Europa in den Händen zu halten.

    Ich habe mir mehr als einmal durchgerechnet, ob ich nicht selbst Hängematten herstellen könnte. Das Interesse hätte ich. Aber mit dem Preisen von Warbonnet könnte ich nicht annähernd mithalten. Momentan verdiene ich mit dem Import und Verkauf der US-Ausrüstung weniger als den Mindestlohn. Wenn ich auch noch anfangen würde, die Ausrüstung selbst herzustellen, würde der Stundenlohn noch weiter fallen. Ich habe keine Ahnung, wie es die US-Hersteller bei den Preisen schaffen, profitabel zu arbeiten. Ich vermute mal, dass da an einigen Stellen wie z.B. der Krankenversicherung gespart wird.

    Es müssen nicht alle Produkte aus Fernost schlecht sein. Wenn man aber sieht, was für grottige Produkte etwa als Underquilt aus China angeboten werden, wundert man sich, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, so etwas überhaupt anzubieten. Die erfüllen ihre Funktion einfach nicht.

    Ich habe nie behauptet, dass alle Produkte aus Fernost schlecht sind. Die Chinesen lernen dazu. Ich kenne mich im Zeltbereich nicht so wahnsinnig gut aus, aber mir scheint, dass man mittlerweile recht brauchbare Zelte auf Ali kaufen kann. Die Frage ist aber woher die Designs kommen. Es fällt oft auf, dass die Zelte bekannten Produkten sehr ähnlich sind. Sind die Chinesen durch Versuch und Irrtum zu einem ähnlichen Design gekommen? Haben sie sich an bekannten Produkten orientiert? Oder haben sie die Originalprodukte für den Anbieter produziert, und nutzen das Wissen weiter? Ich würde eher auf die letzten beiden Antworten tippen.

    Der Grund warum bisher fast nur grottige Hängemattenausrüstung aus China kommt ist vermutlich, weil keiner der Hersteller von wirklich guter Ausrüstung in China produzieren lässt. Und weil sich die grottige Ausrüstung gut genug verkauft. Das Geschäftsmodell ist einfach ein ganz anderes. So lange das funktioniert, wird sich keiner die Mühe machen, bessere Ausrüstung herzustellen. Interessant wird es, wenn die Löhne auch in China steigen. Irgendwann wird das Geschäftsmodell Gewinne durch die Massenherstellung von Billigausrüstung zu erzielen nicht mehr funktionieren. Dann werden sie auf gutes - oder zumindest besseres - Design setzen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Aber damit werden auch die Preise steigen.

    Die amerikanischen Premiumprodukte fallen besonders durch ein innovatives Produktdesign und auch in der exzellenten Materialauswahl auf, eben Premiumsegment. Ich bin überzeugt, dass über kurz oder lang die polnischen und ungarischen Hersteller ein vergleichbares Designmanagement brauchen, wenn sie sich in diesem Markt behaupten wollen.

    Das sehe ich momentan nicht. Mein Eindruck ist, dass sich nur wenige Hersteller von günstigerer Ausrüstung mit den derzeit besten Produkten auseinandersetzen. Die, mit denen ich kommuniziert habe, hatten jedenfalls noch keine US-Hängematte in der Hand. Das heißt, sie fangen von 0 an, und müssen alle Fehler erst einmal selbst machen anstatt von anderen zu lernen.

    Was die Produktionskosten angeht, möchte ich dezent widersprechen, dass Deutschland viel teurer als die USA ,sei. Der Preisunterschied zwischen den Kontinenten beim Endverbraucher, der alleine durch Einfuhr, Umsatzsteuer, Bearbeitung, Handling und letztendlich Handelsmargin entsteht, liegt bei 120 € und mehr, und zwar pro Matte. Das finde ich erheblich. Umverteilt auf die Größe des Mattenmarktes, der, wie gesagt, durch die Pandemie im Steigen begriffen ist, könnte ich mir schon vorstellen, dass es sich für den einen oder anderen Hersteller lohnen könnte, in dieses Segment einzusteigen.

    Du bist der Meinung, dass du eine der einlagigen XLC vergleichbare Hängematte für $180 also für ca. 150 € in Deutschland herstellen (lassen?) und verkaufen könntest, und dabei noch einen halbwegs akzeptablen Stundenlohn hast? Selbst wenn das der Nettopreis wäre, und Endpreis bei 180 € inkl. Mehrwertsteuer liegen würde --- das möchte ich sehen.

    Tatsache ist, dass der Hängemattenmarkt deutlich kleiner ist als der Zeltmarkt. Ich bin ziemlich sicher, dass das so bleiben wird - trotz Wachstum. Wer Geld verdienen will, sucht sich ein anderes Geschäft. Mit der Herstellung von realen Gegenständen Geld zu verdienen ist kein Zuckerschlecken. Wer in diesem Geschäft ist, macht das zu einem substantiellen Teil aus Spaß an der Freud, denn reich wird man damit eher nicht. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen :)

    Unterliegt eigentlich das Outdoor- und Hängemattengeschäft zwischen den USA und Deutschland den von Donald T. eingeführten Strafzöllen?

    Das hängt davon ab, was genau du importierst und welche Warentarifnummer darauf zutrifft. Tarps, Quilts und Hängematten haben bisher keinen Strafzoll. Bei Metallprodukten (z.B. Tarpstangen) muss man aufpassen und die EZT checken. T-Shirts haben beispielsweise einen 25% Zusatzzoll.

    Trockene Luft und KuFa sind nach meiner Beobachtung für die Lasershows verantwortlich. Ich habe vor allem mit Polyester große Probleme, und versuche es zu vermeiden. Nylon ist seltsamerweise nicht so schlimm. Die Daune hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun. Ist vielleicht die Hülle aus Polyester?

    die Lesovik ist aus 70d Ripstop Nylon gemacht ....... die TTTM‘s „nur“ aus einfachen 70d Paraschute Nylon ohne Ripstop. Dadurch dehnt sich die TTTM wohl mehr.......

    Das kann nicht der einzige Grund sein, weil Warbonnet lange Jahre auch einen 70D Taffeta-Stoff verwendet hat, der trotz der geringen 1.7 oz/sqy nicht so dehnbar ist wie der von TTTM verwendete. Ich habe mich auch schon gefragt, warum die generischen "Parachute"-Stoffe (es handelt sich meiner Meinung nach nicht um echte Fallschirmseide) so dehnbar sind, wenn sie angeblich 70D sind.

    Es gibt genügend europäische Hersteller im Outdoorbereich, deren Produkte unbedingt mit amerikanischen vergleichbar sind (z.B. Hilleberg, Wechsel, Exped und viele andere) .

    Wo produzieren diese Hersteller jeweils?

    Wenn wir die Preise in beiden Kontinenten vergleichen, fällt auf, dass für Hängematten aus dem Premiumsegment in Europa ungleich mehr bezahlt werden muß, als im Zelt-oder Schlafsackbereich.

    Auch hier die Frage: wo produzieren diese Hersteller?

    Es fehlen auch nach wie vor echte europäische Hängemattenhersteller, die in der Qualiät zu Warbonnet, Hennessy, Dutch und anderen vergleichbare Produkte im hiesigen Wirtschaftsraum anbieten.

    Hennessy produziert in Fernost und hat eine Niederlassung in GB. Warbonnet und Dutch produzieren selbst und sitzen in den USA, sind also nicht mit Hennessy vergleichbar.

    Es gibt mehrere echte europäische Hängemattenhersteller wie z.B. Crosshammock. Sofern diese aber nicht in Ländern mit niedrigen Lebenshaltungskosten sitzen, sind die Preise vergleichbar oder sogar höher (siehe z.B. Fimbul Gear).

    Meiner Meinung nach haben die meisten Leute dank jahrzehntelanger Wettbewerbsverzerrung keine Ahnung mehr von echten Produktwerten. Fast alles was wir kaufen ist nur so günstig, weil die Produktion in Billiglohnländern stattfindet.

    Vermutlich dürfte im HM-Segment die Angebotspalette und eine Zunahme der Hersteller in Europa in der nächsten Zeit weiter steigen.

    HammockTent hat gerade aufgegeben. Fast alle neuen Hersteller kommen aus Ländern mit niedrigeren Lebenshaltungskosten (z.B. Polen oder Ungarn). Würden sie in Deutschland produzieren, wären die Preise vermutlich höher als die von der aus den USA importierten Ausrüstung.

    Die Frage ist, ob du bei einer Bestellung mit einem Umweg über eine Privatperson wirklich etwas sparst. Denn du musst ja zweimal Porto zahlen - einmal vom Hersteller zum Freund, und dann vom Freund zu dir. Die Verkäufer haben aber Verträge mit ihren Versendern und bekommen günstigere Konditionen. Privatleute nutzen meist USPS und bezahlen viel höhere Portokosten, vor allem wenn sie es nicht regelmäßig machen und sich nicht im Portodschungel auskennen. Dazu kommt, dass du bei einem Verlust der Sendung oder bei einer Beschädigung keine Hilfe vom Hersteller bekommst. Mir hat mal jemand aus der Familie beim Umzug von den USA zurück nach Deutschland ein Warbonnet Superfly mit in den Umzugscontainer gepackt. Als ich es nach monatelanger Wartezeit bekam, war ein langer Schnitt im Packsack. Glücklicherweise hatte das Tarp selbst nur einen Kratzer. Ich vermute, dass das Paket irgendwann vom Zoll unvorsichtig geöffnet wurde. Dumm gelaufen.

    Auf der Internetseite des Zolls steht geschrieben, dass Geschenksendungen mit einem Warenwert von 45-700€ nicht verzollt werden müssen.

    Auch Geschenksendungen sind nur bis 45 € komplett abgabenfrei. Geschenksendungen mit einem Wert von 45 € bis 700 € werden pauschal mit 17,5% versteuert. Darüber fallen Zoll und EU-Steuer an.

    Bei gewerblichen Sendungen sind die Grenzen momentan noch:

    - bis 22 € abgabenfrei

    - von 22 € bis 150 € inklusive Versandkosten zollfrei aber nicht EU-steuerfrei

    - ab 150 € Zoll und EU-Steuer

    Auch Privatleute müssen beim Versand von Päckchen oder Paketen ins Ausland eine Zollinhaltserklärung (CN22 Formular) ausfüllen, die zusammen mit dem Adresslabel auf das Paket geklebt wird. Dort muss der Wert der Sendung angegeben werden. Natürlich kann der Versender "Geschenk" oder einen viel niedrigeren Wert angeben. Aber da das viele Leute machen, und der Zoll nicht doof ist, landen auch solche Pakete häufig beim Zoll. Dann musst du es abholen, und den Zollbeamten glaubwürdig erklären, dass es sich um ein Geschenk von niedrigem Wert handelt. Wenn der Zollbeamte dir nicht glaubt, kann er einfach einen Wert schätzen - und wenn du das Paket mitnehmen möchtest, musst du die Abgaben zahlen.

    Ich habe schon lange keine privaten Pakete mehr aus dem Ausland bekommen und kenne deshalb die aktuelle Situation nicht. Aber in der Vergangenheit sind bei mir alle privat aussehenden Pakete unverzollt durchgegangen.

    Bei einem Kauf auf HammockForums würde ich aber immer mit 19% Einfuhr-Umsatzsteuer zusätzlich rechnen, und mich freuen, wenn es durch den Zoll rutscht. Wenn es beim Zoll landet, würde ich den Paypalbeleg mitbringen und nicht versuchen zu lügen. Letztendlich wäre das versuchter Steuerbetrug, und wenn du an den falschen Beamten gerätst, wird es mindestens deutlich teurer.

    Noch eine Frage in die Runde:

    Die Breite der Testhängematten wird sich unterscheiden, da die Stoffe unterschiedlich breit sind, und ich sie nicht beschneiden möchte. Länge und Konstruktion sollen aber möglichst gleich sein. Alle Hängematten bekommen einen Warbonnet Whip, weil der besonders leichte Stoffe entlastet. Aber wie lang sollen die Hängematten sein? Reichen 11' bzw. 335 cm? Oder sollen es lieber 11.5' bzw. 350 cm sein? Länger möchte ich die Hängematten nicht machen, weil das dann wieder Probleme z.B. mit der Tarpkompatibilität zur Folge hat.

    Also ich bin auf jeden Fall dabei, auch wenn ich ein bisschen mehr Porto für Frankreich zahlen muss. Diese Erfahrung ist es mir wert! Und da ich ja jetzt meinen tollen Holzrahmen im Zimmer habe, kann ich ganz einfach verschiedene Matten und Stoffe im gleichen Aufbau testen. Tarp und anderes Zeugs brauch ich dafür nicht, Aufhängungen auch nicht, ich habe ja jetzt meine Elephant Trunks fest im Zimmer installiert, Törööhh! Und in 2 Wochen kann ich gut bis zu 6-8 Matten testen, denke ich. Zwei Pakete möchte ich nicht, wegen der Portokosten, lieber alles in einem Paket, das ist billiger.

    Beim letzten Passaround hat sich gezeigt, dass es deutlich aufwändiger ist, die Ausrüstung über die Grenzen hinweg zu schicken. Für den Fall, dass ein Paket auf dem Versandweg verloren geht, hätte ich gerne Schadensersatz dafür. Am einfachsten und schnellsten geht das, wenn ich die Versandlabel kaufe. Dann kann ich die Sendung direkt reklamieren und muss nicht hinter einem der Teilnehmer herlaufen und drängeln, dass etwas passiert. Wenn die Sendung von einem anderen Land nach Deutschland geht, wird es aber wesentlich schwieriger und zeitaufwändiger für mich, ein Versandlabel beim entsprechenden Versender zu kaufen. Beim letzten Passaround hatte ich die Verantwortung auf den Tester verlagert, und eine Kaution genommen. Der Rückversand wurde dann vom Tester organisiert, und ich habe die Kaution nach dem Erhalt des Pakets erstattet.

    Insgesamt hat mich die Organisation vom Lesovik-Passaround eine Menge Zeit, Geld und Nerven gekostet. Dazu kam unglücklicherweise noch die Corona-Situation, die extrem viele Anfragen und Beratungswünsche im Shop zur Folge hatte. Ich hatte von März bis November kein Wochenende oder auch nur einen einzigen freien Tag. Und meine durchschnittlichen Arbeitstage waren 10 Stunden lang. Ich gehe davon aus, dass es dieses Jahr nicht besser wird. Deshalb möchte ich die zusätzliche Belastung so gering wie möglich halten. Insofern würde ich den Passaround zunächst auf Teilnehmer mit einer Versandadresse in Deutschland begrenzen. Je nachdem wie es läuft kann ich dir evtl. am Ende alle Hängematten in ein Paket packen und zuschicken. Alternativ kann ich den Versand aber vielleicht auch so legen, dass er sich zeitlich mit einem Besuch in Deutschland deckt.

    Mein Ziel bei dieser Aktion ist es, Referenzpunkte zu schaffen, die dann hoffentlich allen Hängern - Anfängern wie Fortgeschrittenen - bei der Hängemattenauswahl helfen. Oft werden verschiedene Kriterien in einen Topf geworfen, und führen zu falschen Schlussfolgerungen. Eine schlecht designte Hängematte wird evtl. gelobt, weil der Stoff gute Liegeeigenschaften hat - oder eine gut designte Hängematte wird abgewertet, weil der Stoff nicht zu den Bedürfnissen des Nutzers passt.

    Weiterhin ist es eben schwierig, die Urteile anderer Hängemattennutzer einzuordnen, wenn man nicht weiß, wie sich die Vorlieben unterscheiden.

    Durch das Testen vieler Stoffe und Hängemattenlängen, habe ich ausreichend Referenzpunkte um das Urteil anderer Nutzer für mich einschätzen zu können. Wenn beispielsweise Mittagsfrost von den tollen Liegeeigenschaften des Cloud 71 schwärmen würde, wüsste ich sofort, dass der Stoff mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für mich unbrauchbar ist. Denn ich kenne die Liegeeigenschaften von anderen Stoffen, die Mittagsfrost gut oder schlecht findet.

    Der Diskussion sowie der Abstimmung entnehme ich folgendes:

    1. Es gibt einige interessierte Einsteiger, die von den Feinheiten überfordert sind, aber dennoch gerne ein paar Stoffe testen würden, um ihre Bedürfnisse einordnen zu können. Zu diesem Zweck würde ich ein Paket mit 3 Hängematten zusammenstellen. Ich denke, am besten wäre dafür ein 70D-Stoff, ein 40D-Stoff und ein 20D/30D-Stoff geeignet. Meine Wahl würde dafür auf den 1.9 oz Ripstop Nylon, den 1.6 oz Hexon Ripstop und entweder den 1.0 oz Hexon oder den 1.2 oz Hexon fallen. Das sollte einen guten Überblick bieten und niemanden überfordern.

    2. Das Interesse fokussiert sich auf die Extreme - der gefragteste Stoff ist das Cloud 71, aber danach kommen deutlich schwerere 70D und Hybrid-Stoffe. Ich würde deshalb vielleicht ein "leichtes" und ein "schweres" Paket zusammenstellen. Zum Beispiel Cloud 71, 1.2 oz MTN XL Hybrid Ripstop Nylon und 1.0 oz Hexon im "Leichtpaket" - und 2.2 oz HEX70 XL, 1.7 oz MTN XL Hybrid Ripstop Nylon und 1.7 oz Hexon Wide im "Schwerpaket". Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, das Cloud 71 mit dem 2.2 oz HEX70 XL zu vergleichen. Da kommt dann nur heraus, ob man Dehnung mag oder nicht. Nicht wo die Grenzen liegen.

    Es gäbe also 3 Pakete, und jeder kann sich aussuchen, welche Kategorie ihn am meisten interessiert. Natürlich kann man auch alle 3 Pakete testen.

    Der Vorteil von kleineren Paketen wäre auch, dass mehr Leute teilnehmen können, weil es schneller geht. Ich möchte unbedingt vermeiden, dass die Hängematten wochenlang bei einem Teilnehmer liegen.

    Zum Thema Underquilt bis wieviel Grad in der Nacht benutzt ihr einen und ab wann wird es euch zu Warm damit ihr ohne einen Schlafen könnt.

    Es gibt Underquilts für jeden Temperaturbereich - genauso wie es bei Schlafsäcken oder Isomatten der Fall ist.

    Ich habe noch nie ohne Unterisolierung geschlafen, weil es mir erst ab ca. 30°C und Windstille zu warm für Isolierung wird. Solche Nachttemperaturen habe ich bisher aber noch nie gehabt.