Beiträge von Hammock Fairy

    Hier ist der springende Punkt. Die Hängematte ist aus Pertex 55g (scheint ja bei Cumulus eh für alles benutzt zu werden) und bringt super viel Stretch mit sich.

    Auf früheren Touren bin ich ohne Ridgeline unterwegs gewesen und musste die Matte teilweise so doll auf Spannung bringen, dass es nur noch unbequem war, weil ich sonst aufsetze. Jetzt habe ich eine Ridgeline mit dazu genommen, bringt mich aber auch nicht unbedingt weiter.

    Die Ridgeline kann nicht verhindern, dass du aufsetzt. Auch die Spannung der Hängematte kann daran nichts ändern. Wenn du aufsetzt, musst du die Baumgurte (und damit die Hängematte) höher hängen. Siehe dazu auch "Hängematte richtig aufhängen".

    Ich bin auf der Suche nach einer leichten und kompakten Hängematte, die nicht so viel Stretch mit sich bringt und problemlos in Deutschland zu beziehen ist. DIY kommt für mich nicht in Frage.

    Das dürfte schwierig sein. Die Cumulus Karri ist deshalb so dehnbar, weil sie aus einem leichten 30D-Quiltstoff gemacht ist. Je dünner das Garn, aus dem der Stoff gewebt wird, desto leichter aber auch desto dehnbarer ist der Stoff. Um zusätzlich Gewicht zu sparen, ist die Karri außerdem kurz und schmal. Wenn du eine weniger dehnbare Hängematte haben willst, musst du entweder auf einen schwereren Nylonstoff umsteigen, oder einen Polyesterstoff. Polyester dehnt sich deutlich weniger als Nylon, und kann deshalb leichter sein. Viel länger darf die Hängematte auch nicht sein.

    Das Cloud 71 hat mit Sicherheit ähnlich viel oder sogar mehr Stretch, weil es aus dünnerem, weniger dicht gewebtem 20D Nylon ist.

    Wenn dir der Liegekomfort wichtig ist, würde ich dir empfehlen, bei der Hängematte selbst nicht so sehr auf das Gewicht zu achten, sondern primär auf die Liegeeigenschaften. Gewicht kannst du an anderen Stellen besser sparen ohne auf guten Schlaf verzichten zu müssen.

    Es gibt einige leichte Stoffe, die du ausprobieren könntest - aber leider gibt es keinen europäischen Hängematten-Hersteller, der daraus Hängematten näht - und selber machen willst du ja nicht. Ich müsste zu Hause eine selbstgenähte 1.4 oz PolyD Hängematte liegen haben, die unter 300 g wiegen sollte. Die wollte ich demnächst auf dem Marktplatz anbieten. PolyD ist ein 30D Polyesterstoff - wäre im Gewicht also ähnlich wie das 30D Pertex. Polyester dehnt sich aber spürbar weniger.

    Ansonsten könntest du einen Hybrid-Stoff wie das 1.2 oz MTN XL ausprobieren - aber da müsstest du jemanden finden, der dir das näht.

    Oder du holst dir eine Lesovik Duch. Der 70D Ripstop Nylonstoff ist sehr bequem, und weil die Hängematte kurz und schmal ist, wiegt die Hängematte selbst nur 330 g. Das ist zwar mehr als die Karri, aber das kannst du mit einer leichteren Aufhängung vielleicht zum Teil kompensieren.

    Kannst Du mir noch sagen, wie Du im Detail die Aufhängung der Hängematte und des Tarps an der Tarp-Extension gelöst hast? Und nutzt du noch eine Ridgeline für den Tensa oder nur die Hängematte?

    Wie gesagt: mangels Urlaub hatte ich leider noch keine Gelegenheit, die Tarp Extensions zu benutzen. Bisher habe ich immer eine Ridgeline am Tensa4 verwendet. Ob das mit Tarp Extensions noch sinnvoll ist, muss ich erst noch ausprobieren.

    Medikamentenrückstände und Schwermetalle haften im Wasser überwiegend an Mikro-Schwebepartikeln. Und die werden fast alle raus gefiltert.

    Dann wundert mich, warum das in den Kläranlagen nicht so gut klappt... Ich halte diese Behauptungen für Marketing. Auf der Miniwell-Webseite (?) steht auch:

    Zitat

    Kohlefilter sind zuständig für den sauberen Geschmack, die Entfernung von Gerüchen und die Reduzierung von hormonell wirksamen Verbindungen wie Medikamentenrückstände, Schwermetalle und Chemikalien.

    Aktivkohle sorgt meines Wissens vor allem für einen besseren Geschmack, nicht für eine bessere Wasserqualität. Ich würde nur im Notfall belastetes Wasser filtern und trinken.

    Rein von der Beschreibung her sieht die Filterleistung vom Miniwell mit der vom Sawyer ziemlich vergleichbar aus.

    Miniwell:

    Die Miniwell Ultrafiltration (UF) besteht aus einer 0,01 Micron feinen Hohlfasermembran, die für die medizinische Dialyse entwickelt wurde und erreicht damit ein vielfach besseres Ergebnis als andere Outdoorfilter.

    Die UF filtert 99,999% alle Arten von pathogenen Bakterien und anderen Mikroorganismen, wie z.B. E.coli, Staphylococcus Aureus, Salmonella Typhi (Typhus), Cholera Bakterien und Legionellen.

    Sawyer:

    Rated to 0.1 micron absolute filtration, it removes 99.99999% of all bacteria, such as salmonella, leptospirosis, cholera and E.coli, , removes 99.9999% of all protozoa (such as giardia and cryptosporidium), and it also removes 100% of microplastics.

    Es kommt bestimmt darauf an, wie viele Stöckchen du unterlegst. Je größer die Fläche ist, auf die sich der Druck verteilt, desto besser. Aber die Stöckchen leiten den Druck auch um. Die Kapillaren laufen ja von unten nach oben, und nicht um den Stamm herum. Bei einer Schlinge um den Baum werden also ohne Stöckchen mehr Kapillaren abgequetscht als mit Stöckchen. Ich denke aber, 2,5 cm breite Baumgurte sind auf jeden Fall besser als ein Seil mit ein paar Stöckchen darunter. Es sei denn, du legst wirklich viele Stöckchen unter. Mir wäre das aber für die normale Anwendung zu viel Aufwand. Vor allem, wenn man die Aufhängung verschieben muss...

    Trotzdem bin ich sehr neugierig, warum neue Matten keine Schnüre mehr haben, sondern am Ende spitz zulaufen.
    Ich vermute mal, weil Schnüre sich immer verheddern im Packsack und dadurch nicht mehr ganz so gut auffächern, aber das wird nicht der Hauptgrund sein.

    Die läuft nicht spitz zu, sondern ist einfach ein rechteckiges Stück Stoff, das an den Enden gerafft wird. Die Frage ist eher: warum Schnüre verwenden, wenn eine Raffung einfacher und robuster ist? Bei den traditionellen, gewebten Hängematten machen die Schnüre Sinn, weil man dazu einfach die Kettfäden verwendet. Bei Campinghängematten aus dünnen Stoffen wären es zu viele Kettfäden. Und bei den extra angenähten Schnüren wird der Stoff stark punktuell belastet, und fächert sich auch nicht so schön auf.

    gibt es aktuell Möglichkeiten an den Tensa 4 zu kommen ohne direkt aus den USA zu ordern?

    Mir ist kein europäischer Händler bekannt. Ich werde aber demnächst wohl wieder eine private Sammelbestellung organisieren, weil ich die Trekking Treez mal ausprobieren wollte. Mit mehreren Mitbestellern wird es auf jeden Fall günstiger.

    Oder gibt es einen vergleichbaren Ständer für die Blackbird XLC/Traveler XL auf dem europäischen Markt?

    Mir ist nur der Carbon Tree bekannt.

    Sagt doch bitte auch was Ihr vom Tarpkit zum Tensa4 haltet. Wenn ich es recht verstanden habe, bekommt man ein Minifly/Superfly auch so dran, oder?

    11' Tarps lassen sich problemlos ohne Tarp Extensions in den Tensa4 hängen. Allerdings hat man dann nicht viel Kopffreiheit. Ich habe deshalb immer versucht, das Tarp am Kopfende an einem Baum abzuspannen. Damit ich auch hier nicht auf Bäume angewiesen bin, habe ich mir letztes Jahr die Tarp Extensions geholt -- hatte aber Dank Corona noch keine Gelegenheit, sie zu testen. Ich hatte auch vor, nur eine Stange am Kopfende zu verwenden.

    Habt ihr Vorschläge für das Whipping? Am Kopfende habe ich einen 4.5cm breiten Tunnelzug analog zur HM. Am Fußende bisher nur gesäumt. Probeweise drunter gehängt hatte ich es schon damit ich weiß wo das Paket ungefähr hin muss, da hatte ich einfach Zieharmonika gefaltet. Ich hab definitiv noch etwas Material über. Geht hier auch der Warbonnet Whip?

    Ich verwende am Kopfende eine Kordelschlaufe durch den Tunnelzug und am Fußende mache ich einen Whip bei dem ich die Seiten kürze, um eben keine Gummikordel oder Knotty Mods zu brauchen (die ohnehin nur schlecht funktionieren).

    Mein Enlightened Equipment Climashield Quilt hatte keine Stütznähte, und ich habe an meinen Underquilts auch keine gemacht. Nur um den Rand habe ich zwei Nähte gemacht; einen ganz knapp um einen sauberen Abschluss zu haben, und eine Naht 10-15 cm weiter innen, um möglichst alle Lagen vom Climashield zu erwischen. Bisher ist nichts gerissen oder verrutscht.

    Willkommen im Forum!

    Da ich mit dem Fahrrad und Hund unterwegs sein und sowohl für den Hund als auch als Backup für mich auch mein Zelt mitnehmen werde, hatte ich gehofft eine Lösung zu finden, die sowohl im Zelt als auch in der HM funktioniert.

    Die gibt es und sie heißt Tensa4 ^^ Oder Carbon Tree - wenn es leichter sein soll. Das ist meine Rad-Lösung. Wenn man erst mal auf den Geschmack gekommen ist, will man nicht mehr auf dem Boden schlafen :)

    Hört sich so an, als gäbe es gute Gründe für fixe und auch für verstellbare RL.

    Eine verstellbare Ridgeline ist in erster Linie für netzlose Hängematten sinnvoll, weil die meist ohne Ridgeline verkauft werden. Mit einer verstellbaren Ridgeline kannst du selbst experimentieren, welche Länge für dich am bequemsten ist. Wenn du die für dich perfekte Länge gefunden hast, könntest du sie gegen eine fixe Ridgeline austauschen, und damit ein paar Gramm sparen. Mir war es den Aufwand nie wert, vor allem weil ich es sehr schwierig finde, eine exakte Länge zu spleißen (alle Flechtschnüre längen sich durch Belastung - und das teilweise recht deutlich), und weil sich meine Präferenzen auch schon mal ändern.

    Eine fixe Ridgeline ist für die meisten Hängematten mit integriertem Netz unverzichtbar, weil sie verhindert, dass Netz und Reißverschluss überstreckt werden - sowohl in Längsrichtung (Ridgeline zu lang) als auch in Querrichtung (Ridgeline zu kurz). Bei solchen Hängematten ist die installierte Ridgeline aber auch immer Teil des Lieferumfangs, weil der Hersteller/Verkäufer ansonsten ständig kaputte Hängematten reparieren oder austauschen müsste.

    Im Grunde gilt also: wenn die Hängematte ein integriertes Netz und eine vorinstallierte Ridgeline hat, dann fass die Ridgeline am besten nicht an. Wenn die Hängematte kein Netz hat, kannst du eine eventuell mitgelieferte, fixe Ridgeline austauschen, oder eine Ridgeline (verstellbar oder fix) nachrüsten. Die TTTM Ridgeline ist mit Sicherheit für die netzlosen TTTM Hängematten gedacht - nicht für die integrierten TTTM Hängematten.

    Die m.E. beste Möglichkeit (in Anbetracht der Nähbedingungen in deinem Projekt mit dem Cumulus) wäre, den Extra-Stoff (der Cocoon) im gedoppelten Bereich aufzutrennen (und natürlich gegen aufdrieseln umzunähen). Man braucht den doppelten Stoof nicht wirklich, wenn man sich nicht direkt in die Cocoon reinlegen will.

    Ist der Hängemattenstoff denn daunendicht? Wenn nicht, ist das keine gute Lösung. In dem Fall müsste man einen daunendichten Trägerstoff kaufen, und anstelle der Cocoon verwenden. Allerdings stelle ich mir wesentlich aufwändiger vor, den Quilt aufzumachen, die Daunen einzusammeln, die innere Hülle zu entfernen, die verbleibende Außenhülle mit den Stegen an den Trägerstoff anzunähen, die Daunen wieder einzufüllen und die Kammern zuzunähen als gleich einen neuen Underquilt zu nähen.

    Nimmst du (für HM-Moskitonetzanwendungen) lieber die Spiral-RVSe oder die mit den Profilzähnen, und warum?

    Ich habe noch keine integrierte Hängematte genäht - das steht immer noch auf meiner To-Do-Liste - und ich wüsste nicht, was in der Anwendung der Unterschied wäre. Außer dass ich noch keinen endlosen 3 mm Profilreißverschluss gesehen habe, und ich keinen Sinn darin sehe, 5 mm oder größer zu verwenden.

    An dieser Stelle nur wieder meine übliche Warnung: verstellbare Ridgelines sollte man nur an Hängematten ohne integriertem Netz verwenden - oder an Hängematten bei denen das Netz nicht für eine bestimmte Ridgelinelänge geschnitten ist. Verkürzt oder verlängert man z.B. die Ridgeline an einer Warbonnet XLC und schließt den Reißverschluss, wird der Reißverschluss zum Teil sehr ungünstig belastet. Im schlimmsten Fall reisst es dann mehrere Zähne ab.