Beiträge von Hammock Fairy

    Genau deswegen hätte ich doch gerne Vergleichswerte 😉 Bin mit meinen Punkten zwar zufrieden, aber bisschen über den Tellerand schauen, schadet ja nicht.

    Die Vergleichswerte bringen dir aber nichts. Es macht keinen Sinn, die Abspannung an einer anderen Stelle anzubringen, wenn dein Netz nicht entsprechend geschnitten ist. Wenn dein Netz beispielsweise parallelogramförmig geschnitten ist, und der tiefste Punkt 40 cm von den Enden entfernt ist, macht es keinen Sinn, die Abspannung 60 cm vom Ende anzubringen. Dann wird das Netz nicht ordentlich gespannt und hängt dir ins Gesicht.

    Z.b. bringen mir die Tie Out Punkte von Rocketman eigentlich nichts, da Sie auf Ihn zugeschnitten wurden und meine Fuesse schon vor seiner Fussbox enden.

    Wie schon geschrieben: die Tie-Outs werden dort angebracht, wo sie das Netz am effektivsten spannen. Wenn du mit "Fussbox" den tiefsten Punkt des Netzes meinst, dann bringt es dir nichts, die Abspannung davor anzubringen. Du müsstest das Netz dann anders schneiden.

    Davon abgesehen ist eine Abspannung im Fußbereich meist gar nicht nötig. Warbonnet hat z.B. keine - und ich habe sie auch noch nie vermisst. Auch bei anderen Hängematten spanne ich die Seite meist nicht ab. Mehr Abspannleinen = mehr Stolpermöglichkeiten.

    Um wieviel haben sich die Warbonet RL gelaengt?

    Das kann ich nicht genau sagen, weil das immer von der Stärke der Belastung abhängt. Mir ist nur aufgefallen, dass alle meine Warbonnet-Ridgelines deutlich unterschiedliche Längen hatten, als ich sie ersetzt habe. Wenn eine genaue Länge wichtig ist, strecke ich meine Ridgelines deshalb immer maximal. Das heißt, ich hänge die fertige Ridgeline locker gespannt auf, und stütze mich auf die Mitte. Stärker wird die Ridgeline in der Hängematte nicht mehr belastet, d.h. die Länge bleibt dann stabil.

    Ich bin auf der Suche nach einem Gestell, dass sich zum regelmäßigen Transport im Camper zusammenklappen oder auseinander bauen lässt und nicht allzu schwer ist.

    Ich habe so einiges ausprobiert, und für diese Anwendung ist der Tensa4 oder ein Tensahedron (die DIY-Variante des Tensa4) unschlagbar. Wenn man das System einmal durchschaut hat, lässt sich der Tensa mit etwas Übung innerhalb von 5 Minuten aufbauen. Verpackt hat er eine Größe von ca. 55 cm x 20 cm und wiegt ca. 5,5 kg. Es geht zwar noch leichter und/oder platzsparender, aber nur auf Kosten von Stabilität und Anwenderfreundlichkeit.

    Vielleicht kann der ein oder andere mit Erfahrung hier mal die Unterschiede bzw. Vor- und Nachteile erklären.

    Dazu müsstest du die Gestelle auflisten. Die auf den Fotos gezeigten Gestelle sind alle Mist.

    Foto 1: Ist nur für Stabhängematten. Wenn du da eine GE Hängematte rein hängst, setzt du auf.

    Foto 2 und 3: Alle Hasenohrgestelle haben einen deutlichen Flex in den Armen. Sie sind meist sauschwer, klobig, wenig transportabel - und ich mag es nicht, direkt unter mir eine Stange zu haben, auf die ich u.U. fallen kann.

    Ich denke mir z. B. dass die Standfestigkeit bei Gestellen mit vier Auflagepunkten deutlich besser ist, als bei Gestellen wo zwei ganze Streben aufliegen, vor allem, wenn der Untergrund sehr uneben ist. (Ich versuche mal entsprechende Fotos hinzuzufügen.)

    Gerade wenn der Untergrund uneben ist, ist der Tensa unschlagbar. Der hat ja auch nur 2 Auflagepunkte.

    Im Gegensatz zu diesen Gestellen habe ich auch Ständer gefunden, die zwingend abgespannt werden müssen, wie das Tensa oder Carbon Tree. Ist das richtig? Das bedeutet vermutlich, dass man dafür um einiges mehr an Platz und auch den passenden Untergrund braucht. Oder?

    Mit etwas Übung wird die Abspannung beim Tensa kaum belastet. Und ich würde nicht sagen, dass der Tensa mehr Platz braucht, als die abgebildeten Gestelle. Nur anders.

    Meine fest verknotete Dynema Ridgeline in 2,5 mm Stärke hat sich bis jetzt laut meinem Meterstab auch nicht gedehnt. Und die war auch schon gut auf Zug gespannt.

    Denke auch, das es an der Bauart liegt bei dir.

    Alle verknoteten Warbonnet Ridgelines haben sich gelängt. Überhaupt alle Dyneema-Seile mit denen ich bis jetzt gearbeitet habe längen sich. Auch unverknotet oder unverspleißt.

    Bitte beachten: ich spreche von Längung - nicht von Dehnung! Sobald es sich einmal unter Belastung gelängt hat, bleibt die Länge gleich (sofern es nicht noch stärker belastet wird).

    Man kann die Dehnbarkeit nicht exakt vergleichen, denn die Stoffe sind alle unterschiedlich konstruiert. Ich fand das HEX70 XL immer etwas dehnbarer als es vom Stoffgewicht her sein sollte - vermutlich durch das wabenförmige Ripstopmuster. Aber ob es dehnbarer als das 1.7 Hexon ist? Das ist zwar weniger dicht gewebt, hat aber ein doppeltes Ripstopmuster, das die Dehnung stärker einschränkt. Beide 70D-Stoffe sind weniger dehnbar als das 1.6 Hexon 40D. Das 1.2 MTN XL Hybrid dehnt sich aber definitiv am meisten. Auch wenn sich die Dehnung durch die unterschiedlichen Garnstärken anders anfühlt.

    Das dürfte aber nicht am Material Dyneema, sondern an der Bauart (Verstellbarkeit) der Ridgeline liegen.

    Nein, auch simple Dog Bones längen sich. Genau deshalb spleiße ich nur ungern fixe Ridgelines. Da muss ich 3 oder 4 Ridgelines spleißen, bis ich die gewünschte Länge treffe. Ich denke, zum Teil liegt das einfach an der Seilflechtung. Die zieht sich bei Benutzung einfach noch fest.

    Ich kann es nicht empfehlen, Daunen-Ausrüstung mehr und häufiger als unbedingt nötig zusammen zu drücken. Mein Eindruck ist, dass bei jeder Kompression Daunen durch den Stoff gedrückt werden und verloren gehen. Jedenfalls fliegt bei meinen vielgenutzten Quilts und Kleidungsstücken immer einiges herum. Im Übrigen gehen auch beim Waschen immer Daunen verloren. Mein 11 Jahre alter Western Mountaineering Schlafsack ist mittlerweile so schlaff geworden, dass ich überlege ihn neu auffüllen zu lassen.

    Ein 600€ Cross Hammock Setup nur um die Isomatte zu nutzen kommt aber auf keinen Fall in Frage, das ist mir zu viel Geld für drei vier Nutzungen im Jahr.

    Eine einlagige Cross Hammock Protection kostet 280 €. Beim Tarp kannst du auch etwas günstigeres verwenden. Es muss ja nicht DCF sein.

    Und wie oft du das Set-Up letztendlich nutzt, hängt vermutlich davon ab, wie bequem es für dich ist. Wenn es unbequem ist, bleibt es bei 3 bis 4 Übernachtungen im Jahr. Wenn es bequem ist, werden daraus schnell 30 bis 40 Übernachtungen im Jahr. Oder mehr. Frag mal, wie es bei den Hardcore-Hängern im Forum angefangen hat, und wie häufig sie jetzt in der Hängematte schlafen.

    Sofern wir hier von den Amazonas Hängematten mit integriertem Netz sprechen: die in denen ich gelegen habe waren alle sehr beengt. Das hat gar nicht mal unbedingt etwas mit der Länge und Breite zu tun, sondern eher mit den verwendeten Stoffen und dem Schnitt vom Aufbau (Netz und/oder Topcover). Meine 10' Blackbird ist auch nur 10 cm länger als die Amazonas Moskito-Traveller Extreme, die ich als Vergleich habe. Allerdings ist sie ca. 20 cm breiter. Dazu kommt ein geschicktes Netzdesign, das mich ungehindert so diagonal liegen lässt, wie es Hängemattenbreite, Stoffdehnung und Körpergröße es zulassen. Im Vergleich dazu liege ich in der Amazonas sehr eingezwängt. Und ich bin nur 165 cm groß.

    Gerade wenn ich wenig Geld habe, ist es mir wichtig Ausrüstung anzuschaffen, mit der ich gut zurecht komme. Ich kann leider die Erfahrung bestätigen, dass wer billig kauft, häufig zwei (oder drei, oder vier) mal kauft. Und am Ende hat man mehr Geld ausgegeben, als wenn man gleich etwas Passenderes gekauft hätte, obwohl das zunächst teurer erschien.

    Mein Rat: wenn du wirklich nicht auf die Isomatte verzichten willst, spare etwas Geld und kaufe dir eine Cross Hammock. Alternativ wäre auch eine Brückenhängematte denkbar. Ich kenne nur wenige Gathered End Hängematten, die halbwegs gut mit einer Isomatte funktionieren - und die sind alle schmal.