Beiträge von Hammock Fairy

    Auch aus diesem Grund mag ich Ponchos so gerne. Locker unter die Hängematte gehangen schützen sie vor Regen. Man kann den Poncho auch seitlich als Tarpverlängerung abspannen.

    Ich habe einen UQP. Der hat die Dreckspritzer von unten vom Quilt abgehalten. Es war trotzdem eine Sauerei. Und meinen Poncho möchte ich ja benutzen wenn ich mal kurz austreten muss. Doof wenn zwischenzeitlich der Underquilt nass wird. Aber ich bin auch nicht ultralight. Wer ultralight unterwegs sein will, muss immer gewisse Opfer bringen. Es muss halt jeder selbst entscheiden, ob es die Abschläge Wert sind oder nicht.

    Ich denke, genau hier liegt aber auch der Unterschied. Ich hänge nur im Wald an Bäumen. Erstens bin ich im Wald eh schon mehr geschützt vom Wind und Regen und zweitens habe ich auch die 2 Bäume an den Stirnseiten, die mir da noch recht viel Schutz bieten.

    Beim Tensa regnet es meiner Meinung da schon viel eher an den Stirnseiten rein.

    Und auch Spritzer von unten habe ich im Wald kaum, weil ja auch der Boden viel weicher ist.

    Sollte man meinen, und es stimmt, dass man mit dem Tensa4 weniger Schutz an den Enden hat, und der Boden auf Campingplätzen alles andere als ideal ist - aber ähnliches ist mir leider auch im Wald schon häufiger passiert. Deshalb bleiben so kleine Tarps für mich Sommer- bzw. Schönwettertarps.

    Was Ted jedoch bedenken sollte ist, dass das Paria Tarp in etwa die selbe Größe wie das Edge Tarp hat, seine Hängematte aber 65 cm länger ist als meine Blackbird. Da die Ridgeline sehr kurz ist, bedeutet das, dass die Hängematte sehr tief durchhängt. Ein schmales Tarp bietet da sehr wenig Wetterschutz von der Seite. Als Schutz vor gelegentlichem Regen wird es OK sein, aber man muss damit rechnen, dass man nicht so trocken bleibt wie bei einem größeren Tarp. Solange man sich darüber bewusst ist, ist alles gut.

    evtl. fehlt mir da dann auch noch mehr Erfahrung....

    Darauf tippe ich. Es gibt einfach Situationen, da hilft nur ein ausreichend großes Tarp. Bei meinem letzten richtigen Urlaub in 2019 war ich 4 Wochen lang mit Blackbird, Edge und Tensa4 auf diversen Campingplätzen unterwegs und bin mehrfach so nass und dreckig geworden, dass ich mir geschworen habe, auf Campingplätzen nur noch mit einem Superfly zu hängen. Wobei in diesen Fällen zwar auch Regen von den Enden her auf die Hängematte geweht wurde, das Hauptproblem aber die Rückspritzer vom Boden waren. Das Edge war mit einfach zu schmal, um es weit genug herunter zu ziehen - und auf dem harten Boden ist jeder Tropfen hoch gespritzt. Ich habe viel geflucht.

    Nachtrag: Die Probleme hatte ich bei ganz normalen Wolkenbrüchen - kein Sturm.

    Ein so kurzes Tarp wäre ein Schönwetter- oder Sommertarp. Oder ein Tarp für Minimalisten. Dann muss man aber an anderer Stelle kompensieren, z.B. bei der Hängeplatzwahl. Ich bin selbst mit meiner Blackbird (287 cm Ridgelinelänge) unter meinem Edge Tarp (335 cm Ridgelinelänge) schon häufiger nass geworden, weil ich keinen ausreichend geschützten Hängeplatz zur Verfügung hatte.

    Edit: Was man auch beachten sollte ist, dass es schnell stickig und feucht wird, wenn man das Tarp direkt über der Hängemattenridgeline abspannt. Die Ventilation ist dann deutlich eingeschränkt.

    Bei 290-er Ridgeline und einem 335-er Tarp hast Du auf jeder Seite einen Dachüberstand von 22,5 cm. Sollte reichen.

    Ich fand ein 335 cm langes Hex-Tarp mit einer 335 cm langen Hängematte und 278 cm Ridgelinelänge schon unangenehm knapp - da hatte ich ca. 28 cm Überstand pro Seite. Um halbwegs passablen Regenschutz zu haben musste ich das Tarp fast auf die Hängematten-Ridgeline legen.

    Manche GE-Nutzer haben eben eine höhere Schmerztoleranz und müssen mehr leiden, bis sie sich ergeben und einen Underquilt anschaffen :) Den ersten Schritt hast du ja schon getan. Wenn dir ultraleichtes Gewicht und ultrakleines Packmaß wirklich ultrawichtig wären, hättest du dir keine Hängematte angeschafft. Insofern ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis du doch irgendwo noch ein Plätzchen für einen Underquilt findest ^^

    Was ist an dieser Kombination von 2 Matten viel anders? Evt. ist der Fußbereich etwas tiefer (als weniger stark ansteigend), aber dafür habe ich dann doch eine "Kante" in der Mitte, also da, wo die beiden Matten verbunden sind.

    Die Fußmatte ist nicht aus einem rechteckigen Stück Stoff gemacht. Das sieht man im Video nicht, das Forenmitglied hat aber im oben verlinkten Thread ein Schnittmuster gepostet. Letztendlich funktionieren 90° Hängematten mit Schnüren auch nicht anders. Wenn ich mich richtig erinnere, waren bei der Hammock Tent zeitweise auch zwei Bahnen aneinander genäht, weil Hängemattenstoffe in der Regel so gewebt sind, dass sie in der Längsrichtung stärker sind als in der Querrichtung.

    Ich habe vor Jahren bei GE Hängematten mit geformten Enden experimentiert, und wollte schon lange mal eine 90° Hängematte aus einem extra breiten Stoff bauen. Bei meiner kleinen Größe würde das vermutlich gerade mal so eben reichen - aber der durchschnittliche Hängemattenkäufer ist eben 15 cm größer. Jedenfalls kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man auf diese Weise eine bequeme Liegeposition erreichen kann. Wobei sich die Definition von "bequem" natürlich von Nutzer zu Nutzer unterscheidet.

    Das Tarp war nur ein Beispiel..........man kann damit auch viele andere Stoffe kleben/dichten.

    Sämtliche Nylon und Polyester Stoffe egal ob sie beschichtet oder nicht, Neopren, Gummistiefel sogar Fahrrad Schläuche aus Butyl.

    Da die genannten Kleber alle sehr gut haftend und elastisch sind und auch dauerhaft bleiben, halten sie auch grober mechanischer Beanspruchung stand.

    Klar kannst du eine Hängematte kleben. Die Frage ist aber: willst du auf solchen Flicken liegen? Wenn der Flicken direkt unter deinem Rücken ist, kondensiert dort Wasser. Bei einem kleinen Klebflicken spürt man das vielleicht nicht - aber bei größeren Flicken bin ich mir nicht so sicher. Dazu kommt die Beeinflussung der Dehnung. Wenn es nicht viel kostet, und man die Hängematte sonst entsorgen würde, ist es einen Versuch Wert. Aber ich würde nicht mehr viel Geld und Zeit in Reparaturversuche stecken. Wäre es meine Hängematte und würde ich an ihr hängen, würde ich die ganze Liegefläche ersetzen, und aus dem kaputten Stoff etwas anderes nähen - z.B. einen Hängesitz oder eine Mini-Hängematte.

    Das Gefühl in einer GE Hängematte eingeengt zu sein hängt stark vom verwendeten Stoff, von der Länge und Breite der Trägerfläche, von der Länge der Ridgeline im Verhältnis zur Hängemattenlänge und vom Schnitt des Netzes ab. In einigen GE Hängematten kann ich auf der Seite schlafen - in anderen nicht. Dementsprechend dürften die Faktoren bei einer 90°-Hängematte ähnlich sein. Wenn die Seiten zu stark hochgezogen werden, würde ich die Ridgeline verlängern und/oder einen weniger dehnbaren Stoff verwenden.

    Bei der im Video gezeigten Version ist ein Underquilt, der die Füsse vollständig umschliesst, unabdingbar, da ein Topquilt / Schlafsack an den Füssen vollständig komprimiert würde.

    Bei der Draumr ist das Design im Fußbereich ähnlich - und dort ist Komprimierung kein Problem. Der obere Bereich ist soweit ich sehen kann auch nur mit einem Stück Shock Cord zusammen gezogen. Und man kann die Konstruktion ja anpassen, sollte es tatsächlich ein Problem sein. Aber so oder so, die Tatsache dass diese 90°-Hängematte mit einem Underquilt funktioniert ist definitiv ein großes Plus für mich.

    Heute Morgen auf Hammockforums entdeckt:

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    Da ich die Schnüre, die in den meisten 90° Designs verwendet werden, noch nie mochte, und schon länger über einen GE-90°-Hybrid nachgedacht habe, finde ich den Ansatz sehr interessant. Ein weiterer Punkt auf meine To-Do-Liste für den Winter :)

    Das Problem mit der Polsterung ist, dass sie sich nur an die Rinde anpasst, sondern auch an das Seil bzw. den Gurt oder die Kette. Wenn ich auf meiner mittelweichen Gästeschaumstoffmatratze auf der Seite liege, berührt mein Hüftknochen den Boden. Das heißt, die Last wird immer noch relativ punktuell übertragen. Bei einem Stück Autoreifen wird die Last vielleicht nur auf die "Rindenberge" übertragen - dafür aber auf eine viel größere Fläche. Abgesehen davon sind Bäume mit so grober Rinde angeblich eher unempfindlicher - schrieb hier zumindest mal ein ausgebildeter Baumexperte.

    Bei einem 70D-Stoff kann man es versuchen. Ich würde aber mit einer geflickten Hängematte keine mehrtägigen Touren mehr machen. Ist der Stoff einmal beschädigt, kann er jederzeit ganz nachgeben. Vor allem wenn die Löcher mitten in der belasteten Zone liegen.

    Wenn das so ist, bleibt wohl nur die Anschaffung einer etwas leichteren Isomatte. Wenn man auf ein neues System umsteigen will, sollte man etwas mehr Zeit für Anschaffung und umfangreiche Tests einkalkulieren. Falls in der Zukunft ein weiterer Urlaub geplant ist, würde ich gleich mit den Tests weitermachen. Dann klappt's beim nächsten mal auch mit der Hängematte ;)

    Ich habe es so wie in Deinem 2. Beitrag beschrieben gemacht: so locker angenäht, dass die Isolation nicht auf Spannung liegt -> auch mit meinen 100kg in der Matte ziehen sich die Nahtlöcher nicht auf.

    Es kommt immer auf den Stoff an. Ich meine, im Forum hätte mal jemand Bilder von einem ähnlichen Projekt mit ziemlich aufgezogenem Stoff gepostet. Wenn ich mich richtig erinnere, war das der 70D Stoff von ExTex. Alle mir bekannten Hersteller von isolierten Hängematten nähen die Isolierung an eine zweite Lage. Daunendichtigkeit ist vermutlich ein Grund - aber Vermeidung von Reklamationen vielleicht ein anderer.

    Mit Zelt hat es ja bereits funktioniert und in der Kürze der Zeit ist denke ich ein pragmatischer Ansatz ...

    Das lese ich nicht aus dem Text:

    Ein super Zelt habe ich zwar, aber keine Isomatte (bzw. nur eine die gefühlt 10kg wiegt - "Gästebett").

    Um im Zelt zu schlafen braucht es auch eine Isomatte. Diese Aussage zusammen mit der Spinnenphobie erwecken den Eindruck, dass evtl. noch gar keine Campingerfahrung besteht. Und dann ist es fraglich, ob ein Zelt besser funktioniert als eine Hängematte. Aber klar - wenn es ein zeitliches Problem gibt, ist es etwas einfacher eine brauchbare Isomatte anzuschaffen.

    Noch eine Idee: wenn Gewicht und eine optimale Wärmeleistung kein Problem sind könntest du auch einfach eine Wolldecke in die Hängematte nähen. Wenn du die Decke nicht auf Spannung nähst, werden die Nähte kaum belastet. Und du liegst kuscheliger. Bei Synthetik und Wolle ist die Kompression kein großes Problem.