Beiträge von Hammock Fairy

    Zu Hause verwende ich schon seit Jahren den Simply Light Designs Catch-All Sack. Prinzipiell kann der das ganze Set-Up schlucken - ich ziehe es allerdings vor, den Hängematteninhalt raus zu nehmen. Die Wurst wird sonst einfach sehr unhandlich. Da ich das Paket nur an die Wand hänge, spart mir diese Packweise Zeit. Im Feld eher nicht, weil ich die Wurst in den Rucksack stopfen muss. Deshalb bleibe ich weiter bei einem Packsack für die Hängematte, und einem für die Quilts.

    Gute Isolationsergebnisse habe ich erreicht indem ich zwei flache Haende Platz zwischen Haengematte und UQ gelassen habe. Somit entsteht ein Luftpolster das sich relativ schnell nach 5-10 min aufwaermt.

    Ich will deine Erfahrungen nicht schlecht reden, aber der Ratschlag zwischen dem Underquilt und der Hängematte einen Abstand zu lassen ist kontraproduktiv. Wenn große Lufttaschen gut isolieren würden, könnte man sich die Füllungen in den Quilts und Schlafsäcken sparen. Dann würden auch Luftmatratzen wunderbar isolieren. Fakt ist, wenn der Quilt nicht anliegt, kann die Luft zirkulieren und die mühsam produzierte Wärme abtransportieren. Das ist vermutlich auch das Problem vom OP - der Quilt liegt nicht richtig an.

    Das Problem mit den Underquilts die an den Ecken bzw. an den langen Seiten aufgehängt werden ist, dass sich eine Halbröhre bildet, die nicht mit der Hängemattenform harmoniert. Je fester man die Aufhängung anzieht, desto besser liegt der Underquilt an - aber desto mehr zieht er den Schläfer in die Mitte. Man kann also lediglich einen Kompromiss finden.

    Sofern der Underquilt breit genug ist (mindestens 130 cm), könntest du es mit einer Clew versuchen. Selbst eine Mittelaufhängung kann die Situation schon verbessern. Ansonsten hast du jetzt aber einen Eindruck davon bekommen, warum so viele Mitglieder hier wookiförmige Underquilts (gekauft, gepimpt oder ganz selbst gemacht) bevorzugen.

    Verstehe ich das richtig, ich kann das Topcover entweder (an stelle des Moskitonetzes) über einen Reißverschluss direkt an die HM machen oder an den UQP welcher auch einen Reißverschluss hat?

    Genau - entweder, oder. Wenn du es an den UQP zippst, hängt die Hängematte lose im so entstandenen Socken.

    Meiner Meinung nach eignet sich Daune für 40°F und leichtere Quilts nicht besonders gut, weil einfach nur noch so wenig Daune in den Kammern ist, dass sie zu leicht verrutscht. Außerdem macht sich der ganz normale Verlust an Bauschkraft viel deutlicher bemerkbar als bei stärker befüllten Quilts. Ab 40°F würde ich nur noch Kunstfaser verwenden - vorzugsweise Fleece wie Climashield Apex, obwohl ich (noch) keine Erfahrung mit loser KuFa in diesem Temperaturbereich habe.

    Auch vom Stacken bzw. Stapeln halte ich nicht viel - jedenfalls nicht wenn die Isolierung noch pack- und vor allem tragbar sein soll (so weit ich weiß sind die meisten Stapler mit einer Pulka unterwegs - da machen 500 g mehr oder weniger nicht so viel aus). Man trägt halt einfach fast doppelt so viel Stoff wie eigentlich nötig mit sich herum, und die Isolierung wird zwangsläufig stärker zusammen gedrückt als bei der Verwendung eines wärmeren Underquilts.

    Ob es nun der 0° Wooki oder der Scandinavian Wooki sein soll würde ich von folgenden Punkten abhängig machen:

    1. Wie kalt durfte es mit dem 20° Wooki werden, bevor es dir zu kalt wurde? Oder anders gesagt: wie kalt bzw. warm schläfst du?

    2. Was ist realistischerweise die tiefste Temperatur, bei der du noch draußen schlafen wirst?

    3. Bei welchen Wintertemperaturen schläfst du meistens draußen?

    Aber Fazit bleibt ja, ein integriertes Netz kann aber muss nicht leichter sein, je nachdem wie viele Reißverschlüsse im Spiel sind.

    Hm, ich kenne keine Hängematte mit mehr Reißverschlüssen als die Eldorado. Sofern die gleichen Materialien verwendet werden, und die Reißverschlüsse nicht komplett überdimensioniert sind (wie z.B. bei Hennessy Hammocks), dürfte es sehr schwer werden, das Gewicht einer integrierten Hängematte zu unterbieten. Ich würde aber die Entscheidung für das eine oder andere System nicht von dem eher kleinen Gewichtsunterschied abhängig machen.

    Eine 40D WB Eldorado wiegt 19,75 Unzen.

    Eine 40D WB Traveller XL wiegt 10,2 Unzen.

    Ein WB Travel Net XL wiegt 9,35 Unzen.

    Das integrierte Netz bei Warbonnet ist also tatsächlich minimal schwerer. Das Travel Net hat aber auch einen Reisverschluss, das Netz von Dutch mit Einstieg von unten wiegt sogar nur um die 170 gramm.

    Du hast die Traveler mit der Traveler XL verwechselt. Die richtigen Gewichte sind:

    Eldorado Single Layer 40D w/o Suspension - 19.75 oz / 560 g

    Traveler XL Single Layer 40D w/o Suspension - 12.5 oz / 355 g

    Travel Net XL - 9.35 oz / 266 g

    ==== 621 g

    Die Eldorado ist also 61 g leichter. Der Unterschied ist nicht groß, aber der zusätzliche Stoff wiegt etwas mehr als die Reißverschlüsse.

    Obacht: Ein integriertes Netz ist oft sogar schwerer, insbesondere wenn Reißverschluss auf beiden Seiten vorhanden ist.

    Das wird immer wieder behauptet, aber ich habe nicht den Eindruck, dass das stimmt. Ein Netzsocke braucht deutlich mehr Stoff als ein integriertes Netz. Selbst bei einem symmetrisch geschnittenem Netz ergibt eine grobe Rechnung einen Gewichtsvorteil. So schwer ist der Reißverschluss nicht, und auch ein Netzsocke hat ja meist Gummikordel integriert.

    Ich klemme meine feuchten Wandersocken im Beinbereich zwischen Wooki und Hängematte. Dort spüre ich keinerlei Wärmeverlust, und Morgens sind sie knochentrocken und warm.

    Beim Underquilt hatte ich noch nie Probleme mit Feuchtigkeit und bleibe deshalb bei Daune. Mein Schlafsack war dafür schon häufiger etwas feucht. Ich teste deshalb gerade einen Top Quilt mit UP. Das könnte ein guter Kompromiss sein.

    Wenn eine teuerere besser wäre lege ich lieber was drauf als 2 mal zu kaufen.

    Du müsstest sehr viel Glück haben, um gleich beim ersten Kauf die für dich perfekte Hängematte zu finden. Die meisten Hänger brauchen mehrere Anschaffungen, bis sie zufrieden sind. Wenn du aber eine brauchbare Hängematte kaufst, ist es aber kein Problem, sie bei Nichtgefallen weiterzuverkaufen.

    Die 2 Matten haben aber auch eher ein stretchy Material oder?

    Nicht die 70D- oder Double Layer-Varianten.

    Wie sind denn die Hennesy Hammocks? Die Explorer Deluxe XL sieht von der Länge ganz gut aus und ist vom Material was dicker.

    Ich finde die Hennessy Hammocks durch den Netzschnitt eher beengt. Und für meinen Geschmack sind sie etwas zu robust. Nicht wegen der Haltbarkeit, sondern vom Gewicht her. Wenn man seine Hängematte nicht durch den Dreck schleifen will, tut es auch eine etwas leichtere Bauweise.

    Alle Campinghängematten die ich bis jetzt benutzt habe, waren bequemer wenn ich das Fußende höher gehängt habe. Vermutlich ist das eine Frage der Hängemattenlänge. Traditionelle Hängematten sind deutlich länger als selbst die längsten Campinghängematten - da kommt es nicht darauf an, ob man nun 50 cm näher am Fußende liegt.

    Wenn du im Preisbereich von Amazonas und DD bleiben willst, aber eine längere Hängematte haben möchtest, bleibt nicht viel Auswahl. Die Set-Ups von Onewind bekommen gute Kritiken und sind über Amazon.de bestellbar. Wenn es eine lange Hängematte mit integriertem Moskitonetz sein soll, bleibt eigentlich nur Khibu. Die Qualität ist sehr gut - aber man muss evtl. mit einer längeren Wartezeit rechnen.