Bei Hängematten ist es schwierig, die Bruchkraft und damit auch die Tragfähigkeit zu ermitteln. Bei einem Seil ist es einfach: Seil in ein Messgerät einspannen und ziehen bis es reißt. Für die Anwendung im Hängemattenbereich teilst du dann den ermittelten Wert durch 5 (Sicherheitsfaktor), dann hast du die empfohlene maximale Last. Dabei ist aber zu beachten, dass du diesen Wert nicht mit dem Gewicht in der Hängematte gleichsetzen kannst, weil noch die Variable des Aufhängewinkels dazu kommt. Bei einem Aufhängewinkel von 30°, muss jede Seite 100% des Gewichts tragen - nicht 50%. Bei flacheren Aufhängewinkeln wird die Belastung immer höher. So kann man jede Hängematte kaputt machen, und gelegentlich sogar Bäume zum Umfallen bringen.
Bei einer Hängematte kommt dazu, dass sich das Gewicht in der Hängematte auf eine Fläche verteilt. Wenn das Gewicht plötzlich auf einen Punkt konzentriert wird weil du dich z.B. auf einen Ellenbogen aufstützt, kann eine Hängematte u.U. auch bei einem überraschend geringen Gewicht reißen. Es ist also für Hersteller sehr schwierig, eine Tragkraft anzugeben wenn sie nicht wissen, wie der Nutzer die Hängematte verwendet.
Bei 100 kg Körpergewicht würde ich entweder eine Single Layer Hängematte aus 40D oder 70D Ripstop Nylon, oder eine Double Layer Hängematte in beliebiger Kombination verwenden. Wenn du die Grenzen nicht ausreizen möchtest (z.B. Single Layer aus 20D), solltest du bei normaler Anwendung (nicht zu flacher Aufhängewinkel, fallen lassen in die Hängematte, ...) keine Probleme haben.
Viel wichtiger ist die Frage, welche Dehnbarkeit für dich am bequemsten ist. Und das musst du leider selbst herausfinden.