Beiträge von Hammock Fairy

    Die Gummikordel von einem Quilt der zwischen Hängematte und Wooki verwendet werden stören mich überhaupt nicht, weil der Zwischenquilt zu 100% vom Wooki getragen wird. Die Zwischenquilt-Aufhängung dient nur dazu, den Quilt am hoch- oder runterrutschen zu hindern. Mit einem Sooki wie dem Trail Winder hat man wesentlich mehr Material. Das ist für den genannten Zweck unnötig. Wenn man den Quilt natürlich auch als Solo-Quilt im Sommer verwenden will, ist die Passform von einem Sooki natürlich besser.

    Wieso drehst du die Reihenfolge nicht um: also HM, Wooki und dann den Synthetikquilt?

    Wäre das vom Schlafklima her nicht angenehmer und, falls man so eine Kombination auch draußen verwenden würde, bzgl. evtueller Feuchtigkeitsaufnahme der Daunen günstiger?

    Ich habe verschiedene Kombinationen mit verschiedenen Underquilts ausprobiert. Am besten funktioniert ein Climashield Underquilt zwischen Hängematte und Wooki. Wenn man einen Daunenquilt als Zwischenquilt verwendet, wird er komprimiert und verliert mehr Daune als normal. Außerdem wird die Liegefläche der Hängematte von den Daunen nach oben gedrückt. Ich finde es angenehmer, wenn die Liegefläche flach bleibt. Beim Schlafklima habe ich keinen Unterschied feststellen können. Das spüre ich nur im Top Quilt bzw. Schlafsack.

    Im Übrigen vergrößert ein normaler (= nicht Wooki) Climashield Underquilt zwischen Wooki und Hängematte auch die isolierte Liegefläche enorm. Für mich hat schon ein sehr dünner / leichter Quilt mit 70 g / 2.5 oz Climashield eine durchschlagende Wirkung.

    Eine Überlegung wäre ob es sinnig ist einen 2ten Sommerquilt (volle Länge) zu kaufe und ihn im Winter mit den vorhandenen zu kombinieren um eine höhere Wärmeleistung raus zu holen

    Das funktioniert, bedeutet aber mehr Packvolumen und mehr Gewicht, weil 2 Underquilts mehr Außenmaterial haben als 1 Underquilt mit mehr Isolierung.

    Oder eine Underquilt so zu modifizieren das man die Kammern der Füllung öffnen kann (z.b. Klettband) und so die Befüllung (Daune) je nach Jahreszeit anpassen kann

    Ich denke, das ist nicht sinnvoll. Erstens dürften Klettband oder andere Verschlüsse nicht daunendicht sein. Zweitens ist es vermutlich eine Schweinerei, die Daune halbjährlich umzufüllen. Und drittens bleibt die Kammerhöhe gleich. Das heißt entweder die Kammern sind nicht ausreichend gefüllt, so dass die Daune verrutscht und sich Isolierlöcher bilden, oder die Kammern sind überfüllt, so dass die Daune sich nicht voll aufbauschen kann, und weniger gut isoliert.

    Oder ist das alles Mist und ich komm nicht drum herum mir auf längere Sicht noch 2 Underquilts zu kaufen

    Es kommt wohl darauf an, wie häufig dein Underquilt zu warm oder zu kalt ist, und wie groß deine Schmerztoleranz ist. Wenn du im Jahr nur alle zwei Monate für ein Wochenende raus gehst, und der Underquilt 2x zu warm und 2x zu kalt ist, könntest du dir z.B. mit einer dünnen Evazote Matte behelfen.

    Die meisten Hänger die ganzjährig regelmäßig mit Hängematte unterwegs sind, haben 2 Underquilts. Das ist vom Gewicht, Packvolumen und von der Isolierung her optimal - aber natürlich nicht aus finanzieller Sicht.

    Für synthetische Isolierung gibt es eine etwas bessere Lösung: SLD bietet für den Trail Winder Underquilt ein "Add-On" zum einlegen bzw. einknöpfen an. Das bedeutet immer noch mehr Material als für einen wärmeren Underquilt, aber man spart sich die zweite Aufhängung. Für Daune gibt es so etwas meines Wissens nach nicht.

    Zu Hause, wo Gewicht und Packvolumen keine Rolle spielen verwende ich im Übrigen sehr gerne einen Synthetik-Underquilt zwischen Hängematte und Daunen-Underquilt. Der Zwischenquilt füllt schön alle Luftlöcher aus, und steigert die Wärmeleistung enorm.

    Das Whipping bitte nicht aufmachen, sonst hast du am Ende nur Probleme, die Hängematte wieder wie ursprünglich zu whippen. Sofern du die Hängematte nicht gerade im Matsch gewälzt hast, ist es auch gar nicht nötig, das Whipping aufzumachen. Aufhängung und Ridgeline würde ich allerdings abnehmen.

    Waschen in der Frontlader Waschmaschine (im Wäschesack) ist absolut problemlos. Ein normaler 30°C oder 40°C Waschgang reichen aus. Ich würde kein Waschpulver verwenden, weil dort meist Bleichmittel drin sind, und das Pulver bei niedrigen Temperaturen oft auch Flecke hinterlässt. Ein Spezialwaschmittel ist meiner Meinung nach nicht nötig, aber Funktions- oder Wollwaschmittel schaden auch nicht. Ich verwende flüssige Fein- oder Buntwaschmittel. Keinen Weichspüler.

    Die Hängematte bitte nicht in den Trockner stecken. Normalerweise kommt sie ohnehin nur feucht aus der Maschine und ist nach wenigen Stunden an der Luft schon wieder trocken und einsatzbereit.

    Herzlich Willkommen im Forum!

    Wichtig ist, Neulingen gleich einzuschärfen, niemals ohne Baumgurte zu hängen und sich auch sonst so rücksichtsvoll wie möglich zu verhalten. Aber ich gehe davon aus, dass wir auch dort enden werden, wo die USA jetzt schon sind: bei vielen Hängeverboten :( Es liegt leider einfach in der Natur der Sache, dass mit einer steigenden Zahl der Im-Wald-Hänger auch die Anzahl der Idioten und Egoisten zunimmt, deren Verhalten dann für Verbote und Einschränkungen sorgt, die leider auch die Rücksichtsvollen und Vernünftigen treffen. Corona hat in dieser Beziehung nicht geholfen. Trotzdem viel Spaß beim Abhängen!

    Hat jemand einen Hinweis oder eine kurze Anleitung wie die kleine Schlaufe in die ridgeline eingespleisst wird?

    Zur Quiltanbringung habe ich Zing-It Schlaufen in die Aufhängung meiner Townsend Hängematte gespleißt. Dazu habe ich zuerst einen Half Bone (einen halben Dog Bone) gespleißt, und dann die Aufhängung einmal durch die Schlaufe gefädelt, den Half Bone durch das Seil (der Aufhängung) gesteckt (wie beim Locked Brummel), den Half Bone soweit durchgezogen, dass die Schlaufe auf der anderen Seite zugänglich ist, die Aufhängung noch einmal durch den unteren Teil der Schlaufe gezogen, und das offene Ende des Half Bones mit einem Bury in die Aufhängung gezogen.

    Allerdings dürfte der Bury sehr dick werden, wenn du AmSteel für den Half Bone verwendest.

    Für mich sieht es so aus, als ob Jeff Myers ein Stück AmSteel mit den Enden nach beiden Seiten eingespleißt hat. Damit umgeht er zwar den doppelt dicken Bury, aber die Last wirkt dann effektiv nur auf einen Bury. Da die Last bei Verwendung im Lounge Mode geringer ist, und bei Versagen bei einer netzlosen Hängematte nicht viel passiert, ist das vermutlich egal. Ich würde aber versuchen, einen Weg zu finden, beide Enden in derselben Richtung einzuspleißen. Das macht das überstehende Stück allerdings viel länger.

    Ich hatte bisher nie Bedarf, den Durchhang meiner Hängematten zu vergrößern, um bequemer darin zu sitzen. Ich sitze eigentlich ganz bequem mit dem normalen Durchhang.

    Ich versuche mein Geld grundsätzlich für fair produzierte Ware auszugeben, daher schneidet OneWind bei mir aus.

    Weisst du etwas, was wir nicht wissen? Wird Onewind unfair produziert?

    Statt eine in Bali produzierte (zu) kurze Hängematte zu kaufen könntest du ja auch eine in Ungarn produzierte Hängematte kaufen und einen kleinen europäischen Hersteller unterstützen. Die Khibu Nirvana ist nur unwesentlich teurer und deutlich besser designt.

    Ich verstehe nicht, warum hier im Forum so wenig über TTTM steht...

    Vermutlich weil die meisten hier längere und weniger dehnbare Hängematten nutzen. TTTM ist halt ein Massenhersteller von nett aussehenden, bunten Hängematten die ganz OK für eine Mittagspause sind, aber für die meisten zu unbequem sind, um mehrere Nächte darin zu schlafen. Selbst in dem Preissegment gibt es mittlerweile brauchbarere Hängematten.

    In dem von dir verlinkten Shop kostet die Matte 80 EUR mehr. Auch nach Vergleich der Versandkosten sind es noch 65 EUR. Oder übersehe ich hier etwas? Ist da noch was dabei, was bei der anderen nicht dabei ist?

    Soweit mir bekannt ist, ist der Dutch Hammock Store nicht mehr - oder zumindest nicht mehr voll im Geschäft. Aber du kannst ja anfragen. Die Preise sind meiner Meinung nach veraltet, denn so günstig konnte ich schon seit 3 Jahren nicht mehr importieren. Bei den NL Preisen würde ich Verlust machen. Außerdem habe ich nur noch eine letzte Double Layer Chameleon auf Lager und werde auch keine Chameleon Hängematten mehr nachbestellen.

    Da das keine kurze Frage ist und du mit Sicherheit nicht nur eine kurze Antwort haben möchtest, habe ich deine Fragen in einen neuen Thread verschoben.

    Wenn ich einen Wooki-Klon nähe, könnte ich doch direkt das Standardhängemattenmaterial für den Innenstoff nehmen. Der ist nicht daunendicht, deswegen müsste ich das ganze Daunenteil als eine Einheit mit 20den Innen- und Außenstoff seperat nähen.

    Richtig.

    Dann würde ich es danach auf den Hängemattenstoff an den Rändern aufnähen. Wäre im Prinzip ein Wooki-Klon, aber optional wie eine isolierte Hängematte nutzbar.

    Richtig.

    Wenn es nicht gut klappt, könnte ich den Daunenteil auch gut wieder abtrennen. Macht das Sinn oder habe ich technisch was übersehen? Die gängigen Einwände gegen isolierte Hängematten sind mir an sich bekannt…

    Du machst dir halt mehr Arbeit als nötig, und das Ergebnis ist auch schwerer als nötig. Der einzige Grund der dafür spricht ist, dass du den Underquilt auch als isolierte Hängematte nutzen kannst. Meiner Meinung nach der größte Grund der dagegen spricht ist, dass der Underquilt schneller verschmutzt und häufiger gewaschen werden muss. Gerade Daunen büßen schnell an Bauschkraft ein, wenn sie fettig / ölig werden.

    Erinnerung: Wenn ihr mehr als eine kurze Antwort haben möchtet, erstellt bitte ein eigenes Thema. Der Thread "Kurze Frage - Kurze Antwort" ist wie der Titel schon sagt für kurze Fragen gedacht, für die es sich nicht lohnt ein Thema zu erstellen, und die sich mit einer Antwort erledigt haben.

    Ich habe irgendwie das Problem, dass ich irgendwo mal die praktische Erfahrung von einem funktionierenden Underquilt machen muss, bevor ich Geld ausgebe und selber einen nähe. Irgendwie schwierig.

    Wenn du darauf wartest, wird es wohl noch Jahre dauern, bis du anfängst. Und aus eigener Erfahrung kann ich dir versprechen, dass die erste Version nicht so werden wird, wie du es dir vorgestellt hast. Ich habe mittlerweile 5 oder sogar 6 Versionen genäht, und habe weitere Verbesserungen für die nächsten Versionen geplant.

    Wenn du Geld sparen willst, bestell dir gleich die fertige Version. Entweder die synthetische Version (der Trailwinder) von Simply Light Designs, oder gleich einen Daunen-Wooki.

    Und ich bin zögerlich, weil mir das alles zu schwer wird. Ich hänge im Leicht-Günstig-Warm-Dreieck fest, sozusagen…

    Leicht - Günstig - Warm --- entscheide dich für die 2 Eigenschaften die dir am wichtigsten sind. Alle 3 Eigenschaften zusammen bekommst du nicht. Für einen symmetrischen Sookie mit 300 g Apex Climashield musst du mit über 1 kg Gewicht und einem halben Rucksack Packmaß rechnen.

    Vom Stoff her würde sich von Extremtextil 300g Apex (bin eine Frostbeule und muss bis 5 Grad reichen) und dann entweder sowas oder https://www.extremtextil.de/ripstop-nylon-…praegniert.html anbieten. Könnte ich bei der 70den-Version den Underquilt als Hängematte benutzen? Ich hbw nirgendwo genaue Angaben gefunden, wo da bei Kunstfaser die Probleme liegen.

    Angeblich haben einige Leute die Isolierung direkt auf den 70D Hängemattenstoff von ExTex genäht und problemlos genutzt. Für die Außenhülle würde ich allerdings einen leichteren Stoff benutzen, z.B. Ripstop-Nylon, daunendicht, soft, 20den, 40g/qm.

    Leider verstehe ich deine Beschreibung nicht und wollte nochmal fragen, ob es irgendwo einen möglichst übersichtlichen und graphischen Bauplan für den symmetrischen Sookie gibt.

    Es gibt keinen Bauplan. Vermutlich weil es so simpel ist. Ich mache meine symmetrischen Sookis beispielsweise so lang, dass sie gut unter die XLC passen. Dafür schneide ich den Trägerstoff auf 330 cm x die gewünschte Breite (z.B. 140 cm) zu, säume die langen Seiten und nähe 3 cm breite Tunnelzüge in die Enden. Dann schneide ich das Apex auf 210 cm x die gewünschte Breite (z.B. 135 cm) zu. Und dann noch den Stoff für die äußere Hülle auf 250 cm x volle Breite. Dann hefte ich zuerst den Hüllenstoff rundum an das Apex (ich falte den überstehenden Stoff um die Kanten vom Apex), und dann das ganze Paket an der gewünschten Stelle an den Trägerstoff. Als letztes nähe ich alles mit der Nähmaschine zusammen. Dann muss der Wooki nur noch gerafft und mit einer passenden Aufhängung versehen werden. Letztendlich ist ein symmetrischer Wooki eine auf eine Hängematte aufgenähte Decke, mehr nicht.

    Es gibt keine perfekte Ridgelinelänge. Grob sind kürzere Hängematten bequemer wenn sie straffer aufgehängt werden als längere Hängematten - aber was am bequemsten ist, muss man selbst ausprobieren. Fang mit einer Länge an, und verkürze oder verlängere sie stückchenweise. Dann merkst du schon, wann sie die Hängematte am bequemsten anfühlt.

    Ich installiere an meinen Kinderhängematten allerdings keine Ridgeline. Das scheint für die Kinder wenig Mehrwert zu haben, behindert aber die Hängemattenakrobatik.

    Am besten funktionieren Isomatten in kurzen, schmalen GE Hängematten wie sie z.B. DD verkauft. Da können sie die Hängematte sogar bequemer machen, weil sie dem Schulterdruck entgegenwirken. Aber bisher habe ich noch keine GE Hängematte mit Isomatte verwendet, die ich einer passenden GE Hängematte mit gutem Underquilt vorziehen würde. Selbst wenn es eine GE Hängematte mit perfekt passender Isomatte gäbe, wäre diese nicht meine erste Wahl, weil ich mit Isomatten immer einen leicht feuchten Rücken bekomme. Mit Underquilt ist das Schlafklima einfach viel angenehmer.

    Diesen doppelten Beutel habe ich ja, wo beide Enden Öffnungen haben. Das ist schon sehr praktisch, aber richtig robust erscheint er mir nicht.

    Was wirkt daran nicht robust? Es würde mich sehr wundern, wenn Onewind ein empfindliches Material für die Packsäcke verwenden würde. Und warum muss der Packsack extrem robust sein? Er soll doch eigentlich nur die Ausrüstung zusammenhalten und ist nur eine Art Organizer für den Rucksack (oder die Radtasche).