Beiträge von Hammock Fairy

    Hammock Fairy

    Die Warbonnet Matten sind mit 62" ja eigentlich nicht schmal. Was ist der Grund, dass WB 89% RL-Länge wählt? Lohnt es sich tatsächlich diese durch eine verstellbare RL zu ersetzen und nochmal zu optimieren? Liege allerdings bereits sehr angenehm mit 175 cm Körpergröße und normal breiten Schultern.

    Bei Hängematten mit integriertem Netz solltest du keinesfalls die Ridgelinelänge ändern. Sonst beschädigst du den Reißverschluss und/oder das Netz. Wenn du eine Hängematte mit einer anderen Ridgelinelänge haben willst, musst du entweder eine von einem anderen Hersteller kaufen, oder selbst eine nähen.

    Hm, meine Hängematten aus dem ExTex-Stoff waren nach dem säumen immer maximal 145 cm breit. Das ist natürlich ziemlich schmal. Aber das sollte sich nicht durch Schulterdruck bemerkbar machen. Ich würde auch die Ridgeline verlängern. Je geringer der Durchhang ist, desto weniger diagonal muss man liegen - was bei so schmalen Hängematten von Vorteil ist.

    Ich würde dem eher trauen wenn die Stützen so eingekeilt sind:

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    Natürlich müssen sie am Boden so fixiert sein, dass sie nicht in Zugrichtung wegrutschen können. Lotrecht würde ich mich nur an solche Stützen hängen, wenn sie sowohl oben als auch unten festgeschraubt sind.

    Es geht nicht um die Nähte - die können alle ähnlich gut oder schlecht - sondern um das Design, genauer gesagt das Netzdesign. Und da spielt Warbonnet einfach in einer eigenen Liga. Ich habe die meisten Netzhängematten ausprobiert, und die einzigen integrierten Netze die mir ausreichend Platz bieten sind die von Warbonnet und die von Clark (oder das von der DD Frontline XL). Leider wiegen die "Tunnelzelt"-Netze viel, deshalb ist Warbonnet der ungeschlagene Favorit wenn es um eine Balance von "leicht" und "komfortabel" geht. Der große Nachteil der Warbonnet Hängematten ist, dass es keine 11.5' oder 12' Länge gibt. Aber bis ca. 185 cm Körpergröße sollte die Standardlänge kein Problem sein.

    Ich konnte aus keinem der Beiträge herauslesen, dass irgendjemand die aktuelle Rechtslage besonders toll findet. Das wäre auch etwas schizophren wenn man davon ausgeht, dass wir wohl alle schon irgendwann mal im Wald übernachtet haben. Im genannten Fall hat sich der betroffene Youtuber aber einfach denkbar bescheuert verhalten. Soweit mir bekannt ist, hat er in einem ausgewiesenen Naturschutzgebiet übernachtet, gekocht und allerlei klar untersagte Tätigkeiten unternommen, sich dabei gefilmt, und das Video mit Beschreibung öffentlich gepostet! Egal wie man nun zu der Sinnhaftigkeit der Verbote und der Strafen in diesem Gebiet steht - mit der Veröffentlichung des Videos hat er sich ganz einfach zur Zielscheibe gemacht. Wäre ich bei der dortigen Forstbehörde angestellt, hätte ich auch reagiert. Wenn die Regeln nicht durchgesetzt werden, kann man sie auch gleich ganz abschaffen. Ob der Effekt für das betroffene Naturschutzgebiet gut wäre, wage ich zu bezweifeln - aber das kann man sehen wie man will.

    Meiner Meinung nach ist die Sachlage ziemlich klar: sofern es nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist das Übernachten im Wald - auch in Schutzhütten - bestenfalls eine Grauzone. Wenn ich so etwas mache, und dazu noch in einem problematischen Gebiet, filme ich mich doch nicht dabei und poste das ganze auch noch öffentlich. Und weigere mich anschließend anzuerkennen, dass ich im Unrecht war. Ja, natürlich übernachten viele Leute im Wald ohne das es Konsequenzen hat. Aber nur, weil etwas nicht geahndet wird, heißt das nicht, dass es rechtens ist. Es wäre schön, wenn es mehr legale Möglichkeiten gäbe, eine Nacht im Wald zu schlafen. Aber mit einem solchen Verhalten erreicht man keine positiven Veränderungen. Eher im Gegenteil.

    Was haben Nylon-Hängematten allgemein für eine Gewebestärke? So wie ich es verstanden habe zwischen 50-90gr/qm, korrekt?

    Es gibt keine Regel. Die amerikanischen Hersteller verwenden meist 40D Nylon, aber auch 20D, 30D oder 70D. Ripstop by the Roll bietet auch Hybrid-Stoffe an, die durch die Verwendung unterschiedlicher Garnstärken bei gleicher Stärke leichter sind.

    Kann man pauschal die Gewebestärke für andere mögliche Hängemattenstoffe anwenden für die Ermittlung der Reißfestigkeit? Ich nehme an andere Stoffe die schwerer sind, sind nicht so stabil.

    Es ist schwer, eine sinnvolle Reißfestigkeit für einen Hängemattenstoff zu ermitteln. Wie willst du das messen? Man könnte die Reißfestigkeit pro Fläche ermitteln, aber das hilft dir wenig, weil die Belastung durch den Nutzer so unterschiedlich ist. Wenn du in der Hängematte liegst, verteilt sich das Gewicht auf eine größere Fläche als wenn du dich z.B. auf dem Ellenbogen aufstützt. Für einlagige Hängematten würde 40D oder 70D verwenden, wenn sie zuverlässig sein sollen. 20D und 30D können auch lange halten, aber bei Mikrobeschädigungen eben auch schnell reißen.

    Die Nähte an den Längsseiten werden so gut wie gar nicht belastet. Sie sorgen lediglich dafür, dass sich der umgeschlagene Stoff nicht öffnet. Ich verwende für nicht lasttragende Nähte (z.B. Warbonnet Whip) am liebsten Gütermann Mara 100 bzw. Gütermann Allesnäher (gleiches Garn). Für Hängematten bei denen die Aufhängung direkt durch den Tunnelzug gezogen wird, verwende ich Gütermann Mara 70 und mache 3 Nähte. Das hat bis jetzt noch jeden Hänger ausgehalten. Der Schwachpunkt ist ohnehin der Stoff unter der lasttragenden Naht. Dort reißt die Hängematte am ehesten. Es ist also ziemlich unsinnig, Dyneema Garn zu verwenden. Das kostet vermutlich nur mehr, und es ist fraglich, ob es sich gut nähen lässt. Und einen Mehrwert hat es nicht.

    Regenjacke war mir leider zu schwitzig und bei Dauerregen ist das Wasser irgendwann an den Rucksackträgern durch gegangen. Ich habe dann lange Zeit einen Poncho verwendet, der zwar deutlich weniger schwitzig war, und auch das Problem mit den Rucksackträgern nicht hatte, aber etwas umständlich zum anziehen war und bei Wind zu sehr herumgeflattert ist. Vor ein paar Tagen habe ich zum ersten mal meinen letztes Jahr bestellten Packa benutzt und war sehr angetan davon. Er ließ sich recht problemlos anziehen, hatte eine recht gute Belüftung, und die Kapuze lässt sich auch gut einstellen. Da der Regen nicht von Dauer war, habe ich den Packa nach vielleicht 30 Minuten wieder ausgezogen. Ein ernster Test steht also noch aus. Aber mein Eindruck bisher war :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Zum bloßen Abschneiden von Stücken braucht man wirklich nur ein Messer, aber spätestens, wenn man Enden ausdünnen will, kommt man so nicht weiter.

    Das geht mit (einem scharfen) Messer und Holzbrettchen schon. Dauert nur länger und ist frickeliger als mit einer guten Schere.

    meine muss ich dafür mehrfach ansetzen, und dabei habe ich sie nicht aus dem Anglerbedarf; allerdings hat sie auch nur etwas mehr als ein Drittel der D-Splice Schere gekostet (billig ist der Hersteller wirklich nicht 😂).

    Gute Scheren sind nicht billig. Das habe ich auch bei Stoff-, Stick- und Papierscheren feststellen müssen. Es ist aber wie bei allen guten Werkzeugen: man weint nur beim Einkauf einmal. Später macht das Arbeiten damit soviel Spaß, dass man den Preis vergisst.

    Ich habe jahrelang ein Rasiermesser mit kleinem Holzbrett benutzt. Für meinen damaligen Spleißbedarf war es OK. Aber als ich angefangen habe, jeden Tag Zing-It / Lash-It und Amsteel zu schneiden, war diese Methode zu zeitaufwendig und mühsam. Ich habe erst eine günstige Dyneema-Schere aus dem Anglerbedarf gekauft - aber die war Schrott. Da ich mit der D-Splicer Spleißnadel sehr zufrieden war, habe ich auch die D-Splicer Dyneema Schere bestellt. Die ging anfänglich durch Dyneema-Seile wie Butter. Leider wurde sie einmal dazu benutzt, irgendein feuerfestes Vlies zu schneiden. Seitdem muss man etwas langsamer schneiden. Aber es geht immer noch schneller als mit einem Messer. Ich würde mir die Schere immer wieder anschaffen - aber wirklich nur um ausschließlich Dyneema damit zu schneiden.