Meiner Meinung nach ist die Sachlage ziemlich klar: sofern es nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist das Übernachten im Wald - auch in Schutzhütten - bestenfalls eine Grauzone. Wenn ich so etwas mache, und dazu noch in einem problematischen Gebiet, filme ich mich doch nicht dabei und poste das ganze auch noch öffentlich. Und weigere mich anschließend anzuerkennen, dass ich im Unrecht war. Ja, natürlich übernachten viele Leute im Wald ohne das es Konsequenzen hat. Aber nur, weil etwas nicht geahndet wird, heißt das nicht, dass es rechtens ist. Es wäre schön, wenn es mehr legale Möglichkeiten gäbe, eine Nacht im Wald zu schlafen. Aber mit einem solchen Verhalten erreicht man keine positiven Veränderungen. Eher im Gegenteil.
Beiträge von Hammock Fairy
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Na ja, ein wichtiger Aspekt bei der Zahnpasta ist das enthaltene Fluorid, das für die Zähne einfach wichtig ist. (Kann man in jedem Zahnpastatest von Stiftung Warentest nachlesen).
Bisher sind meine Zähne problemlos 3 Tage ohne Fluorid ausgekommen, ohne gleich kariös zu werden.
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Warum man aber keine Zahnpasta braucht, erschließt sich mir noch nicht
Weil es viel gründlicher ist. Man bürstet jeden Zahn einzeln ab. Ich schaffe es mit der normalen Zahnbürste und Zahnpasta nie, die Zähne so glatt zu bürsten wie mit der Einbüschelzahnbürste.
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Ich benutze eine Einbüschelbürste. Da braucht man gar keine Zahnpasta. Wurde mir vor Jahren an der Uniklinik für die gründlichere Zahnreinigung zu Hause empfohlen, aber es funktioniert unterwegs natürlich genauso gut.
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Was haben Nylon-Hängematten allgemein für eine Gewebestärke? So wie ich es verstanden habe zwischen 50-90gr/qm, korrekt?
Es gibt keine Regel. Die amerikanischen Hersteller verwenden meist 40D Nylon, aber auch 20D, 30D oder 70D. Ripstop by the Roll bietet auch Hybrid-Stoffe an, die durch die Verwendung unterschiedlicher Garnstärken bei gleicher Stärke leichter sind.
Kann man pauschal die Gewebestärke für andere mögliche Hängemattenstoffe anwenden für die Ermittlung der Reißfestigkeit? Ich nehme an andere Stoffe die schwerer sind, sind nicht so stabil.
Es ist schwer, eine sinnvolle Reißfestigkeit für einen Hängemattenstoff zu ermitteln. Wie willst du das messen? Man könnte die Reißfestigkeit pro Fläche ermitteln, aber das hilft dir wenig, weil die Belastung durch den Nutzer so unterschiedlich ist. Wenn du in der Hängematte liegst, verteilt sich das Gewicht auf eine größere Fläche als wenn du dich z.B. auf dem Ellenbogen aufstützt. Für einlagige Hängematten würde 40D oder 70D verwenden, wenn sie zuverlässig sein sollen. 20D und 30D können auch lange halten, aber bei Mikrobeschädigungen eben auch schnell reißen.
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Bei einer kurzen Suche bei Amazon wurde mir immer 120er Garn als Allesnäher angepriesen.
Vertippt oder sollte ich doch lieber bei Extex oder anderen Nähshops gucken?
Nein, laut Gütermann handelt es sich um Mara 100 - "Stärke: No. 100".
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Die Nähte an den Längsseiten werden so gut wie gar nicht belastet. Sie sorgen lediglich dafür, dass sich der umgeschlagene Stoff nicht öffnet. Ich verwende für nicht lasttragende Nähte (z.B. Warbonnet Whip) am liebsten Gütermann Mara 100 bzw. Gütermann Allesnäher (gleiches Garn). Für Hängematten bei denen die Aufhängung direkt durch den Tunnelzug gezogen wird, verwende ich Gütermann Mara 70 und mache 3 Nähte. Das hat bis jetzt noch jeden Hänger ausgehalten. Der Schwachpunkt ist ohnehin der Stoff unter der lasttragenden Naht. Dort reißt die Hängematte am ehesten. Es ist also ziemlich unsinnig, Dyneema Garn zu verwenden. Das kostet vermutlich nur mehr, und es ist fraglich, ob es sich gut nähen lässt. Und einen Mehrwert hat es nicht.
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Wie bei jedem Hobby muss man Lehrgeld zahlen. Am einfachsten ist es, Ausrüstung von erfahrene(re)n Hängern auszuprobieren, z.B. bei einem Treffen. Ansonsten ist es aber besser in hochwertigere Ausrüstung zu investieren. Wenn die nicht passt, wird man sie relativ leicht wieder los. Oder man fängt gleich an zu basteln. Viele Wege führen nach Rom.
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Regenjacke war mir leider zu schwitzig und bei Dauerregen ist das Wasser irgendwann an den Rucksackträgern durch gegangen. Ich habe dann lange Zeit einen Poncho verwendet, der zwar deutlich weniger schwitzig war, und auch das Problem mit den Rucksackträgern nicht hatte, aber etwas umständlich zum anziehen war und bei Wind zu sehr herumgeflattert ist. Vor ein paar Tagen habe ich zum ersten mal meinen letztes Jahr bestellten Packa benutzt und war sehr angetan davon. Er ließ sich recht problemlos anziehen, hatte eine recht gute Belüftung, und die Kapuze lässt sich auch gut einstellen. Da der Regen nicht von Dauer war, habe ich den Packa nach vielleicht 30 Minuten wieder ausgezogen. Ein ernster Test steht also noch aus. Aber mein Eindruck bisher war

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Zum bloßen Abschneiden von Stücken braucht man wirklich nur ein Messer, aber spätestens, wenn man Enden ausdünnen will, kommt man so nicht weiter.
Das geht mit (einem scharfen) Messer und Holzbrettchen schon. Dauert nur länger und ist frickeliger als mit einer guten Schere.
meine muss ich dafür mehrfach ansetzen, und dabei habe ich sie nicht aus dem Anglerbedarf; allerdings hat sie auch nur etwas mehr als ein Drittel der D-Splice Schere gekostet (billig ist der Hersteller wirklich nicht 😂).
Gute Scheren sind nicht billig. Das habe ich auch bei Stoff-, Stick- und Papierscheren feststellen müssen. Es ist aber wie bei allen guten Werkzeugen: man weint nur beim Einkauf einmal. Später macht das Arbeiten damit soviel Spaß, dass man den Preis vergisst.
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Ich habe jahrelang ein Rasiermesser mit kleinem Holzbrett benutzt. Für meinen damaligen Spleißbedarf war es OK. Aber als ich angefangen habe, jeden Tag Zing-It / Lash-It und Amsteel zu schneiden, war diese Methode zu zeitaufwendig und mühsam. Ich habe erst eine günstige Dyneema-Schere aus dem Anglerbedarf gekauft - aber die war Schrott. Da ich mit der D-Splicer Spleißnadel sehr zufrieden war, habe ich auch die D-Splicer Dyneema Schere bestellt. Die ging anfänglich durch Dyneema-Seile wie Butter. Leider wurde sie einmal dazu benutzt, irgendein feuerfestes Vlies zu schneiden. Seitdem muss man etwas langsamer schneiden. Aber es geht immer noch schneller als mit einem Messer. Ich würde mir die Schere immer wieder anschaffen - aber wirklich nur um ausschließlich Dyneema damit zu schneiden.
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Die Gummikordel von einem Quilt der zwischen Hängematte und Wooki verwendet werden stören mich überhaupt nicht, weil der Zwischenquilt zu 100% vom Wooki getragen wird. Die Zwischenquilt-Aufhängung dient nur dazu, den Quilt am hoch- oder runterrutschen zu hindern. Mit einem Sooki wie dem Trail Winder hat man wesentlich mehr Material. Das ist für den genannten Zweck unnötig. Wenn man den Quilt natürlich auch als Solo-Quilt im Sommer verwenden will, ist die Passform von einem Sooki natürlich besser.
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Wieso drehst du die Reihenfolge nicht um: also HM, Wooki und dann den Synthetikquilt?
Wäre das vom Schlafklima her nicht angenehmer und, falls man so eine Kombination auch draußen verwenden würde, bzgl. evtueller Feuchtigkeitsaufnahme der Daunen günstiger?
Ich habe verschiedene Kombinationen mit verschiedenen Underquilts ausprobiert. Am besten funktioniert ein Climashield Underquilt zwischen Hängematte und Wooki. Wenn man einen Daunenquilt als Zwischenquilt verwendet, wird er komprimiert und verliert mehr Daune als normal. Außerdem wird die Liegefläche der Hängematte von den Daunen nach oben gedrückt. Ich finde es angenehmer, wenn die Liegefläche flach bleibt. Beim Schlafklima habe ich keinen Unterschied feststellen können. Das spüre ich nur im Top Quilt bzw. Schlafsack.
Im Übrigen vergrößert ein normaler (= nicht Wooki) Climashield Underquilt zwischen Wooki und Hängematte auch die isolierte Liegefläche enorm. Für mich hat schon ein sehr dünner / leichter Quilt mit 70 g / 2.5 oz Climashield eine durchschlagende Wirkung.
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Eine Überlegung wäre ob es sinnig ist einen 2ten Sommerquilt (volle Länge) zu kaufe und ihn im Winter mit den vorhandenen zu kombinieren um eine höhere Wärmeleistung raus zu holen
Das funktioniert, bedeutet aber mehr Packvolumen und mehr Gewicht, weil 2 Underquilts mehr Außenmaterial haben als 1 Underquilt mit mehr Isolierung.
Oder eine Underquilt so zu modifizieren das man die Kammern der Füllung öffnen kann (z.b. Klettband) und so die Befüllung (Daune) je nach Jahreszeit anpassen kann
Ich denke, das ist nicht sinnvoll. Erstens dürften Klettband oder andere Verschlüsse nicht daunendicht sein. Zweitens ist es vermutlich eine Schweinerei, die Daune halbjährlich umzufüllen. Und drittens bleibt die Kammerhöhe gleich. Das heißt entweder die Kammern sind nicht ausreichend gefüllt, so dass die Daune verrutscht und sich Isolierlöcher bilden, oder die Kammern sind überfüllt, so dass die Daune sich nicht voll aufbauschen kann, und weniger gut isoliert.
Oder ist das alles Mist und ich komm nicht drum herum mir auf längere Sicht noch 2 Underquilts zu kaufen
Es kommt wohl darauf an, wie häufig dein Underquilt zu warm oder zu kalt ist, und wie groß deine Schmerztoleranz ist. Wenn du im Jahr nur alle zwei Monate für ein Wochenende raus gehst, und der Underquilt 2x zu warm und 2x zu kalt ist, könntest du dir z.B. mit einer dünnen Evazote Matte behelfen.
Die meisten Hänger die ganzjährig regelmäßig mit Hängematte unterwegs sind, haben 2 Underquilts. Das ist vom Gewicht, Packvolumen und von der Isolierung her optimal - aber natürlich nicht aus finanzieller Sicht.
Für synthetische Isolierung gibt es eine etwas bessere Lösung: SLD bietet für den Trail Winder Underquilt ein "Add-On" zum einlegen bzw. einknöpfen an. Das bedeutet immer noch mehr Material als für einen wärmeren Underquilt, aber man spart sich die zweite Aufhängung. Für Daune gibt es so etwas meines Wissens nach nicht.
Zu Hause, wo Gewicht und Packvolumen keine Rolle spielen verwende ich im Übrigen sehr gerne einen Synthetik-Underquilt zwischen Hängematte und Daunen-Underquilt. Der Zwischenquilt füllt schön alle Luftlöcher aus, und steigert die Wärmeleistung enorm.
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Was ist denn der Grund dafür?

Die AmSteel-Seile, die ich mitgewaschen habe, waren nach dem Waschen merkbar blasser und sehen auch gebrauchter aus. Bei netzlosen Hängematten nehme ich darum alles ab; bei integrierten Hängematten lasse ich die Ridgeline meist installiert, aber die Aufhängung nehme ich komplett ab.
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Das Whipping bitte nicht aufmachen, sonst hast du am Ende nur Probleme, die Hängematte wieder wie ursprünglich zu whippen. Sofern du die Hängematte nicht gerade im Matsch gewälzt hast, ist es auch gar nicht nötig, das Whipping aufzumachen. Aufhängung und Ridgeline würde ich allerdings abnehmen.
Waschen in der Frontlader Waschmaschine (im Wäschesack) ist absolut problemlos. Ein normaler 30°C oder 40°C Waschgang reichen aus. Ich würde kein Waschpulver verwenden, weil dort meist Bleichmittel drin sind, und das Pulver bei niedrigen Temperaturen oft auch Flecke hinterlässt. Ein Spezialwaschmittel ist meiner Meinung nach nicht nötig, aber Funktions- oder Wollwaschmittel schaden auch nicht. Ich verwende flüssige Fein- oder Buntwaschmittel. Keinen Weichspüler.
Die Hängematte bitte nicht in den Trockner stecken. Normalerweise kommt sie ohnehin nur feucht aus der Maschine und ist nach wenigen Stunden an der Luft schon wieder trocken und einsatzbereit.
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Bei einem Aufhängewinkel von 90° (also wie bei einer Schaukel) wirkt auf jeden Gurt nur die halbe Kraft. Deshalb braucht man sich bei Continuous Loops auch keine Sorgen zu machen, dass sie reißen könnten

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Wichtig ist, Neulingen gleich einzuschärfen, niemals ohne Baumgurte zu hängen und sich auch sonst so rücksichtsvoll wie möglich zu verhalten. Aber ich gehe davon aus, dass wir auch dort enden werden, wo die USA jetzt schon sind: bei vielen Hängeverboten
Es liegt leider einfach in der Natur der Sache, dass mit einer steigenden Zahl der Im-Wald-Hänger auch die Anzahl der Idioten und Egoisten zunimmt, deren Verhalten dann für Verbote und Einschränkungen sorgt, die leider auch die Rücksichtsvollen und Vernünftigen treffen. Corona hat in dieser Beziehung nicht geholfen. Trotzdem viel Spaß beim Abhängen!