Bei über 30°C Nachttemperatur hätte ich auch in der Hängematte Probleme zu schlafen. Als es letzten Sommer Nachts 28°C im Zimmer hatte, habe ich mir einen Ventilator hinter die Hängematte gestellt und nasse Socken angezogen (wirken wie Wadenwickel). Besser als im Bett - aber angenehm ist trotzdem etwas anderes.
Was die Hängemattenart betrifft: ich bin mit meiner Brasilianischen Hängematte nicht zurecht gekommen. Die ist mir zu dehnbar. Ich schaue mir demnächst mal eine Netzhängematte von alasiesta an. Gerade für so hohe Temperaturen wäre eine mexikanische Hängematte vielleicht besser geeignet. Ich hatte aber nie ein Problem mit den normalen Campinghängematten. Isolieren tun die dünnen Nylonstoffe nicht. Wenn du allerdings ohne Klamotten schläfst, fühlt sich Baumwolle natürlich besser an.
Ich habe bestimmt 5 Jahre mit diversen Gestellen herum gehampelt, bis ich mir die beste Lösung selbst gebaut habe. Hängemattengestelle mit Armen haben immer ein Flex-Problem. Wenn du in die Hängematte steigst, biegen sich die Arme nach innen. Vielleicht ist das bei traditionellen Hängematten kein Problem, aber bei meinen Campinghängematten hing dann immer die Ridgeline durch, bzw. die Hängematte hatte mehr Durchhang als ich bequem fand.
Beim Eigenbau kannst du auch den Raum besser ausnutzen. Je nachdem wie stabil deine Decke ist, würde es unter Umständen schon reichen, wenn du an jeder Seite einen langen, dicken Balken an die Wand lehnst, und zwischen Boden und Decke verkeilst. Etwas sicherer wäre es, eine A-Konstruktion auf die gleiche Weise zu verkeilen. Am sichersten ist eine Türrahmen-Konstruktion. Damit wirkt keine punktuelle Kraft mehr auf die Decke.
Wenn es doch ein Gestell sein soll, dann schau dir mal den Hammock Pipe Stand an. Ich habe so ein Teil im Garten stehen. Die zwei größten Nachteile sind, dass die Stützen unten relativ viel Platz weg nehmen (aber weniger ungünstig als die meisten anderen Gestelle), und das ganze Gestell leicht schaukelt. Aber es war trotzdem das beste Gestell, das ich ausprobiert habe.