Beiträge von Hammock Fairy

    Beim Juni-Treffen hat mein 9 Jahre altes Silnylon Superfly auch durch die unabgedichteten Panel Pulls geleckt. Das hat mich überrascht. Ich hatte vorher in vielen verregneten Nächten noch nie Probleme damit gehabt. Das nur 10m daneben hängende, etwas jüngere Mamajamba hat trotz nicht abgedichteter Panel Pulls nicht geleckt. Entweder war es das Alter, oder - wahrscheinlicher - der Regen hat die Tarps unterschiedlich getroffen, und das Superfly war auch etwas flacher abgespannt. Ich werde jetzt wohl doch alle Panel Pulls abdichten.

    Wie lang ist deine Hängematte? Und wie breit?

    Der Grund dafür, dass man das Fußende höher hängt als das Kopfende ist nicht, dass man mit dem Kopf tiefer liegen will als mit den Füßen, sondern damit man näher am Kopfende als am Fußende liegt. In der Hängematte wird der schwerste Teil automatisch zur tiefsten Stelle gezogen. Je nach Körperbau ist das bei Männern in der Region des Solar Plexus und bei Frauen in der Hüftregion. Wenn man beide Enden auf gleicher Höhe aufhängt, ist der tiefste Punkt der Hängematte in der Mitte. Man rutscht dann aber je nach Körperschwerpunkt mehr zum Fußende hin.

    Ein weiterer Punkt ist, dass die meisten Leute an den Beinen empfindlicher sind als am Rücken. Wenn deine Beine im schmaleren Teil der Hängematte enden, werden sie unangenehm zusammen gedrückt.

    Wenn deine Hängematte sehr kurz ist, und straff aufgehängt werden muss, bringt es nicht viel, das Fußende sehr viel höher zu hängen, denn du hast an den Enden nicht mehr sehr viel Platz. Wenn du es trotzdem bequemer findest, näher am Fußende zu liegen, dann mach das so. Jeder hat andere Bedürfnisse, und vielleicht findest du mehr Druck an den Beinen gut. HYOH.

    Es gibt bei RSBTR eine interessante Tabelle dazu: Hammock Fabric Comparison.

    Naja, die ist nicht so wirklich aussagekräftig, denn die Liegeeigenschaften lassen sich daraus nicht ableiten.

    Wenn es das ist was du willst. Ich verstehe die Zusammenstellung aber nicht. Beispielsweise würde ich es hilfreich finden, wenn das farblich passende Nähgarn dabei wäre. Und weder sind die vollständigen Zutaten für den Packsack noch für die Aufhängung dabei. Und ich weiss nicht, wofür der Mini-Biner gut sein soll. Wenn du eine Hängematte mit Packsack und Klemmschnallen-Aufhängung nähen willst, fehlt noch:

    • eine Rolle Nähgarn - z.B. Mara 70
    • ein Stück Stoff für den Packsack - am besten ein Stück Tarpstoff
    • ein paar Meter Gurtband
    • zwei normale Karabiner

    Da schaue ich mir die DIY-Kits von RSBTR an: das netless hammock kit und das Hex12 Tarp kit. Ich würde gerne eure Meinung wissen über den 1.7 oz MTN XL Hybrid Ripstop Nylon für die Hängematte (schön weit, aber auch stabil?)?

    Ein Kit für eine netzlose Hängematte? Das würde ich lieber selbst zusammenstellen. Der Hauptbestandteil ist ja nur ein rechteckiges Stück Stoff.

    Zum 1.7 oz MTN XL Hybrid Ripstop Nylon: den Stoff mag man entweder, oder man mag ihn nicht. Ich finde die Liegeeigenschaften etwas seltsam; eher hart aber dabei federnd - ein bisschen wie ein Trampolin. Zumindest bei Gathered End Hängematten.

    Ich habe einen riesigen Kessel mit rundem Boden, den ich ins Auto quetschen könnte. Ich schätze mal, dass da mindestens 20l rein gehen. Wegen des runden Bodens muss der allerdings direkt über dem Feuer hängen, kann also nicht zusammen mit anderen Töpfen oder Pfannen auf einem Rost stehen. Ich habe kein Dreibein, das ins Auto passt. Auf Grund der Größe möchte ich ihn aber nur mitbringen, wenn er auch wirklich benötigt wird - nicht als Reserve. Besteht noch Bedarf?

    Ich interessiere mich für diverses von Warbonet: die 11" Blackbird XLC Single Layer 1.7 plus zugehörige wookies (idealerweise 20°), die Ridgerunner, sowie Minifly und Thunderfly.

    Ich habe eine 1.7 SL Eldorado Demo-Hängematte, die ich auch für eine Nacht verleihen kann. Wookis habe ich immer dabei, allerdings für Demos nur 0° XL oder 20° Regular. Eine Ridgerunner bringe ich mit, und kann sie ebenfalls zum Probeschlafen verleihen. Einen Demo-Lynx habe ich nicht. Ich habe auch kein Minifly oder Thunderfly zum verleihen, kann aber ein jeweils ein neues Fly mitbringen und zum anschauen aufhängen. Erfahrungsgemäß dürften auf dem Treffen aber Miniflys und Thunderflys zur Genüge herum hängen.

    Plus empfehlenswertes Zubehör

    Dutch Bling habe ich dabei, aber wenn du spezielle Ausrüstung sehen willst, müsstest du mir sagen was ich unbedingt einpacken soll.

    Ggf. würde ich auch gerne gleich vor Ort zum Kauf schreiten sofern möglich

    Kleinkram ja. Hängematten, Tarps und Quilts nein. Da müsstest du entweder vorab überweisen, dann bringe ich die Ausrüstung mit. Oder du bestellst nach dem Treffen.

    soll ich Dir einfach mal ne PN oder email schicken?

    Wenn es den Shop betrifft, bitte direkt per E-Mail (siehe Signatur). Danke.

    Kann sein, dass das mit einem schmaleren Saum besser funktioniert und dann nur eine ganz leichte Kurve entsteht, die besser reproduzierbar und angenehmer zum Liegen ist.

    Es kann nicht nur so sein, es ist so. Und es entsteht meiner Meinung nach keine größere Kurve als bei der ganz normalen Raffung die bei der Aufhängung durch den Tunnelzug entsteht.

    In dem Fall verhält es sich wohl so, wie hier von mir beschrieben. Will man ein reproduzierbares Whipping haben, so muss man die Kordel so nahe wie möglich am äussersten Rand anbringen und den Dogbone/Continuous Loop unmittelbar dahinter anbringen. Dann entsteht aber nahezu kein Knubbel, jedenfalls nichts, wo man etwas einhängen könnte. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird aber genau das bei den Original-Warbonnet-Hängematten gemacht. Oder wird dort nicht – zumindest an einem Hängemattenende – beispielsweise der Wooki am Knubbel eingehängt?

    Bei dir entsteht deshalb kein großer Knubbel, weil du deine Hängematte als Channel End Hängematte mit einem extrem breiten Tunnelzug genäht hast, und jetzt versuchst mit dem Warbonnet Whip nicht mehr Länge als unbedingt nötig zu verlieren. Wenn du einen schmalen Tunnelzug nähst, kannst du die Whipping Schnur unter dem Tunnelzug verknoten und erhältst einen größeren Knubbel. Es macht wenig Sinn, eine Channel End Hängematte in eine Warbonnet Whip Hängematte umzuwandeln, weil du durch den breiteren Tunnelzug entweder mehr Länge als nötig verlierst, oder keinen guten Knubbel zu Stande bringst.

    Vom Liegegefühl her gibt es kaum einen Unterschied, deshalb würde ich an einer gut funktionierenden Channel End Hängematte auch nichts ändern. Der Warbonnet Whip eignet sich gut für leichte(re) Stoffe, und man kann die Aufhängung einfacher austauschen. Dafür muss man bei der Konstruktion aber berücksichtigen, dass am Ende für den Liegekomfort relevante Länge verloren geht. Bei einem schmaleren Tunnelzug geht zwar weniger Stoff "verloren", aber wenn der sich auffächernde Teil eine bestimmte Mindestlänge haben soll, kann man die gesparte Länge nicht von der Rohlänge abziehen.

    Kannst du da mal ein paar Bilder beisteuern? Ich verstehe nämlich nur Bahnhof. Mir ist bisher aus keiner Anleitung so richtig klar geworden, wie das Warbonnet-Whipping genau funktioniert.

    Du hast doch die Anleitung sowohl als Video als auch als Zeichnung gepostet. Das ist der "Warbonnet Whip". Ein Tunnelzug, Kordel durch den Tunnelzug, Stoff raffen, Kordel verknoten.

    Wenn man eine Hängematte näht, die man mit einem Warbonnet Whip ausstatten will, hängt die Größe des Knubbels vor allem vom Stoff und der Anzahl der Lagen sowie von der Breite des Tunnelzugs ab. Bei einer Lage aus einem 20D-Stoff wird der Knubbel deutlich kleiner als bei zwei Lagen aus einem 70D-Stoff. Und bei einer Tunnelzugbreite von 2cm wird der Knubbel kleiner als bei einer Tunnelzugbreite von 4cm. Es sei denn, man verknotet die Whipping-Schnur oberhalb der Tunnelzugnaht, was aber etwas fummeliger ist und der Aufhängung auch nicht so guten Halt bietet.