Beiträge von Hammock Fairy

    Re "Verändere nie die Unterfadenspannung" - ich glaube das trifft nur zu, wenn man mit normalen Nähgarnen näht. Ich musste sie jedenfalls verstellen, um mit dem dicken Mara 70 nähen zu können. Da hat es nicht mehr geholfen, die Oberfadenspannung zu erhöhen. Da ich viel mit verschieden Garnstärken nähe, habe ich mir mittlerweile eine Spulenkapsel für jedes Garn geholt und die Fadenspannung angepasst. So klappt es auch mit Mara 70.

    Wenn die Nester auf der Unterseite sind, ist die Unterfadenspannung zu fest bzw. die Oberfadenspannung zu locker. Geht der Fadensalat gleich am Anfang los oder erst nach ein paar Stichen? Ich nähe meist auf einem kleinen Stückchen Papier an, und lege auf den letzten 2cm zusätzlich den Stoff unter. Dann kurz Faden sichern, und los geht's. Durch das Papier werden beide Fäden fixiert. Man kann natürlich auch gleich auf dem Stoff loslegen, und beide Fäden festhalten, damit sie nicht nachgezogen werden. Aber bei den dünnen Stoffen hat das häufig einen zusammengezogenen Stoffknubbel zur Folge.

    Aber das ist wohl wie beim Vernähen von rutschigen Tarpstoffen: da hilft alles Schimpfen nicht, man muss damit klarkommen.

    Ich hatte schon überlegt, ob es Sinn macht, eine Naht ins Apex zu machen, bevor man es zuschneidet. Also vielleicht 1cm von der Schnittkante entfernt. Dann können sich die Schichten nicht mehr verschieben. Das wäre aber sehr viel Aufwand. Beim nächsten Apex-Projekt versuche ich es erstmal mit Sprühkleber.

    Ich habe vor einem Jahr eine Cross Hammock mit 133er Apex isoliert. Da funktionierte sowohl das auf Links Drehen als auch das Heften am Rand problemlos. Wieso verschiebt sich denn bei deinem dünneren Material das Nähgut? Hast du nicht auch eine Pfaff mit Obertransport? Auf Sprühkleber würde ich eher verzichten.

    Ich habe mich vertan - ich habe auch das 4oz / 133g Apex verwendet. Mein Apex war nicht eine gleichmäßige Schicht, sondern hat den Eindruck gemacht, als ob mehrere Schichten nur zum Teil miteinander versponnen worden wären. Ich habe versucht so zu schneiden, dass die Kante senkrecht ist. Direkt nach dem Schneiden war sie das auch. Aber sobald ich das Apex bewegt habe, hat es sich innerlich verzogen - und das zum Teil sehr deutlich. Ich habe versucht, die Haltenaht nur 2 oder 3cm von der Schnittkante zu setzen. Aber dabei habe ich streckenweise nur einen Teil vom Apex erwischt. Ich konnte meinen Quilt auch nicht wenden bzw. umstülpen, weil es ein Wooki-Klon war. Und ich habe die komplette Breite des Apex genutzt (ca. 155cm x 200cm) und wollte sie maximal erhalten.

    Nein, ich habe gar keine Nahtzugabe gemacht. Ich hatte erst Zweifel, ob das funktioniert, aber mehrere erfahrene Näher hatten geschrieben, daß eine Nahtzugabe nicht nötig wäre. Das vereinfacht den Stoffzuschnitt natürlich erheblich. Einfach die Isolierung auf den Stoff legen, anzeichnen und zuschneiden.

    Die Nahtzugabe ist der Abstand zwischen der Naht und der Schnittkante. Es ist meiner Meinung gar nicht möglich, keine Nahtzugabe zu machen, weil die Naht dann exakt auf der Schnittkante verlaufen würde, und bei der geringsten Belastung ausreissen würde. Deinen Fotos nach zu urteilen, hast du eine recht großzügige Nahtzugabe gemacht - du hast doch auf der angezeichneten Linie genäht, oder? Alles was außerhalb der Naht liegt, wird beim Umstülpen zurück gefaltet. Darauf zielte meine Frage ab. Ich habe versucht, knapper an der Schnittkante zu nähen (ca. 2-3cm), und hatte da das Problem, dass ich nicht immer alle "Schichten" des Apex erwischt habe.

    Sind die fünf Euro über dem Freibetrag zu viel Aufwand für die Bearbeitung?

    Ich meine mal irgendwo auf der Webseite vom Zoll gelesen zu haben, dass keine Abgaben erhoben werden, wenn der Wert unter 5,00€ liegt. Allerdings sollten die Abgaben für deinen Einkauf knapp über 5,00€ liegen - also vielleicht Glück gehabt. Denn wenn die Post die Ausgaben eingesammelt hätte, wären noch 6,00€ oben drauf gekommen.

    Eigentlich wird doch Porto und Verpackung bei der Einfuhr vom Zoll mit verzollt?!

    Ja, wenn es für den Zoll erkennbar ist. RbtR schreibt aber häufiger nur den Warenwert auf die Zollerklärung. Wenn der geringer war als 22,00€ und keine Versandkosten deklariert waren, ist der Zoll von einer Sendung mit geringem Wert ausgegangen.

    Oder das Päckchen ist eben einfach durchgerutscht.

    Was bei mir erschwerend dazu kommt: Es geht um ein Hexon W 1.6, also den extra breiten Stoff. Das macht den Knubbel bestimmt nicht kleiner.

    Ich habe den Warbonnet Whip auch bei meiner 195cm breiten Hängematte aus 2.6oz Ripstop Nylon gemacht und fand nicht, dass die Stoffbreite ein Problem war. Bei den Heavyweight Double Layer Hängematten ist er auch nicht kleiner.

    Wie ich weiter oben schon einmal schrieb: Das Warbonnet-Whipping macht eine mehr oder weniger ausgeprägt konkave Kurve, der Tunnelzug eine konvexe Kurve (ca. 1,5cm, je nach Stoffbreite und Dicke). Ich finde schon, dass man da einen Unterschied spürt.

    Versuch die Ecken weniger stark einzuziehen. Allerdings habe ich den Warbonnet Whip noch nie bei einer Hängematten mit kurvigen Enden gemacht. Es ist möglich, dass sich die beiden Designs nicht vertragen. Allerdings konnte ich mit geschlossenen Augen keinen Unterschied zwischen einer Channel End Hängematte und einer Warbonnet Whip Hängematte spüren - sofern alle anderen Parameter gleich waren.

    Der Warbonnet Tunnelzug ist 1", also ca. 2,5cm breit. Meine Tunnelzüge für den Warbonnet Whip habe ich auch meist 3cm breit gemacht. Bisher konnte ich den Stoff immer bis fast an die Naht einziehen - oder jedenfalls deutlich weiter als auf deinen Fotos. Man braucht aber Geduld und Gefühl in den Fingerspitzen. Außerdem muss man aufpassen, dass der Knoten nicht aufgeht. Ich ziehe ihn erst dann knalleng, wenn ich mit dem Whipping zufrieden bin. Eine leichte "Kurve" bleibt immer - aber ich hatte nicht den Eindruck, dass sie sich sehr von der unterscheidet, die bei einer Aufhängung durch den Tunnelzug entsteht.

    Meiner Meinung nach geht das. Man hält die Kordel mit zwei Fingern, und dann zieht man den Stoff Falte für Falte von unten durch die Kordel. Mit der Größe des Stoffknubbels sollte das nichts zu tun haben. Der hilft eher, damit man den Stoff nicht zu weit zieht.

    Ich ziehe den Stoff beim Warbonnet Whip deutlich weiter in die Schnur rein. Da der Stoff bei den Warbonnet-Hängematten auch nicht so weit über die Kordel steht, nehme ich an, dass Warbonnet es ähnlich macht.

    Ich nutze auch immer die 8-er Wicklung. Selbst relativ steife Schnur wie Glowire oder Ironwire verknotet sich wenn man sie lose in den Packsack steckt. Es kostet nur leider immer etwas Zeit. Auf Hammockforums nutzen einige Leute Bob-EEZ. Ob die bequemer sind, weiss ich nicht. Irgendwann bestelle ich mir mal so ein Paket.

    Na, ich finde, dass es trotzdem deutlich mehr zieht als in einem Zelt. Bei warmem Wetter stört mich das aber nicht - im Gegenteil.

    Es zieht mehr als in einem Doppelwandzelt - aber weniger als in einem Einwandzelt. Das hängt aber auch vom Aufbau ab. Wenn man keinen Luftzug haben will, muss man das Tarp eben so tief wie möglich aufhängen. Dann kann man natürlich nicht mehr darunter stehen. Und klar kann man noch größere Tarps verwenden. So warm wie in einem Socken wird es aber meiner Meinung nach nicht. Jedenfalls ohne Ofen.

    Die Pi-mal-Daumenregel besagt, dass die Tarp-Ridgeline mindestens genauso lang sein sollte wie die Hängematte. Für mehr Wetterschutz gerne auch etwas länger. Die meisten Nutzer verwenden ein 11' oder 12' langes Tarp mit einer 11' langen Hängematte. Wenn das Tarp noch länger ist, kollidiert es irgendwann mit der Hängemattenaufhängung. Ganz abgesehen davon, dass der Baumabstand auch immer weiter sein muss.

    Wenn das Tarp volle oder halbe Türen hat, bietet es bei gleicher Ridgelinelänge mehr Wetterschutz ohne mit der Hängemattenaufhängung zu kollidieren. Ein 11' Minitüren-Tarp bietet z.B. mindestens ähnlichen Regenschutz, wenn nicht sogar mehr als ein 12' Hex-Tarp, und wiegt dabei weniger.

    Wenn du maximalen Windschutz haben willst, solltest du am besten ein Wintertarp mit Türen wählen. Die Tarpbreite entspricht meist der Stoffbreite, da man ansonsten einen Stoffstreifen annähen muss. Da die wenigsten Tarp-Hersteller extra breite Stoffe verwenden, läuft es auf eine Breite von ca. 150cm hinaus. Wenn man die Türen schließt, hat man einen ähnlichen Windschutz wie im Zelt.

    Eine Alternative zu einem Wintertarp ist ein Windsocke. Der ist noch effektiver darin, warme Luft in der Hängematte zu halten. Und da der Stoff unbeschichtet ist, gibt es weniger Kondensationsprobleme.

    Gleich mal vorneweg: die Ultra-Light Microrope ist NICHT ultra-leicht. Das sind 2 x 250cm Seile mit Klemmstab und die wiegen 160g. Zum Vergleich - die Warbonnet Klemmschnallen-Aufhängung besteht aus 2 Amsteel-Schlaufen, 2 Aluminium Klemmschnallen, und 2 x 360cm Polyestergurten und wiegt ca. 180g. Das heisst sie ist 20g schwerer, dafür aber pro Seite auch 110cm länger.

    Ich habe die Microropes im Übrigen selbst, und habe sie zu Hause in der Wohnung verwendet. Die Klemmung gefällt mir ganz gut - aber ich würde diese Aufhängung nie mit auf Reisen nehmen.

    Zum Baumschutz: ja, da wird viel spekuliert. Vielen Bäumen macht es vielleicht nichts aus, wenn man eine Hängematte mit Hilfe eines Seils daran aufhängt. Aber kannst du erkennen, welche Bäume eine empfindlichere Rinde haben? Bist du bereit, auf das Hängen zu verzichten, wenn die einzigen brauchbaren Bäume durch Seile Schaden nehmen würden? Und selbst wenn du extrem verantwortungsbewusst bist - was ist mit deiner Vorbildfunktion? Bist du sicher, dass jeder der von dir inspiriert wird sich ebenfalls eine Hängematte mit Seilaufhängung zu holen ebenso kundig und verantwortungsbewusst ist wie du?

    Bedenke auch, dass Förster, Parkaufseher, Baumpfleger usw. meist nicht diskutieren wollen, sondern auf Grund von einem Fall durchaus auf die Idee kommen können, Hängematten komplett zu verbieten. In den USA gibt es mittlerweile viele Gebiete, in denen wegen verantwortungsloser Hänger Hängematten komplett verboten sind.

    Aus diesen Gründen möchte ich dich bitten, immer Gurte um den Baum zu verwenden! Gewicht kannst du entweder mit ultra-leichtem (aber auch teuren) Material sparen - oder mit kurzen Gurten. Der Gurt muss ja nur lang genug sein, um um den Baum zu gehen. Die Längeneinstellung kann über ein Seil erfolgen.

    Der Quiltstoff war auch nicht das Problem. Den näht die Maschine wunderbar. Das Climashield ist wirklich das Problem. Es ist halt ein 3D-Gespinnst von Fasern, dass sehr flexibel in sämtliche Richtungen ist. Ich habe Sprühkleber bestellt und werde das beim nächsten Quilt ausprobieren. Wenn er funktioniert, wäre mir Kleber ohnehin lieber, weil Quiltstoffe so wenig wie möglich gelöchert werden sollten. Und ich habe eine Menge Löcher hinterlassen...