Beiträge von Hammock Fairy

    Bisheriger Plan war Hängematte für drinnen zum rumfläzen mit Sohnemann, 3 Jahre, doch dann bin ich hier auf das Forum aufmerksam geworden. ;(

    Also viel gelesen und die unendlichen Möglichkeiten entdeckt, aber jetzt bin ich dank dem vielem Stoff ein wenig überfordert.


    Neuer Plan: Hängematte für drinnen(immernoch) aber sie sollte auch für leichte Outdooreinsätze geiegnet sein.


    Frage:

    Welche Matten sind geeignet?

    Du solltest dich von dem Plan "eine Hängematte für alle Gelegenheiten" verabschieden. Jede Hängematte hat Vor- und Nachteile bzw. Stärken und Schwächen.

    Für das Abhängen mit deinem 3jährigen Sohn sind die meisten Campinghängematten mit integriertem Netz nicht gut geeignet, weil sie nur für eine Person konstruiert sind. Natürlich kann man auch ein Kind mit in die XLC nehmen - aber da fühlt man sich schnell beengt, und wenn der Kleine anfängt zu zappeln, geht unter Umständen etwas kaputt. Als Zuhause-Familien-Hängematte würde ich eine traditionelle brasilianische Hängematte empfehlen (z.B. so eine). Wenn du genug Platz hast, dann nimm die längste und breiteste die du finden kannst. Alternativ gibt es auch netzlose Campinghängematten aus robusteren Stoffen. Ich habe beispielsweise viele Stunden mit meinen Nichten und Neffen in Hängematten abgehängt wie der Lesovik Spirit. Bei kleineren Kindern reicht die Breite. Wenn sie größer werden, solltest du darüber nachdenken, selbst etwas aus einem breiten 70D (oder stärker, wenn du ihn finden kannst) Stoff zu nähen.

    Die XLC ist für Outdooreinsätze gedacht, und für mich die beste Campinghängematte auf dem Markt. Für 185cm sollte sie auch noch passen.

    Brauche ich für drinnen auch Isolation von unten?

    Wie Mittagsfrost schon schrieb, brauchen die meisten Hänger bei den in Deutschland üblichen Temperaturen Isolierung von unten. Manche mehr :rolleyes:, manche weniger.

    Was für Zubehör ist sonst noch unbedingt von nöten?

    Zubehör für welchen Einsatzzweck? Für Outdooreinsätze brauchst du eine Hängematte mit Aufhängung; Isolierung von unten und von oben; vermutlich ein Kissen oder eine Kopfstütze; und ein Tarp mit Aufhängung und Abspannung. Für drinnen brauchst du eine Hängematte mit Aufhängung; eine Aufhängemöglichkeit (z.B. Gestell); und - wenn du in der Hängematte schlafen willst - vermutlich ebenfalls Isolierung die der im Bett entspricht.

    Vielleicht gibbt es ja auch jemanden im Raum Osnabrück / Tecklenburg der mich der Materie mal näher bringen kann

    Das vorherige Testen von Ausrüstung ist sicherlich hilfreich, aber auf Grund der Nischigkeit des Hobbys meist etwas schwierig. Normalerweise würde ich sagen, komm zu einem unserer Hängemattentreffen - aber ich fürchte, das wird dieses Jahr nichts.

    Die abgebildeten Seile lassen sich nicht spleißen. Nur der Kern ist aus Dyneema - der Mantel ist aus Polyester. Durch den Polyester-Mantel lassen sich die Seile vermutlich knoten.

    Wenn sich die Situation nicht bessert, werde ich nicht kommen. Ich habe zu viele ältere Menschen mit Vorerkrankungen in der Verwandtschaft, die ich keinem unnötigen Risiko aussetzen will. Außerdem wäre es mehr als unangenehm, wenn ich nach dem Treffen nicht mehr nach Hause kann, weil eine Gegend unter Quarantäne gestellt wird - siehe Italien.

    Sorry, ich halte auch nichts von Panikmache, aber nach allem was Ärzte in schwer betroffenen Regionen berichten, ist der Corona-Virus ist nicht mit dem normalen Grippevirus gleichzusetzen. Oder sorgt der normale Grippevirus auch für aus allen Nähten platzende Intensivstationen?

    Zur Länge hat jeder seine eigene Meinung. Letztendlich hilft da nur ausprobieren. Warbonnet Hängematten sind vergleichsweise kurz, weil sie durch das Whipping an nutzbarer Länge verlieren. Andererseits sind sie breiter als die meisten anderen Hängematten, haben eine längere Ridgeline und ein besseres Netzdesign (z.B. Footbox), was die fehlende Länge etwas ausgleicht. Mit 190cm bist du aber auf jeden Fall an der oberen Grenze - wobei ich auch 200cm große Nutzer kenne, die auf Warbonnet schwören.

    Vom Packmaß her kann ich nur sagen, dass ich eine reguläre Blackbird, ein Superfly, einen 0° Wooki und einen 20° Schlafsack in das Schlafsackfach meines 35 + 10 Liter Rucksacks packe. Je nachdem was du sonst noch an Ausrüstung mitnehmen willst, wird es mit einem 50 Liter Rucksack knapp - aber ich hatte in den USA sogar noch einen mittelgroßen Bärenkanister mit dabei. Mit guter Packtechnik geht das alles.

    Einen UQP brauchst du nicht zwingend, wenn du normal vorsichtig bist. Ich verwende zur Sicherheit einen UQP, aber in erster Linie geht es mir um den zusätzlichen Windschutz.

    Nun zum tarp, wie sieht es da mit einsaugverhalten vom Stoff aus. Saugt sich einer von beiden, silpoly oder silnylon mehr mit Wasser voll, als der andere? Was habt ihr da für Erfahrungen? Will dass so trocken wie möglich in den Rucksack packen, beim Wandern.

    Dazu gab es vor einiger Zeit einen Bericht auf HammockForums. In der Theorie nimmt Nylon Wasser auf, während Polyester und DCF es abstoßen. In der Praxis ist aber dummerweise die Oberflächenspannung wohl entscheidender. Ich habe es nicht getestet, aber ich denke der Unterschied zwischen einem nassen 20D Silpoly Tarp und einem nassen 30D Silnylon Tarp dürfte marginal sein.

    Ich verwende seit fast 10 Jahren Silnylon Tarps von Warbonnet und hatte noch nie das Problem, dass sich der nasse Stoff exzessiv gedehnt hätte. Nach einer Nacht Regen hängt das Tarp zwar nicht mehr so straff wie direkt nach dem Aufbau, aber keinesfalls so schlaff, dass es mich jemals gestört hätte.

    Ist der Amazonas Underquilt vorgeformt? Also ist er an den Enden konisch geschnitten? Wenn ja, ist es meiner Erfahrung nach unmöglich ihn gut an die Hängematte anzupassen. Vor allem wenn die Hängematte länger ist. Obwohl deckenförmige Underquilts auch ihre Probleme haben, würde ich sie einem vorgeformten Underquilt jederzeit vorziehen. Die mit Abstand beste Passform bietet natürlich der Wooki. Klar, denn der hat ja auch die gleiche Form wie die Hängematte.

    Falls es von Interesse ist: mit Chrome habe ich keine Anzeigeprobleme. Wenn es mit dem Verändern der Größe zu nervig wird also vielleicht einfach mal testen, ob das Problem mit Chrome auch besteht.

    Alternativ mal den Inkognito-Modus verwenden. Ich habe sowohl beim Hängemattenforum als auch bei Hammock Forums gelegentlich mal Anzeigeprobleme (z.B. bewegliche schwarze Blöcke die über Teilen der Seite eingeblendet werden), die im Inkognito-Modus verschwinden. Dann muss ich mal wieder Cache und Cookies löschen...

    Mit dem tarp sieht es genauso aus da gibt's verschiedene Stoffe zb silpoly oder silnylon ?

    Silpoly dehnt sich zwar weniger als Silnylon - ABER das wird zum Teil von der Stoffstärke ausgeglichen. Deshalb sind die 20D Silpoly-Tarps leichter als die 30D Silnylon-Tarps. Silnylon ist auf jeden Fall robuster - zum einen weil es aus dickerem Garn ist, zum anderen weil Nylon stärker als Polyester ist. Und die leichte Dehnung federt Belastungsspitzen besser ab. Allerdings habe ich seit Einführung des Silpolys keine Berichte von durch Überlastung gerissenen Tarps gelesen. Insofern ist es wohl hauptsächlich eine Geschmacksfrage.

    Von der Langlebigkeit her sollte es bei keinem der Stoffe Probleme geben - sofern dein Gewicht unter der angegebenen Kapazität liegt und du die Hängematte vor Beschädigungen und übermäßiger UV-Strahlung schützt. Selbst ein 70D Nylon ist immer noch ein leichter Stoff, der nicht durch die Büsche geschleift werden sollte.

    Bleibt die Frage der Dehnung. Welcher Stoff für dich am bequemsten ist, müsstest du selbst ausprobieren. Demnächst sind zwei Hängemattentreffen, auf denen du alle Kombinationen testen könntest. Oder du kommst zum Probeliegen nach Deggendorf. Alternativ vermiete ich auch Warbonnet-Hängematten.

    Die Dehnbarkeit würde ich folgendermaßen einordnen:

    Heavyweight Double Layer - 2 x 70D = sehr wenig dehnbar, fast hart

    Heavyweight Double Layer - 2 x 40D = etwas dehnbarer, weniger hart

    Lightweight Double Layer - 20D / 40D = dehnbar, eher weich

    Single Layer - 70D = dehnbarer, weich

    Single Layer - 40D = am dehnbarsten, weich

    Nach meinem Gefühl dehnt sich das 40D Dream-Tex nicht so stark wie andere 40D-Stoffe. Normalerweise bekomme ich in 40D nach 3-4 Stunden Rückenschmerzen. Das war beim Dream-Tex überraschenderweise nicht der Fall. Mein Favorit wäre sie aber trotzdem nicht.