Beiträge von Hammock Fairy

    Ist der Pflegenachteil eines integrierten UQ, dass man die HM nicht so einfach mal waschen kann?

    Daune waschen ist nicht schwer. Daune trocknen dagegen sehr. Zumindest wenn sie anschließend wieder schön bauschig sein soll. Wenn du einen Trockner hast, der nicht sofort aufhört zu trocknen sobald die Hülle trocken ist und nicht zu heiß wird, hält sich der Aufwand einigermaßen in Grenzen. Wenn du die feuchte Daune aber manuell entklumpen musst, dauert der Trocknungsprozess einige Tage und das Ergebnis ist nicht so wie neu. Außerdem geht bei jeder Wäsche Daune verloren.

    Ich habe fast nie etwas von mehreren Underquilts im Zwiebelprinzip gelesen. Spricht etwas dagegen Sommer und Herbst zusammen als Winter UQ zu verwenden?

    Das funktioniert, ist aber natürlich nicht so effektiv wie ein wärmerer Underquilt, weil 2 Underquilts doppelt soviel Hüllen haben wie 1 Underquilt.

    Deine Augen sind nicht die einzigen Organe, die bestimmte Lichtwellen wahrnehmen können. Und nur weil du nur ein bestimmtes Lichtspektrum bewusst sehen kannst, heißt das nicht, dass über das Auge nicht noch andere Informationen weitergegeben werden. Bewusst hörst du auch nur ein bestimmtes Schallspektrum, aber dein Körper verarbeitet auch unhörbaren Schall - siehe Infraschall.

    Das nützt einem dann im Feldversuch in dem Moment genau was? Mitten in der Taiga, oder in Spanien, in Schweden, am Wochenende.... "Hey! Ich hab ja Garantie".... bringt Dir absolut garnichts. Der Schaden wird ersetzt, dein Urlaub aber nicht.

    Ja, wenn du das Gestell tatsächlich fernab der Zivilisation benutzt wenn es brechen sollte, ist das natürlich unschön. Allerdings würde ich neue Ausrüstung immer erstmal testen, bevor ich sie in Situationen verwende, wo das Versagen problematisch ist. Und in der Realität eignen sich 99% aller Hängemattengestelle nicht wirklich zum wandern.

    Aber ich glaube, wenn du beim Turtlebug solche Bedenken hast, sind transportierbare Hängemattengestelle nichts für dich.

    Solange es vom Gewicht tragbar bleiben soll kann das durchaus sein (eine steckbare Edelstahlstange mit 3 bis 4mm Wanddurchmesser würde sich glaube ich nicht biegen - und wäre immernoch verpackbar. Aber eben auch sackschwer).

    Es wäre interessant, das auszuprobieren - ich wäre nicht überrascht, wenn sich auch so eine massive Stange immer noch erkennbar (wenn auch weniger) biegen würde. Die Länge ist immerhin etwas mehr als 3 m, und das Gewicht wirkt auf die Enden. Allerdings möchte ich nicht mehr unter so einer schweren Stange liegen.

    Wirklich interessant. Dann scheint es ja zu funktionieren. :thumbup: Mir ist bei dem Anblick direkt unwohl geworden :D

    Warum? Soweit ich weiß verbiegt sich Aluminium zuerst und bricht später - splittert aber nicht wie z.B. Carbon. Das heißt, wenn die Firststange tatsächlich zu schwach sein sollte, wird sie sich vermutlich zuerst merkbar verformen. Sofern das vom Hersteller angegebene maximale Gewicht nicht überschritten wurde, müsste YoboGear die Stange ersetzen. Ich habe aber keinen Grund, an der Herstellereinschätzung zu zweifeln. Ich habe sowohl den Cricket Stand als auch den Hive Stand schon viel genutzt, und Stabilität oder Haltbarkeit war kein Problem. Und der Turtlebug hat auf mich einen guten, ersten Eindruck gemacht.

    Du hattest ja bereits ein Foto der Draumr im Turtebug gemacht. War das die „Standartversion“ des Turtlebug? Es sah auf dem Foto schon recht niedrig aus. 😅

    Sorry, ich habe die Draumr noch nie im Turtlebug aufgehängt. Ich habe den Turtlebug erst seit 3 Wochen und hatte noch keine Gelegenheit, ihn ausgiebig zu testen. Ich habe nur kurz einen Hängesitz aufgehängt und Probe gesessen. Um ihn mit einer größeren 90° Hängematte zu testen fehlt mir momentan der Platz.

    Wenn es auf das Gewicht nicht ankommt, würde ich den neuen YoboGear Turtlebug Camper Stand empfehlen. Der ist super schnell auf- und abgebaut (schneller als jedes andere Gestell das ich ausprobiert habe) und lässt sich sehr einfach verkürzen.

    Den Tensa4 habe ich einmal mit einer 90° Hängematte verwendet, bin aber immer mit Stangen kollidiert. Außerdem muss man ihn beidseitig abspannen, wofür er eigentlich nicht gedacht ist.

    Eine Budget Alternative ist das Dreibeingestell von Decathlon. Der steht allerdings nicht so sicher wie der Turtlebug, ist sauschwer und verpackt sich nicht gerade klein. Er nimmt auch mehr Platz weg und lässt sich nicht so einfach verkürzen. Aber er kostet halt auch weniger als die Hälfte.

    Meine 2 Cent als Vielimporteur (mindestens 30 Sendungen pro Jahr zwischen 2018 und 2023):

    Ich will mal wieder was aus den Vereinigten Staaten von Amerika bestellen. Um genau zu sein, bei Warbonnet Outdoors und eventuell bei ein zwei anderen Hängemattenherstellern bzw. Hängemattenzubehör-Produzenten. Welche Versandart macht eurer Erfahrung nach am meisten Sinn? Vor einem Jahr habe ich das letzte Mal dort bestellt. Und damals habe ich mir die Ausrüstung (>1000$) über FedEx liefern lassen. Das hat ganz schön aufgeschlagen was den Zoll anging. Bisher habe ich mir soweit ich mich erinnere 3x Dinge aus den USA schicken lassen. Leider hatte ich jedes Mal mit dem Zoll zu tun.

    Das wird auch unabhängig vom Versender so bleiben, denn die USA sind ein Drittland - auf alle Importe unter 150 € Gesamtwert (= Warenwert + Versandkosten) fällt 19% Einfuhrumsatzsteuer an, und auf alle Importe über 150 € Gesamtwert fällt zuerst der entsprechende Zoll an, und oben drauf 19% Einfuhrumsatzsteuer. Dazu kommen dann noch die Zollabfertigungsgebühren des jeweiligen Versanddienstes (17,85 € bei FedEx und UPS, 6,00 € bei USPS).

    Bei Bestellungen aus z.B. China ist das bisher nur selten vorgekommen.

    Vermutlich weil der Warenwert gering war, die vermutlich kleine Sendung durchgerutscht ist, oder der chinesische Händler ein Warenlager in der EU hatte.

    Auch bei Lieferungen aus dem europäischen Wirtschaftsraum war dies bisher meist Problemlos und oft ohne extra Zollgebühren möglich.

    Natürlich - alle EU-Staaten gehören einem Wirtschaftsraum an in dem kein Zoll anfällt. Siehe Brexit-Debakel.

    Macht es diesbezüglich einen Unterschied welcher Versanddienstleister oder Paketdienst meine Ware transportiert?

    Ja. Siehe meine Kommentare unten.

    Habt ihr schon einmal etwas aus den USA geliefert bekommen ohne mit dem Zoll zu tun zu haben?

    Das ist bei mir ein oder zwei mal vorgekommen, weil ein Paket falsch sortiert wurde - es ist aber die absolute Ausnahme.

    Bei Warbonnet Outdoors stehen als Versandart stehen zur Verfügung:
    Priority Mail Express International™ (3 - 5 business days): $85.75
    Priority Mail International® (6 - 10 business days): $73.50

    Das sollte USPS sein - also das amerikanische Äquivalent zur Deutschen Post / DHL (nicht DHL Express!). Meistens zuverlässig aber die langsamste Versandoption. Die beste Lieferzeit war bei mir 7 Tage - die schlechteste Lieferzeit waren 3 Monate (weil das Paket falsch geroutet wurde und dann erstmal 2 Monate in einem asiatischen Paketlager herum gammelte). Mir ist bisher noch nie ein Paket verloren gegangen - aber es kommt vor. Und dann ist die Frage, wer für den Verlust aufkommt, denn USPS bietet anscheinend keine Versicherung an.

    UPS worldwide expedited: $91.23

    Ich meide UPS wie die Pest. Zum einen sind Pakete mehrmals wochenlang vom Radar verschwunden - zum anderen verzollen sie wie es ihnen gerade passt - im Zweifelsfall natürlich immer mit einem zu hohen Zollsatz, und bei Reklamationen sind sie grundsätzlich nicht erreichbar. Und wenn man sich über 10 tote oder falsche Anschlüsse endlich zum richtigen Mitarbeiter durch gekämpft hat, spricht der weder verständliches Deutsch, noch verständliches Englisch. Ich warte bis heute vergeblich auf eine bereits genehmigte Erstattung von über 200 €.

    FedEx: $64.10

    FedEx ist zwar auch nicht immer top, aber im Vergleich der zuverlässigste und schnellste Service. Unterm Strich kommt man eigentlich immer günstiger weg als bei den anderen.

    Wie viel Abstand plant ihr zu Möbeln im Raum ein? Ich überlege gerade ob ich genug Platz habe, die imaginäre Linie zwischen den beiden Aufhängungspunkten ist aber bei einigen Varianten Recht nah an manchen Möbeln und die HM fächert sich ja auch noch auf.

    Kommt darauf an, wie viel Platz ich habe, und wie weit entfernt ich von den Möbeln hängen will. Wichtig ist, die diagonale Liegerichtung in die Planung mit einzubeziehen. Sonst kann es sein, dass du mit der Schulter oder den Füßen anstösst.

    2. Mal angenommen man hängt die HM über dem Bett auf, aber nur so hoch, dass sie die Matratze gerade nicht berührt. Glaubt ihr man kann dann aus der Bettdecke einen UQ der hält formen? Oder vielleicht mit einer ausreichend großen Bettdecke, mit der man sich zudeckt, die aber an den Seiten drüber- und bis zur Matratze runterhängt, komplett auf einen UQ verzichten?

    Das wird nicht funktionieren, weil du dich ja bewegst und die Decke nur weg geschoben aber nicht mitgezogen wird.

    Welches Kissen am bequemsten ist, hängt natürlich stark vom verwendeten Hängemattentyp ab. Meine Empfehlung galt für GE-Hängematten. Bauschige Kissen mit Stützkraft drücken den Kopf zu hoch und verursachen Nackenschmerzen. Ein kleines, halb befülltes Daunenkissen passt sich dagegen perfekt an und füllt die Hohlräume zwischen Kopf und Nacken aus. Damit verhindert das Kissen einfach, dass der entspannte Hals zusammengeschoben wird und der Kopf hin und her rollt.

    In der Brückenhängematte brauche ich auch ein bauschigeres Kissen, wobei größere und stärker befüllte Daunenkissen wieder die besten Stützeigenschaften hatten. Mit Luft- oder synthetischer Füllung bin ich nicht warm geworden.

    Als Vorteil sehe ich im Vergleich erstmal (rein theoretisch), dass beim Tensa das Fußende schön hoch ist und dass er ggf. weniger Platz (Stellfläche) wegnimmt.

    Es stimmt, dass man beim Tensa das Fußende höher hängen kann als bei anderen Gestellen. Allerdings stößt man dann auch sehr schnell mit der Schulter an die Stange, was ich unangenehm finde. Ich habe das mit ein paar Tricks zwar abmildern aber leider nicht komplett verhindern können. Für den Turtledog soll eine Erweiterung heraus kommen, die eine stärkere Neigung ermöglichen soll. Beim Cricket ist es möglich, die erforderliche Neigung einzustellen.

    Und dass der Tensa weniger Platz wegnimmt als der Turtlebug glaube ich nicht. Ich nutze den Tensa4 mittlerweile seit 6 Jahren und musste mehrfach eine andere Hängemöglichkeit finden, weil der Platz nicht ausgereicht hat. Ich schätze den absoluten Platzbedarf ähnlich wie bei anderen Gestellen ein - nur die Form unterscheidet sich. Gestelle wie der Cricket (und vermutlich auch der Turtlebug) benötigen einen langen, schmalen, rechteckigen Bereich, während der Tensa in der Länge etwas weniger Platz benötigt - dafür aber in der Breite umso mehr. Manchmal passt das eine Gestell besser, manchmal das andere.

    Spannend ist dann tatsächlich, wie gut das Gestell austariert ist, dass es nicht versehentlich Richtung Fußende umkippt. Aber das sind ja kein Anfänger, so dass das schon praktikabel sein sollte.

    Ich bin da etwas vorsichtiger geworden. Was die Hersteller versprechen hat sich in der Vergangenheit häufig nicht mit meiner Realität gedeckt - siehe die Hantel-Episode. Ich vermute, dass die meisten Hersteller selbst Hängematten mit weniger extremen Neigungen verwenden, und dann ist alles etwas einfacher.

    Mal ganz doof gefragt: Warum ein platzraubendes, ziemlich kostspieliges Gestell zur Indoor Nutzung kaufen, wenn man auch einfach Haken an die Wand schrauben kann?

    Es gibt ja so viele spezielle Dübel auch für nicht so stabile Wände..

    Oder entgeht mir hier was?

    Nein, dir entgeht nichts. Wenn du zu Hause dauerhaft an einem Platz hängen willst, ist eine Wandaufhängung am günstigsten und platzsparensten. Mir geht es um Hängemöglichkeiten wenn ich nicht an meinem normalen Platz hängen kann - z.B. wenn ich mit den Kindern in einem anderen Raum hänge, oder wenn ich bei Familie bzw. Freunden oder im Ferienhaus / Hotel hängen will.

    Das war der Grund, warum ich letztlich meinen tensa wieder verkauft habe.

    Jetzt verwende ich nur noch den Yobo Cricket und den Hantelständer. Letzterer ist zwar relativ schwer, aber in dem fühle ich mich am sichersten.

    Es kommt immer auf die Situation an. Auf relativ ebenem Gelände oder Indoor verwende ich auch immer den Cricket (oder den Hive). Aber gerade bei sehr unebenem Gelände oder an Hängen ist der Tensa4 wirklich unschlagbar. Deshalb bleibt er auch in meiner Aufstellung :) Nur ob ich mir die Erweiterung zulege, weiß ich noch nicht. Vermutlich siegt aber die Neugier.

    Nett, aber natürlich sehr nischig. Denn wer nicht in's Parkett bohren kann und will, konnte ja schon immer einfach anstelle dessen beschweren.

    Und wer entsprechend vorsichtig einsteigt und ausbalanciert, für den reicht auch die ridgeline.

    Da habe ich leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe den Tensa an einer Seite an einer 16 kg Hantel befestigt, was zumindest nach damaliger Herstellerempfehlung locker hätte ausreichen sollen, und nach einer unvorsichtigen Bewegung hat es die Hantel hochgezogen. Es ist nur deshalb nichts schlimmeres passiert, weil der Tensa von der niedrigen Zimmerdecke am Zusammenklappen gehindert wurde. Die Hantel hing unangenehm dicht neben meinem Kopf. Das war das letzte mal, dass ich den Tensa an Gegenständen verankert habe, die ich mit meinem Körpergewicht hochziehen kann.

    Und auch noch so vorsichtiges Ausbalancieren verhindert den gelegentlichen Überschlag nicht. Deshalb verankere ich den Tensa immer auch am Kopfende.