Beiträge von Hammock Fairy

    Ich finde die Idee, die 12 Fuß Hängematte ganz evtl. zu zweit nutzen zu können auch charmant, da wären dann auch 400 lb gut. Egal, wir werden sehen.

    Wenn du deinen Schlafplatz mit deiner besseren Hälfte nutzen willst, bleib beim Zelt - oder investiere in eine zweite Hängematte (die dann neben deiner hängt). Zwei Personen können nur in einer Hängematte schlafen, wenn sie dauerhaft gerne aneinander oder aufeinander gequetscht liegen. Für das gelegentliche, gemeinsame Abhängen würde ich mir eine besser geeignete Hängematte holen. Eine Campinghängematte mit Netz ist definitiv eine Einpersonenhängematte.

    Selbst wenn du 2 Lagen nur für diesen gelegentlichen Einsatzzweck bestellst: das Netz ist dann doch eher beengend und nicht für größere Belastungen ausgelegt.

    Aber ich verstehe das schon richtig, daß ich mit dem SUSPENSION TYPE:* (Cinch Buckle?) 2 Fliegen mit einer Klappe schlage, da ich Aufhängung und Baumgurt in einem Teil habe?

    Die Gurte sollten eigentlich dabei sein.

    Die 2 "normalen" Stoffversionen von Dutch haben allerdings "nur" 300 bzw. 350 lb Belastungsgrenze, da würde ich die evtl. 400 lb der Hängematte leicht einschränken.

    So langsam frage ich mich, was du mit der Hängematte vor hast. Hier gibt es viele Hängemattennutzer in deiner Gewichtsklasse (mit 105 kg bist du bei weitem nicht am oberen Ende), und ich habe noch nie von gerissenen Gurten gehört. Wenn du normale Gurte so belastest, dass die Gefahr besteht, dass sie reißen, solltest du deine Hängebäume sehr sorgfältig auswählen. Bei den Dutch Gurten hast du dir vermutlich eine UL-Version heraus gesucht, die ohnehin nicht mit Klemmschnallen funktioniert. Die Spider/Poly und Polyester Tree Straps von Dutch haben eine Bruchkraft von 1500 lbs / 680 kg. Mit einem 5-fachen Sicherheitsfaktor wäre die Kapazität also 136 kg. Aber wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kann ich dir 3000 Pound Gurtband anbieten. Dann hättest du die doppelte Kapazität. Das dürfte aber eher der mentalen Beruhigung dienen als den realen Bedingungen entsprechen.

    Ich nehme mal an, ich müßte nicht bei Dutch bestellen, da du dies auch in deinem Shop zum Kauf anbietest?

    Ich versuche sie auf Lager zu halten, ja.

    Wenn ihr wissen wollt, wo das Testpaket gerade ist, schaut doch bitte in den Eingangspost. Ich versuche den Status einigermaßen aktuell zu halten.

    Anmeldungen werden entgegen genommen so lange das Paket noch nicht auf dem Rückweg zu mir ist. Bitte tragt euch dazu im Anmeldeformular ein. Ich würde mir die Zeit, alles einzeln per E-Mail abzufragen gerne sparen.

    mogli - du hattest ja auch Interesse, aber bisher ist keine Anmeldung eingegangen.

    Walkabout - kannst du dein Feedback bitte im Thread Testberichte: Lesovik Draka Hängematte - Lesovik Otul Underquilt - Lesovik Heksa Tarp posten und hier löschen? Hier findet das sonst niemand wieder. Danke dir!

    Nein, Daune nehme ich eh nicht. Wärmt nicht im nassen Zustand, noch empfindlicher, nicht so langlebig, teurer, verträgt Kompression noch deutlich schlechter

    Ja, wenn du deinen Daunen-Underquilt ins Wasser fallen lässt, hast du ein Problem. Wenn du wochenlang bei um die 0°C oder darunter unterwegs bist, ohne die Möglichkeit zu haben, den Quilt komplett trocknen zu lassen, isoliert Daune nicht mehr so gut. In dem Fall wäre eine Dampfsperre empfehlenswert. Ansonsten schlägt Daune Synthetik leider um Längen. Und je kälter es wird, desto vorteilhafter ist Daune. Gewicht und Packvolumen von vergleichbarer Synthetikisolierung werden einfach extrem groß. Und soweit ich weiß, verträgt Daune Kompression viel besser als Synthetik.

    Die 250(?) Gramm ist mir die Zweilagigkeit wert. Ich möchte es sehr robust haben und ein Kaugummigefühl wird mir auch nicht so liegen.

    So ähnlich habe ich am Anfang auch gedacht. Meine erste Hängematte war aus 2 Lagen 70D Nylon. Nach der ersten Tour habe ich eine leichtere Hängematte bestellt. Mittlerweile ziehe ich 1 Lage 70D vor, wenn ich die Hängematte schleppen muss. Aber ich schätze, jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen ;)

    Steht bei mir auch hoch im Kurs, aber doppellagig und ich hätte so gerne oliv, dark oliv. Werde bei Zeiten anfragen.

    70 D soll 1,9 oz sein?

    Nein, 70D ist nicht automatisch 1.9 oz/sqy. 70 Denier heißt, dass 9000 m des Fadens aus dem der Stoff gewebt ist 70 g wiegen. 1.9 oz heisst, dass ein Quadratyard 1.9 Unzen wiegt. Wie schwer der Stoff ist, hängt sowohl vom Fadengewicht als auch von der Webdichte ab. Die leichtesten 70D Hängematten-Stoffe haben 1.7 oz/sqy; die schwersten 2.4 oz/sqy. 1.9 oz/sqy sind aber die Norm.

    Aber was bitte ist der Unterschied zwischen Amsteel, Zing it und Lash it?

    Wenn ich google, ist Amsteel scheinbar 2,5 oder 2,6 mm dyneema und Zing it 1,75 mm. Lash it finde ich gar nicht. Aber es geht um die Schnur!

    Richtig. AmSteel ist das stärkste Seil, das auch für die Hängemattenaufhängung benutzt wird. Zing-It ist gelbe, orange oder rote 1.75 mm Schnur; Lash-It ist graue 1.75 mm Schnur. Viele nutzen Zing-It / Lash-It für die Tarp-Aufhängung und Abspannung.

    Wieso ist der Preis der Cinch Buckle ein Nachteil? Bei SLD ist es die günstigste Version.

    SLD verwendet günstige Stahl-Klemmschnallen, die vermutlich in die Continuous Loops eingespleißt werden. Die Dutch Beetle Buckles sind aus Titan und lassen sich einfach in die Continuous Loops der Hängematte einhaken.

    CONTINUOUS LOOPS:* Removable.

    Ok, aber was machen die?

    Die halten die Hängematte zusammen und werden mit der Aufhängung verbunden. Wie SLD das genau macht, weiß ich nicht. Ich bestelle meine Hängematten wenn möglich ohne, weil ich (selbst gespleißte) Mini Dog Bones vorziehe.

    Mh, was mir da fehlt (Videos) sind diese 4 Haken seitlich der Hängematte, die mann dann, 2 auf jeder Seite, nutzen kann um die Hängematte abzuspannen, damit sie nicht so wackelt, sage ich mal.

    Das sind die Tie-Outs, und die sind nicht gegen das Schaukeln sondern um das Netz vom Körper weg zu ziehen.

    Wenn es dir hilft - nach allem was du bis jetzt geschrieben hast, würde ich folgende Trail Lair Konfiguration vorschlagen:

    COLOR/FABRIC*: Foliage Grey 70D XL

    (Weil 70D meiner Meinung nach die besten Liegeeigenschaften bietet, robust ist, und dieser Stoff breiter ist - was bei deiner Größe von Vorteil ist.)

    LENGTH*: 12'

    LAYERS:* Single

    (Weil du vom Gewicht her nicht mehr brauchst, und Gewicht und Packmaß ja möglichst klein sein sollen.)

    NETTING MATERIAL:* Nano-See-Um (.7 oz)

    (Hier kannst du für wenig Geld Gewicht und Packvolumen sparen; die meisten Hersteller verwenden .7 oz Netz aus diesem Grund.)

    ZIPPER SIZE:* #3 YKK

    (Diese Größe ist vollkommen ausreichend, wenn du nicht mit Kindern in der Hängematte toben oder mit der Hängematte durch den Schlamm robben willst.)

    FIXED RIDGELINE:* Yes, Fixed (Amsteel)

    (Ich gehe davon aus, dass eine Ridgeline notwendig ist, um das Netz vor Überlastung zu schützen. Da du keine Erfahrung hast, würde ich da mit den Herstellerempfehlungen gehen.)

    SUSPENSION TYPE:* (Cinch Buckle?)

    (Ich würde keine Whoopies nehmen, weil sie Platz brauchen. Ich verwende mittlerweile nur noch Dutch Beetle Buckles, und die meisten meiner Kunden wollen die auch, weil sie einfach funktionieren, vielseitig sind, und dabei wenig Mehrgewicht bedeuten. Einziger Nachteil ist der Preis. SLD bietet aber leider nur die Stahl-Klemmschnallen an. Musst du wissen, was dir das Gewicht Wert ist.)

    ADD ON TIE OUTS:* Yes

    (Ich würde auf jeden Fall welche nehmen. Erfahrungsgemäß tendiert das Netz dazu, ins Gesicht zu hängen. Du musst die Tie Outs nicht nutzen - aber wenn du sie brauchst, sind sie da.)

    CONTINUOUS LOOPS:* Removable.

    (Dann kannst du sie austauschen ohne sie zu zerschneiden.)

    PEAK SHELF:* ...

    (Geschmackssache. Wenn du Stauraum in der Hängematte haben willst: go for it.)

    REMOVABLE WIND SHIELD:* ...

    (Geschmackssache. Wenn du zusätzlich Wärme in der Hängematte halten willst: go for it.)

    RIDGELINE GEAR POUCH:* ...

    (Geschmackssache. Wenn du Stauraum in der Hängematte haben willst: go for it.)

    UNDER QUILT HOOKS:* ...

    (Hängt vom Underquilt ab. Für den Trail Winder oder Wooki brauchst du keine. Bei Underquilts mit Eckenaufhängung kann ein zusätzlicher Ankerpunkt helfen.)

    ZIPPERED STORAGE POUCH:* ...

    (Geschmackssache. Wenn du Stauraum in der Hängematte haben willst: go for it.)


    Ohne Aufhängung komme ich mit dieser Konfiguration auf $166.95. Plus $25.00 Versandkosten. Macht $191.95. Mit 12% Zoll und 19% EU-Steuer kommst du damit auf ca. 227 €.

    Negativ finde ich leider die Kommunikation, die Konfiguration, Zoll, Versand usw. Immerhin, ab Juli - 3 % Mehrwertsteuer.

    Hast du Jared (Simply Light Designs) denn kontaktiert? Ich habe ihm ein paar mal gemailt und habe eigentlich sofort Antwort bekommen. Allerdings herrscht schon seit Monaten ein coronabedingter Kaufrausch, der insbesondere kleine Unternehmen überfordert. Da kann es schon mal ein paar Tage dauern bis man Antwort erhält.

    Was du auch bedenken solltest ist, dass du gleich auf sehr hohem Niveau einsteigst. Ich kenne mich überhaupt nicht mit Autos aus, und würde mich genauso überfordert fühlen, wenn ich mir gleich ein Luxusmodell per Konfigurator zusammen stellen wollen würde. Ich habe das Gefühl, dass du einen Hersteller suchst, der alle Entscheidungen abnimmt, und dir die perfekte Hängematte anbietet. Das tolle an den kleinen Herstellern ist doch aber gerade, dass sie dir die Entscheidung überlassen, damit du genau das bekommst was du willst!

    Der Versand ist bei SLD eigentlich super günstig. Und für die Verzollung kann ja nun der Hersteller gar nichts. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Einfuhrumsatzsteuer ebenfalls von 19% auf 16% gesenkt wird.

    Mein Vorschlag wäre ja, erst einmal Hängematten anschauen zu gehen, und evtl. mit einer simplen, netzlosen Hängematte anzufangen. Du müsstest schon sehr viel Glück haben, wenn gleich deine erste Hängematte perfekt ist. Die meisten von uns probieren sehr viele Hängematten aus, bevor sie "die Richtige" finden.

    Vielleicht ist es dann zumindest mittelfristig wirklich besser, daß Einschubfach nur als Notalternative zu sehen, aber wenn ich darauf verzichte, habe ich die Möglichkeit gar nicht mehr. Zudem wird der Gewichtsbereich bei einlagigem Stoff wohl knapp.

    Vergiss die ganze Idee mit "dem Einschubfach". Das ist ein Gimmick. Es gibt eigentlich nur zwei Gründe für die Anschaffung einer doppellagigen Hängematte:

    1. Man braucht die Tragekapazität. Zwei Lagen Stoff sind stärker als eine Lage.
    2. Man will wenig Dehnung haben. Zwei Lagen Stoff dehnen sich weniger stark als eine Lage.

    Wenn du einen Schlafsack verwendest, kannst du die Isomatte evtl. in den Schlafsack schieben. Eine selbstaufblasene Isomatte kann man auch mit einer einlagigen Hängematte verwenden.

    Unter der Hängematte wäre eine wasserdichte Materialhängematte für den Trekkingrucksack perfekt, schwups, noch mal 45 Dollar/ Euro.

    Bist du sicher, dass du so etwas brauchst? Ich hänge meinen Rucksack einfach ans Fußende der Hängematte. Oder lege ihn auf das Regencover. Ich habe Materialhängematten ausprobiert, hänge meine Hängematte aber nicht gerne so hoch wie man es muss, wenn unter mir noch ein Rucksack Platz haben muss.

    Der längste von simplylightdesigns hat nur 11 Fuß, aber der wird dann wohl dennoch für die 12 Fuß Hängematte sein, nehme ich mal an?

    https://simplylightdesigns.com/collections/ha…-winder-asym-uq

    Nach dem Konfigurieren verdoppelt sich der Preis natürlich (Füllung, Menge?). Kopf links oder rechts oder Füllung mittig. Ich glaube da ist es gut, die Hängematte zu haben, um dann irgendwann, wenn man weiß in welche Richtung die schönste Liegeposition gefunden ist, den passenden Underquilt zu kaufen und nicht gleich zusammen mit der Hängematte. Auch weil ich ja noch Brot und Butter kaufen muß und die Füllung nicht essen kann. Vielleicht funktioniert auch ein Quilt eines anderen Herstellers.

    Der Trail Winder hat das gleiche Design wie der Warbonnet Wooki, und sollte deshalb auch gut funktionieren. Es ist aber ein Synthetikquilt, d.h. Packvolumen und Gewicht sind deutlich größer als von einem Daunenquilt. Dafür ist der Preis günstiger. Ich würde dir raten, zuerst deine Liegerichtung herauszufinden - dann sparst du Geld, Gewicht und Packvolumen.

    Andere Underquilts funktionieren natürlich auch. Die Frage ist, wie gut - und ob dir der Preis zusagt.

    Dann gibt es noch einen Hammock/Quilt Catch-All Sack. Sieht auch sinnvoll aus. So eine ... Hängemattensocke, in der dann aber auch gleich noch genug Platz für den Underquilt ist.

    Hab ich und verwende ich gerne und oft - aber nur zu Hause oder für Autocamping. Ich bekomme Hängematte und Quilts platzsparender und einfacher einzeln im Rucksack verstaut. Aber das ist sicherlich auch Geschmacksache.

    Ich fassse deine Wünsche bzw. Anforderungen, die ich aus deinen Texten heraus gelesen habe, noch einmal zusammen. Du bist 201 cm groß und 105 kg schwer. Du suchst eine Hängematte ...

    ... mit integriertem Moskitonetz

    ... in Erdfarben oder Camo

    ... die weniger als 250 € kostet

    ... die bequem mit der bereits vorhandenen Evazote (?) Isomatte ist

    ... mit "Einschubfach"

    ... die aus unbehandeltem Stoff ist

    ... die ein möglichst kleines Packmaß hat

    .... die so leicht wie möglich ist, auf jeden Fall aber deutlich unter 2 kg

    ... die "reichlich" Platz für deine Körpergröße bietet

    ... die robust und langlebig ist.

    Um es mal ganz deutlich zu sagen: eine solche Hängematte gibt es nicht. Das hat nur zum Teil mit deiner Größe zu tun sondern mehr mit der Zahl der Anforderungen. Auch im Hängemattenbereich gibt es leider keine eierlegenden Wollmilchsäue. Du wirst Abstriche machen müssen, und bist damit nicht allein.

    Zunächst ist da der Preis. Billige Hängematten gibt es nur von Massenproduzenten. Aber auch die wollen natürlich nicht drauf zahlen. Um bei den Preisen überhaupt etwas zu verdienen, müssen sie die Arbeits- und Materialkosten gering halten, und gleichzeitig einen möglichst großen Umsatz machen. Da die meisten Käufer auf den Preis und das Gewicht schauen, werden die Hängematten dementsprechend designt: je kürzer und schmaler die Hängematte ist, desto geringer sind die Materialkosten, und desto besser sieht das Gewicht auf dem Papier aus.

    Die besten Hängematten werden derzeit nur von kleinen Betrieben produziert, die selten mehr als 20 Angestellte (inklusive Näher/innen) haben. Warbonnet und Dutch gehören da schon zu den größten Herstellern. Dream Hammock ist ein echtes Familienunternehmen, bei dem die 4-köpfige Familie alles selbst macht. Simply Light Designs ist, soweit ich weiß, ein Einmannunternehmen. Genauso wie Cross Hammock. Ich habe selbst schon viele Hängematten genäht, und kann dir sagen, dass ich diese Arbeit nicht für den Stundenlohn machen wollen würde. Und ich habe keine großen Ansprüche. Selbst bei der Müllabfuhr verdient man vermutlich mehr.

    Dann ist da die Isolierung. Ich denke, wirklich jeder Gathered End Hängemattennutzer hat als Einsteiger versucht, eine Isomatte als Isolierung zu verwenden. Frag mal, wie viele von denen die dabei bleiben nach einem Jahr noch eine Isomatte oder eine Gathered End Hängematte benutzen. Ich kenne niemanden, der nicht irgendwann einen Underquilt kauft, oder auf einen anderen Hängemattentyp umsteigt. Ja, bei einer doppellagigen Hängematte wird die Isomatte etwas besser fixiert. Aber eben nicht gut. Wenn du nicht extrem ruhig schläfst, verrutscht die Isomatte während der Nacht. Leider fixieren die Lagen die Isomatte aber gut genug, wenn man sie wieder an die richtige Stelle schieben will, ohne auszusteigen.

    Mich hat auch extrem gestört, dass man mit Isomatte in seinem eigenen Saft schmort. Stell dir einfach vor, du würdest Regenkleidung tragen, die nur um die Rückseite geht. Dann weißt du, was dich mit Isomatte erwartet.

    Warum bist du auf die Isomatte festgelegt?

    Wenn es darum geht, dass du im Notfall auf dem Boden schlafen kannst, würde ich ein Set-Up mit 3/4 Underquilt und 3/4 Isomatte vorschlagen. Natürlich ist das ein Kompromiss. Aber es sollte bequemer sein als nur eine Isomatte.

    Wenn es um die Anschaffungskosten und die Anwendungsmöglichkeiten geht, musst du eben eine Entscheidung treffen und mit den Konsequenzen leben. Mit einer Isomatte wirst du garantiert nie das volle Potential einer angemessen langen und breiten Gathered End Hängematte ausschöpfen können. Ich würde dann sogar eher zu einer kürzeren, schmaleren Hängematte wie z.B. der DD Frontline XL raten. Da kann die Isomatte auf Grund der Breite nicht so gut verrutschen. Dafür opferst du das diagonale Liegen.

    Bevor du jetzt weiter liest, würde ich dir raten, das Angebot der Berliner an zu nehmen, und dir einfach mal eine Auswahl an Hängematten vorführen zu lassen. Wenn du in der Nähe von Deggendorf vorbei kommst, kannst du auch gerne in meinen Hängematten Probe liegen. Ich hätte sogar eine Hennessy Safari und eine Deep Jungle XL da. Aber von Berlin aus, ist das nicht der nächste Weg...

    Der Underquilt soll den Nutzer und nicht die Hängematte isolieren. Insofern muss er nur etwas länger und breiter als der Nutzer sein. Ich bin 165 cm groß und eher schmal - und für mich waren die Maße vom Incubator Short mit 185 cm Länge und 111 cm Breite ausreichend. Der Wooki ist eine andere Geschichte, weil die Aufhängung quasi im Quilt integriert ist. Aber der war ja nicht gefragt.

    droney und Werwolf ,

    SimplyLightDesign bietet eine 12-Fuß Matte mit integriertem Mückennetz an (die TrailLair). Dutch oder so werden das sicher auch machen.

    Das Problem ist immer der Reißverschluss. Wenn das Netz abnehmbar sein soll, bedeutet das teure Sonderanfertigungen. Dutch hat Reißverschlüsse herstellen lassen, die für die Standardgröße 11' passen. D.h. er müsste entweder das Design ändern, oder einen neuen Reißverschluss anfertigen lassen. Letzteres ist sehr unwahrscheinlich. Und ersteres dürfte derzeit auch nicht möglich sein, weil alle Hersteller momentan total überlastet sind, und kaum mit den normalen Bestellungen hinterher kommen.

    SLD wäre eine Option. Aber ... Isomatte.

    Wenn du keinen Underquilt kaufen willst, würde ich zu einer 90° Hängematte oder einer Brückenhängematte raten. Vergiss alle Gathered End Hängematten, denn selbst wenn du eine findest, die groß genug ist, wird sie nicht gut mit einer Isomatte funktionieren. Das Geld kannst du dir sparen.

    Die meiner Meinung nach am besten geeigneten Hängematten wurden bereits genannt:

    Für die Draumr XL musst du die Fjøl XL Isomatte mit kaufen, weil alle anderen Isomatten zu kurz sind, oder nicht die erforderliche Stabilität bieten. Dafür ist die Draumr XL aber wirklich geräumig.

    Für eine Cross Hammock müsstest du dich von Cross Hammock beraten lassen. Evtl. hast du da bei der Isomatte mehr Möglichkeiten.

    Auch für eine Towns End Bridge solltest du mit Bill, dem Besitzer sprechen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Brückenhängematten wirklich lang genug sind. Das "Big Guy" bezieht sich eher auf die Breite bzw. das Gewicht. Die Amerikaner sind im Schnitt eher kleiner als die Mittel- und Nordeuropäer, bringen dafür aber mehr Gewicht auf die Waage - was bei Hängematten auch problematisch sein kann.

    DIY ist immer eine Möglichkeit, aber das Problem der Isolierung bleibt bestehen.

    Es gibt keine Regel, die besagt, dass du in einem bestimmten Winkel in der Hängematte liegen musst. Man liegt so, dass man bequem und möglichst flach liegen kann. Je nach Hängemattenlänge, Hängemattenbreite, Stoffdehnung, Ridgelinelänge bzw. Hängewinkel, Nutzerlänge und Schlafposition kann das sehr unterschiedlich sein. Die Frage ist: hast du bequem gelegen und gut geschlafen?

    Auf dem ersten Foto sieht es im Übrigen aus, als ob die Hängematte vergleichsweise straff gespannt wäre. Je straffer die Hängematte gespannt ist, desto weniger diagonal kann man liegen. Wenn du diagonaler liegen können willst, versuche sie weniger straff aufzuhängen, bzw. die Ridgeline zu kürzen.

    Ich hatte noch keine Zeit, mich intensiv mit der Kombination Draka / Otul zu beschäftigen, aber ich würde versuchen, den sehr breiten Underquilt so zu fixieren, dass er nicht mehr auf einer Seite hoch rutscht. Bei der Breite braucht er sich kaum noch mit dem Schläfer mitdrehen, sondern kann - ähnlich wie der Wooki - fast fix unter der Hängematte hängen bleiben. Evtl. kann man ihn an den D-Ringen mit Gummikordeln einhängen. Das wäre jedenfalls mein erster Ansatz, bevor ich einen Clew anbringen würde.

    Kannst du mir sagen, welches Warbonnet Tarp ein kleines Packmaß hat und sowohl für Hängematte und Boden geeignet ist?

    Was ist für dich ein kleines Packmaß? Selbst das 11' Superfly lässt sich kleiner als eine 1 Liter Nalgeneflasche verpacken. Und je kleiner das Tarp, desto kleiner ist natürlich das Packmaß.

    Kleinstmögliches Packmaß und für Hängematten und Boden gleichermaßen geeignet gibt es aber nicht. Alle Warbonnet Hängematten-Tarps haben Cat Cuts, d.h. sie lassen sich am Boden nicht dicht machen. Von der Länge her sind sie für die Bodennutzung überdimensioniert. Wenn, dann mangelt es wohl an der Breite. Da ich als Bodenschläfer ausschließlich Zelte benutzt habe, habe ich mit Bodentarps keinerlei Erfahrung. Ich würde meinen, dass sich selbst das Minifly auf dem Boden nutzen lässt - aber vermutlich nur mit Abstrichen. Zu bedenken ist auch, dass Hängemattentarps meist nicht vielseitig aufbaubar sind. Alle Warbonnet Tarps sind so designt, dass sie an der Ridgeline aufgehängt und an den Ecken nach unten abgespannt werden. Ich glaube nicht, dass Origami-Falttechniken gut funktionieren.

    Das Geheimnis der Daunen-Unterquilts besteht ja darin, dass eine knapper geschnittene Stoffschicht satt am Hängemattenstoff anliegt, während die Stege dafür versorgen, dass die Isolation überall etwa gleich dick ist und die Daune sich weitgehend gleichmässig verteilt.

    Da bin ich mittlerweile nicht mehr so sicher. Gerade bei den klassischen Underquilts mit Eckenaufhängung hatte ich den Eindruck, dass der Quilt umgedreht wärmer ist. Vermutlich weil er nach innen loftet und die Löcher füllt. Beim Wooki habe ich diese Technik noch nicht ausprobiert, weil ich keine Luftlöcher hatte. Ich denke, dazu müsste man ihn auch umwhippen.