Bis auf Khibu hatte oder habe ich Hängematten von allen genannten Herstellern. Für mich passen die Warbonnet Hängematten so gut, dass ich alle anderen Hängematten immer damit vergleiche.
Hennessy Hammock: Ich habe eine HH Safari Zip und eine HH Deep Jungle XL Zip, und habe in einigen anderen Modellen Probe gelegen. Die längeren Modelle sind brauchbar, aber für meinen Geschmack zu schwer und voluminös. Das Netz ist ungünstig geschnitten und nimmt vergleichsweise viel Liegeplatz weg. Die Abspannpunkte für das Netz sind ungünstig, und haben mir immer den Underquilt weg gezogen. Aber die schwereren Stoffe und die spezielle Hennessy-Faltung waren für mich bequem.
Dream Hammock: Ich hatte eine RoamingGnome und eine DangerBird Hängematte, die ich aber wieder verkauft habe, weil ich keine Nacht darin schlafen konnte ohne Rückenschmerzen zu bekommen. Das lag aber an dem Stoff, den ich mir ausgesucht hatte - er war für mich zu dehnbar. Im Vergleich zu Warbonnet passt mir die kurze Ridgeline nicht. Die Hängematte hat mehr Durchhang und ich habe das Gefühl, nicht so gerade darin liegen zu können. Das einzige Modell, das ich mir evtl. irgendwann mal bestellen werde, falls es einen breiten 70D-Stoff gibt, den ich mag, ist die Raven. Dort wäre es auch möglich, die Ridgeline verlängern zu lassen.
DutchWare: Ich habe sowohl in der Chameleon als auch in der Half-Zipped (abgespeckte Chameleon) gelegen, und bis auf den Reißverschluss sind die Hängematten sehr ähnlich zu den Dream Hammock Modellen. Dementsprechend stört mich auch der große Durchhang am meisten. Aber auch das Netz ist ungünstig geschnitten, und zieht die Seiten etwas hoch (= weniger Liegefläche). Der einzige Grund für mich, eine Chameleon zu nutzen wäre das ziemlich geniale Dutch Double Bugnet, mit dem man aus 2 Chameleon Hängematten eine echte Doppelhängematte machen kann.
Warbonnet: Wie geschrieben bin ich Warbonnet-süchtig. Für mich sind das die besten Campinghängematten auf dem Markt - mit weitem Abstand. Sie haben zwar nicht all die Häkchen und Täschchen, die die "coolen" Hängematten haben -- aber ehrlich gesagt habe ich den ganzen Schnickschnack nie vermisst. Vor allem weil ich meist eine XLC oder Blackbird verwende, die bereits die Mutter aller Hängemattentaschen integriert haben: die Ablage ("Shelf"). Für Kleinstkram habe ich einen Ridgeline Organizer nachgerüstet - für mehr Taschen hatte ich nie Bedarf. Alle Warbonnet Hängematten haben eine großzügige Breite (im Vergleich zu den meisten Standardmodellen anderer Hersteller), und vor allem eine lange Ridgeline. Es gibt keine Campinghängematte in der ich flacher liegen kann. Auch das Netz ist so designt, dass es maximal Raum bietet, und die Liegefläche nicht eingeschränkt wird.
Lesovik: Dazu will ich noch nicht viel schreiben. Aber wenn du sie ausprobieren willst, kannst du dich noch dem Test anschließen. Mit den teureren Hängematten kann die Draka aber leider (noch) nicht mithalten.
Khibu: Diese Hängematten kenne ich noch nicht. Von den Maßen her sehen sie OK aus. Der Preis ist natürlich unschlagbar. Aber das Foto von der Nirvana lässt mich befürchten, dass sie viele Eigenschaften hat, die sie für mich unbrauchbar machen: kurze Ridgeline bzw. großer Durchhang, und ein Netzdesign das die Kanten hochzieht und die ohnehin recht knappe Breite weiter verkleinert.