Beiträge von Hammock Fairy

    Eine der einfachsten Antworten am Schluss war, dass ich wohl immer noch nicht genügend Übung mit solchen Fehlern habe.

    Am übernächsten Abend stellte ich dann beim Rausnehmen meiner Linsen fest, dass meine Brille fehlte...

    Ich habe mal gesehen, dass sich einige Wohnmobilfahrer Checklisten auf das Lenkrad legen, damit sie die Liste durchgehen bevor sie den Campingplatz verlassen. Auf einem neuseeländischen Campingplatz gab es ein großes Schild mit einer Checkliste, das gut sichtbar neben der Ausfahrt stand. Vergessliche Radfahrer können sich sicherlich einen Checkliste an den Lenker hängen.

    Bei mir hat es sich bewährt, dass ich direkt vor Verlassen des Hängeplatzes noch einmal ganz bewusst alle Oberflächen (Hängebäume, Boden) absuche. Am besten zwei mal. Nur zur Sicherheit.

    Der Ridgeline Organizer (die Tasche an der Ridgeline) sollte nicht ausschlaggebend für die Wahl der Hängematte sein. Einen RLO kann man separat kaufen und an jeder Hängematte mit Ridgeline installieren.

    Von den 3 genannten würde ich mich immer für die Eldorado entscheiden. Alles andere wäre für mich ein Kompromiss.

    Lohnen sich also die 15-30% Preisunterschiede oder gibt es Details die nützlich sind aber nicht von mir erkannt wurden?

    Generell finde ich nämlich die Produktbeschreibung relatiev dürftig. Lediglich die Standart Hängematte von Dutchware spricht mich mit ihren Bildern an.

    Was fehlt dir denn in der Produktbeschreibung? Ohne ausreichend Erfahrung dürfte dir die ausführlichste Beschreibung nicht helfen. Ich weiß beispielsweise genau, worauf es bei einer Hängematte für mich ankommt: nutzbare Hängemattenlänge, nutzbare Hängemattenbreite, Stoff, Ridgelinelänge und Netzdesign. Alles andere ist Dekoration.

    Noch ein Gedanke: komplett flach will wohl niemand liegen, sonst würden wir auf auf dem Boden schlafen. Hängematten sind deshalb so bequem, weil sie sich an den Körper anpassen. Das gilt für alle Stoff- oder Netzhängematten, auch 90° und Brückenhängematten. Nur ist jeder Hängemattentyp an unterschiedlichen Stellen flexibel. Nur weil jemand sich in einer extrem dehnbaren Gathered End Hängematte unwohl fühlt, heisst das noch lang nicht, dass es am Hängemattentyp liegt. Wenn es aber die Verwendung einer Isomatte unverzichtbar ist, würde ich auch zu einer 90°-Hängematte tendieren. GE Hängematten machen nur mit einem (guten) Underquilt richtig Spaß.

    Die Cocoon kenne ich noch nicht, aber es wurde ja schon häufiger geschrieben, dass der Stoff sehr dehnbar ist. Das bedeutet, dass er sich an den Seiten stärker hoch zieht als ein weniger dehnbarer Stoff. Man liegt also wie in einer Badewanne. Mancher liebt das - andere kommen damit nicht zurecht. Ich ziehe wenig dehnbare Stoffe und Hängematten mit einer vergleichsweise langen Ridgeline vor, weil ich darin flacher liegen kann.

    Das Video kenne ich. Man sollte grundsätzlich nicht in der Hängematte hüpfen. Schon alleine den Bäumen zuliebe. Ich hatte ja geschrieben, dass es deutlich idotensicherere Aufhängungen gibt... Hier ist ein besseres Video:

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    Für beide Gurte brauchst du eine Schlaufe an der Hängematte. Wenn es auf das Gewicht ankommt, sind Schlaufen aus UHMWPE die beste Lösung. Da eine besonders hohe Bruchkraft wichtig ist, würde ich Mini Dog Bones statt Schlaufen verwenden. Der Dog Bone wird in der Mitte gefaltet, und die Mitte durch den Tunnelzug gezogen, und anschließend durch beide Augen geführt. Die Funktion ist also exakt die gleiche wie für eine Schlaufe - aber durch die Konstruktion ist der Dog Bone deutlich stärker.

    Wenn du einfache UHMWPE Gurte verwenden willst, brauchst du außerdem nichts mehr. Da es dir sowohl auf ein besonders geringes Gewicht ankommt, sowie auf eine hohe Bruchkraft, kannst du den Gurt einfach durch die eingenähte Schlaufe ziehen. Etwas flexibler aber trotzdem extrem stark bei geringem Gewicht wäre ein Evo Loop anstelle eines Karabiners.

    Für UHMWPE Webschlaufengurte brauchst du auch entweder 2-4 Karabiner oder Evo Loops - oder eine Mischung (z.B. Evo Loops am Baum und Karabiner an der Hängematte).

    Der größte Vorteil der einfachen UHMWPE Gurte ist das geringe Gewicht. Ich glaube, es gibt derzeit keine leichtere Aufhängung. Und wenn du Knoten liebst, dürfte es kaum eine bessere Aufhängung geben. Ich bin kein großer Fan vom Becket Hitch für die Hängemattenaufhängung, denn ich fand es schwierig, den Knoten an die gewünschte Stelle zu setzen. Und wenn ich die Aufhängung nur ein kleines Stück verlängern oder verkürzen wollte, habe ich oft nicht mehr genau gewusst, wo der Knoten war, nachdem ich ihn gelöst hatte. Außerdem merke ich häufig erst, dass ich die Aufhängung noch einmal nachjustieren muss, wenn der Underquilt schon hängt und ich in der Hängematte liege. Es ist aber nicht einfach, die bereits mit Quilts beladene Hängematte mit einer Hand zu halten, während man mit der anderen versucht, den Becket Hitch noch 10 cm höher zu setzen.

    Die UHMWPE Webschlaufengurte (Daisy Chain Webbing) sind dagegen immer noch sehr leicht, aber vor allem so idiotensicher wie eine Aufhängung nur sein kann. Wenn ich Kinder in meiner Hängematte spielen lasse, kommen für mich nur Webschlaufengurte in Frage. Die Hängematte wird einfach mit Karabinern in die passende Schlaufe gehängt - fertig. Will man nachjustieren, kann man selbst eine Hängematte voller Ausrüstung einfach am Karabiner packen, ausklinken, und ein oder zwei Schlaufen weiter wieder einhängen. Das funktioniert auch im dunkeln und/oder mit eiskalten Fingern.

    Bis auf Khibu hatte oder habe ich Hängematten von allen genannten Herstellern. Für mich passen die Warbonnet Hängematten so gut, dass ich alle anderen Hängematten immer damit vergleiche.

    Hennessy Hammock: Ich habe eine HH Safari Zip und eine HH Deep Jungle XL Zip, und habe in einigen anderen Modellen Probe gelegen. Die längeren Modelle sind brauchbar, aber für meinen Geschmack zu schwer und voluminös. Das Netz ist ungünstig geschnitten und nimmt vergleichsweise viel Liegeplatz weg. Die Abspannpunkte für das Netz sind ungünstig, und haben mir immer den Underquilt weg gezogen. Aber die schwereren Stoffe und die spezielle Hennessy-Faltung waren für mich bequem.

    Dream Hammock: Ich hatte eine RoamingGnome und eine DangerBird Hängematte, die ich aber wieder verkauft habe, weil ich keine Nacht darin schlafen konnte ohne Rückenschmerzen zu bekommen. Das lag aber an dem Stoff, den ich mir ausgesucht hatte - er war für mich zu dehnbar. Im Vergleich zu Warbonnet passt mir die kurze Ridgeline nicht. Die Hängematte hat mehr Durchhang und ich habe das Gefühl, nicht so gerade darin liegen zu können. Das einzige Modell, das ich mir evtl. irgendwann mal bestellen werde, falls es einen breiten 70D-Stoff gibt, den ich mag, ist die Raven. Dort wäre es auch möglich, die Ridgeline verlängern zu lassen.

    DutchWare: Ich habe sowohl in der Chameleon als auch in der Half-Zipped (abgespeckte Chameleon) gelegen, und bis auf den Reißverschluss sind die Hängematten sehr ähnlich zu den Dream Hammock Modellen. Dementsprechend stört mich auch der große Durchhang am meisten. Aber auch das Netz ist ungünstig geschnitten, und zieht die Seiten etwas hoch (= weniger Liegefläche). Der einzige Grund für mich, eine Chameleon zu nutzen wäre das ziemlich geniale Dutch Double Bugnet, mit dem man aus 2 Chameleon Hängematten eine echte Doppelhängematte machen kann.

    Warbonnet: Wie geschrieben bin ich Warbonnet-süchtig. Für mich sind das die besten Campinghängematten auf dem Markt - mit weitem Abstand. Sie haben zwar nicht all die Häkchen und Täschchen, die die "coolen" Hängematten haben -- aber ehrlich gesagt habe ich den ganzen Schnickschnack nie vermisst. Vor allem weil ich meist eine XLC oder Blackbird verwende, die bereits die Mutter aller Hängemattentaschen integriert haben: die Ablage ("Shelf"). Für Kleinstkram habe ich einen Ridgeline Organizer nachgerüstet - für mehr Taschen hatte ich nie Bedarf. Alle Warbonnet Hängematten haben eine großzügige Breite (im Vergleich zu den meisten Standardmodellen anderer Hersteller), und vor allem eine lange Ridgeline. Es gibt keine Campinghängematte in der ich flacher liegen kann. Auch das Netz ist so designt, dass es maximal Raum bietet, und die Liegefläche nicht eingeschränkt wird.

    Lesovik: Dazu will ich noch nicht viel schreiben. Aber wenn du sie ausprobieren willst, kannst du dich noch dem Test anschließen. Mit den teureren Hängematten kann die Draka aber leider (noch) nicht mithalten.

    Khibu: Diese Hängematten kenne ich noch nicht. Von den Maßen her sehen sie OK aus. Der Preis ist natürlich unschlagbar. Aber das Foto von der Nirvana lässt mich befürchten, dass sie viele Eigenschaften hat, die sie für mich unbrauchbar machen: kurze Ridgeline bzw. großer Durchhang, und ein Netzdesign das die Kanten hochzieht und die ohnehin recht knappe Breite weiter verkleinert.

    Die Moskitonetze mit denen ich bisher gearbeitet habe, haben sich an den Schnittkanten gar nicht aufgelöst. Aus diesem Grund gibt es einige Hersteller, die nur eine Naht setzen, d.h. die Schnittkante frei liegen lassen. Ich finde nur, dass das doof aussieht. Deshalb mache ich entweder einen Doppel-Umschlagsaum, oder nähe die erste Naht auf rechts, drehe das Netz auf links, und setze eine zweite Naht hinter die Schnittkante. So sehen die Kanten sowohl von rechts als auch von links sauber aus.

    Einfassband kann man machen, aber es wiegt mehr und versteift die Kanten. Außerdem dehnt es sich anders als das Netz, was zu Wellen führen kann.

    Mach ich mir einfach zu viele Gedanken, oder sollte ich zum Beispiel noch mal den Hausmeister fragen, was für Mauerwerk ich genau habe.

    Du machst dir nicht zu viele Gedanken. Frag den Hausmeister oder einen Fachmann. Vor allem wenn du zur Miete wohnst. Die Größe und Art der Dübel ist schon von der Bausubstanz abhängig. Für meine Ytong-Wand habe ich 32 der größten Porenbeton-Dübel für die Aufhängung am Fußende verwendet. Das hat bisher gut gehalten. Normale Dübel hat es raus gerissen.

    Ich habe hier etwas von der "warbonnet" Hängematte gelesen. So wie die Fotos aussehen ist sie Asymmetrisch und würde wahrscheinlich genau mein Problem ( Druck am Bein beim liegen ) durch die entsprechenden Ausbuchtung verhindern.

    Asymmetrische Hängematten sind ganz normale, rechteckige Hängematten mit einem asymmetrisch geschnittenen, integriertem Netz. Auf die Aufwerfung unter deinem Bein hat das asymmetrische Netz aber nur indirekt Einfluss.

    Der Druck auf dein Bein nennt sich "calf ridge" und ist allen Gathered End Hängemattennutzern wohl bekannt. Die Aufwerfung entsteht, weil dein Körper an verschiedenen Stellen unterschiedlich schwer ist. Dein Oberkörper ist deutlich schwerer als eines deiner Beine, und drückt sich tiefer in den Hängemattenstoff ein. An den Rändern wird der Stoff aufgeworfen. Wenn du mittig (d.h. im Bananenstil) liegst, spürst du diese Aufwerfungen nicht, weil deine Beine in der vom Oberkörper gebildeten Rinne liegen. Dafür liegst du gebogen. Um das zu vermeiden, liegt man je nach Hängematte mehr oder weniger stark diagonal. Leider bedeutet das, dass die Beine über der Aufwerfung liegen.

    Ob die Aufwerfung als störend empfunden wird, liegt sowohl an der Stelle, die darauf zu liegen kommt, als auch an der Empfindlichkeit der Beine. Die Oberschenkel sind schwerer und unempfindlicher als die Unterschenkel und insbesondere die Kniekehle. Wer Probleme mit dem Druck hat, sollte also versuchen, sich so zu positionieren, dass die Aufwerfung nicht unter den Unterschenkeln verläuft -- oder auf eine möglichst große Fläche verteilt wird. Das bedeutet, dass du so diagonal liegen musst, dass die Aufwerfung komplett unter den Oberschenkeln verläuft, oder nur gerade so diagonal, dass sie unter Ober- und Unterschenkeln verläuft.

    Hier kommt dann die Hängematte ins Spiel, denn nicht jede Liegeposition ist in jeder Hängematte möglich. Da die DD Frontline kurz und schmal ist, und du mit 189 cm lang bist, bist du gezwungen relativ mittig zu liegen. Bei einer längeren und breiteren Hängematte hast du mehr Spielraum.

    Ein gewisser Druck wird jedoch immer bleiben - das liegt in der Natur der Tuchhängematten. Ich verwende deshalb zu Hause ein altes Federkissen unter meinen Knien. Unterwegs packe ich alle weichen Sachen die ich habe (Ersatzklamotten) lose in einen Packsack und lege den unter meine Knie. Für mich funktioniert das wunderbar.

    Das glattrollen ist sicher nicht aufwändig, es muss nur einfach jedes Mal gemacht werden - stimmts?

    Richtig.

    Welche Alternativen gäbe es, die die Anforderungen an die Bruchlast bei geringem Gewicht und Einfachheit/Robustheit des Systems erfüllt und einigermaßen gut in Deutschland erhältlich sind?

    In der Gewichtsklasse gibt es nichts. UHMWPE Gurte mit Becket Hitch sind die leichteste Aufhängung die mir bekannt ist.

    Wenn mein Laden nächste Woche wieder geöffnet ist, könnte ich dir noch UHMWPE Webschlaufengurte Ultraleicht anbieten. Das sind quasi 2 UHMWPE Gurte, die miteinander so verwebt sind, dass Schlaufen entstehen, in die man dann die Hängematte einhängen kann. Der Meter wiegt ca. 17 g. Ein Paar 365 cm Webschlaufengurte dürften ungefähr 130 g wiegen.

    Ansonsten gibt es noch diverse Klemmschnallenaufhängungen, aber die sollten alle etwas schwerer sein. Und die leichteste Hardware, wie z.B. die Dutch Beetle Buckles aus Titan (300 lbs / 136 kg), hat eine geringere Kapazität als du sie haben willst.

    Warbonnet gibt für die Becket Straps 400 lbs also 180 kg Kapazität an. Die Kapazität ist nicht die Bruchlast, sondern im Hängemattenbereich meist 1/5 der Bruchlast. Rein rechnerisch sollte das also funktionieren. Bei so einem hohen Gewicht muss der Knoten allerdings gut sitzen. Und UHMWPE Gurte tendieren dazu, sich zu einem Seil zusammen zu rollen, d.h. um den Baum zu schützen, muss man sie jedesmal auseinander rollen, und darauf achten, dass der Teil der in Kontakt mit dem Baum ist glatt anliegt.