Beiträge von Der olle Hansen

    Also bitte verwende Baumgurte!

    Du rennst ja offene Türen ein! :) Ich schrieb doch , mir sei "ein Licht aufgegangen", da ich einfach die breiten Gurte verwenden kann, die ich sowieso immer dabei habe - brauchte nur jemanden, der mich mit der Nase drauf stößt. ;)

    Es besteht also eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit, dass du dir u.U. mit deinen Verbesserungen ebenfalls neue Probleme einhandelst. Darauf solltest du vorbereitet sein.

    Deswegen schrieb ich ja, ich werde ausgiebig nachdenken und mich vorsichtig an die Veränderungen herantasten. ;)

    Und du möchtest dieses mal nicht fertig kaufen

    Ich würde schon wollen ,.. aber die beiden allerletzten Exemplare, die noch im Lager liegen, haben sich die beiden Firmeninhaber reserviert und rücken sie trotz mehrfachem Nachbohren einfach nicht raus! :cursing:

    Die Bereitschaft, das gleiche Teil noch einmal zu kaufen, zeigt ja, dass ich im Prinzip sehr zufrieden bin.

    Nun habe ich den RV erneuert, die offene Innennaht wieder geschlossen - das Teil ist also wieder einsatzbereit. :)

    Na klar, in die Jahre gekommen, aber das merkt am eigentlich nur am empfindlichen Innenstoff aus BW/Polyester-Gemisch; "kuschelig", aber nicht sehr robust. Ich denke, viel Pilling zeugt von viel Abrieb ... ein Ende ist also mittelfristig abzusehen.

    Aber bis dahin bleibt noch viel Zeit zum Abhängen und Nachdenken.

    Vielleicht magst du ja einen Bericht posten, wenn du dein Projekt fertig gestellt hast.

    Na klar! Sicher werde ich hier auch "laut nachdenken" über das Projekt "pimp my hammock". :)

    Hammock Fairy : Also, ich fühle mich von den Anmessungen her total wohl in meinem Hybrid-Teil ... never change a winning team ... :)

    Ich kann mich auf die Seite drehen und die Knie anwinkeln, für den Hund ist auch noch genügend Platz und mir gefällt sehr, dass ich quasi nicht mehr mitschleppe, als sonst auch; die beiden "Stäbchen" und die zwei Hände voller Mückennetz spielen beim Paddeln nun wirklich keine Rolle.

    Und kippelig? Zumindest kommt mir das nicht so vor, ich fühle mich immer total (kipp-)sicher beim Abhängen. Auch beim Beine raushängen lassen als "Baumsofa" und wenn dann noch der Hund rein oder raus springt - da kippelt nichts. Es schaukelt nur leicht und angenehm.

    Anmerkung: Auf der km276-Seite bekomme ich den Eindruck, dass die Hängematte nur mit Hilfe von Seilen am Baum befestigt wird. Aus Gründen des Baumschutzes solltest du um den Baum unbedingt Polyestergurte mit einer Breite von mindestens 2,5cm verwenden.

    Ich habe bisher beim Abbauen noch keine Schäden an der Baumrinde entdeckt. Meistens lege ich das recht dicke Seil auch 2x um den Baum, da kommen schon ca. 2 cm Auflagebreite zusammen und die Last verteilt sich besser auf den ganzen Umfang. Und während ich jetzt drüber nachdenke :/ ... ich habe sowieso immer 2 breite Gurte (ehem. Auto-Sicherheitsgurte) mit Griffen an den Enden dabei, um das Boot tragen zu können, die lassen sich ja ganz einfach in die Aufhängung integrieren und dann bekommt der Baum sogar 5 cm:!: weichen Gurt und ich habe etwas mehr Länge, wenn's mal wieder so knapp wird zwischen den beiden einzigen Bäumen weit und breit. ;)

    Über die etwas dürftige Isolation muss ich mal in Ruhe nachdenken, währen ich hin und her schaukelnd in den Himmel schaue ... :)

    Jetzt, wo ich die Nähmaschine endlich mal in Betrieb genommen habe, stehen mir ja vielfältige Möglichkeiten offen.

    Ich könnte mit einer übergeworfenen Fleece-Decke anfangen - ein paar Klettpunkte sind schnell angenäht. (und wieder entfernt, falls es ein "Griff ins Klo" war)

    Dann muss ich mir mal die ganze Nähkonstruktion genauer ansehen, vielleicht kann man das Ganze ja an einer geschickten Stelle öffnen und einfach "nachfüttern".

    Der Schlafsack hat sowieso einen "doppelten Boden", in den ich eine konturierte Isomatte schieben kann. Also von unten wird es eigentlich nie kalt. Von oben ist es manchmal etwas dürftig und die tragende Seitenkonstruktion (auf den Fotos grasgrün) hat derbe Kältebrücken - aber das Nylon liegt doppelt ... da müsste eigentlich was zwischen passen ... wenn man erst mal anfängt, nachzudenken ... :D

    sehr nützliche Karte. Sowas habe ich für Deutschland schon öfters vergeblich gesucht. In den OSM-Karten sind Brunnen, Quellen und Wasserstellen eingezeichnet, allerdings sehr klein. Die Suche danach ist sehr mühsam.

    Hier kann dir (und allen anderen) geholfen werden! :)


    Ja, das ist das große Problem. Da bleiben in Kulturlandschaften kaum noch Möglichkeiten.

    Dort, wo es noch trinkbares Wasser in der Natur gibt, bei dem man aber trotzdem Zweifel hat, habe ich sehr gute Erfahrungen mit diesem Filter gemacht. Trotz des kleinen Hubs der Pumpe hatte ich in wenigen Minuten so nebenbei beim Paddeln einen 5-Liter-Kanister aus dem Fluss gefiltert. (Ja, im Baltikum geht das noch, aber auch in Skandinavien hat man gute Chancen.)

    Ich kann Mapy.cz sehr empfehlen. Gibt es als Win10-App (aber ich rufe am PC lieber die normale Website auf) und für Android. Bei Apfel-Telefonen kenne ich mich nicht aus.

    Alles ist kostenlos, die Karten sind von sehr guter Qualität, gerade was Rad- und Wanderwege angeht - da kann Google oft einpacken.

    Wenn man sich registriert hat, synchronisieren sich die gespeicherten POIs automatisch zwischen PC und App. Wenn man also eine Tour am PC vorbereitet, hat man sie automatisch auf dem Smartphone. Und wenn man unterwegs POIs setzt (geht total simpel und bequem), kann man die Tour später am PC auswerten oder nachbereiten.

    Ganze Länder kann man komplett (bei großen Ländern unterteilt in die landesüblichen Verwaltungsbezirke - also in D nach Bundesländern) als offline-Karten speichern und nicht wie bei Google mühsam in Kacheln. Navigation klappt auch auf Wanderwegen.

    Im Sommerurlaub im Baltikum mussten wir einen gesperrten Straßenabschnitt (das war schon nur ein besserer Waldweg) umfahren. Die Eingeborenen zeigten nur mit dem ausgestreckten Arm: Da hinten irgendwie lang ins nächste Dorf und dort wieder auf die "Straße".

    Google Maps hat kläglich versagt, die Karte war weiträumig weiss, bzw. grün, denn es war überall Wald ... Mapy kannte den gerade noch fahrbaren Weg ("schweres Wildwasser" für Autos ... =O) durch den Wald - perfekt!

    Man kann unterwegs total simpel seine Position als POI speichern und wenn man mag, den armen Hinterbliebenen nach Hause senden, damit die sich nicht unnötig sorgen. ;) Man kann beliebig viele Kartenordner anlegen und jeder, der den Link zu einem Order hat, kann die gespeicherten POIs einsehen. Das sieht dann so aus. (Diese Tour bin ich im Sommer gepaddelt.)

    Und hier gehe ich gleich mit meinem Hund um die Tümpel durch den Wald, sobald ich dieses Posting fertig geschrieben habe. Bei Google sieht es da schon sehr mager aus und einen Punkt setzen konnte ich auch nicht so einfach.

    Also ich bin sehr begeistert; die Tschechen machen das sehr ordentlich.

    Ein erheblicher Schwachpunkt aller Karten sind Gewässer - auch die oben verlinkten nautischen Karten und selbst kommerzielle Karten für viel Geld arbeiten da schlampig. (welcher Radfahrer oder gar Autofahrer interessiert sich schon für exakte Uferlinien ...)

    Mapy ist gut genug, um nach den Karten zu paddeln! Das ist im Vergleich zu den Mitbewerbern schon eine stramme Leistung!

    Probiert's einfach mal aus, kost' ja nix (und ist trotzdem gut). :)

    Waldläufer70 : Ja, das erscheint schlüssig.

    Die Schlafsack-Matten-Kombi ist eine Mischung aus deinen Zeichnungen: Der Stoff läuft am Ende zusammen, wird dann aber zusätzlich gerafft, wenn man die Schlaufen zum Aufhängen benutzt. Das ist auf dem letzten Bild von Beitrag #4 ganz gut zu erkennen. Da es gerade mal kurz trocken war, habe ich schnell noch ein neues Foto auf dem Balkon gemacht:

    Das Kopfende (rechts) ist neben das Fußende (links) geklappt.

    An beiden Enden verjüngt sich der Stoff auf ca. 30 cm Breite.

    Rechts ist ein Spreizstab korrekt in den Stofftunnel eingesteckt, das schwarze Aufhängeseil ist eingeklinkt; es hängt quasi aus dem unteren Bildrand heraus. Da man den Spreizstab nun nicht mehr sehen kann, habe ich den 2. Stab davor gelegt.

    • Aufhängevariante 1 (links):
      ohne Spreizstab, dann wird das Stoffende zusätzlich noch gerafft und das Seil wird an der Gurtschlaufe befestigt
    • Aufhängevariante 2 (rechts):
      mit Spreizstab, das Stoffende wird nicht mehr gerafft, die Gurtschlaufe bleibt ungenutzt, das Seil wird direkt am Spreizstab eingehängt, nachdem es um einen Baum gewickelt wurde.

    Wenn der Stoff hingegen gegen die Enden hin zusammenläuft, dann wird eben nur noch dieser zentrale Bereich gestützt / getragen. Liegt man nur wenig ausserhalb dieses Bereiches, so kippt man weg.

    Die Spreizstäbe wurden erst ins Programm aufgenommen, nachdem die 2. Serie gefertigt war. Die Produzenten der Prototypen konnten ihn also noch nicht benutzt haben. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass genau dieser Fehler - in Zusammenwirkung mit der von NochSoEiner ins Spiel gebrachten zu straffen Aufhängung - zur "Kenterung" führten.

    Es waren halt "nur" Schlafsackhersteller, die von Hängematten null Ahnung hatten. Und so nahm das Schicksal seinen Lauf ... :P

    Dann hätten wird das wohl geklärt, denke ich. :)

    Ausgedacht haben sich diese Konstruktion die beiden Firmeninhaber, beides Zimmermannsgesellen.

    Das scheint mir ein ganz patenter Beruf zu sein. ;)

    Korrekt in die genähte Form gebracht haben es dann wieder die Asiaten, die auch schon die 1. Serie gefertigt hatten.

    Ich hole mal diesen alten Thread (=Faden) zum Thema Thread (=Garn) aus der Versenkung wieder an die Oberfläche. :)

    Bei der Recherche nach hochwertigen Nähgarnen habe ich auf der Gütermann-Seite einige Infos gefunden, die auch für die Selbstnäher hier interessant sein könnten, denn neben der Herausstellung der überragenden Qualitäten ;) enthalten die unten verlinkten PDF-Prospekte auch Know-How zum Thema Nähen, besonders bei elastischen Nähten und da waren in den Diskussionen hier einige Fragen offen geblieben.

    So wird z.B. erklärt, warum Nähte elastischer werden, wenn man beim Nähen am Stoff zieht =O, was man doch eigentlich tunlichst vermeiden soll!

    Die Informationen beziehen sich zwar auf Gütermann-Garne, aber die fachlichen Tipps gelten natürlich genauso für vergleichbare Garne der Mitbewerber.

    Und hier gibt es noch Infos zu Stichtyp, Stichdichte, Fadenstärke und Nadelstärke beim Nähen von Zelten. (in diese Kategorie fallen ja auch Tarps und Hängematten)

    Die Stichtypen sind nummeriert und ich habe hier eine Erklärung gefunden (denn das ganze bezieht sich auf Industrienähmaschinen; "Adler"-Industrienähmaschinen der 1950er und 60er Jahre haben einen legendären Ruf und nähen noch heute präzise und zuverlässig durch Dick und Dünn, vor allem durch "dick" wie Leder, Faltboothäute, Rucksäcke, Schuhe, ...):

    Klasse 300 - Doppelsteppstich

    "Doppel", weil doppelter Faden: Oberfaden und Unterfaden.

    Diese Stiche werden für "Spannähte" empfohlen, also für Nähte, die unter (Zug-)Spannung stehen.

    • 301 Doppelsteppstich, gerade
    • 304 Doppelsteppstich, Zick-Zack
    • 308 Doppelsteppstich, Vierstich-Zick-Zack (ich weiß nicht, ob Haushaltsnähmaschinen das können, meine kann z.B. "nur" dreifach)

    Klasse 400 - Doppelkettenstich

    Auch hier wieder: "Doppel", weil doppelter Faden: Oberfaden und Unterfaden.

    Dieser Stich wird für Verbindungsnähte und Schließnähte empfohlen (die Zelt-Grafik bei Gütermann zeigt auf eine Kante, die keine Kräfte aufnehmen kann)

    • 401 Wie ein gerader Steppstich, aber der Unterfaden wird zu Schlingen verkettet.

    Wegen der ausgleichenden Gerechtigkeit ... ;)

    Habe auch Infos zu beliebten Garnen der Konkurrenz gefunden:

    Wer sich mit den merkwürdigen Nummerierungssystemen für Nähfäden auseinandersetzen mag, kann sich gerne hier einlesen - viel Spaß! :evil:


    Zum Schluss noch ein Tipp:

    Internetseiten von Firmen neigen dazu, sich schnell zu verändern und plötzlich sind die Informationen weg und die Links führen ins Leere ... =O

    Wenn ihr an den Datenblättern interessiert seid, ladet sie herunter und speichert sie lokal auf eurem Rechner (oder Smartphone). Wenn dann mal was im Netz verlorengeht, kann man sich die PDF-Dateien per Mail hin und her schicken.

    Mein Hängemattenschlafsack hat das Problem zum Glück nicht. Ich bin bisher morgens immer zuverlässig IN der Hängematte aufgewacht und nicht darunter. :)

    Aber wenn man selbst näht, gibt es da vielleicht irgend eine Geometrie hinsichtlich des Schwerpunkts zu beachten (das schlägt sich dann ja im Schnitt nieder), damit man eben nicht unfreiwillig rausgedreht wird.

    Am Kopf- und Fußende habe ich je eine Schlaufe. Dort kann ich jeweils ein einziges Seil anknoten, das ich dann an je einen Baum binde. Theoretisch könnte diese Konstruktion also frei rotieren - tut sie aber zum Glück nicht.

    Normalerweise habe ich aber schon die typische V-förmige Seilführung und wenn ich die optionalen Spreizstäbe benutze, hat die Hängematte ja eine rechteckige Form, die nicht zu Rotieren neigt.

    Ich möchte also eher die Selbstnäher darauf hinweisen, dass bei fehlerhafter Konstruktion durchaus die Gefahr besteht, dass man so eine "Selbstwende-Hängematte" schneidert. Ich weiß nur nicht, welcher Fehler dazu führen würde.


    • Wie lange näht ihr schon mit der aktuellen Maschine?
      Ich habe sie schon vor vielen Jahren geerbt, aber erst vor 3 Wochen in Betrieb genommen.
      Angeschlossen und ... läuft .. und läuft ...
      Ist eben noch "Made in Sweden". :)
      Einem Gerücht zufolge werden ALLE aktuellen Nähmaschinen weltweit in einem einzigen Werk in China zusammengeschraubt ... =O
      Die BERNINA mag da eine Ausnahme sein, aber die wird inzwischen auch in Thailand hergestellt.
      Pfaff gehört längst den Chinesen. Da Pfaff, Singer und Husqvarna Viking in einem Satz auf der Website der Vermarktungsfirma "SVP Worldwide" genannt werden, darf man wohl schließen, dass auch die Produktion unter einem Dach stattfindet.
    • Mit welchen Nähmaschinen habt ihr davor genäht?
      Mit dieser. :S
    • Welche guten und schlechten Erfahrungen habt ihr mit den jeweiligen Maschinen gemacht?
      Scheint robust und zuverlässig zu sein. Sie kann nur ein paar wenige Stiche, aber eigentlich reicht das für den Hausgebrauch.
      In der kurzen Zeit habe ich schon gelernt, dass man fehlenden "Technik-Firlefanz" ganz einfach durch handwerkliches Können ersetzen kann. ;) Muss man sich halt dransetzen und üben ...
      Die Rückwärtstaste ist nicht ergonomisch angebracht, da fehlt mir oft die dritte Hand.
    • Wenn ihr plötzlich keine Nähmaschine mehr hättet, und euch nur eine anschaffen dürftet - für welche würdet ihr euch entscheiden und warum?
      Ich glaube, ich würde eine alte, gebrauchte Maschine in gutem Zustand kaufen, gerne eine VERITAS aus dem Nähmaschinenwerk Wittenberge oder eine der Hausmarken PRIVILEG vom ehemaligen Versandhaus Quelle, die wurden überwiegend bei der japanischen Firma brother (damals schon mit Produktion in Taiwan) gefertigt wurden und machen auch einen robusten Eindruck.
      Die alten Maschinen haben weitestgehend noch keine Plastikteile im Antrieb (Es gibt Websites, auf denen die  Stärken und Schwächen der alten Modelle aufgezeigt werden.) und sind einfach robuster, was man auch schon am Gewicht merkt. (Plastik ist deutlich leichter als Metall.)
    • Wäre das die gleiche Maschine wenn Geld kein Rolle spielen würde?
      Nein, dann wäre es vielleicht eine alte BERNINA, die noch in der Schweiz gefertigt wurde. Diese Maschinen haben schon sehr durchdachte Sonderkonstruktionen in der Technik, z.B. breiterer Stich, größere Unterfadenspule, deutlich überlegene Eigenentwicklung der Unterfadenmechanik. Leider muss man dann auch das sehr teuere Originalzubehör kaufen - wenn man es denn braucht. Aber Geld spielt ja bei dieser Frage keine Rolex. ;)
      Und wenn es eine nagelneue Maschine sein soll, dann müsste ich erst recherchieren, in welchem der unzähligen Plastikgehäuse (warum eigentlich, wenn doch alles aus einem einzigen Werk kommt? :/) noch (oder schon wieder) gute Technik steckt.


    oder hast Du bereits eine

    Meine HM ist ja im Schlafsack "eingebaut" - sehr praktisch!

    Wenn ich etwas selber nähen sollte, dann nehme ich die vorhandene "Tragekonstruktion" und nähe einen besseren Schlafsack daran.

    Nun habe ich erst mal einen neuen RV angenäht. Aber die Isolation reicht mir nicht ... irgendwas wird mir da schon einfallen ... ;)

    Ich frage mich, in wie weit ein Tarp mit Türen und nah am Boden bei kaltem Nebel die Lösung ist.

    Kaum. Es hilft nur, sich in einem "geschlossenen Raum" vom "Nebel des Grauens" abzukapseln. Also: Rein ins Zelt und Eingänge geschlossen halten. Leichter Überdruck hilft auch und der lässt sich mit Wärme herstellen (warme Luft dehnt sich aus) , die eigenen Körperwärme hilft ein ganz klein wenig (jeder Mensch "heizt" mit 75 Watt), eine Gaslampe ist optimal, aber ein Teelicht bewirkt schon sehr viel.

    (ACHTUNG! Offfene Flammen und leicht brennbare Materialien!)

    Trotzdem wird mein nächstes Tarp "Türen" haben, das ist bei Wind und Regen einfach super, wie ich in den hier im Forum verlinkten Videos bzw. bei den empfohlenen Tarps gesehen habe.

    Übrigens : bei unerwarteten Sturmböen (oder weichem Boden) halten auch bei Zelten die Heringe nicht immer.

    Ja, das stimmt natürlich. Darum bevorzuge ich selbsttragende Zelte. Wenn ich mein Boot dabei habe und es über Nacht an Land liegt, binde ich gern 1 oder 2 Tarpleinen an Bug und Heck. Ansonsten kann man die Häringe mit Steinen beschweren, das hilft sehr gegen Ausreissen bei Wind und lockerem Boden. Ich habe auch schon die Spannleine um de Häring gewickelt, dann 2 Häringe mit ca. 5 cm Abstand 45° schräg in den Boden gesteckt und den angebundenen Häring dahinter geklemmt, so verteilt sich die Last auch 2 Häringe und somit die doppelte Reibungsfläche. MAn braucht aber entsprechend viele Häringe - da ist es fast effektiver, lange und breite Sandhäringe mitzuführen. Man braucht ja nur einige wenige.


    Für die Nacht waren starke Gewitterböen angesagt, daher habe ich das selbsttragende Zelt abgespannt und und die Häringe mit Steinen beschwert (wie man sieht, gab es ja reichlich), damit sie im relativ weichen Sand halten.



    An den Schlaufen für die Häringe habe ich kurze Seile (mit eingewebten "Löchern") befestigt, dann kann man im Radius des Seiles nach einem Punkt suchen, an dem der Häring optimal hält. Die Schnur lässt sich auch leicht mit einem Stein beschweren oder um etwas herum wickeln.



    Das Tarp ist an 2 Ecken am Boot befestigt. Eine leere Bierflasche verhindert, dass die Stange im Sand versinkt.

    Geschlafen habe ich im ausgeräumten Boot, das Cockpit ist 2,40 m lang und 60 cm breit. Man muss nur gut genug polstern und/oder eine dicke Isomatte haben, damit die Spanten nicht im Kreuz drücken.


    Wenn man so wohnt, kommt es zu spektakulären Begegnungen:

    An den nassen Stellen im Sand sieht man, wie hoch die Wellen schlagen, aber mein Platz auf einem Sandrücken liegt knapp 50 cm höher.

    Hier ein paar Übernachtungsplätze, deren Erlebniswert im Zelt nie erreicht werden können:

    Hoch und trocken, Bierchen in der Hand während der Sommerregen über den See treibt. (Mecklenburger Seenplatte)

    Blick über den See kurz vorm Einschlafen (Mecklenburger Seenplatte) und so habe ich abgehangen:

    Mit dem Hinweis, dass ich gar kein Zelt dabei habe, durfte ich an dieser exklusiven Stelle am Rande des C-Platzes "Lanzer See" (Elbe-Lübeck-Kanal) abhängen; mit eigenem Anleger! Der Stuhl stand schon dort.

    Noch ein Hängematten-Fan! :)

    Eindrucksvolle Wetterfront im Dalsland (S)

    Fast schon Mitternachtssonne (22:10) an der Ostsee bei Treimani direkt an der estnischen Grenze.

    Es gibt natürlich auch Beispiele für Abhänge-Situationen, die ich nicht wieder erleben möchte:

    • kalte, nebelige Nacht Ende Oktober; die klamme Kälte ist überall und kriecht in den Schlafsack ... am Morgen ist das Tarp von oben und unten gleich nass , ebenso wie der komplette Hängemattenschlafsack. Zum Glück war das auf einem C-Platz und die heiße Dusche nicht weit.
    • Nachtfrost im April und der eisige Wind weht unterm Tarp durch - der Komfortbereich des Schlafsacks endet bei +5°C ...
    • starker Wind mit heftigen Schauerböen von der Kopfseite und das Tarp ist einen halben Meter zu kurz
    • unerwartete Sturmböen in der Nacht und die Häringe halten das Tarp nicht mehr ...

    Im Zelt hält sich die Wärme, ein Teelicht kann Wunder bewirken und von den Schauerböen oder dem Sturm hätte ich kaum etwas mitbekommen.

    In der nassen Nebelnacht wäre natürlich auch das Zelt innen und außen klamm gewesen, aber im Innenzelt wäre ich trocken und ausreichend warm geblieben.

    Irgendwie gibt es ebenso viele Gründe für und gegen Zelt oder Hängematte ... :)

    Das erste Video ist in der Tat lustig, aber es werden Apfel mit Birnen verglichen, denn das "Zelt" ist Kinderspielzeug für eine Sommernacht im heimischen Garten ... "Zelt" geht anders. ;)

    Ich benutze ein selbsttragendes Kuppelzelt, das auch ohne Häringe auskommt, wenn es nicht stürmt. Innen- und Außenzelt sind verbunden, da bleibt beim Aufbau im strömenden Regen das Innenzelt trocken. Bei durchdachten Konstruktionen mit getrenntem Innen- und Außenzelt kann man das Außenzelt auch zuerst aufbauen und dann im Trockenen weitermachen.

    Ein Tarp habe ich sowieso immer dabei, weil es in vielen Situationen enorm praktisch ist.

    Wenn es so schüttet, wie im Video, ist es eine gute Option, als erstes das Tarp aufzuspannen, damit man erstmal Regenschutz hat.

    Mein Schlafsack hat eine eingebaute Hängematte und so kommt als Extra eigentlich nur das Mückennetz für die Nutzung als Hängematte hinzu und die beiden Spreizstäbe, die man aber auch weglassen könnte. Da ich für das Tarp auch 2 Zeltstangen mitführe, fallen diese beiden kurzen Alustäbe aber nicht wirklich ins Gewicht.

    Also ich habe "das Beste aus zwei Welten" und bin sehr zufrieden mit dieser Flexibilität.

    Als Paddler brauch ich ja nicht so sehr auf das Gewicht zu achten. :)

    Als jetzt im Sommer in einer Nacht Wind und Regen aufkam, habe ich die ganze Hängekonstruktion kurzerhand "tiefer gelegt", bis ich wenige cm über dem Boden hing. Das war schnell gemacht und ging auch im Halbschlaf. Das ist dann quasi ein Firstzelt ohne Boden, ein fließender Übergang zwischen Hängematte und Zelt. ;)

    Sowieso habe ich ein paar Konstruktionen ausprobiert/geübt, wie ich das Tarp als Behelfszelt verwenden kann. Vor allem im Sommer bleibt dann das Zelt auch mal zuhause. Aber dann weiß ich in der Regel auch, dass ich sandigen (Strand oder Flussufer) oder trocken, laubbedeckten Boden haben werde, auf dem man sauber "wohnen" kann.

    Eine mögliche Variante: Es war zwar Sommer, aber es gab ständig kleine Regenschauer. geeignete Bäume - Fehlanzeige.

    Das Tarp hat eine zentrale Öse, die habe ich später noch zu dem Zaunpfahl abgespannt, damit sich keine Pfütze bildet.

    Die Vorderseite des Tarps habe ich ans Boot gebunden, der Sand war einfach zu weich.

    So, mit etwas Hilfestellung hat's geklappt mit den Bildern, ist ja ganz einfach, wenn man weiß, wie. :)

    von der Seite, rechts ist "oben", der grüne Streifen ist der "Rahmen"

    Fußende von der Seite, rechts ist "oben", der grüne Streifen ist der "Rahmen"

    (ja, ich laufe immer noch barfuß herum :))

    von oben, der grüne Streifen rechts und links ist der "Rahmen", der grüne Streifen in der Mitte ist der RV

    Fußende von oben

    Ich hole mal weit aus ...

    Mein Schlafsack-Hängematten-Kombi ist von der Firma km276 (da die Firma nur noch auf dem Papier vor sich hin dümpelt, ist das wohl keine Schleichwerbung). Die Inhaber sind zwei Zimmermannsgesellen, die im Messebau ständig auf Montage unterwegs waren und keinen Bock mehr auf billige Hotels und "Handwerkerabsteigen" hatten. Sie haben kurzerhand ihr Produkt samt notwendigem Zubehör entwickelt und einen Container voll in Fernost fertigen lassen. (Geschlafen wurde dann auf dem Messegelände: Eine Seite am Dachgepäckträger des Kombis/Transporters, anderes Ende an irgendeiner Laterne, einem Baum oder einem 2. Auto.)

    Mit einem Hängemattenschlafsack dieser 1. Generation habe ich auch angefangen. Ich war ganz begeistert, hatte aber im Detail gleich ein paar Verbesserungsvorschläge. Es gab einen sehr netten und produktiven Mailverkehr und so habe ich zum Design der 2. Serie beigetragen. Eigentlich waren das nur ein paar kleine Taschen für Handy und Geldbörse und ein paar Schlaufen für Brille und Taschenlampe. Eine wesentliche Veränderung stand als "größeres Volumen im Fußraum für noch mehr Bequemlichkeit" im Prospekt, war aber entstanden, weil mein am Fußende schlafender Hund mehr Platz brauchte. :S

    Diese Neuauflage sollte eigentlich nicht mehr in Fernost produziert werden und die beiden Inhaber haben Produzenten in D-A-CH gesucht. Die gibt es in der Tat. Die neuen Ideen wurden als Prototypen umgesetzt, aber keiner der Hersteller konnte eine funktionierende Hängematte fertigen und so wurde doch wieder in Asien beim Hersteller der 1. Serie produziert.

    Kommen wir nun endlich zum Problem:

    Die Prototypen haben sich allesamt eigenständig gewendet und den Insassen der Hängematte auf den Boden befördert! :huh:

    Hatten die Selbstbauer hier im Forum auch schon das Problem?

    Wenn ja, wo war der Fehler im Schnitt?

    Die Konstruktion meiner Hängematte:

    • Ein max. 10 cm hoher, senkrechter "Rahmen" lauft zu den Enden auf Null aus und geht in die Befestigungsschlaufen über. (Ein paar kurze Alustäbe an den Enden sorgen für bequemere Breite, aber es geht auch gut ohne.)
    • Die eigentliche Hängematte ist als Schlafsackunterseite unten an diesen Rahmen angenäht.
    • Die Schlafsackoberseite mit mittigem RV ist an der Oberkante des Rahmens angenäht.

    Mein Exemplar ist schon recht mitgenommen und nachkaufen kann man ja nicht mehr. Trotz freundschaftlicher Verbindung bekomme ich keinen der beiden letzten Hängematten-Schlafsäcke , die im Lager noch existieren - die sind für die Inhaber reserviert. ;(

    Einige (nichttragende) Innennähte musste ich schon nachnähen; jetzt ist der RV dran: der Spiral-RV öffnet sich selbstständig und wird durch einen RV mit Zähnen ersetzt.

    Aber eigentlich ... müsst man das Teil neu machen, denn:

    • Die Isolation ist mir zu gering und mit 2. Schlafsack oder zusätzlicher Decke ist mir das zu fummelig. Zu warm wird es bei dickerer Isolation im Sommer trotzdem nicht, denn durch den mittigen RV kann man diesen einfach mehr oder weniger offen lassen oder eine Seite oder beide Seiten über die Rand schlagen und so die Wärme regulieren.
    • Der "Rahmen" ist nicht ordentlich isoliert und hat Kältebrücken. (Man muss einfach den oberen Teil auch unten am Rahmen annähen, sodass die Isolation zwischen Unter- und Oberseite nicht unterbrochen wird.)
    • Die Unterseite des unteren Teils ist die tragende Hängematte. Dadurch liegt man auf der Isolation und drückt sie platt. Es müsste also die Innenseite des Unterteils tragend sein, dann kann die Isolation unbelastet darunter hängen.

    Sollte ich mich an einen Neubau wagen, würde ich den alten "Rahmen" als tragende Konstruktion behalten.

    Die unbelastete Innenseite ist z. Zt. aus einem Baumwoll/Polyester-Gemisch, das ist natürlich angenehm an der Haut, aber bei meiner Neukonstruktion müsste es ja ein belastbares Material sein.

    Hat jemand eine Idee für einen geeigneten Stoff, der sich gleichzeitig als Schlafsackinnenseite angenehm anfühlt?

    P.S.: Ich hoffe, trotz detaillierter Beschreibung nicht irgendwelche Copyrights verletzt zu haben. Das Modell existiert ja nicht mehr am Markt und wird auch definitiv nie wieder produziert werden.

    NochSoEiner :

    Die ist aber ehrlicherweise nicht allein auf meinem Mist gewachsen ... Es gibt so eine Skala für Segler, die habe ich für Faltbootfahrer "angepasst". :saint:

    Am besten gefällt mir der letzte Absatz: ^^

    Zitat

    Die Beaufortskala geht zwar noch bis 12 weiter, aber es ist nicht anzunehmen, dass irgendein Wind über Stärke 9 unsereins noch interessieren könnte, es sei denn, im Fernsehen.

    Alles was über 12 ist, heißt Orkan und ist so schrecklich, dass der englische Admiral Sir Francis Beaufort an dieser Stelle aufhörte zu messen und anfing, zu beten.

    Mit dem Beten fange ich schon viel früher an =O ... sowohl im Boot als auch in der Hängematte oder im Zelt.

    Habe mich mal in diesem Forum angemeldet, weil offensichtlich viel "gebastelt" wird. Und ich habe eine alte geerbte Nähmaschine in Betrieb genommen, um meine Ausrüstung zu reparieren und zu erneuern. Es steht ein Projekt an: "Pimp my tent" ;) und wenn ich mir genügend Infos und Tricks abgeschaut habe, wird auch "das untimative" Tarp in Angriff genommen.

    Mehr zu mir findet ihr in meinem Profil, habe alles ordentlich ausgefüllt. :)