Beiträge von Sundance

    Ihr könnt auf die Balken/Bäume oder auch direkt an die Wand Airlineschienen montieren. Kenne ein Forumsmitglied, welches es so macht. Und weil ich im Garten nur einen Baum habe, hat der Schuppen auch eine bekommen. Dann seid ihr in der Höhe flexibel. Das hat aber etwas mehr von Industriedesign und ist weniger wohnlich. Tagsüber sonst ein Bild drüber?

    Das Tortendiagramm im Hintergrund ist eine Anspielung auf die Darstellung der Packlistengewichte im Programm "Lighterpack", was die meisten ULer benutzen.

    Und ich hatte schon gehofft, das dahinter auch eine weiter entwickelte LighterpackApp steht, bzw eine Eigenentwicklung.

    Schon lange liebäugle ich mit einem Tarp in SnowCamo. Hier in Deutschland sind diese jedoch nur schlecht zu bekommen und außerdem gefiel mir auch nicht jedes SnowCamo-Muster. Irgendwann bin ich dann beim Suchen auf die finnische Firma Foxa Oy gestoßen. Kurzerhand habe ich sie angeschrieben und nach einem kurzen Mailtaustausch ging die Überweisung für 9m „M05 Snow IRR“ raus.

    Der Stoff wird eigentlich für die finnischen Streitkräfte hergestellt und ist ein Nylon-Ripstop Gewebe mit PU coating und einer Wassersäule von > 10.000m. Er wiegt 100g/m2 und ist 145cm breit.

    Netterweise musste ich keinen ganzen Stoffballen mit 141 Metern abnehmen. Allerdings kam dafür noch ein Mindermengenaufschlag hinzu.

    Dann wurde recherchiert:

    Welche Maße soll das Tarp haben? Mit Kettenlinie oder ohne? Und wenn ja, wieviel? Hier meine Konstruktionszeichnung:

    Wie mache ich die Firstleine? Diese sollte keine gerade und schwarze Linie wie bei den Warbonnet Tarps sein. Denn schließlich hat der Stoff eine reduzierte Infrarot-Signatur (IRR compliant). Immerhin hängen wir oft in Eckernförde ab, wo ja auch die Kampfschwimmer trainieren. Eine gerade, schwarze, parallel zum Erdboden verlaufende Linie wäre mir hier viel zu auffällig gewesen.

    Und wie ist das mit den Abspannpunkten? Auch hier fand ich schöne Vorlagen hier im Forum. Allerdings muss ich zugeben, dass meine Verarbeitungsskills weniger ausgefeilt sind.


    Dann ging es an den Zuschnitt.

    Hinterher wurden die Verstärkungen an den Abspannpunkten festgeklebt. Nach einer ausreichenden Trocknungszeit von ca. einem halben Jahr ging es ans Nähen. Erst die Verstärkungen, dann die Firstline, dann die Säume und zum Schluss die Abspanngurte.

    Zuletzt wurden noch die Abspannleinen und Schnallen montiert. Diese dann allerdings ohne IRR.

    Für die Firstleine habe ich ein Gurtband aus Dyneema genommen. So kann ich ordentlich Zug auf die Seiten bringen, da ich mich für eine geteilte Ridgeline entschieden habe. Die Abspannleinen sind aus Polyester mit einem Dyneema-Kern.

    Die übrigen Abspannleinen sind aus Polyester. Die schwarzen Shock-Cords haben ebenfalls Dyneema verabeitet und sollen daher deutlich langlebiger sein.

    Und ganz zum Schluss kam noch ein Packsack hinzu.

    Was mir noch fehlt, ist eine Snake Skin, aber das Material liegt auch schon bereit.

    Und nun zum Gewicht: 1488g.

    Ich weiß, dass das sauschwer ist. Allerdings ist es auch mehr ein Liebhaber-Projekt. Und sollten wir hier wirklich mal Winter mit viel Schnee haben, dann trage ich das Mehrgewicht sehr gerne oder nähe mir noch eine Pulka.

    Tatsächlich hätte ich mit einer sehr viel höheren Unterfadenspannung arbeiten sollen. Das habe ich erst viel zu spät gemerkt. So sind manche Nähte nicht so sauber wie sie hätten sein können. Na ja, dumm gelaufen.

    Und heute Nacht wird es zum ersten Mal ausprobiert!

    Elastische Schnur mit Dyneema, oder was?

    Genau. 3mm kosten 1,80 Euro pro Meter. Das ist über 100% teurer als das normale. Aber bei zwei Metern insgesamt verschmerzbar.

    Habe ich jetzt gerade letzte Woche für mein neues DIY Tarp gekauft. Soll deutlich länger seine Elastizität beibehalten. Fühlt sich auch gut an, ein echter Praxistest steht aber noch aus.

    hangloose Ich freue mich, dass der Thread dich dazu angeregt hat, noch einmal tiefer in dieses Thema einzusteigen. Und auf der theoretischen Ebene fände ich eine Klärung tatsächlich ebenfalls interessant. Allerdings werde ich als Strandcamper in Schleswig-Holstein nicht die 2000m Meter Grenze knacken. Da ist knapp unter 170m Schluss.

    Nicht verstanden habe ich, inwiefern das relevant ist. Geht es dir darum, ob du bei entsprechender Luftfeuchtigkeit lieber noch etwas weiter wanderst, um dann einige hundert Meter tiefer deine Matte aufzuhängen?

    Aber ich kann bei meinem nächsten Flug fragen, ob ich im Frachtraum mitfliegen kann und dort die Hängematte aufhängen darf. Ich muss dann nur noch wissen, wie ich was messen soll ;)

    Motte148 Das würde für die Frage "mit oder ohne Moskitonetz" bedeuten, dass

    - es von Vorteil ist, wenn die Luft zwischen Netz und Quilt etwas wärmer ist, da diese dann mehr Luftfeuchtigkeit halten kann.

    - Die Feuchtigkeit am Netz auskondensieren könnte, weil hier die wärmere Luft von innen auf die kältere Luft von außen trifft.

    - Ein dritter Faktor könnte noch sein, dass das Moskitonetz den Luftaustausch verschlechtert.

    Vermutlich hat jedoch der Boden unter dem Tarp mehr Einfluss.

    Danke für deine ausführliche Antwort!

    Das mit dem Nebel, bzw. Wolken habe ich jetzt im Urlaub erlebt. Es fühlte sich so an, als würde es regnen, aber es waren nur die Wolken, um uns herum.