Dass man keine Videos darüber sieht, bzw es gibt welche...sind aber selten, liegt mMn daran dass man von dem System wieder abkommt.
Vor zwei Jahren habe ich die gleichen Gedanken gehabt, bzw früher, war aber zu faul sie umzusetzen. Dann wie gesagt vor zwei Jahren im Zuge der Reisevorbereitungen zig Zeit und Mühe VOR der Tour investiert und das so ähnlich gehandhabt. Es musste eine all in one Lösung sein.
Was soll ich sagen, nach elf Tagen hab ich es drangegegeben. Das heisst Abend aufrödeln, morgens abrödeln. Mal 11. 22 mal also in Folge das Procedere.
Warum drangegeben?
1 war es nicht notwendig
2 hatte 4 Tage davon nachts Regen und war
a nicht glücklich zu wissen dass alles zusammen hängt obwohl theoretisch getrennt (war hat was mentales)
b ich musste nachts immer mal raus um irgendwas zurecht zu rücken. Mal das Tarp spannen oder höher setzen. Oder tiefer, mal stimmte an dem Netz was nicht.
Also, wars für mich nach 22 mal in Folge auf und abbauen erledigt und bin wieder zu der ursprünglichen Handhabe zurück.
Als erstes die Tarpline. Mittlerweile hab ich die in 2,5 oder 3 mm Dyneema verstärkt. Auf der einen Seite einen Taut Knot mit Karabiner, auf der anderen Seite einen Truckers Hitch. Das geht so schnell dass die Regentropfen mich gar nicht finden. Auf der Line sind 5 bis 7 Prusseks zur beliebigen Nutzung. Die jeweils äußeren für das Tarp.
Das Tarp steckt in sonem Bishop Bag, zwei Öffnungen. Lustigerweise auch roter Karabiner am Kopf, schwarz für die Füße.
Einhängen am Prussek, rüberziehen, einhängen am Prussek, spannen...fertig. Ich bin drunter und trocken.
Die Seile sind an den Heringen gewickelt und werden am Tarp nur eingehängt. Das folgert mal aus einem Trauma was ich gehabt hab an einem Sturm der innerhalb 45 Sekunden bis 1 Minute so heftig war dass ich nur vorne über gebeugt meinen Mann stehen konnte.
Seile evtl entwirren gleichzeitig das Tarp vom wegfliegen hindern gleichzeitig retten vor Nässe was zu retten ist und gleichzeitig auch ein Auge auf den Seitenständer der Maschine dass der nicht im plötzlichen Match einsinkt haben mir den Rest gegebenen.
Seitdem entkoppel ich die Seile vom Tarp, lass sie einfach liegen und ziehe die Socke über Tarp und Matte. Dafür muss aber die Tarpline so straff sein dass ein Seiltänzer drüber laufen kann. Damit die mit dem Tarp und Socke nicht flattert. Oder sowenig wie möglich. Bei egal was für einem Wind.
Aber zurück zu dem Topic. Wenn das Tarp steht und ich drunter bin, ist erstmal Ruhe angesagt.
Die Matte, bei gutem Wetter noch Tisch und Stuhl und Kaffee mit ausgestreckten Füssen.
Dazu kommt dass die Höhe des Tarps irgendwie bei mir festgefressen ist. Kinnhöhe. Ist einfach so. Ohne bin ich unglücklich. Das ist meine definierte gewohnte Höhe zum drunter gehen, im Liegen reichlich Dachfreiheit und das Moskito ist drunter eingehängt gerade unterm Po.
Und nichts berührt den Boden. Bei gutem Wetter benutz ich den UQ als Decke.
Bei schlechtem Wetter kommt die Tarpline in Brusthöhe, also tiefer, das Tarp also ungleich tiefer damit es unter der Matte nicht so zieht, die Matte bleibt, der UQ drunter und das Moskito an der RL der Matte, also auch tiefer.
Das hat sich die tausende von km so bewährt, ich weiss woran ich bin, und einmal aufgebaut gibts nichts mehr "hier und da noch was ändern, rumzippen oder sonstwas".
Wenn die Chose nur ein Wochenende wäre dann würde ich so ein All in one System auch präferieren. Zweifelsohne.
Ich bin in einem gewissen Alter wo mich jedes bücken beim campen nervt. Fällt mir ein Karabiner auf den Boden, bleibt der liegen bis irgendwannmal. Ich bück mich zum verrecken nicht. Behelfe mir eher mit nem Knoten oder egal was.
Darum benutz ich gern diese Atlas Straps. An jeder Schlaufe befestige ich irgendwas. Hauptsache nicht bücken.
Aber da war jetzt 3/4tel OT...