Beiträge von Hesmon

    Hast Du's mal versucht? Also mit flachen Barfußsandalen, nicht mit so dicken Wandersandalen

    Hmm, da hast Du allerdings recht. Ich denke ich werde im Sommer einfach mal die Xero Z-Trek testen. Diese Flip-Flop-Style Teile kann ich nicht tragen. Da stört die Schnur zwischen den Zehen. Jaja, Mimimi-Prinzessinnen-Füße ... :rolleyes:

    Aber diese "Vivobarefoot Primus Trail Firm Ground" sehen interessant aus. Die könnte ich mir zum Wandern als Trailrunner-Ersatz vorstellen.

    Aber bis dahin muss ich noch ganz schön üben. Ich merke nach 2 Tagen doch schon einen gewaltigen Unterschied zwischen den Trailrunners und den Leguanos (Fuß- und Waden-Muskelkater).

    Danke für die Anregungen:!:

    Die Elastik von Socken oder Schuhen, die stretchy sitzen, reicht bereits, dass die Zehen nicht breit aufsetzen

    Ein klares "Jein" von mir ;)

    Ich fühle mich in den "stretchy" Leguanos z.B. deutlich wohler als, in den Five-Fingers mit mehr Platz.

    Mein extremst breitester Schuh ist ein Altra Torin

    Ja, meine Füße haben den maximalen Platz in der Breite, aber trotzdem fühle ich mich "wohler" in den deutlich engeren Leguanos.

    Sandalen gehen z.B. bei mir gar nicht, da ich bereits durch eine Tannennadel oder ein Steinchen zwischen Fuß und Sohle, dermaßen genervt wäre, dass ein weiterlaufen völlig ausgeschlossen ist.

    Meine Herangehensweise an Barfußlaufen war wie folgt:

    - "Christopher McDougall - Born to Run" gelesen

    - nach mehreren Wochen Barfußlaufens und extremen Schmerzen wieder zu "normalen" Schuhen zurück

    - hunderte Youtube-Videos über Barfußlaufen angeschaut

    - weil ich die Grundidee so bestechend logisch fand -> Five-Fingers gekauft und nochmal probiert

    - aha -> geht ja doch und Wandern funktioniert besser, als in den 20 Jahren in "Wanderschuhen" vorher

    - in den letzten 10 Jahren über 1000 Euro in verschiedenste Barfußschuhe investiert

    - seit 5 Jahren in Ultralight-Trailrunnners (ohne Sprengung) unterwegs (mit Dirty-Girl-Gaiters und Sealskinz)

    - vor 3 Tagen mal wieder alles über den Haufen geworfen, weil ich was Neues ausprobiert habe (Leguanos)

    - da Capo al Fine

    Ich habe eingesehen, dass Barfußlaufen, so wie alles andere im Leben auch, ein Prozess ist und kein optimaler, statischer Zustand.

    tl;dr

    Ausprobieren - This Is the Way ;)

    Aber in Neustadt und KA gibt es einen Leguano-Laden, wo du sie probieren kannst - wenn denn wieder offen ist....

    Da werde ich auch hingehen, Danke.

    Ausprobieren ist natürlich immer das Beste. Ich habe Sie mir ja auch erstmal nur "schön geguckt" ;)

    ...das ist tatsächlich der einzige Nachteil, sehe ich auch so. Preis-Leistung trotzdem top, finde ich, bei den anderen Modellen gehen die Preise ja dann schon deutlich hoch...

    Naja, ich finde das "preiswert" - im wahrsten Sinne des Wortes.

    - die Schuhe werden in Deutschland gefertigt und nicht in einer chinesischen Pädofaktur.

    - die Schuhe sind zu 99,995% vegan

    Da gebe ich gerne ein paar Mark mehr aus.

    Heute Mittag sind meine ersten "Leguano Sneaker" angekommen.

    Winter Sealskinz an -> in die Sneaker geschlüpft -> wie ein kleines Kind lachend durch den Schnee gehüpft :)

    Danke liebes Forum - ich liebe diese Teile jetzt schon <3

    Diese ultra-flexible Sohle ist der Hammer:!:

    Kein Vergleich zu meinen Five-Fingers oder Trailrunners. Es fühlt sich deutlich "richtiger" an.

    Ausführlicher Testbericht folgt nach der 1000km Inspektion ;)

    Hat jemand von Euch eine Bezugsquelle für Winter-Sealskinz ?

    Ich sehe in jedem Shop immer nur: "Ausverkauft" (jedenfalls Größe M oder L - resp. Größe 42) ;(

    Ich brauche die Teile zwar nur sehr selten, aber ich habe gerne ein Paar als "Wechselkamotten" im Rucksack - just in case.

    richtige Trekkingtour (>= 3 Tage), was mehr Gewicht benötigt (20-24kg)

    Auch wenn ich 14 Tage unterwegs bin, habe ich nie mehr als 10kg auf dem Buckel. Daher kann ich keine Aussage zu hohen Gewichten machen.

    Stabilität und Kälteschutz im Winter

    Das ist ja genau der Punkt. Wanderstiefel gaben mir keine bessere Stabilität. Ich habe mir auch in festen Wanderschuhen oft Bänderdehnungen geholt. Ich bin ja 30 Jahre lang mit Wanderstiefeln unterwegs gewesen (z.B. LOWA Renegade Evo). Damals allerdings auch noch mit höherem Gewicht.

    Was mir wirklich Stabilität und Sicherheit gibt, sind Trecking-Stöcke. Das funktioniert außerordentlich gut.

    Kältetechnisch spüre ich keinen Unterschied zwischen meinen Wanderstiefeln und Winter-Trailrunners mit dicken Socken.

    Ein großes Problem der Stiefel ist auch die Nässe.

    Nach einer Woche Dauerregen oder Bachdurchquerungen sind die Dinger innen nass und man bekommt Leder oder Goretex einfach nicht in einer Nacht trocken. Die Trailrunners sind nach 2 Stunden trocken. Das ist ja auch der Grund, warum auf dem doch recht feuchten AT kaum noch Menschen mit Wanderstiefeln unterwegs sind.

    Wenn wir Abends am Camp ankommen, wollen alle immer schnell aus den schweren Stiefeln raus und in Ihre "bequemen Lager Schuhe" schlüpfen. Ich muss dann immer lächeln - ich habe meine bequemen Schuhe schon an.


    Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass ich alt, dick und bequem geworden bin. Ich fühle mich jedenfalls deutlich wohler mit nur 10kg auf dem Buckel, Trekking-Stöcken und Trailrunners. Wenn mir jemand vor 20 Jahren genau das vorgeschlagen hätte, hätte ich den wohl ausgelacht ;)

    Ich hatte exakt die gleichen Ängste und bin deshalb früher nur in hohen Wanderstiefeln gelaufen, da ich gerne umgeknickt bin. Und zwar immer mit dem selben Fuß und immer in die selbe Richtung.

    Rucksack + Ich wiegen zusammen über 100kg - alles Muskelmasse *hüstel*

    Seit ich in Trailrunners/Barfußschuhen laufe, knicke ich (gefühlt) deutlich weniger um.

    Meine Theorie ist:

    1. Im Barfußschuhen ist die Ferse nur wenige Millimeter vom Boden weg, im Wanderstiefeln oft Zentimeter.

    Überspitzt gesagt, funktionieren Wanderschuhe "umknicktechnisch" wie Plateauschuhe/Stöckelschuhe.

    2. Der sensorische Eindruck vom Untergrund ist in Wanderschuhen gleich Null.

    Wenn man in Barfußschuhen auf schiefen Untergrund tritt, sprürt man das, bevor man das ganze Körpergewicht auf den Fuß verlagert.

    3. Der Trainingseffekt. Je öfter man in diesen Schuhen läuft, desto besser werden Muskeln, Sehnen und Gleichgewichtssinn trainiert.

    Man hat nach den ersten Tagen Barfußschuh laufen, ordentlichen Muskelkater.


    P.S.

    Egal wie fest ich früher meine Stiefel geschnürt habe, ich bin immer noch umgeknickt. Das einzige, was das zuverlässig verhindern würde, wären Skischuhe ;)

    Ob die Fivefingers eine Sprengung haben weiß ich leider nicht

    Haben sie nicht. Das ermöglicht ja eben das Laufen auf den Fußballen.

    Funktioniert das bei euch durch den gemeinsamen Zehenraum wirklich so gut?

    Für mich funktioniert es. Ich habe einfach noch keine "guten" Winter-Zehensocken gefunden.

    In den Schuhen ohne Zehentrennung kann ich einfach Muttis Wollsocken nutzen.

    Und wenn ich's wasserdicht haben will in Barfußschuhen -> Sealskinz

    Im Winter verzichte ich persönlich auf mehr Barfußgefühl und nehme lieber wasserfeste Winter-Trailrunners mit Sprengung.

    Welche Altras meinst du? Die beliebten Lone Peak und Superior haben eine ziemlich dicke Sohle mit viel Dämpfung.

    Ich nutze im Sommer zum Wandern gerne die Altra Superior 3.5 ohne "Plastikeinlage". Mir ist das dünn genug, um den Untergrund zu spüren. Wenn ich das "extremere Feeling" haben will -> VIBRAM FiveFingers

    Das ist dann - wie so oft - persönliche Präferenz.

    Fivefingers ungleich Barfußschuh:!:

    Ein Barfußschuh hat - für mich - eine dünne, flexible Sohle und keine Sprengung.

    Altra und Salomon bieten viele solcher Barfußschuhe an.

    Ich mag die Fivefingers im Sommer.

    Im Winter ist die physische Trennung der Zehen ein Wärme-Problem (vergl. Fäustling vs. Fingerhandschuh).

    ...auch im Winter?

    Ja, ich nutze z.B. sehr leichte Winter-Trailrunners (siehe oben).

    Der Umstieg von schweren Wanderstiefeln auf Trailrunners bringt extrem viel. Die US Army hat das mal untersucht.

    Kurz: für jedes gesparte Gramm am Fuß, kannst du 4-5 Gramm mehr auf dem Rücken tragen, bei gleichem Erschöpfungsgrad und ähnlichem Verletzungsrisiko (umknicken).

    Die wenigsten Thru-Hiker (AT/PCT) nutzen noch Wanderstiefel.

    Bedava

    - Ich schlafe im Winter im Dauenenhose und Daunenjacke (die ich ja sowieso dabei habe) und kann dafür einen leichten Sommer-Daunen-Schlafsack (450g) bis -5° nutzen. Und wenn man Nachts mal raus muss, issses kuschelig warm ;)

    - Statt Isolierkanne (450g) einfach beim Rasten frischen Tee kochen. Kocher hast Du ja sowieso dabei.

    - Rucksack durch leichteres Modell (z.B. Granite Gear Virga 2) ersetzen. Wieder ein halbes Kilo weniger.

    Der Rest von Deinem Setup sieht - gewichtstechnisch - wirklich verdammt gut aus :!:

    Der größte Brocken ist das Wasser.

    Ich kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als 10kg über weite Strecken tragen. Ich MUSS so planen, dass Wasser nahe am Lager ist. Vor meinem Unfall konnte ich mir das auch nicht vorstellen, aber wenn es nicht anders geht, findet man plötz­lich Lösungen. Ja, man muss Kompromisse bei Wegführung und Lagerplätzen eingehen, aber es funktioniert.

    Ich verwende von -5° aufwärts praktisch immer dass gleiche Setup

    What he said!

    Von -5° bis 20° Nachttemperatur funktioniert mein Wooki 20F ohne das ich schwitze oder friere. Da muss ich auch nichts modifizieren. Wenn's mal wirklich zu warm wird (tropische Nächte), schiebt man den Underquilt einfach zur Seite.

    Also ich waere beinah erfroren

    Im Winter wandere ich mit folgendem Setup:

    Wollsocken (von Mama) in Winter-Trailrunners: Caldorado III OutDry

    Lange Merino-Unterhosen + Bundhose e.s.motion Winter

    Langes Merino-Unterhemd + Fleecepulli + Windjacke (wenn nötig)


    Für's rum sitzen im Winterlager nutze ich zusätzlich:

    Daunenjacke Trek 100

    Western Mountaineering Flash Pants

    Montane Prism Bootie

    Ohne die 4 Liter Wasser geht es nicht, da es dort kaum Quellen gibt oben auf den Bergen.

    Ich laufe mit maximal 1l Wasser. Entweder wähle den Lagerplatz so, dass ich für maximal 2-3km die 3 Liter Wasser extra schleppen muss, oder ich lagere direkt am Bach. Das hat im Pfälzerwald, Schwarzwald, Korsika, Alpen bisher immer funktioniert. Erfordert halt Planung bzw. Flexibilität.

    Works for me ...

    ob es jedoch Spass macht und gesund ist lasse ich mal dahingestellt

    Der Witz ist, es macht mir wirklich Spaß meinen Körper an diese Grenzen zu bringen.

    Mein Arzt hat auch sein OK gegeben und ich mache dieses "Fastenwandern" seit Jahren.

    Aber zurück zum Thema:

    Wenn ich zusätzlich 5kg Essen mit schleppen müsse, würden meine Knie aufgeben (empirisch ermittelt).

    Also MUSS ich unter den 10kg bleiben, um überhaupt wandern zu können.

    Man lässt einfach das zu Hause, auf das man beim Wandern verzichten kann. Das ist aber sehr individuell.

    Bei mir ist das z.B. Messer, Säge, Essen usw.

    Dafür würde ich nie auf meinen - deutlich überdimensionierten - Daunen-Krempel und meinen Klappstuhl verzichten ;)

    Und das ist mit dem Leben vereinbar?

    Das große Geheimnis sind 15kg Übergewicht ;)

    Ich komme 14 Tage am Stück gut mit 400-700 kcal am Tag zurecht und nehme dabei nie mehr als 4-5kg ab :rolleyes:

    Damit die Muskeln nicht degenerieren reichen ein paar Gramm Eiweiß am Tag z.B.

    2 Eiweißriegel/Müsliriegel oder 100g Studentenfutter/Nüsse oder 100g 1:1 Mischung aus Milchpulver und Eiweißpulver

    Die Idee ist nicht von mir, sondern vom Held meiner Kindheit: Rüdiger Nehberg

    Der ist in den 80ern in 23 Tagen 1000km ohne Nahrung durch Deutschland gewandert und hat da fast nur von seiner Körpersubstanz gelebt.

    Sommersetup: 7kg Basisgewicht

    Wintersetup: 8kg Basisgewicht

    Dazu noch 1l Wasser und maximal 1kg Essen für 1 Woche.

    Ich habe damals, als ich noch jung war, mit 16kg auf dem Rücken angefangen, mich dann auf unter 7kg runter gearbeitet. Aus Bequemlichkeitsgründen bin ich mit dem Gewicht aber wieder hoch gegangen, da ich z.B. nicht mehr ohne meinen Helinox Zero oder mein Wurst-Setup leben möchte ;)

    Für Tagesausflüge benutze ich das gleiche Setup, nur weniger Essen. Ich kann mit den 8-9kg gut laufen und ich erspare mir die Umpackerei.

    Works for me ...