Beiträge von kempkes

    Findest du ein Topquilt besser als ein Schlafsack für Hängematten?

    Hat man dort mehr Platz oder sagst du es nur wegen dem Gewicht?

    Ja, ich finde einen Topquilt in der Tat aus insbesondere zwei Gründen besser:

    1. Ich habe mehr Bewegungsfreiheit und Flexibilität. Ich kann mich darin komfortabler bewegen, kann den Topquilt einfacher hochziehen oder herunterschieben ohne mir selbst dabei im Weg bzw. auf der Rückseite zu liegen, oder sehr bequem einfach mal ein Bein unter dem Topquilt herausschieben.
    2. Das Einsteigen in der Hängematte ist viel bequemer als mich in der Hängematte in einen Schlafsack kriechen zu müssen - und dabei potentiell die Angst zu haben irgendwo mit dem Reißverschluss die Hängematte zu beschädigen. Der Defense4 hat ja einen oben liegenden Reißverschluss, das wäre wohl noch am bequemsten zur Nutzung in der Hängematte und wahrscheinlich ist der Reißverschluss immer weit genug vom Hängemattenstoff entfernt.

    Der alte Grundsatz "Probieren geht über Studieren" gilt hier jedoch besonders, jeder Jeck ist anders und fühlt sich vielleicht mit ganz anderer Ausrüstung wohl als ich. Viele Hänger sind gerne bereit bei einem persönlichen Treffen die eigene Ausrüstung einmal testen zu lassen...

    Und wenn du es doch á la exped probieren möchtest: nimm vorhandene Karabiner und kauf im Bastelladen einen Bogen nicht zu dünnes Moosgummi und bastel dir deine eigene Variante davon.
    Je nach erwartetem Niederschlag würde ich mich mit der DIY-exped-Variante doch sicherer fühlen als mit reinen driplines - obwohl ich noch nicht bei einem solchen Wetter mit HM draußen war, dass ich es hätte probieren/erfahren müssen.

    Ich denke damit machst du erst einmal nichts verkehrt, das sollte alles solide funktionieren.

    Nach und nach kannst du dann ja immer noch darüber nachdenken dir einen (insbesondere kleiner verpackbaren und leichteren) Topquilt anzuschaffen, das wäre vermutlich meine erste Optimierung. Wenn du den Carinthia noch nicht gekauft hast guck dich doch noch einmal nach Hängematten geeigneten Topquilts um, z.B. bei Cumulus Topquilts oder Khibu, wobei du bei letzterem wohl nur auf Englisch und per Email wirklich weiterkommst.

    Vielleicht bekommst du auch bei einer Nachfrage im Marktplatz von irgendjemandem einen Topquilt angeboten?

    Hintergrund: Gerne möchte ich mir ein Thunderfly Tarp ohne Pullouts zulegen um mir dieses Abdichtungsthema zu ersparen.

    Brauchst du die Pullouts öfter an verschiedenen Stellen?

    Ansonsten würde ich mich doch mal kurz mit dem Abdichten beschäftigen, das ist wirklich nicht schwierig - und auf der Innenseite muss es optisch nicht perfekt sein, dicht reicht ja.

    Ich habe die Ridgeline auf der einen Seite mit einem kleinen Karabiner direkt am Tarp befestigt. Von dort einmal um den ersten Baum herum und noch einmal durch den kleinen Karabiner geklinkt - das gibt ein schönes V vom Tarp zu den beiden Seiten des Baumes durch das die Aufhängung der HM verläuft.

    Auf der anderen Tarpseite habe ich einen NiteIze Figure 9 Karabiner, durch den die Ridgeline geklinkt wird und dann einmal um den Baum herum dort festgespannt wird.

    Wenn die Rinde nicht sehr rau ist kann ich direkt vor dem letzten festen Abspannen an Ridgeline und Tarp selber ziehen und es sauber rechts links ausrichten und habe wieder ein schönes V für die HM Aufhängung.

    Das Tarp habe ich natürlich jetzt nicht dabei, Fotos (wenn gewünscht) ab KW 28.

    Ich nutze gerne eine durchgehende Ridgeline fürs Tarp und spanne das Tarp unter die Leine.

    Aus allen Pfadfinderzeiten ("Niemand berührt bei Regen die Innenenwand des Zeltes!") fühle ich mich unwohl mit einem Tarp, das direkt auf etwas aufliegt.

    Trotz Matte Glatze Ja, das mit dem Tarp ist immer Gefrickel. Ich versuchte mit etwas längeren Bungee Cords an dem vier unteren Abspannpunkten die Spannung aufrecht zu erhalten. Ich hab den Tensa4 bisher praktisch nur bei schönem Wetter auf dem Campingplatz genutzt, und das Tarp als Sonnenschutz.

    Sandtreter Ja, das ist Vorgabe vom Platz. Wir waren früher schon einmal hier, da gingen recht viele Hängematten herum, insbesondere in einem kleinen "Wäldchen", das bitte allem als Zeltwiese genutzt wurde.

    Vor 2 oder 3 Jahren hatten die Kiefern dann so viel Trockenstress, dass das Aufhängen von Hängematten untersagt wurde. Diskussionen in Bezug auf 5cm breite Baumgurte wollte ich nicht beginnen, werdet mit dem Eigentümer, noch mit anderen Campern.

    Wir sind auf dem "Campingplatz am Dreetzsee" am südlichen Ende des Sees, ziemlich viele Kiefern (Augen auf beim barfuß laufen!) und leidlich Schatten, mehrere Badezugänge zum See.

    Nach dem Inseltreffen sind wir gestern praktisch die gleiche Strecke wieder von Aachen aus direkt auf die Grenze Mecklenburg Vorpommern und Brandenburg in den Sommerurlaub gefahren:

    Wegen der Trockenheit darf man hier keine Hängematten mehr an Bäumen aufhängen - Gott sei Dank wusste ich dass vorher. 8)

    Letztlich kann ich wenn ich weis das es in die Berge geht auch einen Biwaksack zulegen und komme mit Biwaksack und Underquilt von Onewind auch noch preislich billiger weg.

    Verstehe ich das richtig? Du möchtest den Underquilt als Isolierung von unten im Biwaksack nutzen? :/

    Probier das bitte vor der Bergtour aus und berichte doch bitte.

    Hast du schon mal das Superior Suspension System ausprobiert? Das würde ich auch gern nochmal ausprobieren zum Vergleich mit den Beetle Buckles.

    Um meinen Sicherheitsabstand zur angegebenen Haltekraft zu erhöhen würde ich die durchaus gerne auch einmal testen.
    Gibt es da Bestellmöglichkeiten innerhalb Europas? Ich kann mich nicht wirklich dazu durchringen da ein Paar einzeln zu bestellen.

    Unter jedem Fußballen die größte Blase, die ich je gesehen habe 8|; Laufen praktisch nur noch auf der Verse möglich. Samstag habe ich dann wirklich nur im Schatten gesessen, gequatscht und gelesen.

    Das Kupplungtreten auf der Rückfahrt war auch keine Freude. Heute früh die Treppe herunter ohne das Gewicht mit dem Ballen abzufangen sah noch immer nicht wieder geschmeidig aus - es ist aber schon deutlich besser geworden.

    Inzwischen bin ich (noch immer gut erholt) wieder zu Hause angekommen. Schön wars mit euch! Aber heißer brauchen wir es nächstes Jahr nicht unbedingt werden lassen.
    Und bei nächster Umrundung des Sees trage ich keine Sandalen...

    Käme DIY (wenigstens zum Teil) in Frage? Wenn du eine Nähmaschine hast (oder jemand Bekanntes), und eine halbwegs gerade Naht hinbekommst: Hängemattenstoff kaufen und säumen. Je nach Wunsch am Ende einen Tunnel nähen und die Aufhängeschlaufen durchziehen. Tipps dazu gibt es hier schon reichlich, ansonsten gerne noch einmal nachfragen.

    Den Rest des Budgets kannst du dann komplett in Isolation und Tarp stecken.

    PS:
    Exemplarisch als eine Möglichkeit: 3,5m von folgendem Stoff zu 5,90€ pro Meter dürfte inklusive Versand bei ca. 25€ landen:
    https://www.extremtextil.de/ripstop-nylon-…mber=71629.OLIV

    Übrigens, wenn ihr Tipps habt, wie man zwei HM eng nebeneinander aufhängt, her damit ;)

    Mein erster Versuch wäre es die beiden Hängematten an den gleichen Aufhängepunkten zu befestigen und die Kopfenden mit einem Stab auseinander zu halten, wie Dutch es vormacht:
    https://dutchwaregear.com/wp-content/upl…ugnet-3-Web.jpg
    genommen aus dem Doppelset:
    https://dutchwaregear.com/product/2-pers…meleon-package/

    Ich hatte das testweise schon einmal im Garten mit einem stabilen Brett mit V-Aussparungen an den Seiten statt des Abstandstabes probiert (hielt natürlich nur solange wir in den Hängematten lagen), da ging das ziemlich gut.