Moin zusammen,
Ist hier nicht anders.
...Grau wird gerne genommen. Pflegeleicht und zeitlos.
In den 80ern hat man anders gebaut als in den 90ern.
Was kannst DU machen?
...
...naja, so als Wohneigentumbesitzer, warum ist grau pflegeleichter als eine andere Farbe? Es ist halt nur eine Frage die IN ist, genauso wie die Verwendung vom viel Naturstein, letzteres aber leider all zu oft in den Gärten.
Wie kommt es dazu, wie ist das bei uns dazu gekommen? Eine Reihe an Gründen wurden ja schon von Dir genannt und für die zukünftigen Eigentümer ist auch oft ganz wichtig, daß der Wohnraum bezahlbar bleibt. "Erschwerend" kommt hinzu, daß viele dieser Menschen keinerlei Vorstellung von einem einigermaßen (individuellem) Wohnen haben, sich das aber auch nicht vorstellen wollen. Da ist man dann lieber ein Lemming und weicht nicht von der Masse ab.
Für die Architekten und Wohnraumhersteller ist das natürlich auch einfacher, sprich kostenoptimierter gleich ausschauenden Wohnraum dahin zu pflastern. Genehmigungen für Abweichungen werden umschifft, die Hütte gefällt den Lemmingen weil´s ja IN ist und so kann man den Ramsch schnell verticken (jaja der kleine Hieb auf die qualitativen baulichen Ausführungen). Das ist wie mit den Klamotten die jede Season als der neue Trend angepriesen werden und alle rennen los und wuchten den neuen Typ in die Kleiderschränke. Schwachsinn.
Soviel dazu.
Ich habe ja das Glück das man schon älter ist, mir braucht man also mit Typ und IN sein nicht groß kommen. Zweiter Pluspunkt, ich gehöre eher zu den kreativen und bin bis vor ein paar Jahren auch handwerklich immer noch gut in Schuss gewesen. So konnte ich unserer Karnickelzuchtbox
ein wenig mehr Individualität angedeihen lassen (leider wurde diese aber auch aufgrund des zeitlichen Rahmens bei dieser größeren Maßnahme etwas eingebremst, Ideen hatte ich schon noch).
Die andere Sache ist, man macht sich ja schon einen Kopp um das was braucht man wirklich, wie könnte dies aussehen? Ich finde die Trends von Tiny-House und small living sehr interessant. Natürlich ist das mit zum Teil sehr vielen Kompromissen verbunden, aber es macht einem auch klar, wie viel man eigentlich zu viel hat. Ob ich da alle Punkte umsetzten würde, kann ich aber auch ganz klar mit nein beantworten.
Aber ich könnte mir einen Stift und Blatt Papier nehmen und einen wirklich gut zu gebrauchenden Wohnraum im Maßen aufzeichnen und darauf dann auch was bauen. Groß im Überfluss wäre das wohl nicht.
Aber da kommt der nächste Punkt. Man lebt ja nicht alleine, da ist zum einen die Family drumherum und die Mitmenschen/ Nachbarn. Im Grunde bräuchte man also auch ein Grundstück in der Lage die man als brauchbar (hängemattentauglich
) ansehen würde. Naja, und spätenstens an dem Punkt kommt man wider in den Kreis der hier zur Diskussion steht.