Titel: irgendwas ist immer
Hallöchen,
ja, wo soll ich anfangen? Grundsätzlich will ich ja nicht jammern und so sollte sich diese Geschichte doch zumindest etwas – nett – anhören. Damit fällt aber bitte auch der Spruch :“nett ist die kleine Schwester von Scheiße“,aus dem Deutungsspektrum. Grundsätzlich war der Plan und auch der Wille so, daß ich dieses Jahr erstmalig im Wald eine Nacht mache.
Wird ja auch von den meisten Profis empfohlen, schon alleine um zu sehen, ob die Ausrüstung passt.
Der andere Faktor, über den ich mir aber weniger Gedanken mache ist, die Welt draußen im nächtlichen Wald ist eine ganz andere. Da ich aber schon Jahre hier und auch in anderen Wäldern in der Dunkelheit Laufen war, geh ich an die Sache gelassener ran.
Ich schwenke über zum angepeilten Zeitstrahl dieses Jahr. Grundsätzlich sollte mein Equipment für eine Nacht draußen bis etwa 5c° funktionieren. Vom Radfahren her weiß ich, wie kalt schon 5c° sein können, oder…
…der Aufwand dann noch draußen zu sein, zumindest für eine Übernachtung, steht für mich zur Zeit dann in keinem Verhältnis zum noch nicht bekannten Genuss. Man(n) muß ja irgendwo eine Grenze ziehen.
Naja und so war es in den ersten Monaten tendenziell vom Wetter her nie so wirklich passend. Ist ja auch normal, denn Januar, Februar aber auch der März zählen legitim zu den Wintermonaten.
Als es dann vom Wetter her passender wurde, standen oft Termine an. Ja auch Wochenenden sind oft irgendwie verplant, oder man muß Dinge erledigen, die man unter der Woche nicht gebacken bekommt. That‘ s life.
Da ich aber nicht an die Sache verbissen ran gehe, und wie ich inzwischen weiß, auch nie verbissen heran gehen werde, störte mich das eher nicht.
Aber wie gesagt, nach den ersten wärmeren Tagen ohne Zeit, wurd‘ s tatsächlich wieder mistig. *ärger sich*
Und dann kam auch noch immer „gerne“ der Faktor X. Neben der Tatsache das man noch ein Leben neben dem Draußensein & Radfahren hat, kommt es dann auch immer wieder mal gerne so, daß am inzwischen alternden Leib irgendwas zickt. Bei mir ist das immer so im Lendenwirbelbereich. Volkstümlich auch unter Bandscheibe bekannt.
Und so ging es recht stramm auf den Sommer zu und ich hatte, lasst mich mal kurz überlegen, gerade mal eine einzige Nacht draußen im Burggarten gemacht?
Selbst in den Anfängerjahren zuvor, auch wenn jene nicht so massiv vielzählig sind, waren es mehr.
Gut, inzwischen hab ich noch die eine oder andere Nacht im Burggarten nachgereicht. Aber dem weiteren Ziel bin ich immer noch nicht wirklich näher gekommen.
Dann kam dieses Ideal-Wochenende! Die Kids schon groß, die Holde auf Nachtschicht, Wetter passte und oh Wunder, es gab auch sonst nix. Aber wie das eben so ist…
…der Faktor X meinte mal wieder mit Präsenz glänzen zu müssen.
Relativ angenervt hab dann natürlich keine Hängematten-Nacht draußen im Wald gemacht. Blöd, aber da machst‘ e nix. Bonbon eingeworfen und relativ groggy in ein Bett gestiegen. Dann ging es aber auch mehr oder weniger gut weg. Es dauert ja immer ein paar Tage und ist zum Teil auch etwas Arbeit.
Tja und jetzt ist mal so richtig Sommer und draußen ist es zum Teil brütend heiß. Selbst bei uns im Burggarten steht dann oft das Thermometer bei knapp 30c°. Man beachte, die Sonne kommt so grob ab 10-11 Uhr erst bei uns rein und ist aber auch ab 14 Uhr bereits wieder um die Ecke gezogen. Durch dieses kurze Sonnenfelder bleiben uns also die ganz heftigen Hitzeattacken erspart.
Oder, wenn man bei uns in die gut isolierte Burg kommt, glaubt man im ersten Augenblick, daß sei klimatisiert.
Also, außer eine wenig rum lümmeln in der Hängematte war da auch nicht wirklich viel. Jetzt bin ich mal gespannt, wie diese Story weiter geht.