Moin zusammen,
Samstag, der doppelte Espresso ist genauso getrunken wie das Stückchen Kuchen, selbstredend von der holden Gattin die Tage gebacken, gegessen ist. Ich nenn das Espresso-Frühstück und ist absolut typisch für mich. Da ich gerade gesundheitsbedingt eine Auszeit verabreicht bekommen ( nix dramatisches mehr, zum Glück rechtzeitig erkannt und konnte gefixed werden ) habe dachte ich mir, schreib mal wider was, anstatt nur zu lesen.
Viel abgehangen habe ich dann den Sommer doch nicht. Das lag an zwei Parametern, wobei das erste meine Radfahrten/ Radtouren waren. Mit Oktober inklusive habe ich in den letzten beiden Monaten die 1.000km per Monat durchfahren, da blieb also nicht viel Zeit zum campieren. Der andere Grund ist, ich habe immer noch keinen Schlafsack eingeholt, dafür aber nun einen wohl recht enge Auswahl getroffen.
Da ich viel mit dem Rad unterwegs war und auch auf langen Touren, also 100km+ hab ich diverse kleinere Fingerübungen mit dem Zubereiten von Mahlzeiten in einfachster Form gemacht. Dabei habe ich etwas Geld in Kochtöpfe versenkt. Als erstes habe ich mir ein recht gut brauchbares Esbit Set geholt. Fand ich ganz praktisch und sollte eigentlich 1l Inhalt haben.
Auf dieses 1l Volumen bin ich gekommen, da ich so für mich ausgemacht hatte, das man unterwegs sich zu einem noch ausstehenden Tagesabschluss 2 Packungen dieser wohl weltbekannten Yumyum Nudeln machen könne. Das ist so eine Portionsgröße die mir am Abend reicht, wohl auch wenn man den Tag unterwegs war. Andere Warmspeisen aus bekannten Dosenfutterunternehmen sind dabei natürlich nicht ausgeschlossen. Leider mußte ich dann doch feststellen, das der eigentliche Topf nur 750ml Inhalt hat und so die Zubereitung zweier genannter Portionen verdammt eng werden könnte.
Der andere Harken bei der Sache war, mein Canway Holzvergaser passt packmaßtechnisch nicht in den Topf. Das wäre ein Bingo gewesen, weil ich so jede Menge Stauvolumen in den Ortlieb Seat-Pack gespart hätte. Aber zwei kleine Dosen Dosenfutter lassen sich dann zubereiten. So what !?
Also hab ich mal weiter geschaut. Für relativ schmales Geld, schmal im vergleich zu den sonst so zu habenden Kochtopfsets fand ich dann ein MSR Alpin Stowaway Topf mit 1,6l Volumen. Wow dachte ich und griff zu. Das Teil nimmt natürlich den Holzvergaser bestens auf, lässt aber auch andere Packkombis, so auch der lebensnotwendigen frühmorgendlichen Erstausrüstung des Espressokocher auf. Mit seinen 1,6l Volumen ist das Kochen von zwei Portionen Nudeln kein Thema.
Aber, er ist damit natürlich auch gut über das Ziel hinaus. Packtechnisch macht sich die Kombinierbarkeit mit dem Rest der Küche im Ortlieb Seat-Pack nicht negativ bemerkbar.
Auf dem Holzvergaser kochte das Wasser in kaum drei ( gefühlten ) Minuten, auf dem Spiritusbrenner, was ja klar ist, dauert das schon deutlich länger. Auch wenn ich mich bis jetzt gut zusammen reißen konnte, habe also keine der weiteren zwei Kandidaten ins Haus geholt, irgendwann...
So am Rande, die zwei Kandidaten: Stanley Prep Cook Set oder den Sea-to-Summit Topf , beide sollen min. 1l Basisvolumen zum Kochen haben und im Innendurchmesser/ der Canway hat 14cm Außendurchmesser so ausreichend sein, das sich mein Holzvergaser darin verstauen ließe. Beide Modelle gibt es in Edelstahl, was ich für mich aufgrund der Robustheit ausgemacht habe.
Ja ich weiß die Alus sind leichter und robust beschichtet, aber ich traue dem Braten nicht. Habe da Langzeiterfahrungen mit diversen Bratpfannen. Zur Zeit eine Gusstahlbratpfanne, welche ein Traum ist und davor eine Edelstahlpfanne die nur aus dem Verkehr gezogen werden mußte, weil sich über die Jahrzehnte der Griff verselbstständigte. Die ganzen Super-Duper-Pfannen die meine Holde eingeholt hatte taugen doch alle nix.
Kommen wir nun zum gestrigen Tage. Wie schon gesagt, kleiner Auszeit, gediegene Langeweile, die Laubblätter schon einzeln im Garten aufgehoben. Beim Thema Dosenfutter fiel mir recht schnell ein, dafür brauchst einen Dosenöffner !
Also hab ich mich auf diversen HP´s durchgewühlt und nach einer Idealkombi von Messer samt dem gewünschten Gerät gesucht, alternativ ein Besteckkombi mit Öffner.
Bei dem Thema Besteckkombis gibt's ja eine netten Haufen an allem Möglichen, aber nichts wirklich brauchbares mit einem gescheiten Büchsenöffner. Gescheit ist dann auch leider nicht der des ja oft gepriesenen BW-Bestecks, wovon ich der zwei hier liegen habe. Ja ich hab's ausprobiert, geht irgendwie, ist aber nach meinem Geschmack weit von ideal entfernt.
Den Alternativplan einen gescheiten Büchsenöffner separate aus dem Haushaltdiscounter mit sich zu führen, habe ich ganz verworfen. Wieder ein Teil mehr als nötig und dann noch nur dafür ? Nicht mein Ding.
Bei den Messern, also reines Messer mit Dosenöffner ist die Luft aber auch recht dünn. Ja es gibt sie diese unzähligen Tools und Schweizer Messer, aber... . Ich brauche ja eigentlich nur einen Öffner und ein Messer. Gabel und Löffel ist schnell wo mit dabei geholt und nimmt so auch kein Extravolumen ein.
Leatherman: tolle Teile, habe ich mich x-mal über deren Homepage geblättert und versuch das minimalste Tool für mich heraus zu filtern. Da ist dann aber immer noch so viel dran, daß ich gefühlt damit eine ganze 747 montieren könnte. 
Und so komme ich nun zum Schweizer Alleskönner. Hat man ja im Hause, seinerzeit von der Mom als Jugendlicher zum Geburtstag geschenkt bekommen. Da hatte ich aber immer so das dumme Gefühl, das die Klinge nicht von bester Qualität war, weil eben stumpf. Klar, der Vergleich zum Opinel hinkt da ma ganz fix. Opinel kommen ja schon von der Ladentheke so höllisch scharf, daß ich da echt Respekt vor habe.
Also hab ich mir den Abziehstein geschnappt und epischer Ruhe der Klinge eine sorgsame Arbeit angedeihen lassen. Erst die grobe Seite, dann die feine. Dauerte eine Weile aber nach gut einem drittel der Schärfzeit kam ich da hin wo ich dachte, kann man so lassen. Also noch den Feinschliff vollendet und nun habe ich erstmal eine scharfe Klinge, relativ wenig Zusatztools und einen erstklassigen Dosenöffner.
Ja so stell ich mir das fürs erste vor. Die Säge ist und war schon immer höllenscharf. Da hab ich echt noch mehr Respekt vor und werde meine Finger schön auf die Seite lassen. Wenn man sich die durch die Finger zieht, ist das gleich bis auf den Knochen wech.
Beim Feathersticks machen fiel mir aber auch gleich ein kleiner Nachteil auf. Natürlich ist der Schaft vom Messer nicht groß genug, daß es mal für länger gut in der Hand liegt. Nach den wenigen Schnitzereien hatte ich schon eine gute Druckstelle zwischen Daumen und Zeigefinger, die wohl bei weiterer Nutzung in einen Blase übergehen könnte.
Aber so fürs erste bin ich zufrieden.
Ja so war das... 