Meldung von gestern...
"...und nun liege ich in der Hängematte und kann endlich Vollzug melden !"
Moin zusammen,
ich hatte es ja angekündigt, nun zunächst die Aufgabenstellung. Klar war nachdem ich einen Abhängepunkt ( einfach demontierbar durch reinstecken bzw. rausnehmen des entsprechenden Holzopfosten ) geschaffen hatte, brauchte ich einen weiteren zweiten Gegenhalt.
Der erste und auch schon immer vorhandene Abhängepunkt war an ist an der Fitness-Garage. Passt super, wird auch so bleiben. Doch wenn noch wer auf der Terrasse sitzen will, dann geht das nicht. Entweder kann dort keiner, oder nur beschränkt sitzen, oder man kann keine Hängematte aufhängen. Ungünstig.
Eine zweite mögliche Achse nebst Abhängepunkt war schon vor Wochen schnell gefunden. Am Durchgangsschuppen sollte was gehen. Das gute daran, schnell einen soliden Harken besorgt, ein Loch in die Holzkonstruktion, den Harken reinschrauben und passend iss.
Das klappte auch soweit, hatte nur den Schönheitsfehler, es stellte mich nicht ganz zufrieden. Auf einem Bild sieht man das recht gut, eine Abhängung kommt zwar nicht an die Hausecke dran, ist dann aber doch recht eng. Eng nicht knapp, doch trotzdem war mir das so nicht genehm. Bericht dazu gab´s ja schon ma´.
Und so grübelte ich über mehrere Wochen, wie ich eine brauchbare Abhängung am Gartentor realisieren kann.
Zunächst nahm ich noch an, das die Statik das nicht hergeben könnte. Und das obwohl das Gartentor in reichlich Beton gesetzt worden ist. Aber eben nicht in der Tiefe so wie bei der ersten Hängemattenkonterhalterung.
Ein kurzer Test zeigte dann aber doch, das hält und schaukelt nicht wirklich angsteinflößend auf. Der Weg war also frei.
Über ein paar mal habe ich mit einem alten, aber noch gut brauchbarem Kantholz und zwei Schraubzwingen, welche das Kantholz am Gartentor fixierten, abgehangen. Aber das An- u. Abmontieren war nicht das Optimalste, eine Dauerlösung sollte her.
Beim Stöbern in meiner Aservatenkamer für Material war aber zunächst, außer dem schon genutzten Kantholz, nichts anderes auffindbar. Holz wäre schön gewesen, aber nicht vorhanden. Ursprünglich plante ich also ein gutes Kantholz noch bei Holz Höttcke ( mein Stammholzladen ) zu holen. Dann aber kam mir der Gedanke, das Alu doch besser sei.
Denn das Holz würde dauerhaft montiert sein und so könnte es zwischen dem Holz und der Alukonstruktion des Gartetor anfangen zu gammeln. Von Alu bin ich ursprünglich abgewichen, weil es entweder zu dünne Wandstärken hatte, oder eben einen quadratischen Querschnitt. Mit dem ginge einher, das eine Seilware sich an den Außenkante abscheren könnte.
Doch dann hatte ich die Idee: „leg einfach zwischen der Seilware und den Alukvierkantware etwas, was die Seilware schützt !“
Und so kam ich dann wieder auf das verwitterungsfeste Alu in Vierkantware, dann auch mit ausreichender Wandstärke. Hier mal ein paar Bilder, eines davon im Urzustand mit der noch demontierbaren Lösung ( eventuell im Zoom besser zu erkennen ).

Das Gartentor wurde ausgebaut, die frische Aluvierkantware mit Schraubzwingen befestigt, alles sauber angezeichnet und dann gebohrt. Erster Schreck, hoffentlich ist der finale Bohrer lang genug um ausreichend tief durch die Konstruktion zu gehen, ohne das man dabei wider alles abnehmen muß, vermessen und dann erst bohren ! Aber passte.
Zwar sind die ersten Durchbohrungen gut geraten, aber bei den Folgebohrungen, da verlief der Bohrer etwas. Bei einer Bohrung sogar etwas vielmehr. Der Grund ist aber auch ganz einfach. Normalerweise bohrt man ja nicht gleich stumpf 13mm ins Metall. Da wird eine saubere kleine Vorbohrung gemacht, oder sogar mit dem Körner ein Schlag versetzt. Aber weder ich noch jemand anderes wird einen so langen 3mm Metalbohrer haben. Von daher…
Und auf groß anzeichnen und jedes Loch einzeln bohren hatte ich keine Lust, daß hätte auch die notwendige Qualität überschritten. Da das aber der sichtbar ist, noch einen nennenswerten Einfluss auf die Statik hat, war das vernachlässigbar. Also ging der 13mm stumpf durch drei Materialwände und gut war.

Nachdem die Bohrung drin waren, wurde außen noch sauber eine Senkbohrung gemacht und schon konnten die 8mm Schlüsselschrauben durchgesteckt werden. Das Material griff perfekt, zunächst wurde mit einer einfachen 8mm Mutter gekontert, dann noch eine selbstsichernde als Abschluss. Sitz, passt, wackelt nicht und hat auch keine Luft, jedenfalls nicht sichtbar. Fertich iss. Ein erster schneller Liegetest konnte nicht erfolgen, da zunächst mal die Wäschespinne gebraucht wurde.
Etwas später hab ich mich dann aber dazwischen gehängt. Und um die Aufgabenstellung etwaigegen Materialverschleiß an der Seilware im Kontakt mit der Aluvierkantware vor zu beugen, kam einfach ein altes Gästehandtuch drum. Hab ich eh in der Fitness-Garage liegen um damit die Bikes zu putzen
Und weil ich gerade so am basteln war, beim Tippen des Beitrags noch die Sonne von der Seite anfing mir Schweiß auf die Stirn zu treiben, wurde ich abermals tätig.
Das Sonnensegel, eigentlich vormittags für die Terrasse gedacht, wurde so abgehangen, daß es genug Schatten spendet. Vorab wurde aber noch ein Beistelltisch ( fürs Erdreich ) gebastelt. Die Idee in Anlehnung aus dem Hängemattenforum entnommen. Bei mir natürlich nur aus Holz und nicht klein verpackbar, also auch nicht demontierbar. War einfach nur so eine Spielerei.
Aber so ist ein Samstag eben nett.