Hallo zusammen,
der erste Januar ist immer so ein Tag der irgendwie kaputt ist. Man pennt viel zu lange weil man sehr spät ins Bett ist und dann fehlt einem noch so der richtige Schwung. Ich finde, daß ist immer ein guter Zeitpunkt das zu machen was man eh nachmachen wollte.
In meinem Fall, den neuen Kochtopf in Kombi mit dem Canway Holzvergaser testen und zwar um zwei Packungen Instant-Nudeln in freier Wildbahn zu kochen.
Und so hab ich ein paar Sachen in den alten Rucksack gestopft, die Daunenjacke noch mit dabei und bin dann man losgekurbelt. Mit dem Losfahren hatte ich recht schnell ein Ziel vor Augen, wohl bekannt und dort auch schon mal mit der Hängematte besucht. Nett würde sein, Brennmaterial könnte gut rumliegen und die Lage weitergehest sonnig da on top of einer Halde.
Den Platz dann erreicht, den Canway samt dem Rest rausgeholt und dann mal Gas gegeben. Wobei das mit dem Gas natürlich nur sinnbildlich war. Ein wenig kleine Äste eingesammelt, den Boden frei gemacht und dann den Canway gefüllt. Dazu noch eine gute Brise Birkenrinde, frisch geerntet auf den Anfahrt.
Im ersten Ansatz dauerte das aber dann länger als gewohnt. Die Birkenrinde war arg feucht und so verbrannten dort nur die Harze/ Öle. Mehr nicht. Das reichte dann aber auch nicht, die zurecht gemachten Kleinäste zu zünden. Es dauerte ein paar viele Versuche und immer wider nachlegen von Birkenrinde.
Zum Glück kam ich dann aber auf den Fehler. Der erste war, ich hatte schlichtweg vergessen Zunderspäne mit dem Messer zu machen. Das wurde dann nachgeholt. Jene wurden dann mit der schon mitgebrachten Birkenrinde, deutlich trockener entzündet und schon nahm die Fuhre Fahrt auf.
Der andere Harken war, warum auch immer, ich Döspaddel hatte Äste vom Boden eingesammelt. Klar kann man machen, liegt da ja rum. Und wenn man den Platz etwas frei macht, hat man das Zeug schon in der Hand. Aber, auch wenn sich diese Äste trocken genug anfühlen, sind sie aber nicht. Ich schaute mich kurz um, bemerkte dann zwei drei Äste die abgebrochen wo vom Baum hingen. Äste die nicht auf dem Boden liegen, sind deutlich trockener und brennen dann, logischer Weise besser. Und das war’s dann auch.



Nächster Schritt, jetzt die Nudeln machen. Erstmal alle Zutaten auspacken und dann weiter schauen, ist ja ein Test. Doch inzwischen war auch ein gewisser Appetit vorhanden: „Kinnas reinkommen, iss essenzeitig !“
Das Wasser kochte also die erste Lage Nudeln rein, kurz warten, Gewürzmischung rein, wieder kurz warten, dann die zweite Lage und schon bekam ich ganz große Augen. Das Wasser begann zu schäumen und es kam wie es kommen mußte, es schäumte für einen Augenblick über. zu Hause macht man dann den Ofen sauber, hier aber schwappte das Wasser in die offene Flamme, die darauf kaum noch eine war.
Also fix den Topf runter, möglichst trockenes Brennmaterial rein und die Flamme wider auf Vordermann bringen. Spätestens hier wurde mir klar, wie komfortabel man das doch so hat. Ofen an, Topf mit Wasser drauf und kurze Zeit später kann man problemlos kochen.
Draußen auf offener Flamme muß man schauen was man wann macht und dann noch am besten zum richtigen Zeitpunkt. Mal einfach eben so, iss nich. Miz etwas schnellem Geschick bekam ich das aber soweit, daß das Wasser wider anfing zu kochen und – ich würde mal sagen – gut 30-40 Minuten befand ich, daß es Zeit war die Hängematte auf zu hängen. Denn wo auf dem Boden hocken und so futtern wollte ich dann auch nicht.
Noch ein Blick in den Topf, dann die Hängematte aufgehängt, die Flammen loderten langsam runter, aber die Resthitze reichte mehr als gut aus um die eigentlich schon fertigen Nudeln noch mal nachziehen zu lassen.
Nach dem Lager einrichten, den Topf vom Canway genommen und sich in der Hängematte platziert. Inzwischen hatte ich auch schon Miene Daunenjacke angezogen. Die Sonne stand nur noch am westlichen Rand knapp über dem Horizont und es wurde langsam frisch. Die Nudeln mundeten, die Handhabung der knapp 1Liter Wasser inklusive Nudeln war am Griff ich gut machbar. Direkt am Topf fassen war in der ersten Zeit noch nicht so angesagt. Dafür war der Topf noch zu heiß.
Ich aß dann Nudeln auf, was aber auch etwas dauerte. Aber Zeit hatte ich ja genug. Anschließend ließ ich das Futter noch Team in der Hängematte lümmelnd sacken und befand dann, daß es Zeit war alles wider ein zu räumen.