Hallo in die Runde,
und schon wider so ein nerviger Einsteiger mit Fragen. Aber ich will mich mal ganz artig geben und stelle keine Fragen, suche nur Anregungen und Überlegungen, die mir eventuell bisher unter gegangen sind, weil ich halt Neuling bin.
Wo fange ich also an ? Die Überlegung mit einem Inlay ( oder sogar einem atmungsaktiven Bivaksack ) zu arbeiten ist ja ganz nett, bringt mich aber zunächst mal nicht weiter. Ich bin, um es kurz zu machen, immer noch auf der Suche nach einem Schlafsack.
Bisher bin ich ja von einem Temperaturbereich/ Komfort von ca. 5C° bei mir ausgegangen. Bei viel mehr weniger würde ich eh nicht draußen schlafen wollen ( oder eben aufrüsten mit Inlay/ Bivaksack oder eben hängemattenlike Underquilt ). Da ich die Tage mal wider Zeit hatte bin ich also in einem mir bekannten Outdoorstore marschiert, wollte eigentlich was ganz anderes, was ich dann auch dort bekommen habe, aber wir kamen halt auch auf das Thema Schlafsack zu sprechen. "Ja, man hätte da gerade eben ein Superangebot", kam es rüber und ich wurde stutzig.
Geboten wurde ein Exped Versa Mummy, der den bisher von mir geforderten Komfortbereich von 5c° als Daunenschlafsack zu einem wirklichen Toppreis. Bin dann mal kurz reingeschlüpft, passte soweit, dann noch angeschaut und erstmal sacken lassen.
Da kommt man schon ins Grübeln bei dem Preis. Aufgefallen war mir, das er scheinbar recht dünn sei. Im Hinterkopf hatte ich noch meine kurzen Erfahrungen mit einem Millet Hybrid-Schlafsack der an der Unterseite synthetisch gefüllt war und an der Oberseite mit Daunen. Die Oberseite war so dünn, das man von innen nach nach außen die vorgehaltene Hand sehen konnte und die Anzahl der Daunen war auch eher...
Nichts desto trotz sollte jener Schlafsack auch bie 5c° funktionieren.
Mit den Vorgedanken bin ich wider in den Laden und habe ihn mir wider angeschaut, aber auch mal einen Vergleichschlafsack ( zum Orignalpreis Mountain Equipment Classic 300 ). Der ME war nur gefühlt besser gefüllt, weil sein Innenmatreial eben "dicker" ist.
Ich hab das wider sacken lassen. Insgeheim bin ich ins Grübeln gekommen, ob ich wirklich bei 5c° Komfort als Wahl gut liege ? Tendenziös geht das eher mehr in Richtung 0c°, einfach mal um mehr Futter zu haben.
Brachte aber alles nix, mit der Info das Füllung nicht Füllung ist und mit den Infos Füllgewicht biz. Bauschfaktor CUIN im Hinterkopf, hab ich mir mal ein paar Modelle die ich so bisher in der Auswahl hatte rausgesucht und eine nette Liste gemacht.
Der Mountain Equipment Classic 500 ist noch hinzu gekommen, weil er eben eine niedrigere Komforttemperatur hat. Der Cumulus kam noch dazu, weil es ja immer wider mal in diversen YT-Outddor Channel aber wohl auch in der Bikepacking Szene gut gelobt wird. ( Ah sehe gerade, der Preis bei 190cm wäre nicht die 275,- sondern 305,- tut hier aber entscheidungsmäßig eher nicht zur Sache. )
Der Yeti war einer der ersten Empfehlungen und ich hatte auch mal das Vergnügen in einem Tension Comfort gleicher Füllklasse zu schlüpfen. Fühlte sich auch nicht verkehrt an, auch wenn Comfort fürs Bikepacking ein No-Go wegen zu viel Packvolumen wär.
So, was spiele ich jetzt durch, wo erhoffe ich mir Infos ?
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Ich fang mal da an, wo's am angenehmsten wär. Der Exped Versa für 150,- würde das Budget enorm schonen und quasi einen Sofortkauf zulassen. Doch wie verhält sich das jetzt tatsächlich mit der Füllmenge und den Cuin ? Ich kann mir das nur schwer vorstellen, das eine haptisch so dünne Füllung so gut noch bei 5c° Komfort funktioniert ? Zum Vergleich ziehe ich da mal eine ehemals für´n Job geschossene No-Name Daunenjacke für´n Fuffi ran. Die fühlt sich deutlich dicker & schwerer an aber daran pennen würde ich nicht wollen.
( Ach ja, an dem Punkt über mich: beim schlafen wohl eher weiblich. Sprich sollen ich aktiv bin, ist alles gut. Komme ich zur Ruhe, schraubt sich mein Kreislauf gut runter und ich würde wohl eher frieren, als so mancher echter Kerl. Windchillfaktor und Luftfeuchtigkeit sind mir als ganzjähriger Alltagsradler auch schon ein leider sehr deutlicher Begriff. )
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Jetzt könnte ich natürlich pokern und einfach mal den Mountain Equipment Classic 500 ( welchen ich auch wohl hier vor Ort im Outdoorladen des Vertrauens hinordern könnte ) auswählen und den nochmal im Laden vergleichen. Der Plan klingt soweit gut. Zu warm kann man so einen Schlafsack ja auch offen lassen ( was ich mit meinem bisherigen Synthetik Monsterpackmaß ja auch so gemacht habe ).
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Der Cumulus...
...klinkt ob seiner Werter mehr als verlockend und die Lobpreisungen, auch neutral betrachtet, lassen einen schon ins grübeln kommen. 850 CUIN erscheinen mir im Verhältnis zu den nur 450g Füllmenge, wider im Vergleich zu dem von mir als eher dünn gefüllten Exped Versa Mummy mit mal eben 100g mehr Daunen, schon fast nach einem Fantastischen Wert aus ?
Natürlich taucht dann wohl von Euch die Frage nach dem Volumen des Schlafsacks auf, wie die nur 450g im Kumulus dann reingestopft werden. Eine Frage die man wohl kaum beantworten kann, denn da hält sich wohl jeder Hersteller irgendwie bedeckt.
Und so komme ich via Cumulus gleich zum nächsten Punkt, dem der Individualisierung. Feine Sache, zumal da das Thema Feuchtigkeit ja auch immer irgendwie im Raum steht. Cumulus empfhielt, neben den Teiloptionen: "...Wir schlagen vor, das ganze obere Gewebe gegen Pertex Quantum Pro zu wechseln, weil dies eine etwas preiswertere Lösung ist und der Unterschied bei der Atmungsaktivität gering bleibt. ..."
Ja toll, und wie mach ich das in dem Optionsfeld ( damit ich dann auch mal sehen kann was mich das kommt ) ?
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Ja das sind erstmal so meine Gedanken. Vielleicht fällt einem noch was ein, was könnte ich übersehen habe, was deute ich falsch ?
Grundsätzlich will ich einfach einen Schlafsack der vom Packmaß ( daher eher Daunen ) geht und wo ich nicht bei angeblichen 5c° Komforttemperatur Anfang zu frieren. Inlay und ein wenig Kleidung im Schlafsack sind eh schon auf dem Programm, wobei Inlay eher eine Zusatzoption wäre.
Das "Problem" ist auch das, dem mehr mal als Einsteiger an Infos sammelt und in je mehr Outdoor Shops man war, des so schwieriger wird die Sache. Blöde Sache. Danke für Eure Geduld.