Beiträge von grobinger

    Ich bin verwirrt! In meinem Kalender ist das Wintertreffen von Freitag, 20. Februar bis Sonntag, 22. Februar eingetragen. Sprichst du von einem anderen Sonntag? Oder habe ich Mumpitz in meinen Kalender eingetragen?

    Nein, sorry, das war ein Freudscher Vertipper den ich soeben korrigiert habe. Meine eigentliche Frage: Kann man bis Montag verlängern?

    Wenn ich es richtig im Kopf habe hat jenshelge eine Warbonnet Traveller XL in 40D, in der er besser schläft (=festerer Stoff?) als in der 70D Khibu Nirvana.

    bogus schläft in der 40D Nirvana besser (=festerer Stoff?) als in der 70D Warbonnet Traveller.

    Jetzt Frage ich mich ob die Stoffbeschaffenheit bzw. -festigkeit (die vermulich auch nicht ausschließlich vom Denier Wert abhängt) doch nicht für alle Nutzer den ausschlaggebenden Anteil am Komfort ausmacht, oder ob es Produktionsbedingt so große Schwankungen in der Stoffbeschaffenheit gibt, dass es beim gleichen Modell zu teilweise großen Unterschieden kommen kann.

    Fester ist nicht zwingend besser. Ich habe auch eine Präferenz für etwas dehnbarere Stoffe, während es andererseits ja durchaus auch Leute gibt, die am liebsten eine Hängematte aus Beton hätten.

    Es ist wahrscheinlich nicht das was Du hören willst, aber die Hängematte selbst ist einer der wenigen Gegenstände an der man kaum Gewicht sparen kann. Leichtere Hängematten sind das weil sie entweder kleiner und/oder aus einem leichteren und damit dehnbareren Stoff gefertigt sind. Um bequem schlafen zu können, braucht man eine bestimmte Festigkeit beim Stoff. Kein Hersteller kann zaubern und hat ein leichteres Wundermaterial das nur leichter ohne andere Nachteile ist. Wie viel Dehnbarkeit für Dich komfortabel ist, kann Dir hier keiner sagen, das musst Du leider selbst herausfinden, die Cocoon UL ist aber für die meisten hier nichts mehr. Verstehe ich es richtig und Du erwarstet Dir, dass Dein Cocoon UQ unter einer Cocoon Hängematte mehr Wärmeleistung birngen soll als unter Deiner OneWind?

    Meine Empfehlung: Die OneWind ist schon eine solide Matte, bei der Du durch austauschen der Aufhängung, weglassen von unnötigen Gimmicks wie Gear Hammock wesentlich kosteneffizienter eine Erleichterung erreichen kannst (allein bei den Baumgurten kann man da ja 200 Gramm sparen), als mit Experimenten mit angeblichen UL-Hängematten die wahrscheinlich deutlich unkomfortabler sind. Mein lucky guess: In Deinem Rucksack stecken noch ganz andere Einsparpotentiale die deutlich lohnenswerter angreifbar sind.

    Was denkt ihr: geschlossene Fussbox notwendig? Ich suche einen möglichst vielseitigne 3-Jahreszeiten-Quilt und möchte wirklich nicht 3 Quilts haben müssen....

    Bei nem 3 season Quilt ist ne geschlossene Fußbox imho nicht notwendig wenn sich die Box vernünftig verschließen lässt. Ein geschlossene Fußbox hat halt in erster Linie nur nen Gewichtsvorteil. Wenn Khibu das so anbietet, würde ich das nehmen. Mir persönlich wäre so ein Ding im Sommer schon zu warm, aber es gibt auch sicher Leute die das anders sehen. Für Schwitzis wie mich gibt es aber im Sommer auch günstige Alternativen zu nem Daunenquilt, da würde ich beim Kauf vom 3 season Quilt also einfach die tropischen Sommernächte getrost ausblenden.


    Cumulus bietet auch sehr gute Beratung, wenn bedarf besteht. Wärmekragen ist bei den Cumulus Quilts auch vorhanden. Ein Kompressionsproblem an den Knien ist mir bei Cumulus nicht aufgefallen, aber jeder Arsch ist ja anders. Zugkordel am Rücken ist überflüssig, wer will den auf dem Boden schlafen?! *zwinkizwonki*

    Ich will auf keinen Fall Cumulus gut und Khibu schlecht reden, will nur sagen: Die Unterschiede bei den Quilts sind wirklich nicht riesig und man kann nach vollkommen sachfremden Aspekten den Lieferanten auswählen, zb wenn man best friends mit Kornel ist, dann gerne da.

    Das möchte ich bezweifeln. Cumulus war vor Jahren einer der ersten Hersteller im europäischen Raum, welche gute Quilts zu guten Preisen angeboten haben und auf Wunsch auch Gestaltungsoptionen möglich waren. Mittlerweile haben sich die Preise ordentlich dem Weltmarkt angepasst und mir fällt auf die schnelle nichts ein was deren Produkte hervorheben würde. Dafür gibt es mittlerweile Mitbewerber, die ihre Sache m.M.n besser machen...z.B Khibu Hiker. Da hast du auf jeden Fall eine Top Adresse die keine Wünsche offen lässt.

    Allerdings muss ich HammockHeinrich recht geben. Wenn du nun schon bei WB bestellt hast, hätte ich einen UQ weg gelassen und dafür den Diamond Back mitbestellt. Einen Wookie bekommt man hier immer mal gebraucht. Deren TQ habe ich hier nur ein einziges mal gesehen bis jetzt

    Man müsste mal einen Ausrüstungszensus machen, aber ich bin mir sehr sicher dass dabei rauskäme, dass Cumulus hier im Forum Marktführer ist. Sagt natürlich nichts über Qualität oder Innovationskraft in Relation zu den Mitbewerbern aus. Blöde Frage: Was macht denn der Khibu Topquilt denn nennenswert anders? Ich selbst habe nur Cummulus und Hammock Gear TQs im Einsatz, würde sagen zwischen denen besteht kaum ein unterschied. Den Warbonnet Diamondback finde ich vom Stoff her sehr interessant bzw angenehm, aber hats aufgrund von Preis/Verfügbarkeit nie in meinen Fundus geschafft.

    Platzhirsch bei den Quilts dürfte hier einfach Cumulus sein, gut und preislich im Rahmen. Obacht: Der Taiga-Topquilt ist sehr schmal geschnitten, für die meisten aber ausreichen, ich würde ihn mir aber immer ein bißchen breiter machen lassen. Für um die 0 sollte es der Taiga 360 gut tun. Vom Gewicht her kannst Du so um die 600-700 gramm rechnen für einen Quilt um die 0 Grad.

    Ja das mit dem Stoff kann ich halt nicht gut beurteilen, aber ich vertraue da auf die Einschätzung, dass der Stoff der Blackbird für viele wohl komfortabel sein soll. Die NFT scheint mir wie gesagt auch gut - Qualität wohl nicht so über alle zweifel erhaben wie Warbonnet wie mir scheint. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist der Wookie für eine 11ft Matte und nicht für eine 11,5ft, oder? Von dem her wie gesagt: Ich präferiere UQ und HM vom gleichen Hersteller weil vermutlich einfacher in der Handhabung.

    Den Wooki zu verlängern um ihn an eine längere HM anzupassen ist eine Sache von 5 Minuten und muss ja nur einmalig erfolgen. Ob es sich lohnt kommt zum einen darauf an wie dringend Du Gewicht einsparen möchtest und zum anderen wie groß Du denn nun bist, verraten hast Du es nämlich immer noch nicht. Unter 1,78 würde ich die Warbonnet einfach die Warbonnet nehmen, drüber was anderes.

    Grundsätzlich passt der Wooki auch mit schnell machbaren Anpassungen an andere Hängematten. Die Kombination Warbonnet HM+Wooki ist sehr einsteigerfreundlich, da man da im wesentlichen was den UQ angeht nix falsch machen kann, es ist echtes "plug&play". Wie andere schon schrieben ist die BB XLC ein bißchen sensibler als andere Hängematten, aber auch das kriegt man in den Griff. Es gibt ein längliches Erklärbärvideo von der guten HammockFairy dazu, das sehr zu empfehlen ist:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Grundsätzlich spricht nix dagegen ein Warbonnet Setup zu kaufen, es ist auf jeden Fall ein guter Startpunkt. Einschränkungen: Du kennst Deine Liegerichtung nicht oder Du bist zu groß. Deine Maße hast Du uns ja noch nicht verraten?


    Zu den aufgeworfenen Themen einfach mal ein Paar Gedanken

    Zum Thema alternativen:

    Wenn Gewicht ein Thema ist, könnte Need for Trees interessant sein, dessen 11,5 Fuß Matte mit nicht abnehmbaren Netz wiegt unter 600 gramm (meine nachgewogen 595 gramm) und ist mit der Länge ein guter Kompromiss zwischen Gewicht und Komfort. Und der Preis ist auch heiß. Khibu ist auch in Ordnung, solide Matten, allerdings ohne wirklichen unique selling point. Wenn Du nicht auf Warbonnet festgelegt bist, wird es halt spannend je nachdem welchen Stoff man so präferiert, aber ohne Erfahrung ist das auch alles erstmal nur trial and error.


    Zum Thema Aufhänung:

    Adventure Ropes tun was sie sollen auch mit ner XLC, mit den Woopie Sling typischen Nachteilen. Aufhängung würde ich aber wenn eh nicht bei Warbonnet kaufen sondern dann was passendes bei The Hammock Project ordern.


    Zum Thema Underquilts, Daunen und Apex:

    Apex hat imho zwei prädestinierte Einsatzbereiche: bei sehr leichten Quilts für warme Temperaturen und richtig feuchtes Schmuddelwetter mit Nebel und/oder viel Regen und Wind. Sehr geringe Daunenmengen funktionieren einfach schlecht, weil die Daunen sich kaum noch richtig in den Kammern verteilen. Apex als Gewebe isoliert gleichmäßig über große Flächen auch bei geringer Materialstärke. Apex hat im Sommer wo man mehr schwitzt außderm den großen Vorteil dass es einfach waschbar ist. Für Sommertouren nutze ich meist einen Apex 67 TopQuilt von GramXpert, der wiegt auch nur schlappe 340gramm. Auch ein SLD Trailwinder UQ mit Apex 100 kommt bei mir im Sommer regelmäßig zum Einsatz. Mein persönlicher Daunen-Favorit: Der Hammock Gear Phoenix 3/4 UQ.

    Bei Scheißwetter hatte ich schon öfter mal das Erlebnis dass die Daune zusammenfällt und schlagartig einiges an Isolationswirkung einbüßt. Oktober bis November kommt so eine Witterung ja gerne mal vor. Apex 200 ist noch nicht so wahnsinng schwer oder riesig vom Packmaß und kann noch annähernd mithalten mit entsprechender Daunenfüllung. Apex 200 reicht für mich bei leichten Plusgraden noch aus. Die Herstellerangaben zu Apex kannst Du in der Regel vergessen. Gilt aber auch für Daunenquilts aus US-Produktion, Einem 20F Wooki würde ich auch nur um die 0C Grad zutrauen und keine -6C-.

    Wenn es deutlich ins Minus geht, addiert sich der Packmaßnachteil von Apex gefühlt exponentiell auf und Daune wird eigentlich alternativlos. Für eine Gathered End Hammock würde ich da immer auf einen 0F Wooki setzen. Lässt sich für wirklich kaltes Wetter auch gut mit einem Hammock Gear Phoenix kombinieren.

    Wie bei den Hängematten wird es auch bei den Underquilts nicht bei einem einzigen UQ bleiben. Vor allem wenn Du jederzeit maximal gewichtseffizient sein möchtest, geht ja keine Weg an 2-3 verschiedenen vorbei. Prinzipbedingt haben der Wooki und Wooki-Klone wie der SLD-Trailwinder gewichtstechnisch und was den fiddle factor angeht die Nase vorn. UQs mit Aufhängung an 4 Ecken sind und bleiben scheiße. Lohnenswerte Ausnahme: 3/4 UQs, die sitzen einfach gut an der Schulter, sind aber nur was für den Sommer. Sinnvolle alternative aber schwer: UQs mit Clew-Aufhängung, wie zb der von Need for Trees.

    Was für Dich relevant ist, kommt natürlich auf die Art Deiner Touren an. Ich war vor ein paar jahren auch oft im Baselland unterwegs und vermisse es ein bißchen :D

    Handelt es sich bei dem 3,40m Tarp um das Amazonas Adventure Tarp? Falls ja würde ich da mal nachmessen, wir haben hier mal festgestellt dass es da eine erhebliche Serienstreuung gibt und die Tarps teilweise deutlich zu kurz geraten sind. Macht bei ner 2,70m Amazonas nicht viel aus, aber für ne WB BBXLC wirds dann doch knapp, 3,40m sind da an sich schon fast unterdimensioniert.

    Um einen vernünftigen Rat zur Länge der HM zu geben, müsstest Du uns aber wirklich mal Deine Maße verraten. In der Amazonas gepennt haben hier viele (inkl. mir mit 1,85m), heute würde ich nicht mehr unbedingt zur XLC greifen (meine müsste ich nur mal endlich im Marktplatz einstellen :D), auch wenn es für die kleinen Leute eine sehr gute Matte ist.

    Ein WB Wooki für echte 4 Jahreszeiten ist ca. 300 Gramm leichter als die Amazonasbanane. Und passt auch an vernünftig große Hängematten. Auch der Gruezi Bag Survival ist ein echtes Schwergewicht. Da lauern die wirklich großen Einsparpotentiale. Bei den Hängematten selbst lässt sich kaum Gewicht sparen, weil Du je nach persönlicher Veranlagung eben eine gewisse Größe und Dehnbarkeit (bzw wenig davon) des Materials brauchst. Auch Amazonas kann da nicht zaubern, die sind leicht weil sie dünnes Material in sehr kleinen Hängematten verbauen.