Beiträge von Freihaenger

    Wenn man doppellagige Hängematten sucht, findet man meistens zwei Varianten:

    • gleiche Stärke des Materials für beide Lagen
    • dünneres Material für die innere Lage, außen dicker

    Das hat mich immer überrascht, denn bei der Variante

    • Innen dickeres Material, außen leichteres,

    sehe ich folgende Vorteile:

    1. Die innere Lage ist höherer Belastung durch Scheuern ausgesetzt, daher empfiehlt sich dickeres Material.
    2. Wenn die äußere Lage, da sie dünner ist besser nachgeben kann als die innere, dann wird eine Decke oder Isomatte welche als Isolation dazwischen liegt weniger komprimiert.

    Wie seht ihr das?

    Die Dutchware Chameleon ist an den Enden mit einer durchgeführten Continuous Loop ausgestattet. Das ist immer ein bisschen umständlich wenn die Loop ersetzt oder getauscht werden soll.

    Daher habe ich mal versucht ein Knubbel-Ende wie bei den Warbonnet Hängematten zu binden.

    Ich habe ein Stück 7/64 Amsteel durch den Kanal gezogen und die beiden Enden noch einmal unterhalb des Kanals herumgeschlungen und mit einem Chirurgenknoten gesichert. Das Ergebnis war ein „hartes Ende“ mit kaum vorhandenen Knubbel. So richtig will das also nicht funktionieren, der resultierende Knubbel ist viel zu dünn und außerdem ist es dann ein Gefrickel die Ridgeline durch die Öffnung zu bekommen.

    Dazu stellen sich mir folgende Fragen:

    Ist bei den Warbonnet HM das Seil vielleicht mehrfach durch den Kanal gezogen worden?

    Hat es schon jemand geschafft die Chameleon mit einem akzeptablen Knubbel auszustatten?

    Ich werde in der kommenden Zeit mal mit unterschiedlichen Seilen testen, eventuell wirkt sich das je nach Seil anders aus.

    Mich wundert, dass die Radien der whoopie hooks dem Amsteel nicht so sehr zusetzen, obwohl die sichtbar kleiner sind.

    Wenn wir mit dem Tarp unterwegs sind benutzen wir für die Unterlage Heringe. Ob das bei dem größeren Spektrum an Untergründen bei einer HM in den meisten Fällen noch möglich ist bezweifle ich.

    Bei Sand oder Steinen (siehe mein Avatar- oder Profilbild) wird das in der Regel eine nervige Fummelei. Beschweren mit Steinen geht da noch, aber einfach eine Schippe Sand auf die Matte schmeißen hat ja schon eher Unterhaltungswert :D.

    Im Prinzip Totenstille.

    Bei horizontaler Scherung größer 20° kann es mal klicken wenn man pendelt. Vertikale Scherung macht nichts aus. Der Ring ist auch ruhig. Falls der mal quietschen würde, würde ich einfach mit einem Bleistift quasi etwas Graphit-Trockenschmierung aufbringen.

    Es gibt die Fittinge auch mit Kunststoffmantel, genau aus dem Grund des Klapperns, was aber bei Last wie beschrieben nicht relevant ist.

    Ich habe einen 9er Pack 50cm Restabschnitte in der Bucht gekauft. War ein Schnäppchen für 20€.

    Ich kann mich noch erinnern wie mein Vater mich als Vorschulkind zum Ansitzen mitgenommen hat. Besonders im Erdsitz war das eher beängstigend als aufregend. Dadurch habe ich mich aber gewissermaßen an die Situation gewöhnt, zumindest ist sie mir nicht unbekannt.

    Im vergangenen Spätsommer bin ich bei uns am Rhein frühmorgens im Naturschutzgebiet unterwegs gewesen, als nach einer leichten Kurve ein Eber quer auf dem Weg stand und die ersten frühreifen Eicheln gefressen hat.

    Er war nicht sehr groß, ca. 100 kg wird er gehabt haben. Der Abstand zwischen uns betrug ca. 10m.

    Es war deutlich erkennbar dass er mich bemerkt hatte, denn sein Rüsseln glich nun eher einer unkoordinierten Bewegung und seine Bewegungen wurden hastiger. Dabei bewegte er sich in sehr kleinen Schritten auf den Wegestand zu. Er wollte sich der Situation entziehen und wurde nervös - ich aber auch.

    Um seinen Abgang zu beschleunigen klatschte ich in die Hände und rief "Das ist mein Weg!" - wohl eher um mich zu beruhigen als ihm etwas mitzuteilen :D. Nach einem kurzen Zögern ging er dann deutlich beschleunigt ins Gebüsch und weg war er.

    Das ganze Geschehen dauerte vermutlich nicht länger als 10 Sekunden.

    Ich war noch nie so wach kurz vor dem Ende einer 20km Nachtwanderung.

    Zudem war ich sehr aufgeregt und eine gehörige Portion Angst war auch dabei. Das war für mich beruhigend, denn hätte ich keine Angst gehabt wäre das ganz sicher ein Zeichen dafür gewesen, dass ich dich etwas übermüdet gewesen wäre. Dann hätte es schnell noch viel gefährlicher werden können.

    Mit der Schilderung dieses Erlebnisses will ich niemanden ermutigen auf Streichelkurs mit Wildschweinen zu gehen, aber ich will Mut machen sich ruhig zu verhalten und das Tier und sich zu beobachten. So kann man besser und besonnener reagieren und man ist beim nächsten Mal besser vorbereitet.

    In der Regel sind Wildschweine meines Wissens nach sehr kontaktscheu und wenn man sie nicht in die Enge treibt gibt es keine Probleme.

    Da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt, ich meine eine Fußmatte auf dem Boden. Derek Hansen nennt sie „floor mat“.

    Ich würde mich nie mit Schuhen in die Matte legen ;). Die Schuhe hänge ich nach dem Ausziehen auf, wegen der Schnecken usw.

    Mir ist der Sinn einer Fußmatte, so wie du auch schreibst, nicht wirklich klar geworden. Dennoch scheint sie verbreitet zu sein.

    Hi zusammen,

    Bisher verwende ich keine Fußmatte, in der einschlägigen Literatur wird aber oft eine empfohlen.

    Die Vorteile sollen nicht zuletzt der Schutz gegen Dreck und Matsch beim Ein- und Aussteigen sein.

    Daher meine Frage: Benutzt ihr Fußmatten oder sonstige Unterlagen?

    Später erstellte Anmerkung: Glücklicherweise habe ich eine Weg gefunden, wie die Aliens doch schadfreie verwendet werden können, Details habe ich im Eröffnungsbeitrag eingearbeitet. Ende der Anmerkung.

    Nun ja, ich denke dass die kritische Belastung für 7/64 Amsteel bei den Radien des LoopAliens ca. bei 80kg liegt.

    Hier mal ein Foto eines fast durchgebrannten Strangs:

    Und hier die kleineren Schäden, laut Samson soll man so ein Seil nicht mehr verwenden:

    Die Deformationen lassen sich nicht mehr rückgängig machen und wenn man genau hinsieht, dann kann man einzelne verschmorte Fasern erkennen. Zum Beispiel der kleine schwarze Knubbel beim unteren Abschnitt, linke Bildseite etwas links von der Leimfuge des Tisches.

    Die Verglasung dieses Abschnitts ist besonders besorgniserregend (rechts der Bildmitte):

    Was bei mir bleibt ist gewissermaßen die Enttäuschung, dass die für sich guten Aliens leider nicht für die HM taugen. Beim Einsatz mit dem Tarp bzw. die kleine Version mit Tarp verursacht lastbdingt keine Probleme.

    Vor einiger Zeit kamen die Loop-Aliens in einer größeren Version auf den Markt. Diese Version sollte zum Aufhängen einer Hängematte die erforderliche Stabilität aufweisen. Ich konnte es nicht lassen und habe mir welche bestellt, in der Hoffnung eine etwas flexiblere Alternative zu den Whoopies zu bauen, die mir wenn es doch mal eng wird 40-60cm Baumabstand einspart.

    Herausgekommen ist das:

    7/64“ Amsteel (von Alissa), an einem Ende einen Double Whoopie Hook, am anderen eine einfache 4cm Schlaufe in welche man alternativ den Knopfknoten einer Evoloop oder auch das Alien einhängen kann. Wenn man Evoloops verwendet ist der Dutchhook am anderen Ende überflüssig. Plus das Alien.

    Im Modus für eher kurzen Baumabstand, mit dem Alien mittendrin, sieht das dann in etwa so aus:

    Bei großem Baumabstand hänge ich das Alien in die Schlaufe am anderen Ende.

    Das Alien im Detail, allerdings in falscher Orientierung:

    Korrektur: Die korrekte, schadfreie Orientierung des Aliens:


    Zusätzlich drehe ich die Schlaufen, die über das kleine Öhr gelegt werden einmal und führe sie hinter dem vom Baum kommenden Strang (rechts im Bild der untere). Dadurch reduzieren sich die Radien zusätzlich und die Klemmwirkung wird erhöht.

    Bewertung:

    + Es ist sehr praktisch wenn man in sehr dichtem Baumbestand hängt.

    + Man spart sich den Schäkel oder Karabiner.

    + Dank Titan wieder ein paar Gramm gespart (...)

    - Aufhängen dauert ein paar Sekunden länger als mit der Whoopie-Sling, vernachlässigbar.

    - Das Verstellen dauert deutlich länger als mit jedem mir bekannten System.

    - Das Alien strapaziert das Amsteel enorm, bis zu ein ganzer Strang brennt in einer Nacht bei ca. 90kg an den Druckstellen durch. Bei ca. 70kg geht es noch gut. Korrektur: Wichtig ist die Richtung, in welcher das Alien eingehängt wird, denn dadurch kommen teilweise andere Radien zustande.

    - Nur für wenige Seiltypen geeignet, erstaunlicherweise besser verträglich mit dem Dyneema Seil von ET.

    Fazit:

    Ich bevorzuge daher für die HM wieder meine Whoopies und nehme manchmal ein Alien mit. Notfalls kann ich das auch in der Whoopie einhängen. Korrektur: Ich nehme wieder meine AWH-Konstruktion mit und bin sehr glücklich damit.

    Für das Tarp ist es sehr praktisch, ich habe aber auch keinen Vergleich mit ähnlichen Dutch-blings.

    Willkommen im Forum!

    Was war denn dein vorheriges Lieblingssetup? Und welches HG Tarp hast du?

    Das Hex Tarp with Doors aus Laubhaufen-Dyneema mit selbstgebauten automatisch nachspannenden Abspannleinen.

    Vorher war ich mit der Hennessy Deep Jungle XL ganz zufrieden, meine Frau leider nicht. Mit den Chameleons im Doppel-Aufbau konnte ich sie aber überzeugen. Daher liegen jetzt eine 1x benutzte und eine quasi neuwertige Hennessy hier im Schrank.

    Viele HM habe ich aber auch nicht ausprobiert, zu meinem Fundus gehört noch eine eher als Sessel geeignete Amazonas ultra light mit nervigem Stoff.

    Quasi als ersten Beitrag möchte ich hier meinen Indoor-Baumersatz vorstellen:

    Es handelt sich um an die Wand geschraubte Airline-Schienen von 50cm Länge.

    Airline-Schienen stammen aus dem Flugzeugbau, dort werden sie zur Sicherung des Gepäcks und der Frachtgüter eingesetzt. Die meisten von uns werden sie aus Möbeltransportern kennen, da sind sie meistens an den Seitenwänden und auch im Boden verbaut.

    In die Schienen werden sogenannte Fittinge frontal eingesetzt, sie kann man mit einem Handgriff sicher und leicht verschieben, sofern keine Last daran hängt. Andernfalls haken sie sich aus der Schiene aus. Hier eine Detailaufnahme eines 2er Fittings:

    Ein solcher 2er Fitting hält 2700kg (daN)! Vorausgesetzt natürlich, dass die Verbindung der Schiene zum tragenden Material diese Kraft auch aufnehmen kann. Pro Befestigungspunkt bei mindestens zwei davon soll die Schiene für sich wiederum 800kg (daN) aufnehmen können. Der Rest hängt von den Dübeln, Schrauben und dem Wandmaterial ab.

    Der Vorteil des Airline-Schienen-Systems ist, dass man alle 2,5cm Rastpunkte hat, so dass der Ankerpunkt leicht korrigiert oder für andere Hängematten bzw. Hänger verstellt werden kann.

    Zur Montage habe die Schiene mittig am berechneten Hängepunkt senkrecht angehalten (also +/- 25cm justierbar), die Löcher angezeichnet und 5 je 10*80er Löcher gebohrt :evil:.

    Dübel rein, Schiene drauf, Torxschrauben (bei diesen Längen keine Kreuzschlitzschrauben!) rein und zum Schluss nochmal mit der Hand und Ratsche festgezogen.

    In den ersten paar Tagen sollte man unbedingt den korrekten Sitz der Schiene mehrfach kontrollieren. Dazu kann man einfach an mehreren Stellen zwischen Schiene und Wand Zahnstocher stecken, so dass sie bei unbelasteter HM gerade so halten. Falls sie bei Belastung runter fallen einfach die Schrauben nochmal fest drehen damit sich die Dübel richtig spreizen.

    Die Kosten für eine Aufhängung, also 2x50cm (oder 1x1m) Schiene, zwei Fittinge, zehn Dübel und Schrauben belaufen sich ca. auf 30-35€.

    Nachmachen lohnt sich, aber ausdrücklich auf eigene Gefahr! (Auch wenn dies hier sicher der stabilste Teil des gesamten Kunstwerks ist.)