Beiträge von Freihaenger

    Die Namaclaws kenne ich von den Schlingenfallen, welche hierzulande - da nicht erlaubt - eher unbekannt sind. In den USA heißen sie CAM-locks, sie kosten zu 100 Stück ca. 40 Dollar. Gibt es auch in der Bucht.

    Freihänger, gibt es eine Chance, Deine Gurte irgendwo zu besichtigen, die interessieren mich sehr!

    Im Prinzip sind das einfache Gurte aus dem Sicherheitsgurtmaterial der Automobilindustrie. Der Vorteil bei diesen Gurten neben der Breite ist, dass sie sich ein wenig radial in der Fläche verformen können und so die Last immer auf eine möglichst große Fläche verteilen können - ein Anschnallgurt eben. Die Länge variiert zwischen 1,5 und 2,5m und ich habe an beiden Enden Schlaufen.

    Das Material gibt es zum Beispiel bei Extremtextil oder auch direkt bei den Herstellern. Es ist zudem als Massenprodukt sehr gut verfügbar und günstig.

    Neben anderen Anbietern sind das bei Hennessy Hammock auch die Standard Gurte, da in Teilen der USA und Kanada nichts unter 2 Zoll Breite erlaubt ist.

    Ich werde demnächst hier im Forum eine Bauanleitung veröffentlichen, das es bei den Schlaufen einiges zu beachten und auch einige Kniffe gibt.

    Hallo Alasiesta,

    Als einer der Neulinge möchte Dich auch willkommen heißen! Mit den üblichen Netzhängematten habe ich bisher leider keine guten Erfahrungen gemacht, daher würde es mich auch freuen wenn ich mal Gelegenheit bekäme eine auf einem Treffen zu testen.

    Da Du als Händler ein Multiplikator für Hängematten bist würde es mich ebenfalls sehr freuen wenn Du Dich des Themas Baumgurte annehmen würdest. Ich habe im letzten Jahr zwischen Müritz und Darß zu viele stark von Hängematten mit Seilen beschädigte Bäume gesehen. Ich bin ein Verfechter von 5cm Baumgurten aus Sicherheitsgurtmaterial und stehe Dir gerne für Fragen dazu zur Verfügung.

    Vielleicht hast du ja Lust, im Mai zu unserem Forenhängen bei Kassel zu kommen und ein paar Hängematten zum probeliegen mitzubringen? Allerdings dulden wir definitiv keine Seile um Bäume. Es gibt sicherlich Seile die dick genug sind, und Bäume deren Rinde das problemlos wegsteckt. Aber dazu muss man sich mit Bäumen auskennen, und vermutlich ein gewisses Verständnis von der Physik haben. Das dürfte bei den wenigsten Hängern der Fall sein. Die meisten denken nicht über so etwas nach, sondern sehen nur die Seilaufhängung und nehmen einfach was sie haben - häufig Paracord, was nicht nur aus LNT-Sicht katastrophal ist. Deshalb gibt es die ganz simple Regel: Hängematte nur mit mindestens 25mm breiten Baumgurten aufhängen. Breiter gerne aber schmäler nicht

    Das kann ich nur unterstützen!

    Ich habe inzwischen mal die „alten“ Leinen kontrolliert, die waren nicht so stark verschlissen: Es handelt sich dabei um die Dyneema Seile von ExtremTextil.

    Ich vermute dass die stärker gewölbten Schlaufen des Amsteel eben einfach stärker am Alien reiben.

    Ich habe inzwischen mal die „alten“ Leinen kontrolliert, die waren nicht so stark verschlissen:

    Es handelt sich dabei um die Dyneema Seile von ExtremTextil, die mich aber wegen ewig schwarzer Hände genervt haben.

    Außerdem finde ich die rauhe und feste Flechtung des Amsteel schöner, es lässt sich dadurch ja auch besser spleißen.

    Ich vermute dass die stärker gewölbten Schlaufen des Amsteel eben einfach stärker am Alien reiben.

    Eventuell teste ich noch mal ein paar andere UHMWPE Seile, da ich eigentlich gerne bei der Kombination bleiben möchte.

    Inzwischen habe ich ein wenig getestet, bin aber aufgrund eines ungeschickten Einstiegs rückwärts ausgestiegen. Das Ei am Ellenbogen hatte mir vorerst den Spaß verdorben.

    Ich habe bisher drei „Einlagen“ mit einer Chameleon 1,6/1,0 getestet, zum Vergleich eine umgekrempelte Chameleon gleich bauart daneben, die war dann eben eine 1,0/1,6. Allerdings ist das schon sehr umständlich und so richtig in Form habe ich sie nicht bekommen.

    Die bisherigen Resultate (im Vergleich zu 1,0/1,6:

    1. Cocoon Travel Blanket: Kein spürbarer Unterschied.
    2. Ikea Synthetikdecke: An unbelasteten Stellen minimal luftiger, an stärker belasteten Stellen kein Unterschied.
    3. Therm-A-Rest NeoAir XLite: Am Rand in Liegerichtung sehr straff, zwischen den Rippen fühlbar schlaffer, vor allem quer zur Liegerichtung. (Kann mir gar nicht mehr vorstellen mal auf einer Isomatte in der HM geschlafen zu haben...)
    4. Dicke Mufflon Wolldecke: Test steht noch aus.
    5. Exped DownMat: Könnte ich noch mit aufnehmen, die faltet sich in der HM aber der Länge nach ein.

    Bisher habe nur ich den Test durchgeführt, da die Decke noch fehlt und ich einen schmerzenden Ellenbogen hatte, muss ich den Test ohnehin nochmal wiederholen.

    Zum „Testverfahren“:

    Ich habe in der Hängematte liegend mit den Fingern von unten an verschiedenen Stellen getrommelt, gezupft und in zwei Richtungen gestrichen, so dass das Gewebe sich manchmal in Bewegungsrichtung vor dem Finger gerafft hat.

    Dadurch ist der zugegebenermaßen sehr subjektive Eindruck wie oben beschrieben entstanden. Ich vermute dass bei einer selbstgebauten Hängematte, wenn die untere Lage entweder deutlich dehnbarer oder etwas länger ist (wie von Hammock Fairy vermutet), der Effekt deutlich zu spüren sein müsste. Was dann von der anteiligen Tragkraft bleibt ist natürlich ein anderes Thema. Generell wird man aber doch eher eine sehr feste Einlage benötigen, damit die Theorie funktioniert. Daher bin ich auf die dicke Wolldecke gespannt.

    Zum Ellenbogen: Meine Allnachts-Schlafhängematte ist eine TTTM double, zur Zeit mit Carinthia HUQ180. Die TTTM hat leider keine Haken um den HUQ zu führen und so ist es passiert, dass mir die HM in die Kniekehle gerutscht ist und ich nur im HUQ und dann auf dem Boden gelandet bin. ||

    Ich verwende 10x80er Dübel von Fischer, 8x60 reichen vielleicht auch. Für die 10x80er sind Schrauben mit einem Durchmesser von 6-8mm empfohlen, ich habe nur welche mit 6mm Durchmesser bekommen. Wichtig ist der Torx-Antrieb, bei Kreuz hat man schnell eine defekte Aufnahme (rundgedreht). Zudem sollte man in einem Rutsch aber nicht zu schnell schrauben und danach per Hand mit der Ratsche nachziehen. Zur Sicherheit weise ich nochmal auf das Überprüfen mit dem Zahnstocher-Trick hin.

    Ich messe den Abstand der Wände aus und berechne die Hängepunkte, dann gebe ich am Fußende ca. 20cm in der Höhe drauf, wenn es die Raumhöhe zulässt. Wichtig ist, dass man die Schienen mittig an den Hängepunkten anlegt. Andernfalls wäre die ganze Sache ja sinnlos.

    Die Autokorrektur macht mich fertig.

    Das Tarp ist sehr schmal, und Warbonnet Hängematten haben einen flachen Aufhängewinkel. Die Tarp-Ridgeline ist bei mir meist auf Scheitelhöhe, damit ich mich nicht zu sehr ducken muss. Nach dem Abspannen hängt es aber immer etwas tiefer. Das Foto ist aber auch kniend aufgenommen, sonst hätte man die Hängematte nicht mehr gesehen.

    Verstehe, das Tarp ist es! Das hat meinen Eindruck getäuscht.

    so, so... du hast jetzt auch einen Tensa4. :thumbup:

    Wie hast du das nochmal mit dem Zoll gemacht? Hast du einfach behauptet, das Gestell sei aus Stahl statt aus Alu? Wird Alu höher besteuert?

    Ich habe gesagt dass es aus Alu sei, die Dame meinte nach einiger Suche, dass sie ich eben Stahl gut vorstellen könne. Sie hat zwar nicht mit dem Auge gezwinkert - es waren ja auch noch andere Kollegen anwesend - aber ich denke sie wollte einfach freundlich sein. Ich habe ja schließlich trotzdem über 80€ an Steuern berappt.

    Der Zoll für Stahl aus den USA liegt bei 2,6%, für Aluminium bei 6%. Dazu kommen rund 32% Einfuhr-USt und EU-Zoll und wenn es auf der Rechung steht auch noch auf die Portokosten. Daher besser nicht die Paypal-Rechnung sondern eine extra ausgestellte Rechnung ohne Frachtkosten mitbringen.

    Ich würde wetten, dass die Unterschiede was die Dehnung betrifft allenfalls minimal sind. Aber wie gesagt, probier es einfach aus und berichte. Du hast die Matten ja, und kannst deine Theorie testen.

    Dann ist er zu 40D außen, 20D innen gewechselt. Das wird er nicht ohne guten Grund gemacht haben, denn es ist aufwändiger und teurer eine DL aus zwei unterschiedlichen Stoffen zu machen. Dazu kommt, dass eine 40D/20D DL schwerer als eine 30D/30D DL ist. Der einzige Vorteil scheint mir die größere Robustheit zu sein.

    Leider habe ich nur die inversen Modelle und keine Standardmodelle. Verglichen mit der Deep Jungle ist eine Decke nicht so stark gespannt bzw. von unten angefasst weicher. Das kann aber auch am Material der Hängematte an sich liegen.

    Die größere Robustheit zusammen mit der Gewichtsersparnis sprechen natürlich klar für sich. Mir geht es ja eher um die Idee außen einen dehnbareren Stoff als den inneren einzusetzen, um eine Isolationsschicht nicht so stark zu komprimieren. Einen ähnlichen Effekt habe ich bei den Single Layer HM einfach mit einem Underquilt Protector ohne Underquilt aber mit Decke erreicht. Das klappt bei 10°C ganz gut, mit der Hennessy und eingelegter Decke bestand da keine Chance. Allerdings muss ich auch eingestehen dass der Protecor natürlich deutlich lockerer hängt als ein äußerer Layer.

    Das dickere Material ist deshalb außen, weil die Hängematte von außen leicht mal in Kontakt mit Zweigen o.ä. geraten kann, und durch die schwingende Bewegung daran scheuern kann. In der Hängematte solltest nur du liegen - und auf spitze / scharfe / hakende Gegenstände verzichten.

    Für die Tragkraft ist es wohl unerheblich welche Lage innen und welche außen ist, denn die Lagen sind gleich lang. Durch die Dehnbarkeit sollte die Last gleichmäßig verteilt werden.

    Ich kann deine Argumente gut nachvollziehen, dazu möchte ich noch folgendes anmerken:

    Scheuernde Äste vermeide ich grundsätzlich, alleine schon deswegen weil mich das Geräusch verrückt macht und ich meine Hängematte gut behandeln will.

    Wenn ich eine robuste Hose mit rauhen Cordura Einsätzen (auch Nylon, bedingt durch die Webung aber härter) oder Druckknöpfen anhabe dann halte ich das schon für eine stärkere Belastung für die innere Lage. Gerade in der kalten Jahreszeit oder beim Angeln möchte ich nicht ständig meine Hose ausziehen.

    Was die Tragkraft angeht, da hat Dutch mir selber geschrieben, dass die dünnen Stoffe sich stärker dehnen und dass genau das viele bevorzugen. Der Effekt hebt sich aber auf wenn, wie Du auch schreibst, die untere Lage stärker ist und sich nicht so stark dehnt.

    Wenn die untere Lage aber dünner ist, dann kann sie sich stärker dehnen, wenn durch etwas eingeschobenes ab der Unterseite der inneren Lage der Radius vergrößert wird. Denn dann überträgt das eingeschobene Dings die Kraft und nicht die innere Lage.

    Ich sehe das genauso wie du, hat mich auch schon öfters gewundert. Habe aber selbst keine DIY Erfahrungen mit double layer bisher.

    Ich hatte auch keine DL selber gebaut, aber habe unsere Chameleons bei Dutch so bestellt. Die waren zunächst auch verwundert und haben gefragt ob ich mich vertan habe. Nachdem ich Ihnen meine Gedanken erklärt habe war das statement „that’s an interesting idea!“.