Beiträge von Freihaenger

    Wollte heute mit meiner Frau das neue Winterzelt aufbauen und über Nacht testen. Der falsche Wetterbericht hat uns kurz vor dem Aufbrechen jedoch davon abgehalten: 10 Stunden Gewitter. Kam bisher nix...

    Naja bis zum Winter haben wir ja noch ein bisschen Zeit.

    Längst überfällig ist ein kurzes Update:

    Cheryl hat mir freundlicherweise neue Segmente zugesendet, glücklicherweise auch noch welche mit den 8mm Bohrungen. Wirklich ein erstklassiger Kundenservice!

    Was meine Erweiterungen bzw. Umbaupläne des Tensa angeht bin ich noch nicht zur Umsetzung gekommen. Dazu bin ich derzeit zu viel draußen beschäftigt.

    Noch ein kleiner Nachtrag:

    Es empfiehlt sich auch bei der Wahl der Schiene auf Qualität zu achten. Minderwertige Aluminiumlegierungen sind deutlich weniger belastbar.

    Auf bei der Wahl der Dübel sollte lieber eine größere Nummer verwendet werden, im Zweifelsfall sollte die Beratung im Schraubenfachhandel oder Baumarkt genutzt werden. Vielleicht vorher schonmal ein Loch bohren um zu wissen welches Material für die Wand verwendet wurde.

    Häufig ist die Bruchlast ein Fünfaches der Kapazität. Das heisst, wenn der Stoff bei 600kg reisst, wird für die Hängematte eine Kapazität von 120kg angegeben.

    So ist es bei den Schienen und den Fittingen: Die Zurrschienen haben in der Regel eine Belastbarkeit von 2500daN, mit einen Doppelfitting sind es in der Regel 1100daN, wobei die Belastbarkeit des Fittings an sich viel höher liegt. Die Angaben beziehen sich auf die Summe der Haltewiderstände der vom Fitting belasteten Aufhängepunkte der Schiene.

    Da die Schienen und die Fittinge sehr starre Materialien sind, wird die Kraft beim unsanften in die Matte fallen lassen von den elastischen Materialien (in der Regel nur die Matte, da wir ja alle möglichst dehnungsarme Aufhängungen verwenden) abgefedert, der Stoß gedämpft. Daher sollte auch ein 400daN (=3-fache Sicherheit) Fitting gut verwendbar sein.

    Nichtsdestotrotz: Um auf Nummer sicher zu gehen empfehle ich jedem einen Doppelfitting (wie in den Fotos gezeigt) zu verwenden.

    Hi zusammen, ich ware eine ganze Weile nicht mehr hier, da Urlaub usw. auch ein netter Zeitvertreib sind.

    Die Schienen hatte ich aus der Bucht, wurden dort als (Rest-)Abschnitte verkauft und waren etwas günstiger als normal. Hinterher habe ich zwar gemerkt dass sie nicht 50cm sondern nur 45 cm lang sind, aber das tat der Sache keinen Abbruch.

    Die Fittinge hatte ich von Lasi24 bestellt.

    Fagorian: 400daN sind mehr als alles was Du effektiv zum Hängen einsetzen wirst (1daN entspricht 1kg im Gegensatz dazu vertragen die meisten HM nur ca. 135kg +/-).

    Daher brauchst Du Dir keine Sorgen machen. Ich nutze die Schienen mit den Doppelfittingen und 90kg Beladung nun schon seit ein paar Jahren. Bisher ist alles fest und ganz und das wird auch sicher so bleiben.

    So ein Whipping kann beispielsweise so aussehen:

    Könntest Du vielleicht im Detail zeigen wie Du den Whip so kompakt hinbekommen hast? Ich suche schon seit ewig nach einer kompakten Variante des Warbonnet Whip. Derzeit verwende ich die Evoloops, aber eben nur zweifach durch den Tunnel gezogen. Der Knubbel hätte die Lebensdauer meiner Schlaf-TTTM sicher verlängert.

    Freihaenger kommst du zufällig beim Südosttreffen vorbei?

    Warum nimmst du den Aufwand mit dem Holzstab in Kauf, wenn du einfach einen kleineren Karabiner an der Seite vom Toggle in der Schlaufe anbringen könntest? Dann den Karabiner zum Aufhängen der HM zwischen die beiden Stangen hängen und fertig? Das ist doch überhaupt kein Aufwand und auch gewichtsmäßig sicher leichter als die Verstärkung mit Holzstücken.

    Der Aufwand gründet auf folgenden Überlegungen:

    • Wenn ich einer beliebigen Person sagen würde , dass sie ihre Whoopiesling über die Kante eines 2mm Alublechs legen und sie dann belasten soll, so wird sie dies kaum mit einem guten Gefühl tun. Sie wird dauernd befürchten, dass das Seil an dieser Stelle reißen oder durchscheuern könnte. Es ist also auch eine Sache des Wohlbehagens.
    • Tatsächlich ist die Abnutzung der Seile minimal, selbst das Seil, was sich durch das Aluminium geschnitten hat ist nur minimal beschädigt. Das hat sogar Todd&Cheryl verwundert. Mich im übrigen auch.
    • Die Segmente des Tensa sind extrudierte Aluminiumprofile (Strangpressprofile). Wenn das Substrat nicht rein ist, Lunker oder Luftblasen enthalten sind oder die Kulisse durch die extrudiert wird nicht ganz sauber ist, so können längsgerichtete Materialfehler entstehen. Ob dies hier der Fall war kann ich nicht sagen, da die Risse in unterschiedliche Richtungen zeigen ist die Wahrscheinlichkeit dafür auch gering. Außerdem scheint das Material von sehr guter Qualität zu sein.
    • Todd&Cheryl haben viel Zeit und Arbeit in den Tensa4 investiert, und viele Varianten getestet. Sie haben auch sofort versucht den Fehler nachzustellen. Gutes Engineering eben! Trotzdem ist es passiert und bisher gibt es keine Erklärung dafür.
    • Es gibt mehrere fachliche Meinungen, dass man für einen solchen Zweck besser eine Verstärkung vorsieht.

    Zum Treffen würde ich gerne kommen, habe da auch Urlaub. Allerdings werden wir mit den Birdys in bester UL-Manier ein paar Flüsse bis zur Küste abradeln.

    Ein kurzes Update:

    Ich habe zusammen mit Kollegen aus der Konstruktion an der Arbeit den Schaden begutachtet und die Ersatzlösung, das alte wobei das neue Design diskutiert.

    Die Meinungen dazu waren einstimmig:

    • Das alte 8mm Design ist das stabilste, abgesehen vom small toggle. Den muss man mit einem kleinen Karabiner unterstützen, oder noch besser, die Schlaufe über das Ende der Stange stülpen. Das könnte man auch mit dem Kugelende tun und sich die Kugel sparen. Also quasi eine continuous loop oder eine evoloop (nicht wegen des Knotens!) verwenden.
    • Das neue 12mm Design ist schwächer, weil der Scherwinkel zwischen Seil und Wand spitzer wird. Also keine echte Verbesserung, aber sicher für Durchschnittsmenschen ausreichend. Die angegebenen 180kg Belastbarkeit sind ohnehin sehr zweifelhaft und höchstens statisch aber nicht dynamisch zu verstehen.
    • Ein Einsatz, entweder als Zylinder oder ein Aufsatz als Becher, die doppelt so lang/hoch sind wie der Abstand der Löcher zum Ende und in der Mitte quer einen Kanal zum Durchfädeln haben würden nicht nur die Stabilität erhöhen sondern auch das Seil schonen. Der Becher könnte zudem die Gummifüße ersetzen.

    Ich habe abwechselnd etliche Emails mit Todd und Cheryl gewechselt, Todd war sehr interessiert, hat aber derzeit auch sehr viel mit der Logistik zu tun. Ob sie die Verbesserungsvorschläge umsetzen ist offen.

    Sie senden mir Ersatz zu, allerdings die 12mm Variante.

    Daher werde ich im Baumarkt einen 20mm Rundstab aus Buchenholz kaufen, eine Seite mit der Fräse der Länge nach mit einer Kehle versehen, diesen dann in Stücke sägen, diese ein paar Tage in Leinölfirnis tränken, mit einem Gummiband in die Enden einsetzen bzw. klemmen und das Loch durchbohren.

    Vielleicht nutze ich auch das Loch in der Metallplatte der Gummifüße um das Holz mit einer Schraube zu sichern.

    Abschließend kann ich nur jedem raten auf keinen Fall den Karabiner wie in der safety notice abgebildet zu belasten.

    Happy Hang!

    PS: Es scheint noch weiter zu gehen, allerdings wurde ich gebeten die weitere Kommunikation vorerst vertraulich zu behandeln. Daran werde ich mich selbstverständlich halten.

    Genauso habe ich meine Karabiner bisher auch befestigt: einfach in die Mitte gehängt.

    Die Frage ist nur, wie ich das in Zukunft machen soll, falls die bisherigen Toggles doch nicht so richtig halten sollten wie gedacht: Ich könnte ja einen kleineren Karabiner als Absicherung zu dem Toggle hängen wie auf dem Foto von Todd, ihn aber nicht als Abspannungspannungspunkt benützen, sondern die HM in der Mitte zwischen den Stangen einhängen, oder?

    Exakt!

    Ich habe mir dieses Bild angesehen und muss sagen, dass ich von dieser Aufhängelösung ganz und gar nicht überzeugt bin. Warum? Nur jeweils ein Austrittsloch der soft-shackle-Befestigung wird pro Seite belastet, statt alle vier. Das ist zu wenig. Ich bin statt dessen dazu übergegangen, die Karabiner so einzuhängen wie hier abgebildet und empfehle das allen Käufern des Carbon Tree.

    Nur mit dieser Befestigung ist sichergestellt, dass beide Löcher der Durchgangsbohrung beider Stangen gleichmäßig tragen, anstatt nur eines, wie auf dem Foto des Tensa4.

    Da stimme ich dir vollkommen zu, so ist auch die ursprüngliche Anleitung gewesen. Ich habe inzwischen mit den beiden einige Emails gewechselt und ihnen die Physik dahinter näher gebracht, ob sie sich dieser bewusst waren weiss ich nicht. Mein Eindruck ist dass dies eher nicht der Fall ist.

    Den Satz verstehe ich nicht wirklich. Kannst du den z.B. mit einem Bild verdeutlichen?

    Ich dachte, dass ich nun einfach einen Karabiner einhängen muß wie hier auf dem 2. Foto gezeigt:

    http://www.tensaoutdoor.com/

    Oder man könnte wieder die alte, ursprüngliche Lösung nehmen, wie bei meinem Prototypen: das hat bisher sehr gut gehalten

    Wenn Du den toggle nicht verwendest, dann hast Du auch kein Problem. Du kannst dann einfach den Karabiner wie Cross Hammock und die originale Anleitung beschreiben mittig einhängen.

    Bei dem 8mm toggle besteht einfach das Problem, dass er bricht wenn er mittig im 90° Winkel belastet wird. Sie haben daher empfohlen den toggle nur noch als „push pin“ zu verwenden um die Schlaufe einzufädeln. Anstelle des toggle soll dann ein Karabiner treten, der die Belastung ohne Probleme verkraftet. Leider haben sie nicht (und ich auch nicht) bedacht, dass an diesem Karabiner keine große Kraft wirken darf, da - wie beschrieben - bei dieser Reihung im Wesentlichen nur in einem Punkt Kraft aufgenommen wird.

    Kurzum für alle Modelle zusammengefasst: Nur die „small toggles“ sind betroffen, sie sollen durch einen Karabiner unterstützt werden, an welchem KEINE weitere Last angebracht wird. Man benötigt also zwei weitere Karabiner, die man WIE URSPRÜNGLICH und für die 12mm Modelle und Prototypen beschrieben mittig einhängt.

    Die Lösung aus der „safety notice“ den gleichen Karabiner für beide Zwecke zu verwenden ist - da spreche ich nur aus meiner persönlichen Sicht mit meinem Hintergrund als Ingenieur - nicht zu empfehlen.

    Mal wieder auf leise: In Kürze wird es vermutlich eine neue Email von den beiden zu dem Thema geben, was da drin stehen wird weiss ich nicht und es ist auch deren Sache.

    Meine Lösung wird zunächst sein, zwei weitere Karabiner nur zum Zweck der Sicherung der Schlaufe zu verwenden. Außerdem werde ich „Pfropfen“ anfertigen, welche ich in die Enden oben und unten einführe, fixiere und dann einen 8mm Kanal hineinbohre. Beim Material schwanke ich zwischen POM und in Leinölfirnis getauchtem Hartholz.

    Im Prinzip ist das keine große Sache, wenn man eine Fräse hat kann mam sogar die Kehle nachbilden anstelle den Zylinder nur abzuflachen.


    Aber zuerst brauche ich ein neues Endstück...

    Ehrlich gesagt hatte ich den Carbon Tree auch bevorzugt und daher hatten wir uns nur einen Tensa gekauft. Wenn ich sichergehen könnte, dass der CT 90kg plus gear verträgt, dann würde ich den kaufen.

    Ich bin mit dem Tensa bisher zufrieden gewesen, allerdings hätte ich ihn nicht gekauft, wenn ich ihn vorher in die Finger bekommen und betrachtet hätte.

    Bei dem Tensa4 2018 ist das nun vor allem eine Folge von Designfehlern: Zuerst der schwache toggle und dann die geänderten Vektoren der Kräfte.

    In der Serie wurde 2019 als Ersatz ein stärkerer toggle eingeführt, welcher 12mm Löcher benötigt. Dadurch wird zwar die Wahrscheinlichkeit reduziert, dass der toggle bricht, es wurde aber damit auch der nächste Fehler begangen: Wenn man nun den Querschnitt betrachtet, kann man sich vorstellen dass der Scherwinkel Rohr zu Schlaufe spitzer verläuft. Das Ergebnis ist, dass die Kante an der die Schlaufe im Loch anliegt schmaler ist. Wenn nun die Schlaufe nicht längs, sondern etwas quer belastet - ein in meinem Fall - trägt das Aluminium noch weniger.

    Die Achsen der Bohrungen des oberen und unteren Endes müssten im 90° Winkel zueinander stehen. Dann wären solche Verdrehungen automatisch vermieden und beide Lösungen (der Modelle 2018 und 2019) wären sehr sicher.

    Ich erwarte, dass diese Probleme nun noch viel öfter auftreten werden.

    Ich war gestern in Wiesbaden an den Biebricher Rheinwiesen und bin im Tensa4 abgehangen. Meine Frau war auch dabei, wir haben uns später an dieser Stelle zu einem Riesenpicknick mit Tanz getroffen.

    Leider endete der Häng jäh, wie man hier sehen kann.

    Seit einiger Zeit habe ich einen Tensa4, mit welchem ich auch recht zufrieden bin.

    Die Ausführung die ich nutze ist die von 2018 mit den „small toggles“, also den 8mm Löchern für die Verbinder. Zu diesen „small toggles“ kam vor kurzem eine Warnung von Todd&Cheryl, dass es im Prinzip einen Designfehler gibt und es wurde eine Möglichkeit aufgezeigt, wie man diese Ausführung trotzdem gefahrlos verwenden kann. Leider ist dies nicht der Fall!

    Warum das so ist möchte ich hier aufzeigen, da ich gestern fast das Pech hatte auf dem A... zulanden. Vorweg möchte ich aber noch klarstellen, dass ich Todd&Cheryl darüber informiert habe, dass Ihre Fehlervermeidungsmaßnahme aus meiner Sicht ein wichtiges Detail übersieht, was sofort fatal enden kann.

    Zunächst mal die Email mit der „Safety Warning“ von Todd&Cheryll:

    Wenn man wie in der neuen Anleitung angegeben in der Schlaufe außen den Karabiner einhängt, dann verhält sich die Verteilung der Kräfte deutlich anders und dafür ist das Material nicht in jedem Fall geeignet. Konkret kann es passieren, dass die Schlaufe nicht gerade in Richtung Last (Hängematte) zeigt, sondern dass sie sich grob gesagt wie ein „S“ windet. Wenn eine größere Kraft angelegt wird, dann möchte sich das „S“ in Richtung der Kraft, ausgehend vom Fixpunkt, strecken.

    Was dann passiert sieht man hier:

    Die Vorder- und Rückseite des Segments, nach dem sich das „S“ gestreckt hat.

    Das Amsteel reißt das Aluminium ein und schafft sich so einen Kanal der kleine Scherkräfte mit sich bringt, bzw. so weit, dass ein Gleichgewicht zwischen Zugfestigkeit der verwendeten Aluminiumlegierung und der angelegten Kraft herrscht.

    Es ist also wichtig dass man die Schlaufe in die Richtung der Hängematte zeigen lässt, oder den Karabiner, welcher die Schlaufe als Verstärkung für den toggle blockieren soll nicht belastet.

    In diesem Fall muss man die Hängematte anders befestigen.

    Sobald ich eine Antwort von Todd&Cheryll habe werde ich sie hier ebenfalls veröffentlichen.

    Wow, habt ihr auch das Griffstück selber gemacht? Ist der Bogen aus Esche?

    Die Bögen sind aus Bambus, wegen der Großzügigkeit von Bambus gegenüber Fehlern in der Handhabung.

    Die Griffstücke sind auch aus Bambus, das dunkle ist gedämpft, das helle Natur.

    Geleimt waren sie schon, ausgearbeitet haben wir sie selber, daher sind sie quasi wie ein Handabdruck für uns.

    Mit meiner Frau zusammen habe ich unsere ersten Langbögen selber gebaut. Seit Jahren wollte ich das mal autodidaktisch tun, nun hat sie mir (uns) zum letzten Weihnachtsfest einen Kurs geschenkt.

    Pause muss natürlich auch sein :)

    Das Ergebnis!

    Ich benutze übrigens diesmal für die Hängematte die Fishhooks zusammen mit den Beckett-Straps und bin sehr erfreut über den schnellen Aufbau.

    Bei den Fishhooks muss man nur sehr aufpassen dass man sie von oben einhakt, sonst fallen sie beim Verlassen der Hängematte ab.

    Hier noch ein Bild von beiden Bögen mit Pfeilen, welche wir auch selber gebaut haben.