Beiträge von Womble

    Womble wärst du so nett und würdest die Campingplätze, die du kennst und die hängemattentauglich sind wie z.B. Saint-Quirin bei den POI`s eintragen?

    saint quirin ist schon eingetragen. Die anderen beiden würde ich nur als bedingt hängemattentauglich bezeichnen - man muss schon etwas Glück haben, es sind nicht genügend Bäume im richtigen Abstand um ein Hängen zu garantieren.

    Hammock Fairy hat hier im Forum irgendwo ein Bild eingestellt, auf dem sie die Baumgurte schon sehr hoch wickeln musste. Ich meine, dass sie dafür den Wanderstock zum Hochschieben genutzt hat.

    Die Gabel beim Ast ist optional, man kann auch ohne - siehe https://youtu.be/57I_HLsEnbc ca. ab Minute 4

    Allerdings sagt Murphy's Gesetz, dass - wenn nicht genügend Bäume vorhanden sind um sowieso passende zu finden - meist auch nicht viele Äste in passender Länge, Stärke und Solidität herumliegen. Passende Äste absägen ist - glaube ich - ein No-Go.

    Womble Ich weiß nicht, wie lange servimg.com die Bilder vorhält, aber du tust mir keinen Gefallen, wenn du die Bilder extern legst - den Platz braucht es sowieso, nur muss der Server die Bilder dann gelegentlich selbst herunter laden... Sonst gibt's Ärger mit der DSGVO. Wenn servimg.com die Bilder löscht, sind sie hier aber trotzdem mit weg.

    Ich habe dort Bilder ab 2014 in meinem Account. Bisher wurde nichts gelöscht. Da ich Bilder ja auch teilweise auf anderen Plattformen zeige fand ich einen unabhängigen Server praktisch. Inzwischen habe ich aber auch ein NAS zuhause und könnte die Bilder dort speichern. Ich kann natürlich auch jeweils die Bilder noch einmal hier für den forumsinternen Gebrauch hochladen.

    Letzte Septemberwoche in Nordwesten Frankreichs

    Camping Malling (an der Grenze zu Luxemburg) : die einzigen Bäume in passender Nähe gefunden...

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    Im Wald bei Bouxières-aux-Chênes (nördlich von Nancy)

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    Im Wald bei Girefontaine (südlich von Nancy)

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    Auf dem Camping Bendorf an der Schweizer Grenze

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    Dazwischen gab es noch eine Nacht in Saint-Quirin (ich habe aber anscheinend keine neuen Bilder gemacht ;(, ich war aber an genau der selben Stelle wie im Vorjahr - daher das Bild als Ersatz :)

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    Dann noch eine letzte Nacht im Motorhotel La Mouche in Le Clerjus : leider waren die Bäume auf dem Campingfeld entweder zu jung oder zu weit auseinander. Da es den ganzen Tag (und dann auch die ganze Nacht) geregnet hat, habe ich davon abgesehen, mein Moped als 2. Aufhängungspunkt zu nehmen, und habe den Vorschlag des Betreibers, mich in seine Scheune zu hängen, gerne angenommen.

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    Mein Schlafkumpane in der Scheune - schnarcht mindestens so laut wie ich selbst :D

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    Randy Smith (der Gründer) antwortet in der Regel noch am Tag selbst und scheut auch nicht vor einem Beratungsdialog über mehrere Tage zurück, bis man wirklich alle Informationen hat. Auch Sonderwünsche, die die schon angebotene Vielfalt an Möglichkeiten noch übertrifft sind, sofern machbar, möglich : z.B. die Auswahl der Garnfarbe der Nähte (8)) und Tie-Outs.

    Ich hatte bei einer ersten Hängematte (Taffeta) nach einer Saison einen Schaden, wobei nicht klar war ob dieser selbst verschuldet oder auf einen Herstellungsfehler zurückging. Randy hat mir einerseits glaubhaft erklärt, wie so ein Schaden selbst verschuldet entstehen kann (durch Zug auf das Moskitonetz, wenn man z.B. darauf liegt, was ich aber quasi ausschliessen konnte). Die Nutzbarkeit der Hängematte war andererseits auch nicht reduziert, da der Riss nicht die Liegefläche sondern nur den Übergang zum Moskitonetz betraf - also eher ästhetisch. Trotzdem hat er von vornherein einen Ersatz zu seinen Kosten (inkl. Versand in die Schweiz !) vorgeschlagen.

    Ich kann Dreamhammocks wirklich empfehlen. Der Kundendienst war für mich bisher exemplarisch.

    Zu den Hot-Tents : Ist das nicht eher ein Problem, wenn du den Abend im warmen Zelt verbringst und dann in die kalte Nacht raus musst ? Dein Körper muss dann ja selbst erst einmal von "kühlen" auf "heizen" umstellen und das geht ja nicht mal eben in 5 Minuten. Ich hatte vor ein paar Jahren mal bei einer Feier in den Alpen draussen bei Minusgraden gehangen - da hatten wir vorher auch den Abend in einem leicht beheizten Viehstall verbracht - ich fand die Nacht schwieriger als die, die ich draussen z.B. nach einer Wanderung verbracht habe.

    Bei -13°C war mir mit langer Merinowollunterwäsche im 0F Underquilt und 0F Topquilt schon zu warm, ich musste lüften. M.M.n ist die Isolation von unten wichtiger und meine Erfahrung zu allen Jahreszeiten ist, dass ich als Topquilt nur die nächst niedrigere Wärmeleistung brauche. Also bei -10° mit dem -15° Underquilt brauche ich als Topquilt nur den -5°. Wenn ich den -5° Underquilt brauche, reicht oben der 5° Sommer-Topquilt noch.

    Für mich ist das Gesicht das grösste Problem. Ich brauche zum Schlafen frische Luft, also ist unter der Decke oder mit einer Sturmhaube schlafen schwierig. Anderseits ist die kalte Nase auch ein Hindernis zum Schlafen.

    übrigens bzgl. der Heringe - wenn es ein Wintersetup sein soll, dann denke doch daran, dass der Boden schon mal gefroren sein kann. Ich habe jetzt alle meine Heringe auf Titan umgerüstet - weil sie einfach solider sind. Das Gewicht ist da ein +.

    Ich habe da in erster Linie 6 Titannägel vom Typ her wie die Easton, wenn der Boden fest ist. Dazu habe ich auch immer 4 Sandheringe für losen Boden dabei und 4 Bishopheringe als Reserve. Wenn vorhanden kann natürlich auch ein Stein oder Ast zur Anbindung dienen.

    Bei meinen Tarps habe ich Leinenspanner samt Leinen fix dran, weil der Auf- und Abbau damit schnell und unkompliziert vonstatten geht.

    Meistens lernt man die beste Lösung erst im Ernstfall. Wenn man erstmal bei strömenden Regen, heftigen Wind - oder beides zusammen - mit klammen Fingern die dünnen Schnüre verknoten oder lösen muss, dann weiss man danach was für einen geht und was nicht.

    Seit ich mein Superfly-Tarp leider mit dem Tarpflyz von Dutch verkauft habe, spanne ich mein Tarp mit dem Fuhrmannsknoten. Das geht auch und meistens gut, aber manchmal verknotet sich die Schlaufe anstatt sich aufzulösen und dann muss ich erstmal wieder einen kleinen festen Knoten lösen. Ich vermisse mein Tarpflyz ...

    Gehen auch, wäre aber overkill, teuer und bringt nicht mehr. Die Zuglast, für die Dyneema gemacht wurde, willst du auf Tarpleinen nicht haben - sonst schiessen dir entweder die Heringe aufs Tarp oder die Tarpschlaufen reissen. Wenn es soweit kommt, sollte besser die Tarpschnur nachgeben.

    Nochmal ein kleine Update zu dem Tarp mit Pole-Mod.

    Bei stürmischen Wetter hat es sich ergeben, dass das Alugestänge sich von starken Wind in Richtung Türen drücken lässt. Das sieht dann cool aus, weil der Bogen dann direkt über dem Türbogen ist - quasi ein Hobbit-Eingang - ist aber weniger Effektiv, weil die Spannung ja um den RidgeRunner erwünscht ist. Man muss also eine Gummispannleine nicht nur in Richtung Tarpende ziehen (roter Pfeil auf dem Bild), damit sich das Gestänge aufstellt, sondern dann trotzdem auch noch eine Gummispannleine zwischen den beiden Gestängen ziehen (grüner Pfeil), damit diese nicht ans jeweilige Tarpende gedrückt werden können.

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    Das Abspannen der Türen wie hier auf dem Bild sollte ausserdem bei Regen besser unterlassen werden, da sich sonst eine Wanne zwischen Firstleine und dem Abspannseil bildet. Die Gummileine lässt zwar ab einen gewissen Gewicht nach, aber eine Wasserbeule bleibt trotzdem.

    Nur Gummiseil ? Das sieht man im Dunkeln aber schlecht. Ausserdem willst du zu Anfang ja gute Spannung haben, damit das Tarp stramm hängt und nicht im Wind flattert. Umso länger das Gummiband, umso eher die Wahrscheinlichkeit, dass Strämme verloren geht. Eine Gummischlaufe gibt doppelte Spannkraft über kurze Distanz - der Rest dann mit reflektierender Tarp/Zeltschnur.

    Ich hatte letzte Woche eine sehr böige Regennacht mit Spitzen von 60 km/h - witzigerweise auf dem selben Campingplatz, auf dem ich vor ca. einem Jahr auch schon eine stürmische nasse Nacht hatte. Die Tarpschnüre, ähnlich denen vom Paria-Tarp, zusammen mit ca. einer ca. 10cm langen Gummischlaufe, haben den Zug/Druck auf den Leinen sehr gut weg gesteckt.

    Da es beim RKI seit dem 25.9. keine Statusänderung zu meiner Heimatregion in Frankreich gegeben hat, wird meine Teilnahme am diesjährigen Treffen wohl in den Bach fallen. Die Vorfallrate (Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner über einen Zeitraum von 7 Tagen) ist in unserem Departement inzwischen auf 80 gestiegen, in der Region Auvergne-Rhone-Alpes, zu der wir gehören, und die vom RKI indiziert wurde, ist die Vorfallrate auf 118 gestiegen. Ab 50 gilt man als Risikogebiet, das der Wert bis zum Treffen also wieder darunter sinkt ist doch eher unwahrscheinlich.

    Ein freiwilliger Test - die einzige Alternative um trotzdem aus Risikogebieten einzureisen - halte ich bei der aktuellen Auslastung und zum reinen Vergnügen für unfair, ich muss das Gesundheitssystem für ein Spasswochenende nicht zusätzlich belasten.

    Ich wünsche Euch ein schönes Treffen, mit viel Freude und Spass und vor allem hoffentlich schönes Wetter ! Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.