Beiträge von Womble

    Was unter MYOGern mit dem Begriff Overfill gemeint ist, habe ich zugegebenermaßen nie verstanden. Lediglich aus Herstellersicht hat der Begriff einen Sinn: Ich lege nämlich fest, wieviel Daune ich normalerweise einfülle. Wenn jemand mehr Isolation wünscht, ist das dann der Overfill.

    Das ist so nicht richtig, bzw wurde mir von Hammockgear anders erklärt.

    Die Isolation, bzw das Kälte-Rating hängt von der Höhe der Kammern ab, also wieviel Luft zwischen der Innen- und Aussenfläche erwärmt werden kann.

    Das Overfill erhöht nicht den Isolationswert, sondern verhindert Bewegung der Daunen, also eventuelle Isolationslöcher weil die Daunen sich innerhalb der Kammern in eine Ecke verziehen.

    Ein 0° Daunenschlaftsack mit 100g Overfill ist trotzdem für 0°.

    Zitat von Hammockgear - Harry Carlson

    More than anything, overfill helps minimize down movement within the quilt and helps prolong the loft of the down over time. Overfill doesn't change the temperature rating of a quilt, since the loft of that quilt doesn't change, so a 30F Incubator with 3 ounces of overfill will really still only keep you warm down to 30F.

    Ich nutze Ziegenfelle als Isolationsschicht, wenn ich im Mittelalterzelt auf dem Feldbett schlafe. An die Hängematte habe ich noch nie gedacht, vermutlich weil ich mindestens 2 davon bräuchte und die dann schon mehr wiegen als eine leichte Isomatte bei gleichem Platzbedarf. Sie lassen sich auch nicht so leicht verstauen.

    Das Thema wurde ja schon vor fast 10 Jahren im US-Hammockforum ausgiebig diskutiert und kommt auch da immer wieder hoch.

    https://www.hammockforums.net/forum/showthre…9-UCR-Variation

    https://www.hammockforums.net/forum/showthre…ll=1#post470257

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    Je nach Art kommt man schon an einen Winkel, der zumindest dem einer Bridge-Hängematte ähnelt

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    Ich hatte mich damals auch daran versucht, wobei meine "Lösung" eine super lange doppelte Whoopie-Schlinge war.

    Es ging mir in erster Linie darum, eine kurze Distanz zwischen Bäumen zu ermöglichen, die minimal der Länge des Tarps entspricht.

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    Ich habe auch ein paar Nächte so verbracht. Man sieht an den Bäumen, es waren keine 100-jährige Eichen nötig und sie leben immer noch.

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    Die Riesendoppelwhoopie liegt bei mir noch im Keller. Ich fands nicht so praktisch, als dass ich die Idee weiter verfolgt hätte.

    Mehr Platz unter dem Tarp ist natürlich toll. Aber wäre eine Alternative zu Stangen nicht auch einfach ein größeres Tarp? Wenn man schon bereit ist mehr Gewicht mit zu nehmen. Mit so einem 4x4 Tarp hat man ja im Prinzip eine halbe Wohnung und dürfte vom Gewicht her gleichauf mit kleinem Tarp+Stangen sein.

    Das Ziel ist ein flacheres Dach, das sehr schöne Möglichkeiten bietet

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    Das verrutschen der Stangen bei der üblichen Innen-Stangen Methode versuche ich durch eine weitere Gummischnur mittig entlang der Tarpschnur zu verhindern. Also quasi so : <-----)<------>(----->

    Mein Tarpseil läuft unter dem Tarp, und da könnte ich die Stangen auch mit Prusikschlingen fixieren. Man muss dann eben erst das Tarp zwischen den Bäumen justieren, und dann die Stangen durch jeweils Prussikschlingen fixieren.

    Naja, Aas würde ich jetzt als *leicht* übertrieben halten, aber dass die Füsse nicht mehr ganz frisch sind nach einem ganzen Tag in Wanderschuhen oder Mopedstiefeln, das dürfte nicht nur mir passieren.

    Vielleicht wollte sich der Fuchs als Schäferhund verkleiden...

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    Ich habe immer ein Stück billige, aber leichte Isomatte im Rucksack. Dient als Rückenpolster im Sack und als Sitzgelegenheit für kalte u/o nasse Plätze. Die könnte ich auch als Fussmatte einsetzen, habe aber bisher noch nie das Bedürfnis gehabt. Wenn die Hängematte erst einmal hängt, und es trocken ist, dann setzte ich mich rein, zieh die Stiefel aus und Adiletten an. Wenn es sehr nass/dreckig ist, bleiben die Stiefel am Fuss bis zum Schlafen.

    Vor 2 Jahren hat mir mal ein Fuchs eine der Adiletten geklaut und daran herumgekaut. Am nächten Morgen fand ich die 20 Meter von der Matte :)

    Ich hätte keine besonderen Ansprüche an ein Tagestourenset, bzw. es wären die gleichen Ansprüche wie für eine Mehrtagestour. Wenn ich mich in die Hängematte lege, dann möchte ich es warm & trocken haben, je nach Jahreszeit.

    Wenn ich es tragen muss, kommt die Dreamhammock mit, auf dem Moped die RidgeRunner. Im Sommer bin ich mit den Big-3 (also ohne Rucksack, aber mit TQ und UQ) mit Dreamhammock (880g), Paria-Hex Tarp (420g), Quilts (900g) und Gurte und Heringe (200g) bei 2,4kg, im Frühling/Herbst bei 3kg, Winter 3,6kg (mit Wintertarp).


    Ohne Quilts liege ich bei 1,5kg, also ähnlich wie Du. Ich könnte noch ca. 600g loswerden, vor allem bei der Hängematte wären 450g Gewichtsersparnis möglich, aber nur wenn ich Mal wieder in die USA komme.

    Ich kann TreeGirl im Prinzip zustimmen. Bei 40F Quilts gibt es bei der vollen Länge "Löcher", also die Daune verteilt sich nicht immer gleichmässig. Das ist bei meinem Topquilt mit Boxstruktur und dünnen, beigen 10D Material sehr gut sichtbar. Bei meinem 3/4 Underquilt bemerke ich das weniger, vermutlich wegen der Rohrstruktur.

    Allerdings empfinde ich den 3/4 Sommerquilt in den Monaten Juni bis August als sehr angenehm und bisher nie als zu kalt, man schwitzt ja schon tagsüber genug. Ich bin aber ein Warmschläfer und komme im Sommer auch mit einem Schlafsack-Liner aus. Ab September nehme ich dann wieder vorsichtshalber 20F für oben und unten - lüften kann man immer.

    Natürlich hält das dich... Ich bin dennoch nicht ganz einverstanden. Ich denke, Samson Rope hat seine Seile umfassend getestet und die angegebeben Maße stellen sicher, dass nach Möglichkeit 100% der Bruchlast erhalten bleiben. Fünfmal mehr als nötig werden die angegebenen Spleisslängen nicht sein. Ich kann mich sogar erinnern, dass Biker61 schon Dyneema unterhalb der von Samson Rope angegebenen Spleisslängen durchgerutscht ist, er es also nicht bis zur Bruchlast belasten konnte, weil es wohl rutschiger war als AmSteel.

    Ich bin mir sicher, dass dein Mini-Hundeknochen hält, aber auch, dass du damit keinen Sicherheitsfaktor von fünf (oder ähnlich) mehr hast, die Bruchlast des AmSteel deutlich herabgesetzt ist.

    Ich meinte mal gelesen zu haben, dass kürzere Spleisslängen vernäht werden können. Zusammen mit dem Locked-Brummel wäre so doch ein Rutschen quasi ausgeschlossen, oder ?

    Ripozon bei 1cm Dicke = 390g - solche Schaummatten sind preislich unschlagbar, wer mit dem Komfortlevel und Packmass leben kann. Ich habe immer ein ca 50x30cm Stück im Rucksack beim Wandern, einerseits als Rückenpolster im Sack oder eben zum drauf sitzen.

    Ich bin jetzt auch nicht so der Winterdraussenschläfer - ich habe es ein paar mal gemacht, würde aber nicht von einer grossen Erfahrung sprechen. Ich war aber bisher der Meinung, dass Frost (also Temperaturen deutlich unter Null, wie wuppitom beschreibt) doch eher trockene Luft mit sich bringt. Probleme mit Daunen bei Feuchtigkeit sind für mich eher ein Thema bei Plusgraden und viel Regen, bzw nasser Boden, nicht gefrorener Boden.

    Wenn es um die Liegerichtung geht, frage ich mich, ob man dabei wirklich die diagonale Richtung meint, oder sogar einen Wechsel vom Kopfende zum Fussende, oder nur Rücken-, Seiten- oder Bauchlage. Kopf- und Fussende tauschen käme, abgesehen von der Akrobatik, sowieso nicht in Frage, weil dann der Kopf ja höher läge als die Füsse. Ich bin jemand, der vor dem Einschlafen noch viel Bewegung braucht. Die Beine werden angezogen, ausgestreckt, der Körper rechts-Rücken-links und zurück. Daher auch meine Vorliebe zur Ridgerunner. Allerdings komme ich nicht auf die Idee, die Diagonale in der Hängematte zu ändern - obwohl ich das auch bei meiner symmetrischen Matte von Dreamhammocks durchaus könnte. Der Aufwand würde mich wieder komplett aufwecken, das Einschlafritual (ähnlich dem Aufschlag von Nadal) müsste von vorne beginnen.

    Waldläufer70 : ich habe 2 Incubator mit denen ich sehr zufrieden bin. Trotzdem liebäugle ich mit den Wookies für die Dreamhammock -schade, dass ich es nicht nach Mengerschied geschafft habe, um die mal auszuprobieren. Sicherlich eine sehr gute Lösung, wenn man immer in der gleichen Diagonale und immer im Gathered-End Hängematten schläft.

    Andererseits würde ich auch gerne mal einen EnlightenedEquipment Revolt ausprobieren - ich wäre an der Apex-Version interessiert. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Daunen-Topquilts von EE. Der Revolt ist rechteckig, also verjüngt sich nicht zum Fussende und ich meine auch, dass Kopf- und Fussende nicht festgelegt sind - alles hängt von der Einstellung der Gummischnüre ab. Die Daunen werden nicht in rohrförmigen Sektionen sondern in quadratischen aufgeteilt. Somit erscheint mir der Revolt als die flexibelste Lösung.