Beiträge von Womble

    Änderungen Hängematte :

    Ich nutze schon relativ lange Daisychain Bänder. Bisher Dutch-Clips am Baum und Karabiner an der Hängematte. Neu bin ich bei Dutch auf die „Mantis“ Clips extra für Daisychain gestossen. Klar – ausprobieren :

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    Der Mantis mit Endlosschlaufe ersetzt jetzt auf jeder Seite den Schnallenverschluss. Bisheriges Fazit nach mehrmaligen Probeaufhängen : vor allem beim Abnehmen der Hängematte ist es etwas fummelig, den steifen Gurt aus dem Clip zu bekommen.

    Dann habe ich dem RidgeRunner eine nicht-strukturelle Ridgeline gegönnt. Zum einen vermisste ich die Möglichkeit Kleinigkeiten über mir in einem Organiser unterzubringen. Andererseits empfinde ich das Mückennetz als zu tief. Eine Ridgeline löst auch das Hauptproblem von Brückenmatten mit tradtionellen Underquilts (dazu mehr weiter unten).

    Auf der Kopfseite habe ich auf Höhe des Dreiecksapex eine Schnur mit Ankerstich befestigt. Bei einer Brückenmatte verliert die Ridgeline bei Belastung der Hängematte an Spannung. Da die Ridgeline selbst ja kein Lastenträger sein soll (meistens nur Handy und Stirnlampe, eventuell Taschentücher) habe ich das Problem mit einer Elastikschnurschlaufe auf der Fussseite gelöst. Daran befestige ich die Schnur z.Zt mit einem Fuhrmannsknoten. Mal sehen, ob ich daraus eine feste Lösung mache.

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    Dann habe ich mich mit dem Underquilt beschäftigt. Ich habe schon 3 davon – daher war für mich ein weiter Kauf eines spezifischen UQ für den RidgeRunner ausgeschlossen. Ich habe 2 lange Incubator und ein Phoenix für den Sommer. Der Phoenix macht soweit keine Probleme. Da der Brückenmatten die Beule / Rundung nach unten aber nicht so ausgeprägt ist, kommt es bei HG Incubator UQ noch eher vor, dass diese nicht gut an der Hängematte anliegen. Ich habe das Problem mit 2 Änderungen gelöst :

    Ich habe an jeder Ecke des Ridgerunner, da wo die Halterungen für die Querstreben sind, einen leichten Alukarabiner angebracht.

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    Daran befestigte ich dann die dicke Elastikschnur des Incubators, welche um den ganzen UQ herumführt.

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    Der Incubator hat auf jeder Seite 3 Plastikösen, auf Schulter-, Becken-, und Kniehöhe. Da der Incubator auf Schulterhöhe breiter ist als im Beinbereich, habe an der Öse auf Schulterhöhe eine Elastikschnur befestigt, welche auf der anderen Seite einen Plastikhaken hat.

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    Mit der Schnur gehe ich über die Ridgeline und befestige den Haken auf der gegenüberliegenden Seite. Dadurch schmiegt sich der Incubator nun gut an die Hängematten an. Im Fussbereich empfinde ich bisher keinen Bedarf für eine weitere Aufhängung.

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    Ich war schon seit längerem nicht mehr auf dem Forum – erst war Winter, dann viel zu tun und wenig Gelegenheit sich mit Campen und Hängematten zu beschäftigen.

    Meine letzte Aktion war ja der Kauf hier über das Forum einer RidgeRunner Brückenhängematte. Ich habe damit mehrmals übernachtet und bin zufrieden, nur mein Superfly Tarp empfand ich nun für dieses Setup als zu kurz.

    Bei meiner vorletzten USA Reise habe ich leider die Termine verpasst, rechtzeitig etwas zu bestellen. Diesmal Anfang September hat es geklappt, aber auch nur, weil einige US Hersteller im September anscheinend Flaute haben.

    Ich habe mich für ein Winterdream von UGQ Outdoors entschieden – quasi der letzte bekannte Hersteller, von dem ich noch nichts hatte. Das Winterdream anstatt eines 4m Superfly aus 3 Gründen :

    -      mir gefällt die Lösung mit den spannenden Zeltstangen innen besser als die Warbonnet-Lösung über Aufhängung aussen

    -      mir gefallen die Druckköpfe als Türverschluss

    -      für Warbonnet war ich zeitlich schon wieder zu spät, sie wollten keine Garantie abgeben, dass das Tarp rechtzeitig verschickt wird.

    Hierzu ein Riesenkompliment an UGQ Outdoors – das Tarp wurde innert einer Woche hergestellt und verschickt.

    Dazu noch etwas Dutch-Bling, aber das geht ja erfahrungsgemäß immer zügig weg. Bei Dutch waren die Versandkosten nach Europa sogar günstiger als in die USA (shrug).

    Zurück zu Hause fing dann die Bastelei an – auch Lösungen, die ich seit Jahren erfolgreich anwende, wurden nochmal überdacht. Und die Ergebnisse möchte ich im folgenden Beitrag dokumentieren, es kann ja den einen oder anderen zum Nachahmen oder auch zur Kritik anregen. Alle Ideen stammen aus verschiedenen Beiträgen aus Hammockforums.net, ich habe meines Wissens kein Rad neu erfunden – es nur eine Zusammenfassung von dem, was ich für mich als gut eingestuft habe.

    Ich habe ein leichteres Setup (nicht ultraleicht) für das Wandern in den Bergen und ein weniger leichtes für meine Motorradreisen. Was folgt beschreibt das Moped-Set, weil der RidgeRunner wegen der Stangen fürs Wandern zu schwer ist. Das Winterdream Tarp ist nur 80g schwerer als das Superfly.

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    Es gibt eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten für Softshackles oder diesen Evo-Loops. Z.B. um zwei Loops mit einander zu Verbinden. Ich benutze ja die Daisy-Chain Methode und da sind Karabiner oder auch Softshackles die gängige Methode.

    Was ich nicht verstehe : warum muss man eine vorhandene Schlaufe bei einem Baumgurt um eine weitere Schlaufe erweitern (egal ob es nun ein Karabiner oder Softshackle ist). Damit erweitert man doch nur die Aufhängung um ein Teil, dass - auch wenn es solide ist - eventuell reissen, brechen oder rutschen könnte. Zudem wird die vorhandene Schlaufe ja nicht entlastet. Eher das Gegenteil ist der Fall : umso weiter die Baumgurtschlaufe vom eigentlichen Sollpunkt (3 Uhr, bzw 9 Uhr der Stammschnittfläche) entfernt ist, umso höher die Belastung - oder liege ich da falsch ?

    Den Baumgurt durch die vorhandene Schlaufe ziehen, so dass der Gurt bei 3 Uhr möglichst gerade zur Hängematte weiterführt : ist das wirklich zu kompliziert ? Ich benutzte Anfangs die Dutch Clips, aber ich kam zu dem Schluss, dass - selbst wenn sie richtig am Gurt anliegen - die Kanten doch am Gurt reiben.

    In diesem Beispiel ist es für mich wie Wasser vom Hahn in eine Flasche füllen um danach aus der Flasche ins Glass zu giessen...just my Fünfräppler

    Die Grössenangaben von DD sind absolut irreführend. Mit 195cm bei einer 270cm Hängematte musst du die Füsse auf beiden Seiten aus der Matte baumeln lassen. Wie schon geschrieben, bei deiner Grösse mindestens 11 Zoll / 330cm.

    Moin, also ich komme bei meiner Grösse von 193cm mit 11 Fuss (= ca. 335cm) bestens klar. Davon gibt es auf dem Markt auch einige Modelle, nur vermutlich nicht in der günstigen China-Klasse.
    Anstatt nur auf die Länge sollte man auch immer auf die Breite achten, schliesslich willst du ja diagonal hängen. Die Traveller XL gilt als 11 Fuss, mit 61 Zoll breite denke ich, dass du darin gut liegen wirst. Ich kenne die Amazonas Hängematten nicht, kann dazu also kein eigenes Urteil geben - nur, dass sie von der Länge her eigentlich auch passen sollten.

    Das sind teilweise komplexe Konstruktionen. Wohnt ihr in einer Eigentumswohnung/-haus ?

    Lasst ihr die Hängematte eigentlich den ganzen Tag über hängen, oder hängt ihr sie jeden Abend neu auf ? Wenn es nur darum geht, in der Hängematte anstatt in einem Bett zu schlafen, dann sehe ich eigentlich keinen Grund, warum eine Hängematte nicht auch ihren festen Platz haben darf wie ein Bett. Und da finde ich ein Gestell wie z.B. von LaSiesta weniger invasiv. Im Garagenwerkstattkeller habe ich einen Stützwandbogen aus bewehrtem Beton. Die Pfeiler sind 3.2 m aus einander und da habe ich auf jeder Seite einen Anker angebracht.
    Aus sozial-ehelichen Gründen darf ich aber nur im Keller schlafen, wenn es a) über 30 Grad heiss wird oder b) ich es aus dem Carnotzet alleine nicht mehr die Treffe hinauf schaffe :drinks:

    Shug Emery sagt in seinem YouTube-Video zu Isomatten / Underquilt, dass er über ein Jahr mit Isomatte geschlafen hat, bevor er sich den ersten Underquilt angeschafft hat. Viele Neulinge haben ja immer noch Angst, unterwegs nicht die richtigen Bäume zu finden und eventuell doch auf dem Boden zu enden. Da ist die Isomatte auch für die innere Ruhe sinnvoll.

    Später gewöhnt man sich dann an, da anzuhalten, wo die Bäume richtig stehen, anstatt Bäume zu suchen wo man angehalten hat. Dann liegt man auch jeden Abend in der Matte :tongue:

    Als Neuanfänger würde ich mit der Isomatte u. Schlafsack anfangen. Und zwar weil ich nicht sicher wäre, ob die Hängematte wirklich für mich gut ist. Das ist ja das gute an der Hängematte, man kann am Anfang gut auf eventuell vorhandenes Campingmaterial zurückgreifen.

    Die, die im Hammockforum schreiben, dass sie gleich von Anfang an mit dem Underquilt hätten anfangen sollen, sind ja inzwischen überzeugte Hängemattenschläfer. Es gibt aber sicherlich auch einige, die frustriert wieder auf den Boden zurückkehren. Die ärgern sich dann doppelt, wenn sie schon gleich viel Geld investiert haben. Nur sind die ja nicht mehr im Hammockforum um dort so zu antworten.

    Mir wäre das fast passiert, weil meine ersten Matten zu kurz waren und ich einfach nicht gut in die Diagonale kam. Mich haben am Ende die schon geleisteten Anschaffungen davon abgehalten, aufzugeben. Stattdessen habe ich nochmal etwas Geld in eine längere Matte gesteckt und schlafe jetzt gut. Hätte ich damals nicht schon einen Underquilt gehabt, wäre ich wohl wieder im Zelt.

    Daher mein Rat : erst einmal eine gute Hängematte finden und diese mit einer zu 3/4 aufgeblasenen Isomatte ausprobieren.

    Zum Schlafsack : mich stört bei einem normalen Sack der Kopfteil, denn ich schlief schon im Zelt mit einem 3/4 offenen Schlafsack, also eher als Daunendecke als Sack. Meinen EnlightenedEquipment Topquilt kann ich komplett öffnen und als Decke benutzen. Er hat unten einen kurzen Reissverschluss und Gummischnüre, mit dem man eine Fussbox bilden kann. Im Sommer lasse ich da ein Loch um im Fussbereich zu lüften. Die Fussbox ist in der Hängematte sinnvoll um den Quilt da halten, wo er sein soll.

    Ich bin ja nur ein Zentimeter kleiner als du, und meine Erfahrung für uns grosse Menschen ist, dass alles unter 3 Meter länge Quark ist, es sei denn die Matte wäre ultrabreit, so wie die im Video.

    Meine bequemste Hängematte ist auf dem Papier 335 Meter lang und 183 cm breit. Das ist aber wie ein KingSize Bett. Meine nächstkleinere Matte ist 3,35 Meter lang und 168 cm breit. Die 15 cm weniger in der Breite bemerkt man schon, es drückt etwas mehr an den Schultern, sind aber m.M.n. nicht kritisch.

    Eine Möglichkeit könnte die ENO DoubleNest sein, die ja theoretisch für 2 Personen gedacht ist, und mit 187 cm eine ordentliche Breite bietet um eventuell die fehlende Länge zu kompensieren.
    Ich selbst habe allerdings die DoubleNest nicht ausprobiert. Preislich im Rahmen der Amazonas, wenn dir selbstnähen wie mir nicht so liegt.

    Die Amazonas Adventure wäre für mich unterwegs eher minimal-komfortabel. Ich habe eine 3 Meter Matte, nutze die aber bisher nur auf kurzen Wanderungen mit max. 1 Nacht. Ich schliesse nicht aus, dass ich darin auch mehrere Nächte schlafen könnte. Bei den Amazonas sehe ich auf den Bildern die Nähte, die mich stutzen lassen. Ich könnte mir vorstellen, dass man die beim Querliegen spürt ?

    Ich denke, der Fall der nahen Bäume ist in der Tat selten. Ich stelle mir aber auch die Frage, ob das Ausnutzen des Baumstamms eventuell die Stabilität der Brückenmatten erhöhen könnte, die ja eher als schaukeliger gelten.

    Bei Daisy-Chain Gurten sind ja schon Schlaufen die eine variable Länge ermöglichen. Man könnte den Gurt anderthalb mal um den Baum binden. Dann eventuell mit Whoopies zu den Spreizstäben. Wer ganz ohne Hardware auskommen möchte nutzt Softshakles.

    Komisch, auf einmal bin ich ganz ungeduldig, meinen RR in der Hand zu haben :D. Wenn er rechtzeitig zum Wochenende da ist, wird getestet.

    Die Baumgurte sind so ziemlich das, was man am leichtesten vergisst, wenn man die nicht direkt einpackt. Da helfen höchstens orange-farbende Gurte. +1 zur Routine. Das Tarp nehme ich immer zuletzt ab, egal ob es regnet oder nicht. Da ist dann normalerweise schon alles andere, auch die Gurte im Sack.

    Willkommen!
    Hast Du schon geschaut, wie Du mit dem Moped zum Sommertreffen kommst?

    Ich wäre sehr gerne zum Sommertreffen gekommen und hatte TreeGirl auch schon drauf angeschrieben. Nur leider haben wir dieses Jahr zu Pfingsten schon eine grössere Veranstaltung geplant. Ist halt so ein Problem mit den langen Wochenenden...Also muss ich noch bis zum nächsten Treffen aushalten.

    - DD - Travel-bivi. (zu kurz, zu schwer - wäre wirklich nur für den Fall, dass man mal auch auf den Boden muss)
    - White-Mountain (Unikat, gewonnen 2012 beim St Patricks Day Gewinnspiel und tatsächlich ohne Extrakosten von den USA in die Schweiz geschickt, mit Matterhornbild und Schweizer Fahne bedruckt), meine Garten- und Lightweight Matte, 10 Fuss lang und ohne Extras
    - Eureka Chrysalis Bridge-Hammock mit Socke, mein einziger Bridge, der aber auch leider etwas zu kurz ist. Dazu kommt, dass das Ding original so schwer wie ein 4 Personenzelt der 90er Jahre ist.
    - Dreamhammock Dangerbird SL Taffeta 11 Fuss lang - trotz leichtem Schaden immer noch der bequemste Hammock !
    - Dreamhammock Thunderbird DL Camo Ripstop 11 Fuss lang

    Ach ja, und dann hab ich noch den Handy Hammock Stand, da war auch eine Hängematte dabei, die aber auch zu kurz ist.

    Bei zu kurz muss ich erwähnen, dass ich 193 cm gross bin.

    Ein paar Tips für die "Wildcamper" :

    Such dir einen ruhigen Ort, bau auf bei Sonnenuntergang, bau ab bei Sonnenaufgang - wenn doch noch jemand kommt ein freundliches Wort über die Gegend - in quasi allen Ländern Europas ausprobiert und noch nie verjagt worden (nicht einmal von der slowenischen Grenzpatrouille).

    Wenn es regnet, spann das Tarp so, dass du Regenwasser im Behälter sammeln kannst. So verbrauchst Du kein (Trink)-Wasser für Abwasch oder Hygiene.

    Mit einem Waschlappen kann man mit sehr wenig Wasser seine Körperhygiene erhalten.

    Willst Du abends ein kühles Bier, kauf dir am Nachmittag tiefgefrorene Nahrung und pack die Bierdose dazu.

    Noch etwas Hängematten-Spezifisches : häng den Rucksack mit einem Karabiner ans Kopfende der Hängematte, so bleibt er unter dem Tarp und über dem Boden. Die Schuhe können zusammengebunden am Fussende hängen.

    Hallo,
    ich bin fröhlicher Camper, bald ein halbes Jahrhundert alt, wohnhaft in Frankreich im Genfer-See-Gebiet.
    Mit Hängematten beschäftige ich mich seit 6 Jahren, als Alternative zum Zelten, und bin unter gleichem Namen auch auf Hammockforums.net bekannt.
    Von diesem deutschsprachigen Forum erfuhr ich von Hutzelbein/TreeGirl bei den Amis.

    Ich campe bei Bergtouren zu Fuss (leider zu selten) als auch bei Motorradtouren häufiger.

    Nach einem sehr verregneten Urlaub in Schottland suchte ich nach Möglichkeiten, über dem Wasser anstatt auf dem Wasser zu schlafen. Dabei bin ich auf die Camping-Hängematten gestossen. Wie so viele, bin ich erstmal günstig über die DD-Hammocks eingestiegen, die mich zwar vom Campen mit Hängematten überzeugen konnten, aber nicht meiner Grösse entsprechen. Inwzwischen liegen bei mir 5 Hängematten, 3 Tarps und jede Menge Accessoires dazu.

    Mein aktuelles liebstes Setup (für Mopedtouren) besteht aus einem Dreamhammock Dangerbird aus Tafeta und Warbonnet Superfly.

    Gruss vom Womble.