Beiträge von Furbrain

    Ich habe letzte Nacht auf dem Campingplatz "Alte Scheune" in Ferch am Schwielowsee verbracht. Der Platz liegt zwar nicht direkt am Wasser, sondern am Waldrand, aber das Areal für Zelter und Hängematten ist echt groß und von den Dauercampern und Caravans ein wenig abseits gelegen. Hier ein Foto von der Homepage des Campingplatzes:

    campingplatz-ferch_04.jpg

    Man sieht: Es gibt Bäume galore :w00t: Sollte es mal zu einem Regionaltreffen des Hängemattenforums Nord-Ost kommen, wo gut gepflegte sanitäre Anlagen und eine legale Grilloption gewünscht sind - dieser Platz könnte es sein. Er liegt direkt an der Radnetz Deutschlandroute 3 und vom Potsdamer Hauptbahnhof fährt stündlich ein Bus bis nach Ferch (immer noch C-Bereich des Berliner ÖPNV-Tickets). Die Haltestelle ist ca. 50 m vom Campingplatz entfernt. Nice!

    Heute abend habe ich noch einige Sachen ausprobiert, die ihr mir empfohlen habt:

    - Die Nadelposition ist korrekt mittig eingestellt. Die Positionierung auf links oder rechts hat erstmal keine Verbesserung gebracht.
    - Ich habe die Nadel doch noch mal auf eine 80er Microtex ausgetauscht.
    - ich habe die Unterfadenfadenspannung ein wenig reduziert und die Oberfadenspannung leicht erhöht.

    Das alles hat schon ein wesentlich ruhigeres Nahtbild auf der Unterseite erzeugt, mit dem ich schon fast zufrieden bin :good: - wenn es auch noch nicht so gleichmäßig ist wie auf der Oberseite.

    Dennoch werde ich jetzt noch die Garnlieferungen (Mara 120 und Tera 80) abwarten, die ich losgetreten habe, und damit noch weitere Tests machen, bevor ich mich an die Hängematte mache. Vielleicht kriege ich es noch besser hin ... :spiteful:

    Auf jeden Fall erst einmal tausend Dank für eure Tipps. Ich werde meine Ergebnisse in diesem Faden posten, wenn ich die anderen Garne ausprobiert habe.

    Ich habe den Warbonnet Whip meiner Hängematte aus 1.6 HyperD XL noch einmal nachgemessen. Der Knoten wird gehalten von einer Umwicklung "entseeltem" 550er Paracord (auf der Unterseite mit einem Unterknoten verkreuzt) und dahinter kommt ein Ankerstich/Larks Head Knot aus 7/64er Amsteel für die Aufhängung.

    Die ganze Knoteninstallation ist fertig gewhippt 35 mm lang, d.h. zusammengerechnet 7 cm für beide Seiten. Die Innenseite des einzelnen Whips ist ca. 25 mm bis zum Paracordknoten, so dass in meiner Rechnung etwa 6 cm Material jeweils pro Mattenende zur Liegefläche dazugerechnet werden muss. Bei einer Liegefläche von 335 cm Liegefläche wären das dann 347 cm Rohlänge nach(!) dem Säumen.

    Ich hoffe, das hilft weiter. Viel Erfolg!

    Danke für eure bisherigen Rückmeldungen! Ich muss an diesem Wochenende leider arbeiten, daher hatte ich erst jetzt Zeit die Fotos nachzutragen.

    Auf Rat von @Bernd Odenwald habe ich erst einmal den Stichabstand auf 2.5 mm reduziert. Bei den letzten Matten habe ich 3,5 - 4 mm benutzt, das war aber mit meiner anderen Nähmaschine von Privileg. Das Nahtbild bei der Pfaff 1221 hat sich durch die Verkürzung des Stichabstandes schon mal verbessert, die Kräuselungen haben sich etwas reduziert.

    Dennoch ist die Unterseite immer noch ungleichmäßig, wenn ich das 1.2 Robic dreifach lege und eine Testnaht nähe. Hier zum Vergleich die Oberseite:

    ... und hier die Unterseite:

    Cross Hammock Da die Nadel locker über das Garn gleitet, wenn man sie ausbaut, einfädelt und dann mit dem Garn hin- und herschwenkt, denke ich, dass die Nadel nicht das Problem ist und das Garn genug Spiel im Nadelöhr hat. Die 80er Garnspule selbst habe ich über ebay von einer kleinen türkischen Nähstube gekauft.

    Ich habe jetzt noch einmal über amazon eine Rolle Mara 120 bestellt, die kommt im Laufe der nächsten Woche per Post an. Dann werde ich das Nahtbild noch einmal prüfen, bevor ich weitermache mit meiner neuen HM. Geduld ist eine Tugend ...

    Die gleiche Frage habe ich mir heute auch gestellt. Ich habe auch gerade am Zuschnitt für meine neue 1.2 Robic XL gesessen. Hier meine Berechnungen für eine GE mit 1,9-facher Liegelänge (bei 178 cm Körpergröße):

    354 cm Rohlänge, davon

    338 cm Liegefläche
    3 cm Kopfsaum
    3 cm Fußsaum
    5 cm Kopfkanal
    5 cm Fußkanal

    Die Breite für die Channels habe ich von Derek Hansen übernommen ("2 inches"), die Säume sind aber mein Standard. Derek macht die nur 0,25 inches (ca. 0,64 cm) breit.

    Habe also etwa die gleichen Maße wie du dazu addiert.

    Heute habe ich angefangen, mein neues 1.2 Robic XL für meine nächste GE zurecht zu schneiden und dann an meiner Pfaff 1221 80er Güttermann Polyesterfaden aufgespuhlt. Als ich mit dem Robic ein paar Teststiche mit meiner 70er Microtex-Nadel gemacht habe, war ich mit dem Nahtbild gar nicht zufrieden:nea:Der Oberfaden war okay, aber auf der Unterseite war das Garn zwar korrekt vernäht, jedoch auf der Strecke zwischen(!) den Nahtpunkten eher "luftig", sprich immer ein wenig zu lang. Somit hatte ich unten ein sehr unruhiges Nahtbild.

    Experimente mit Ober- und Unterfadenspannung haben zwar igendwann zu den obligatorischen kleinen Schlaufen an den Durchstichlöchern geführt, mein Problem der unregelmäßigen Unterseite aber nicht gelöst.

    Wenn ich das 1.2 Robic dreifach genommen habe, war das Nahtbild immer noch nicht gut, aber besser. Dickere Stoffe, wie Leinen oder Baumwolle waren im Nahtbild auf der Unterseite auch besser.

    Frage 1: Kann es sein, dass manche Stoffe zu dünn sind für die Fadenführung von Haushaltsmaschinen?

    Frage2: Abgesehen davon, dass die Naht scheiße aussieht - stellt das ein Problem für die Stabilität/Reißfestigkeit der Naht dar, wenn Ober- und Unterfaden nicht sauber und straff in das Textil eingebracht werden?

    Ich habe die Maschine gerade vor ein paar Tagen von der Inspektion abgeholt und die Testmuster auf Jeansstoff waren alle tadellos bei der Überprüfung durchgegangen :confused:

    Jeff Myers kommt mit so vielen guten und dabei einfachen Amsteel-Ideen um die Ecke, dass es schon in Richtung Hacking geht ;) Kommt er eigentlich immer selber auf all die Ideen??! Auf jeden Fall finde ich diese Sachen immer als erstes auf seinem YouTube-Channel erklärt ... Danke, Jeff!

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    Im Sommer benutze ich immer einen High Peak Mumienschlafsack mit Kunstfaserfüllung (Komfortzone bis +15 °C), den ich vor ein paar Jahren für'n Zehner im Supermarkt gekauft habe. Den öffne ich bis nach unten, so dass nur noch eine Footbox übrigbleibt und lege ihn mir dann wie eine Decke über den Körper. Also Topquilt für Arme sozusagen. Wieso fragst du?

    Wie gesagt, ich habe den Slacker Snuggler mit meinen 330+ cm langen Hängematten benutzt und es hat mit der Einschränkung der sich verjüngenden Enden bei Diagonallage funktioniert. Für Kinder könnte es noch besser klappen. Der Underquilt selbst ist knapp über 200 cm lang, so dass Kinder da auch mehr Raum haben, um gut isoliert schräg zu liegen. Vom Preis her kommt er Eltern bestimmt entgegen (und vom Packmaß wohl auch ;))

    Da mein selbstgenähter DIY-Underquilt "Hysooqui" aufgrund seiner fluffigen Climashield-Füllung recht voluminös im Packmaß ausgefallen ist, habe ich mir für die lauen Sommernächte den Therm-a-Rest Slacker Snuggler zugelegt. Ich wollte etwas haben, was weniger Platz in der Tasche einnimmt und wärmemäßig nicht droht, im Sommer überdimensioniert zu sein, so dass ich nachts zu sehr in der Hängematte schwitze.

    Den Slacker Snuggler habe ich im Internet im Winter für 62 Euro gekauft und konnte ihn nun während des Sommers mehrmals einsetzen. Nun gehen die Temperaturen in der Nacht langsam wieder Richtung 10° Celsius, so dass die Saison der lauen Sommernächte wohl vorbei scheint. Hier ist mein Erfahrungsbericht.



    Die Daten:

    Gewicht: 440 g
    Packmaß lt. Hersteller: 30 x 25 cm; meine Messung ergab 33 x 38 cm
    Länge lt. Hersteller: 203 cm Breite: 127 cm; meine Messung ergab eine Länge von 213 cm
    Material Außenhülle/Futter: 20D Polyester Ripstop/20D Polyester
    Isolierung: eraLoft Polyester Mikrofaser
    Farbe: oliv

    Mit seinem Packmaß erinnert der Slacker Snuggler an ein kleines Kopfkissen und kann noch etwa zur Hälfte des Volumens komprimiert werden. An den UQ ist eine Tasche eingenäht. Zum Verstauen krempelt man die Tasche einfach um und verstaut den UQ - vergleichbar einer leichten Regenjacke - in dieser und verschließt sie mit einem Reißverschluss. Die Tasche kann auch für Kleinkram genutzt werden, wenn der UQ hängt und ist auf der linken Seite aus der Hängematte heraus erreichbar.



    An den Enden des UQ ist am Fuß gelbes 4-mm-Shockcordband fest verknoten, am Kopfende eine dünne Polyesterschnur, deren Länge vergleichbar einer Zeltabspannung verkürzt oder verlängert werden kann. Somit kann der Slacker Snuggler nicht wie bei vielen anderen UQs an Schnüren seitlich der Hängematte verschoben werden, aber ist dennoch für unterschiedlich lange Hängematten einstellbar. Er ist konturiert genäht und verjüngt sich an den Enden, was ihm eine "natürliche" Muldenform verpasst, wenn man ihn unter die Matte hängt. Die EraLoft Isolierung wärmt wie jede andere Kunstfaserfüllung auch noch bei Nässe.



    Zuerst einmal: ich bin mit seiner Wärmleistung durchaus zufrieden. Das silbrige Innenmaterial reflektiert die Körperwärme spürbar und auch der sanfte Sommerwind wurde anständig geblockt, so dass ich in warmen Sommernächten keinerlei Fröstelei verspüren musste. Bei meinem letzten Ausflug ging die Temperatur allerdings am frühen Morgen auf 11°C runter und damit war der Komfortbereich für mich unterschritten. Der Körperrumpf war mit Yogahose, Longsleeve und Daunenweste zwar konstant warm, aber an den Gliedmaßen habe ich dann doch gefröstelt, wenngleich auch nicht wirklich gefroren.

    Die sich verjüngenden Enden und die damit vorgegebene Form sind eher ein Problem, besonders wenn man mit einer langen Hängematte diagonal schläft. Wie sich herausstellte, muss man sehr darauf achten, dass das Kopfende des Snugglers auch hoch genug positioniert ist. Sonst schmiegt sich die vorgegebene Passform nicht gleichmäßig an den Rumpf, sondern es bildet sich im unteren Bereich einen relativ großer Luftraum zwischen UQ und Hängematte, der u. U. Kältebrücken motivieren könnte. Erschwert wird dieses potentielle Problem dadurch, dass die Enden mit nicht-dehnbarem Polyesterband gesäumt sind, was bei mir zumindest am Fußende eine Öffnung ließ, aus der erwärmte Luft entweichen könnte (siehe Foto unten). Allerdings habe ich in den Sommernächten nicht mit Kältebrücken zu kämpfen gehabt, auch war der Druck vom Polyestersaum kaum zu spüren.


    Der Einsatz mit der Warbonnet Blackbird XLC war okay, wenngleich die sich verjüngenden Enden in Kombination mit der UQ-Breite dazu geführt hat, dass die WBBB-Footbox über die Kontur des Slacker Snugglers hinausreichte (siehe Foto). Als Diagonalschläfer muss man sich somit entscheiden, ob man die Füße in der Isolation haben will (was durchaus geht), dafür aber die diagonal gegenüber liegende Schulter nicht mehr ganz vom UQ bedeckt ist. Ich habe mich für die bedeckte Schulter entschieden und habe gegen kalte Füße eine kleine Sitzunterlage aus Schaumstoff unter meine Füße in die Footbox gelegt, was gut geklappt hat.

    FAZIT:

    Ich bin recht zufrieden mit dem Them-a-Rest Slacker Snuggler. Milde Sommernächte steckt er gut weg, seitlicher Wind war kein Problem und auch die Wärmereflektion war gut. Bis 15° Celsius konnte ich mich auf ihn verlassen, darunter wurde es langsam frisch. Das Packmaß entspricht einem dünnen Daunen-UQ, für den man allerdings mehr ausgeben muss als 62 Euro. Einschränkungen hat er bei der Passform, besonders weil der Schnitt des UQ nicht für die Diagonallage optimiert ist, die wir hier im Forum mit den längeren Hängematten gerade anstreben. Bei wärmeren Sommernächten waren aber kalte Füße kein Problem.

    Somit stellt er für mich eine respektable Alternative zur Isomatte dar und ist für Sommerhänger, die nicht so viel Geld für einen Underquilt ausgeben aber es trotzdem mal ausprobieren wollen, vielleicht eine Option. Ich will zumindest nicht von ihm abraten, wenngleich es bessere UQ-Systeme gibt, und werde ihn auch im nächsten Sommer wieder benutzen wollen.

    Ich bin gerade auf einen YouTuber gestoßen, den ich noch nicht kannte: Triple Nickel Outdoors. Er wollte ein Video über die Verwendung des Becket Hitch/Schotstek zum Aufhängen seiner Hängematte machen. Nicht besonderes eigentlich, wenn nicht bei ihm der Knoten unter spontaner hoher Test-Belastung die Biege gemacht hätte - und das reproduzierbar!

    In diesem Falle ging es um die Knoten-Verbindung einer Continous Loop mit Mule Tape, einem Material von dem ich nicht weiß, ob es überhaupt in Europa erhältlich ist. In den Staaten wird es wohl aufgrund seines Gewichts bei den UL-Freunden verwendet. Sofern das Zeug hier von niemanden benutzt wird, kann man das Video vielleicht auch bloß abgespeichert unter "gut zu wissen". Sollte Mule Tape auch hier von Leuten verwendet werden, dann ist das Video vielleicht von größerer Relevanz. Ich wünsche viel Vergnügen beim Schauen und einen effektiven Lerngewinn!

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    Bei meinem Loofah-Schwamm aus der Drogerie sind gleich beim ersten Test einige Waben gerissen. Daraufhin habe ich davon Abstand genommen, ihn weiter zu benutzen. Vielleicht war ich zu grob beim Drüberziehen, obwohl ich mich bemüht habe vorsichtig zu sein. Strumpfhose habe ich selber noch nicht ausprobiert.

    Definitiv die XL, wenn es schon eine Frontline sein soll. Ich habe mit der normalen Frontline angefangen und bin 178 cm groß. In der habe ich mich immer ein wenig eingeengt gefühlt, besonders an den Enden (Schultern und Füße). Diagonal liegen ging für mich darin eigentlich gar nicht, daher bin ich auf andere Hängematten gewechselt. Ich glaube, @Bernd Odenwald benutzt eine Frontline, oder irre ich mich da, Bernd?

    Wenn es wirklich eine normale Frontline sein soll, habe ich hier noch eine, die ich dir zum halben Preis überlassen würde, weil ich sie einfach nicht mehr benutze. Empfehlen würde ich sie dir aber nicht!

    NochSoEiner Berechtigter Einwand. Ich denke mal, dass viele von uns ja immer auch auf der Suche nach Techniken sind, die eingesetzt werden können, wenn mal die Batterie verbraucht ist oder keine Steckdose in Reichweite. Zur Beantwortung meine Frage nach der korrekten Ridgelinespannung habe ich mir tatsächlich eine kostenlose Winkelmesser-App auf's Tablet geladen und bei meinen Experimenten erfolgreich eingesetzt.

    Also ich nun so vor meiner Hängematte stand und mir die Ridgeline anschaute fiel mir auf, dass ich die Hülle meines Tablets ja einfach umschlagen und das Gerät so über die Ridgeline hängen kann. Somit konnte ich auch den Winkel der Hängematte in Benutzung nachmessen, den ich ausgerechnet hatte, wenn ich mein Fußende 40 cm höher aufhänge.

    Um diesen Winkel rauszukriegen, habe ich zugrunde gelegt, dass die Ridgeline und die Erhöhung des Fußendes zwei Seiten eines rechtwinkligen Dreiecks darstellen. Dabei habe ich die klassisch aufgehängte Hängematte mit waagerechter Ridgeline als Kathete und eine 40 cm Erhöhung des Fußendes als Gegenkathete definiert. Interessiert hat mich das Ergebnis für Winkel α, also den Winkel zwischen Hypotenuse (= waagerechte Ridgeline) und Kathete (= mit Fußende erhöhte Ridgeline), weil ich davon ausging, dass dieser einen guten Kontrollwert nach verbesserter Aufhängung für die Ridgeline der belasteten Hängematte darstellen würde.

    Nach diesem Rechenweg läge der ideale Hängewinkel einer 345 cm langen Hängematte mit einem um 40 cm erhöhten Fußende bei 6,6 Grad. In der Praxis ist dieser allerdings zur schwer zu erreichen, da sich der Winkel ständig verändert, weil a) das Material der Baumbänder und der Hängematte selbst bei Belastung nachgeben und b) die Liegeposition bzw. der Schwerpunkt in der Hängematte sich auch je nach Liegeposition verändert. Somit verändern sich die Seitenlängen meines theoretischen Dreiecks konstant, was ja auch Einfluss auf die Winkel hat.

    Somit ist es wirklich nur eine grobe Hilfe und eher ein theoretisches Spiel gewesen. Bei einem Winkel von 8,4 Grad habe ich auch sehr bequem in der Hängematte abgehangen und bin nach 15 Minuten weggenickt. Vermutlich werde ich als Aufbauhilfe erstmal bei der Methode bleiben, die Hängematte mit waagerechter Ridgeline aufzuhängen, dann das Fußende um zwei ausgestreckte Handspannen (Daumen < > Mittelfingerspitze; bei mir 20 cm) zu erhöhen und ggf. mit den Whoopie Slings bzw. den Baumbänderlängen sanft nachzujustieren. Wenn dann das an die Ridgeline gehängte Tablet einen Winkel von 6 bis 9 Grad anzeigt, bin ich zufrieden und werde a) friedlich einschlummern oder b) aufmerksam meiner Liegeposition nachspüren wie die Prinzessin auf der Erbse - immer auf der Suche nach dem "perfect hang".

    Ich konnte die letzten beiden Tage ein wenig herum experimentieren und komme zu dem Ergebnis, dass die Spannung der Ridgeline erheblich mit dem "korrekten" Winkel der Baumbänder zu tun hat.

    Ich habe mir für die Überprüfung eine Winkelmesser-App für's Tablet runtergeladen und konnte den Winkel der Abspannung dadurch ziemlich gut ablesen, wenn ich die Kante des Tablets mit der Leine vor mir über die Augen parallel gehalten habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich bei meinem Standardabstand der Bäume im Park von 5 bis 6 Metern dazu neige, meine Hängematte nur mit dem Winkel von etwas mehr als 20 Grad abzuspannen. Vermutlich mache ich das, weil meine Körpergröße mit ausgestreckten Armen mich nicht so einfach höher kommen lässt. Daher kommt wohl in erster Linie die krasse Spannung der Ridgeline.

    Durch die Eingabe meiner Hänge-Bedingungen in den Hängematten-Rechner von Waldläufer70 konnte ich feststellen, dass die Spannung, die auf der Ridgeline liegt, bei 20 Grad empfindlich mehr ist als bei dem überall empfohlenen Winkel von +/-30 Grad. Wie Waldläufer70 benutze ich Lash-It (1.75mm) als Ridgeline, die nach seinen Aussagen ja eine Belastungsgrenze von 45 kg hat (s.o.). Laut Rechner produziert der Winkel von 20 Grad bei meinen Angaben aber eine Belastung von nahezu 60 kg - also weit drüber. Die reduziert sich bei der Einhaltung des 30-Grad-Regel dramatisch ins Undramatische :cool: Ein leichtes Biegen der Ridgeline aus der Hängematte war auf jeden Fall wieder möglich.

    Ich werde also mehr nach Bäumen mit 4,5 bis 5 Metern Abstand Ausschau halten müssen, um die 30 Grad zu ermöglichen und die Ridgeline nicht dauerhaft zu überfordern.