Danke für dein aufmerksames Mitlesen, Waldläufer70 Ich muss zugeben, dass ich diese potentielle Problematik nicht von Anfang an mitbedacht habe
In der ersten Nacht auf Rügen war der Baumabstand tatsächlich so, dass ich den Loop mittels Prusik ziemlich nah am Baum hatte und dadurch kaum größere Spannung an der Firstnaht des Tarps zu erwarten war.
In der zweiten Nacht war der Abstand zu den Bäumen größer. In dieser Situation, wo die Prusik-Loops durchaus 20 - 30 cm Abstand vom Baum hatten, habe ich die Postition am Baumband so gewählt , dass das Tarp beim Aufhängen in der Snakeskin und nicht besetzter Hängematte einen leichten Durchhang hatte. Dann mich reingesetzt und die Spannung des Tarps beobachtet.
Einerseits wurde das Tarp tatsächlich ein wenig mehr gespannt, wenn ich in der Hängematte lag, weil sich die Baumbänder durch das Gewicht nach unten zogen. Andererseits habe ich dann noch an den Tie-Outs meiner Tarps immer 2mm-Shockchord-Schlaufen, die das sich senkende Tarp und die damit verbundene Entspannung der Seitenflächen aufgefangen haben. Diese sorgen ja auch dafür, dass das Tarp gestrafft bleibt, wenn es feucht wird und dass das Tarp bei Wind kurzfristig ein wenig nachgibt.
Das ist natürlich alles nur über den Daumen gepeilt, hat aber funktioniert. Tarp ist immer noch heile, Ridgeline nicht gerissen
Ein besseres Gefühl habe ich natürlich, wenn die Prusiks möglichst nahe am Baum sind. Dafür nehme ich auch gerne wieder den etwas größeren Abstand zwischen Tarpfirst und Hängematten-Ridgeline in Kauf.