Beiträge von Furbrain

    Eure Packliste interessiert mich aber trotzdem.

    Was für Matten, Tarps, Isolierung?

    Bitte!

    Cumulus Taiga 250 Topquilt 485 g

    DIY-Hammock „Coconut“ 395 g

    James Outdoor Gear 3/4-UQ 500 g

    Warbonnet Thunderfly 30D Silpoly Bushwack Camo in Snakeskin + Abspannung im Beutel 540 g + 240 g

    ... macht insgesamt 2160 g

    ... von den 15 kg Gesamtgewicht

    ... muss wohl doch an den Wechselsachen gelegen haben :/

    Ansonsten ist es so, dass die Spannung auf dem First des Tarps, wenn man es nicht nahe am Baum befestigt, von den folgenden Faktoren abhängt:

    Distanz vom Baum bis zur Tarpbefestigung
    Dehnung der Baumgurte
    Hängewinkel der Hängematte
    Last in der Hängematte

    Das schöne an den Faktoren ist, dass man einige in "Konstanten" umwandeln kann ;) Da ich immer die selben Baumgurte und Aufhängung benutze (Spider / Poly Baumgurte mit Beetle Buckles) und die "Last" in der Hängematte immer gleich lang und (in etwa) gleich schwer ist, muss ich wohl am meisten ein Gefühl dafür entwickeln wie es sich mit den unterschiedlichen Baumabständen verhält. Da bei mir aber Körpergrößen-bedingt irgendwann Ende mit Baumabstand ist, grenzt das den möglichen Maximalwinkel auch ein. Und ein aus dem normalen Spektrum ausfallender Hängewinkel sollte dann bei mir (hoffentlich) die Alarmglocken klingeln lassen. Das passiert aber auch recht selten, da ich eigentlich nur mit zwei Hängematten über Nacht rausgehe (meiner DIY "Coconut" und der WBBB XLC). Es läuft also auf ein grundlegenden Tipp hinaus: "Know Your Gear!"

    Ich denke, ich werde mir noch eine Loop aus dickerer Gummischnur mit 3 oder 4mm Durchmesser in den Packbeutel zu den Heringen legen, um zumindest ein Ende damit per Ankerstich mit dem Whoopie Hook zu verbinden – als Sicherheitsfaktor.

    Na, dann herzlich Willkommen im Hängemattenforum und dir viel Spaß beim Lesen :) Wenn sich dir Fragen stellen, einfach fragen. Aber mit dem Kollegen echinotrix hast du ja bereits einen alten Hasen bzw. eine ins Thema tief vorgedrungene Person an deiner Seite ;) Viele Grüße aus Berlin in den Süden!

    Danke für dein aufmerksames Mitlesen, Waldläufer70 Ich muss zugeben, dass ich diese potentielle Problematik nicht von Anfang an mitbedacht habe :saint: In der ersten Nacht auf Rügen war der Baumabstand tatsächlich so, dass ich den Loop mittels Prusik ziemlich nah am Baum hatte und dadurch kaum größere Spannung an der Firstnaht des Tarps zu erwarten war.

    In der zweiten Nacht war der Abstand zu den Bäumen größer. In dieser Situation, wo die Prusik-Loops durchaus 20 - 30 cm Abstand vom Baum hatten, habe ich die Postition am Baumband so gewählt , dass das Tarp beim Aufhängen in der Snakeskin und nicht besetzter Hängematte einen leichten Durchhang hatte. Dann mich reingesetzt und die Spannung des Tarps beobachtet.

    Einerseits wurde das Tarp tatsächlich ein wenig mehr gespannt, wenn ich in der Hängematte lag, weil sich die Baumbänder durch das Gewicht nach unten zogen. Andererseits habe ich dann noch an den Tie-Outs meiner Tarps immer 2mm-Shockchord-Schlaufen, die das sich senkende Tarp und die damit verbundene Entspannung der Seitenflächen aufgefangen haben. Diese sorgen ja auch dafür, dass das Tarp gestrafft bleibt, wenn es feucht wird und dass das Tarp bei Wind kurzfristig ein wenig nachgibt.

    Das ist natürlich alles nur über den Daumen gepeilt, hat aber funktioniert. Tarp ist immer noch heile, Ridgeline nicht gerissen ;) Ein besseres Gefühl habe ich natürlich, wenn die Prusiks möglichst nahe am Baum sind. Dafür nehme ich auch gerne wieder den etwas größeren Abstand zwischen Tarpfirst und Hängematten-Ridgeline in Kauf.

    Nach einem Gespräch mit barfuß und Mittagsfrost auf der Insel bei Lindow über die Zugkraft der Tarp-Abspannung mit Zing-It auf die Rinde von Birken und Buchen, habe ich diese Tarp-Aufhängung auch mal ausprobiert. Benutzt habe ich dafür Lash-It, auf das ich jeweils einen ungenutzen Whoopie-Hook draufgezogen habe, und die Loop dann mit einem Doppelten Spierenstich beendet, ähnlich wie @Bernd Odenwald mit seinen Karabinern und dem Klemmknoten.

    Was soll ich sagen? – Tolles Ding! Mit den Whoopie Hooks kann ich die INOX-Ringe an den beiden Tarp-Enden einfach ein- und wieder aushängen und dann die Prusiks auf Spannung am Gurtband ziehen. Das Tarp fällt auch nicht aus dem Hook, wenn keine Spannung drauf liegt. Habe es mit dem Thunderfly und meinem DIY Asym-Tarp ausprobiert, jeweils in Kombination mit meiner DIY-Matte (340cm) und der WBBB XLC. Auf Rügen dann der Praxistest und mit dem Thunderfly die beiden (durchaus windigen) Nächte derart abgehangen.

    Ein schöner Nebeneffekt ist, dass das Tarp dadurch näher an der Ridgeline der Hängematte hängt (zumindest bei meinen Setups). Hatte öfter mal mein Tarp sommerlich hoch abgespannt, was mir dann bei Wetterwechsel Arbeit verursacht hat ...:rolleyes:

    Raffrix99 Eine Möglichkeit wäre zu überlegen, wie sehr man für Rückenschmerzen anfällig ist?! Ich habe immer lieber auf festerem Untergrund geschlafen (Futon), bei zu weichen Matratzen im Hotel bekomme ich Rückenschmerzen. Bei den Hängematten liege ich eher so im Mittelfeld mit der Tendenz zu hart. Meine Leichtmatte hat einen zu dehnbaren Stoff, als dass ich darin eine ganzen Nacht verbringen möchte.

    Ich musste mich durch mehrere Stoffe durchnähen, um meinen Lieblingsstoff zu finden. Meiner Meinung nach sind 1.6 HyperD (XL) von RBTR und 1.6 Hexon (W) von Dutch gute Stoffe in der Mitte, um davon zu starten. Viele der amerikanischen Cottage-Vendors habe diese im Programm, um daraus kommerzielle Hängematten zu nähen. Den Hängemattenstoff von extremtextil finde ich auch gut, er ist etwas härter und noch weniger dehnbar als die beiden erstgenannten. Das ist aber meine persönliche, rein subjektive Meinung ...

    ERGÄNZUNG: Kauf dir den Stoff von extremtextil, das ist am günstigsten. Er ist zwar nur knapp 150 cm breit, aber er ist wirklich okay! Whippe das Ding unaufwändig, teste ein paar Nächte und überlege dann, ob es noch härter oder doch weicher werden sollte – oder sogar so schon perfekt ist. Mit diesen Erfahrungen können wir anderen dir bestimmt schon konkretere Hinweise für teure Ami-Stoffe geben ;)

    Im Winter benutze ich einen bis auf die Fußbox geöffneten 3-Season-Daunenschlafsack, der geht auf jeden Fall gut bis -5 als Zudecke. Bei +10°C habe ich aber auch arg geschwitzt und musste viel lüften. Für den Hochsommer habe ich einen dünnen Synthetik-Schlafsack von High Peak für 10 Euro aus dem Supermarkt, dessen Packmaß auch nicht viel größer ist als der Taiga 250. Bis runter auf +15°C komme ich auch mit dem noch zurecht.

    Das Schöne am Sitzkissen ist die Doppelnutzung: entspannt abends bequem rumsitzen und danach die Isolation für die Füße von unten.

    Bei meiner Größe von 178 cm und den Maßen meines 3/4-UQ klappt es bisher ganz gut, dass das Shockchord am unteren UQ-Ende in etwa an meiner Kniekehle hochkommt und somit bereits oberhalb meiner Zehen vorbei ist in Richtung Hängemattenaufhängung. Ich habe mit meinen Füßen (so lange ich wach bin) keinen Kontakt mit der Aufhängung, wenn ich diagonal in meiner Matte liege (egal ob in der Warbonnet Blackbird XLC [da ist die UQ-Schnur schon oberhalb der Footbox] oder einer von meinen DIY-Matten).

    Es gibt immer die Möglichkeit sich unter die Füße/in die Fußbox des TQ ein aufblasbares T-a-R-Sitzkissen zu legen. Das machen viele bei ihrem 3/4-UQ so (ich auch). Ich bin jetzt die erste Saison mit meinem 3/4-UQ draußen (seit Juni) und habe nur die Hälfte der Nächte das Kissen unter den Füßen in meinem Cumulus Taiga 250 gebraucht, damit sie nicht auskühlen.

    Der Vorteil von Daune ist, dass sie wesentlich flexibler auf unterschiedliche Außengrade temperiert. KuFa ist da enger im Spektrum. Mit dem Taiga 250 war ich auch noch im November bei +2 Grad im Wald – allerdings im vollen Kleiderwix kuschelig eingepackt. Unten drunter hatte ich da aber bereits meinen Scandinavian Wooki hängen. Mein Eindruck ist, dass der Topquilt durchaus etwas dünner sein darf in der Kombi mit dem UQ. Die Kälte von unten ist für mich einfach unangenehmer beim Schlafen, daher gebe ich "untenrum" was die Temperatur angeht gerne etwas mehr Sicherheitsraum.

    Wenn du nur bis in den frühen Herbst mit dem Selva abhängen willst, würde ich es aus Platz- und Gewichtsgründen mit dem Selva 300 in der Länge von 215cm probieren und ihn mir mit der Betonung auf Schultern und Rumpf justieren. Ich habe immer ein kleines Hängemattenkissen dabei, das reicht mir zum Buff/Kopftuch/Mütze. Für die Füße ggf. die Sitzmatte (s. o.).

    Ich gebe auch gern meine Packliste raus. Allerdings überarbeite ich immer meine Listen, je nachdem wie, wohin und wie lange ich unterwegs bin. Für die Rügenwanderung am letzten Wochenende sah sie z. B. so aus:

    Schwedischer Hospitalrucksack LK35 (35l)2400 g
    Ortlieb Dry-Bag PS490 (22l)370 g
    Zwei Packgurte je 150 cm70 g
    DIY-Hängemattenkopfkissen60 g
    Cumulus Taiga 250 Topquilt485 g
    Zwei Teile einer BW-Schaumunterlage faltbar als Fußmatte350 g
    DIY-Hammock „Coconut“395 g
    James Outdoor Gear 3/4-UQ500 g
    Warbonnet Thunderfly 30D Silpoly Bushwack Camo in Snakeskin + Abspannung im Beutel540 g + 240 g
    Therm-a-Rest Lite Seat zum Sitzen und als isolierende Unterlage für die Füße beim 3/4-UQ150 g
    Minimal-Kulturbeutel + Medikamente, Handtuch, Mückenspray, Desinfektionsmittel360 g
    Titanium-Kochset (Gas-Version) + Ersatz-Kartusche450 g + 300 g
    Beutel mit Batterien + Kabel + Lampen470 g
    Erste Hilfe Set180 g
    EDC-Dose140 g
    Werkzeugbeutel (Säge, Lederhandschuhe, Seil, Karabiner, Gorillatape)580 g
    Brisa Enzo Necker 70 100 g
    Kleiderbeutel (Daunenweste, Yogahose, T-Shirt, Socken, Unterhose, Buff)600 g
    Essensbeutel + Nahrung + 0,5 l Plastikbier + 1,5 l Wasser3000+ g

    In der Summe kam ich am Ende auf der Waage auf knapp unter 15 kg.

    Auf Regenzeug hatte ich in diesem Fall optimistisch verzichtet. Trotzdem war ich von uns vier Rügenwanderern der schwerste im Bunde. Die anderen waren ultraleicht unterwegs, ihr Basisgewicht haben die Kollegen ja im Faden bereits erwähnt. Und fragt jetzt nicht, ob ich auch alles, was eingepackt war, wirklich benutzt/verbraucht habe ... ;)

    Wo finde ich eine Liste, was andere exakt im Rucksack haben.

    Vielleicht noch ein Hinweis: Im Hängematten-Lexikon des Forums findest du die unterschiedlichen Themenbereiche grob zum Einstieg in dieser FAQ verlinkt. Schnapp dir einen Themenbereich und durchstöbere ihn, und schau womit andere Forumsmitglieder gute Erfahrungen gemacht haben oder was ihnen dabei wichtig ist. Das solltest du aber nicht mit Kaufempfehlungen verwechseln ;)

    In diesem Forum sind mir veröffentlichte Packlisten bisher unbekannt. Macht auch Sinn, da im Hängemattenforum die Mitglieder aus unterschiedlichsten Richtungen zum Thema kommen (Bushcraft, Ultralight, Glamping, Heimhänger ...). Im Ultraleicht Trekking Forum diskutieren und optimieren sie Packlisten. Bei den Bushcraftern solltest du auch fündig werden. Es ist halt eine Frage der Perspektive.

    Sägen sind im Bushcraftrucksack zu finden, superleichte Tarps bei den ULern. Du kannst auch die Packlisten des Rucksackherstellers Deuter zur Orientierung durchlesen und dir dein Setup danach zusammenstellen. Auch YouTube ist voll von Rucksack-Gearporn ("Was ist in meinem Rucksack?"). Aber das nützt dir nichts, denn es müssen deine Erfahrungen sein.

    Die YouTuber haben mir eine Menge Schrott im Regal beschert, den ich nicht nutze – nachdem ich beim Ausprobieren festellen musste, dass ihre Bewertungen oftmals kommerziell verzerrt sind und es Zeug gibt, was für meine Bedürfnisse besser taugt. Vielleicht lohnt es, sich mit ein paar Leuten auszutauschen, die das schon länger machen, was du auch vor hast. Und wie DL1JPH oben im Faden schon sagte: Es läuft immer auf das Dreieck Gewicht, Haltbarkeit und Preis hinaus – du kannst aber nur immer zwei Sachen davon wählen.

    Denk an die Faustformel, dass die Summe des zu tragenden Gewichts inkl. Rucksack nicht mehr als 25 Prozent deines Körpergewichtes übersteigen sollte – und selbst das ist auf Touren schon eine echte Herausforderung (finde ich). Aber vielleicht bist du ja "aus einem anderen Holz geschnitzt" als ich ;)

    Die haben auch breitere Topquilts für Bodenschläfer im Programm. Der Vorteil beim TQ ist, dass du Material (und somit Gewicht als auch Volumen) sparst. Den Boden drückst du eh platt, egal ob in der Hängematte oder auf der (dann aber gut isolierenden) Isomatte. Musst mal ein wenig stöbern.